9. November 2007
Von Anne Fünfstück
In verschiedenen Religionen und Glaubensrichtungen wird die Meditation als Verfahren angewandt, um den Körper und den Geist zu sammeln. Ein inneres Gleichgewicht der Sinne soll den Meditierenden zur Erleuchtung führen.

Besonders im Buddhismus wird gelehrt sich von allem Leiden zu befreien, in dem man das richtige tut, sagt und denkt. Der Weg zur vollkommenen Erleuchtung, wurde von Buddha im "Edlen Achtfachen Pfad" beschrieben, dessen "Vier Edle Wahrheiten" das Leid und dessen Bekämpfung beschreiben. Verhält man sich gegenüber den anderen Lebewesen der Erde achtsam und hilfsbereit, verzichtet man auf überflüssige Besitztümer und lebt man bewusst und aufmerksam seiner Umwelt gegenüber so ist man frei von Leiden.
Zu dem von Buddha beschriebenen Leben ohne Leid, soll auch die Konzentration des Körpers die so genannte Meditation führen. Der Geist befreit sich von allen Gedanken und findet seine innere Mitte. Die spirituelle Leere des Menschen führt zur Bewusstseinsveränderung und somit zur Erkenntnis über den Sinn des Lebens.
Im meditativen Zustand lassen sich unangenehme Arbeiten verrichten, Leid und Kummer verarbeiten oder einfach Eins mit der Erde werden. Diese Ziele können durch meditative Atemtechniken, Konzentrationsübungen oder die bewegten Meditationsformen wie Yoga erreicht werden. Die verschiedensten Formen der Meditation verfolgen also auch die unterschiedlichsten Ziele.
Man beruft sich entweder auf die inneren Sinne und verdrängt alle äußeren Eindrücke oder man konzentriert sich auf eine Sache mit der man in den Einklang kommen will. Doch unabhängig vom verfolgten Ziel, geht es darum seine gesamte Aufmerksamkeit zusammen zu sammeln und sich von nichts ablenken oder bekümmern zu lassen.
Heutzutage wird regelmäßige Meditation auch als Form der Therapie oder als Zusatz zur medizinischen Behandlungen praktiziert. Zum Beispiel werden Menschen mit Konzentrationsschwächen, hohem Blutdruck oder der Neigung zu Gewaltausbrüchen durch gezielt angewandte Meditationsübungen gefördert ruhiger zu werden, sich zu besinnen und mit Stress angemessen umzugehen, denn ein beruhigter Geist kann besser arbeiten.
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04.02.12 | |
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