Wer sich auf spirituelle Weise entspannen möchte, kann eine Meditation durchführen. Dafür gibt es verschiedene Meditationstechniken.
Für die Ausübung einer Meditation gibt es viele verschiedene Techniken. Dabei unterscheidet man zwischen passiver und aktiver Meditation. Zu den bekanntesten Meditationsformen gehören:
Die Stille- oder Ruhemeditation ist christlichen Ursprungs und gehört zu den passiven Meditationen. Dazu zählen das Studieren von Schriften sowie gesprochene oder gedachte Gebete. Durch das Gebet soll erreicht werden, zum Einklang mit sich selbst zu kommen. Dabei sollen das normale Tagesbewusstsein und der meditative Bewusstseinszustand gleichzeitig erfahren werden, sodass es keine Trennung mehr zwischen beiden gibt.
Ebenfalls zu den passiven Meditationen gehört die Konzentrationsmeditation. Diese Form wird auch als Samatha- oder Geistesruhe-Meditation bezeichnet. Die Konzentration richtet sich dabei auf etwas Bestimmtes wie z.B. den Atem, einen einzelnen Gedanken, ein Mantra oder ein geistiges Bild. Durch diese Konzentration wird der alltägliche Gedankenfluss ausgeschaltet, wodurch es zu einer Beruhigung des Geistes kommt.
Zu den bekanntesten passiven Meditationen im Westen gehören das japanische Zazen und das südostasiatische Vipassana, die viel miteinander gemeinsam haben. Bei dieser Meditation setzt man sich in aufrechter Haltung hin, um ein harmonisches Verhältnis von Spannung und Entspannung zu wahren.
Grundlage dieser Meditationstechnik ist eine völlige Achtsamkeit für die physischen, psychischen und seelischen Phänomene des gegenwärtigen Augenblicks. Ziel von Zazen und Vipassana ist das Erfahren einer transzendenten spirituellen Erfahrung.
Die Transzendentale Meditation (TM) wurde von dem indischen Guru Maharishi Mahesh Yogi (1918-2008) begründet. Diese Form wird zweimal am Tag ausgeführt. Dabei setzt sich der Meditierende aufrecht hin und schließt die Augen. Darüber hinaus wird ein Mantra als Hilfsmittel verwendet, um ein Einheitsbewusstsein zwischen dem Selbst und der übrigen Welt zu erlangen.
Der Zen-Buddhismus gehört zu den aktiven Meditationsformen. Dabei werden während verschiedener Tätigkeiten achtsame meditative Haltungen geübt. Dazu gehören Sado (Weg der Teezeremonie), Shodo (Weg der Schreibkunst), Budo (Weg des Krieges), Suizen (Spiel der Flöte), Kado (Weg des Blumenarrangements), Kyudo (Kunst des Bogenschießens) sowie die Gehmeditation Kinhin, die man zwischen passiven Zazen-Zeiten praktiziert.
Beim Yoga werden verschiedene Körperübungen, Atemtechniken und Fasten durchgeführt, um die Meditation (Dhyhana) zu unterstützen. Als Vorstufen gelten dabei das Zurückziehen der Sinne (Pratyahara) und die Konzentration (Dharana).
All diese verschiedenen Meditationstechniken haben das Ziel, Ruhe und Entspannung für Körper, Geist und Seele zu erreichen. Welche Meditationsform sich am besten eignet, muss letztendlich jeder für sich selbst entscheiden. Viele dieser Meditationstechniken können in Volkshochschulen oder speziellen Praxen erlernt werden.
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