7. August 2008
Von K. Schumann
Die Bewegungstherapie ist ein wertvoller Begleiter auf dem Weg zurück ins Leben nach Unfällen, Operationen oder schweren Erkrankungen. Doch auch in der Prävention kann die Bewegungstherapie wertvolle Dienste leisten.

Vor jeder Bewegungstherapie sollte neben einer ärztlichen auch eine physiotherapeutische Untersuchung durchgeführt werden, die unter anderem die Beweglichkeit, die Kraft, die Koordination und die Kondition ermittelt, so dass für jeden Patienten der Therapieplan aufgestellt werden kann, der ihn individuell am besten fördert.
Die Bewegungstherapie wird angewendet zur Behandlung von Schmerzen, Bewegungseinschränkungen, verminderter Belastbarkeit, Koordinationsstörungen, Störungen in Gelenken, Lähmungen oder bei einer gestörten Durchblutungs- und Stoffwechselsituation.
Mögliche Therapien und deren VerlaufDazu kommen die verschiedensten Therapien zum Einsatz. So gibt es beispielsweise die Krankengymnastik nach Bobath und Vojta, die Bewegungen erleichtert, indem sie Reflexe und Gleichgewichtsreaktionen stimuliert. Bei der manuellen Therapie hingegen, werden Störungen des Bewegungsapparates durch Bewegungen und mechanische Reize behandelt. Bewegungseingeschränkte Gelenke werden gezielt mobilisiert und damit beweglicher. Häufig kommen auch medizinische Trainingsgeräte zum Einsatz um Muskelschwächen auszugleichen.
Zu Beginn erfolgt die Therapie meist passiv, das heißt der Therapeut führt die Bewegungen aus. Im Laufe der Therapie wandelt sich dies jedoch immer mehr in Richtung Aktivität und Selbstverantwortung. Neben der eigentlichen körperlichen Therapie, umfasst die Bewegungstherapie auch eine Beratung der Angehörigen bezüglich des Umgangs mit den körperlichen Einschränkungen des Patienten.
Das Ziel aller Behandlungen ist es jedoch die körperliche Leistungsfähigkeit des Patienten so weit wie möglich wieder herzustellen. Durch die verschiedenen Therapien werden unter anderem gestörte Gelenkfunktionen wieder hergestellt, die Muskulatur gekräftigt, das Muskelgleichgewicht wieder hergestellt, die Durchblutung gefördert und das Gewebe entstaut. Motorische Fähigkeiten sowie Kraft und Ausdauer werden gefördert. Zudem wird dem Patienten während der Therapie das Gefühl vermittelt selbst etwas tun zu können.
Eine Bewegungstherapie nach Erkrankung, Operation oder Krankheit wird in der Regel von den Krankenkassen bezahlt. Doch auch Präventivkurse werden häufig bezuschusst.
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