Die unterschiedlichen Hautunreinheiten und was man gegen Hautunreinheiten tun kann

Junger Mann drückt Pickel mit Wattepads aus, weißer Hintergrund

Wie man gegen Hautunreinheiten vorgehen sollte, damit die Haut wieder porentief rein wird - und wie man dies mit Hausmitteln erreichen kann

Pickel, Mitesser und große Poren bezeichnet man auch als Hautunreinheiten. Wodurch sich die verschiedenen Arten auszeichnen, was man gegen die lästigen Plagegeister tun kann - mit Mitteln aus Drogerien sowie mit Hausmitteln - und was man lieber unterlassen sollte, erklären wir im Folgenden.

Die unterschiedlichen Hautunreinheiten

Verstopften Poren vorbeugen
Von verstopften Poren zu Mitessern zu Pickeln

Hat ein Mensch Probleme mit seiner Haut, so spricht man ganz allgemein davon, dass er unter Hautunreinheiten leidet. Mit diesem Begriff werden verschiedene Hautirritationen zusammengefasst, die das Erscheinungsbild der Haut auf höchst unterschiedliche Weise beeinflussen.

Für Menschen, die ihrer Haut auch bei Problemen die optimale Pflege schenken möchten, ist es jedoch besonders wichtig genau zu wissen, unter welcher Art von Hautunreinheiten sie eigentlich leiden. Denn diese benötigen oft eine unterschiedliche Behandlung. Deswegen gibt es hier einen kleinen Überblick.

Verstopfte Poren

Diese Hautunreinheit entsteht vor allem, wenn das Gesicht nicht gründlich genug von dem Schmutz des Tages gereinigt wird. Dies kann nämlich dazu führen, dass dieser sich in den Poren absetzt, wodurch der von der Pore produzierte Schweiß und Talg nicht mehr an die Hautoberfläche gelangen kann.

Dadurch wiederum bildet sich ein Talgpfropfen, der fest in der Mitte der Pore sitzt. An der Hautoberfläche zeigt sich dies meist als kleiner schwarzer Punkt.

Das Problematische an verstopften Poren

Das Problem an verstopften Poren ist zunächst, dass die Poren sich dadurch extrem vergrößern können. Denn da Talg und Schweiß den Pfropfen immer mehr anwachsen lassen, weitet sich die Pore.

Diese vergrößerten Poren sind deutlich sichtbar, selbst wenn der Pfropfen bereits entfernt wurde. Mit speziellen Hautpflegeprodukten lässt sich das Hautbild jedoch wieder verfeinern.

Eine weitere Folge von verstopften Poren können aber zudem auch Pickel sein, die sich entzünden.

Auch bereits wenig sichtbare Hautunreinheiten sollten behandelt werden
Auch bereits wenig sichtbare Hautunreinheiten sollten behandelt werden

Mitesser

Als Mitesser wird ein Pickel bezeichnet, der noch nicht eitert. Er zeigt sich zunächst nur als eine Verdickung unter der Haut.

Genauer gesagt sind Mitesser dabei Poren, die sich vergrößert haben und in deren Mitte ein dunkler Punkt zu sehen ist. Dieser dunkle Punkt ist die Spitze des Talgpfropfens, welcher in der Pore sitzt.

Pickel

Entzünden sich die Hautunreinheiten, können sich Pickel bilden. Von einem Pickel spricht man, wenn sich auf der Haut eine deutliche Erhebung sowie eine starke Rötung der Haut zeigen. Letztere wird durch die Entzündung hervorgerufen.

Auf die Rötung folgt dann die Eiterbildung, die an einem gelben Zentrum des Pickels zu erkennen ist.

Was man gegen Hautunreinheiten tun kann

Gesichtsreinigung

Wer unter Hautunreinheiten leidet, der sollte peinlichst genau auf eine gründliche und regelmäßige Reinigung des Gesichts achten. Denn erst durch den Einfluss von Bakterien entwickelt sich der Mitesser zum Pickel. Gerade Frauen sollten darauf achten, jeden Abend das Make-up sorgfältig zu entfernen.

Gründliche und tägliche Gesichtsreinigung beugt Hautunreinheiten vor
Gründliche und tägliche Gesichtsreinigung beugt Hautunreinheiten vor
Gesichtswasser

Die Haut sollte regelmäßig mit alkoholhaltigem Gesichtswasser abgewischt werden. Denn dieses klärt die Haut und desinfiziert sie gleichzeitig. Mitesser entwickeln sich schließlich durch die Besiedlung mit Bakterien zu Pickeln.

Waschgel

Auch sinnvoll ist die morgendliche und abendliche Verwendung eines speziellen Waschgels. Dieses befreit die Poren vom Schmutz, zieht während des Waschens die erweiterten Poren wieder zusammen und verhindert so, dass sich Pickel entwickeln.

Vorsicht: Trotzdessen, dass die Gesichtsreinigung von Bedeutung ist, sollte das Gesicht aber nicht mehr als zweimal täglich gewaschen werden, da sonst der natürliche Säuremantel der Haut gestört wird.

Peeling und abschließende Pflege

Mitessern rückt man am besten mit einem Peeling auf den Leib. Es entfernt abgestorbene Hautschüppchen und macht die Poren frei.

Warum man Pickel nicht selbst ausdrücken sollte
Pickel lieber nicht ausdrücken

Tragen Sie nach dem Waschprogramm eine pflegende Feuchtigkeitscreme auf. Wichtig ist, dass sie ölfrei ist und die Haut nicht zusätzlich irritiert.

Weitere Mittelchen gegen Pickel

Zudem ratsam sind auch Produkte wie Anti-Pickel-Stifte, die den Pickel oder Mitesser austrocknen und Entzündungen abklingen lassen. Gerade die hier enthaltenen Wirkstoffe

  • Salizylsäure,
  • Zink und
  • Miconazolnitrat

führen zu einem schnellen Abklingen der Akne.

Pickel und Mitesser ausdrücken?

Wer schon einmal einen Pickel hatte, der kennt auch die Versuchung, daran herumzudrücken. Vor allem wenn der Pickel schmerzt und brennt, erhoffen sich viele davon Erleichterung, den Pickel einfach mit den Fingern aufzudrücken.

Wenn der Pickel reif genug ist und man ein paar Dinge beachtet, kann dies auch wirksam sein. Denn dadurch, dass der Eiter aus dem Pickel austritt, verschwindet auch ein Großteil des Schmerzes und des Druckgefühls.

Risiken des Ausdrückens

Vorausgesetzt ist hier jedoch, dass der Eiter auch wirklich an die Oberfläche tritt. Denn wenn man falsch drückt, entleert sich der Pickel in die Haut. Das kann dazu führen, dass sich noch mehr Pickel bilden und die Entzündung sich verschlimmert. Im schlimmsten Fall gerät der Eiter in die Blutbahn, was eine Blutvergiftung nach sich ziehen kann.

Zudem gelangen Bakterien und Dreck über die Hände auf die Haut. Diese können sich in der Pore weiter vermehren und so Infektionen auslösen. Auch durch Händewaschen lassen sich nicht alle Bakterien beseitigen.

Deswegen sollte man es grundsätzlich vermeiden, selbst an Pickeln zu manipulieren. Besser ist es, das Gesicht mit Pickeln einfach regelmäßig zu reinigen und, sollte es nötig sein einen Pickel zu öffnen, die Hilfe einer Kosmetikerin oder eines Hautarztes in Anspruch zu nehmen. Denn diese können einen Pickel fachmännisch und somit ungefährlich öffnen.

An Hautunreiten herumzudrücken kann schlimme gesundheitliche Folgen haben
An Hautunreiten herumzudrücken kann schlimme gesundheitliche Folgen haben
Pickel "ausziehen"

Wenn es jedoch einmal ganz eilig ist, dann können Sie den Pickel auch vorsichtig ausziehen. Wichtig ist, die Haut vorher einzuweichen und die Poren zu öffnen. Das geht am besten mit heißem Wasser oder Wasserdampf. Zudem sollten die Hände unbedingt gründliche gewaschen und desinfiziert werden.

Mit einem Kosmetiktuch oder Pad kann die Haut um den Pickel herum gegriffen und in alle vier Richtungen auseinander gezogen werden. Durch dieses Ziehen wird die Haut gespannt, so kann der Eiter nur nach außen gelangen.

Anschließend sollte die Haut nochmals mit desinfizierendem Gesichtswasser behandelt werden.

Verstopfte Poren und Mitesser

Auch die Vorstufe des Pickels, die verstopfte Pore verleitet dazu daran herumzudrücken. Schließlich ist der Pfropfen durch seine dunkle Spitze meist gut sichtbar und verleitet zu dem Irrglauben man könnte ihn durch einfaches Drücken auf die Schnelle entfernen.

Das funktioniert auch bei manchen Mitessern sehr gut, bei anderen hat das Manipulieren mit den Händen jedoch negative Folgen - und zwar immer dann, wenn sich der Pfropfen durch Drücken nicht lösen lässt. Das führt nämlich dazu, dass sich die Poren weiten, weil der Pfropfen festgedrückt wird.

Das wiederum kann dazu führen, dass das ganze Hautbild gröber wird. Nebenbei kann durch das Herumdrücken eine Entzündung provoziert werden, die dazu führt das sich sehr schnell ein richtiger Eiterpickel bildet. Auch hier empfiehlt sich also eher der Gang zur Kosmetikerin oder regelmäßiges Schwitzen in der Dampfsauna.

Was man bei Hautunreinheiten außerdem beachten muss: Bakterien auf die Haut bringen

Bakterien gelangen jedoch nicht nur, wie eben erwähnt, beim Ausdrücken von Pickeln und Mitessern auf die Haut. Im Alltag geschieht dies auch durch unbewusste Bewegungen der Hände ins Gesicht.

Auf dem natürlichen Film von Talg auf der Gesichtshaut können sich Bakterien dann optimal vermehren, in Hautporen eindringen und dort Entzündungen auslösen.

Vorsichtsmaßnahmen

Man sollte also darauf achten, sich nicht zu oft ins Gesicht zu fassen. Es kann zudem helfen spezielle Reinigungstücher für unterwegs zu verwenden. Durch die Tücher wird die Haut nicht nur desinfiziert, sondern auch überschüssiger Talg entfernt und somit den Bakterien der Nährboden entzogen.

Grundsätzlich sollte man darauf achten, sich mehrmals am Tag die Hände mit Seife zu waschen.

Hautunreinheiten mit Hausmitteln bekämpfen

Gesichtsdampfbad

Das wichtigste Hausmittel im Kampf gegen Mitesser, vergrößerte Poren und Co. war schon unseren Großmüttern bekannt: das Dampfbad. Dieses sollte mindestens einmal die Woche durchgeführt werden.

Durch den warmen Wasserdampf werden die Poren sanft geöffnet, so können eventuelle Verunreinigungen mit dem Schweiß an die Hautoberfläche gelangen. Die Poren werden von Verstopfungen befreit.

Zusätzlich sollte ein Dampfbad Kamille enthalten, da deren Wirkstoffe die Haut beruhigen, entzündeten Pickeln entgegenwirken und Rötungen wirksam vorbeugen.

Das Dampfbad im Kosmetikstudio ist mittels modernen Maschinen
Das Dampfbad im Kosmetikstudio ist mittels modernen Maschinen - Zuhause einfach mit einer Schüssel und einem Handtuch
Utensilien

Um ein Dampfbad für das Gesicht durchzuführen, benötigt man

Kamillenblüten kann man selbst sammeln und trocknen oder in der Apotheke kaufen.

Durchführung
  1. Für das Dampfbad muss man etwa einen Liter Wasser zum Kochen bringen.
  2. Das kochende Wasser wird in die Schüssel gegeben, dazu kommen ein paar Kamillenblüten oder der Kamillentee.
  3. Nun hält man den Kopf über die Schüssel und legt das Handtuch über den Kopf.

Ideal ist es etwa zehn bis 15 Minuten in dem Dampfbad auszuhalten. Danach ist die Reinigung der Haut wichtig, damit der Schmutz, der aus den Poren ausgetreten ist, von der Haut entfernt wird.

Tipp: Vor dem Dampfbad sollte man darauf achten die Haut mit Gesichtswasser vorzubereiten, damit das Dampfbad optimal wirken kann.

Zinkcreme

Sind bereits Mitesser vorhanden, so wirkt Zinkcreme wahre Wunder. Diese kann man in der Apotheke kaufen und auf die Pusteln tupfen. Diese trocknen dann über Nacht aus.

Vorsicht: Von dem alten Hausmittel, Zahnpasta auf Pickel aufzutragen, um sie auszutrocknen, sollte man hingegen lieber absehen. Zwar enthält die Zahnpasta viel Schlemmkreide, die in der Lage ist überschüssige Talgabsonderungen aufzunehmen. Jedoch begünstigen die enthaltenen ätherischen Öle von Minze und Eukalyptus das Fortschreiten der Entzündung.

Zink gegen Hautunreinheiten

Zink hilft bei Hautunreinheiten vor allem bei innerer Anwendung

Wasserglas mit Brausetabletten, sprudelndes Wasser
Nahrungsergänzung © Carmen Steiner - www.fotolia.de

Zink gehört zu jenen Stoffen, die der Organismus zwar benötigt, die er allerdings selbst nicht herstellen kann. Wird das chemische Element also nicht durch Nahrungsergänzungsmittel zugeführt, so können sich recht schnell die Mangelerscheinungen einstellen.

Diese gehen neben einer Antriebslosigkeit auch mit einem unreinen Hautbild, dünnen Haaren oder brüchigen Nägeln einher. Mehr noch, denn auch die Leistung des Gehirns kann nachlassen, der Stoffwechsel leiden und das Immunsystem geschwächt werden, wenn Zink nicht in ausreichenden Mengen eingenommen wird.

Reine Haut durch zinkreiche Ernährung

Am augenscheinlichsten sind wohl die Auswirkungen auf das größte Organ des Menschen: die Haut. Doch statt teurer Cremes und Lotionen sollten etwaige Unreinheiten nicht ausschließlich mit Kosmetika behandelt werden. Effektiver ist es, die Ursachen dafür über den Organismus selbst zu bekämpfen. Meist ist ein Mangel an Zink entscheidend an einem unschönen Hautbild mit Pickeln, Schüppchen oder Mitessern beteiligt.

Wer dagegen über die Nahrungsmittel oder Zusatzprodukte für eine hinreichende Menge von zwei bis drei Gramm Zink täglich sorgt, regt damit den Zellwechsel der Haut an. Dadurch werden unreine Partien oder gereizte Stellen schneller abgebaut.

Langfristig bewirkt das Element die Gesundung des Schutzmantels und animiert ihn stets zum Neuaufbau der Zellen, zur Regulierung der Talgproduktion in den Poren und damit insgesamt zu einer Genesung von innen.

Bierhefe

Ein altes Schönheitsmittel ist auch Bierhefe. Diese enthält wichtige

Regelmäßig verzehrt versorgt Bierhefe die Haut mit ausreichend Nährstoffen und das enthaltene Zink beugt der Bildung von Pickeln vor. Dazu kann man einfach im Lebensmittelgeschäft einen Würfel frische Hefe kaufen und jeden Tag ein wenig davon verzehren.

Allerdings schmeckt Hefe streng und nicht jeder mag diesen Geschmack. Deswegen gibt es Hefe auch als Nahrungsergänzungsmittel in Kapselform, allerdings sind diese Produkte um ein Vielfaches teurer als frische Hefe. Die Wirkung beider Produkte ist jedoch nahezu identisch, sodass auch Bierhefe in Kapselform gut gegen Mitesser hilft.

Grundinformationen und Tipps zu Hautunreinheiten

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: gesichtsbehandlung © detailblick - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Hand hält Schild © purplequeue - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: White Paper Notes © Giraphics - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Hautprobleme © Jürgen Fälchle - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: face washing © manolito - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Teenage girl popping zit on face © Monkey Business - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Beauty treatment of face skin with ozone facial steamer in spa center © Ratthaphon Bunmi - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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