28. Juli 2010
Als Eiweiße oder Proteine bezeichnet man lebenswichtige Moleküle. Sie werden in tierische und pflanzliche Eiweiße unterteilt.
Unter Eiweißen oder Proteinen versteht man Makromoleküle, die aus Aminosäuren aufgebaut werden. Sie zählen zu den wichtigsten Grundbausteinen sämtlicher Zellen des Körpers.
Ebenso wie Fett und Kohlenhydrate, enthalten Eiweiße die Elemente Wasserstoff, Sauerstoff und Kohlenstoff. Außerdem verfügen sie zusätzlich über Stickstoff. Auch Phosphor und Schwefel kommen in einigen Arten vor. Zusammengesetzt werden die Elemente aus Aminosäuren, die als Bausteine des Lebens gelten. Dazu gehören Lysin, Leucin, Isoleucin, Valin, Tryptophan, Threonin, Phenylalanin und Methionin. Diese Stoffe findet man vor allem in Obst und Gemüse.
Durch die Aminosäuren werden lange, sich spiralartig zusammenziehende, Ketten gebildet. Besteht die Beteiligung am Aufbau von Eiweißen nur in Aminosäuren, wird von einfachen Eiweißen oder Proteinen gesprochen. Kommt es hingegen zur Bindung von weiteren Stoffen an die Aminosäureketten, handelt es sich um zusammengesetzte Eiweiße oder Proteide. Setzen sich die spiralförmigen Aminosäuren zu Eiweißen zusammen, werden sie weiter aufgewickelt. Entstehen dabei kugelige Gebilde, spricht man von Globulinen. Bei anderen kommt es hingegen zur einer Verbindung zu faserförmigen Strängen, was man als fibrilläre Proteine bezeichnet. Globuline sind Globulin, das in Hülsenfrüchten, Fisch und Fleisch vorkommt, Kleber, das man in Getreide findet und Albumin, das in Kartoffeln, Eiern, Fisch, Fleisch und Milch enthalten ist. Bei fibrillären Proteinen handelt es sich um Kollagene. Diese kommen im Bindegewebe vor.
Unterteilt werden die Aminosäuren in drei Sorten: Essentielle Aminosäuren, Semi-essentielle Aminosäuren und Nicht-essentielle Aminosäuren. Zu den essentiellen Aminosäuren gehören Lysin, Leucin, Isoleucin, Valin, Methionin, Tryptophan, Phenylalanin und Threonin. Für den Aufbau von körpereigenem Eiweiß sind sie absolut lebensnotwendig. Da sie weder vom Körper selbst noch künstlich hergestellt werden können, muss der Mensch sie über die Nahrung aufnehmen. Als semi-essentielle Aminosäuren bezeichnet man Histidin, Arginin, Cystein und Tyrosin. Unter bestimmten Bedingungen sind die semi-essentiellen Aminosäuren in der Lage die essentiellen Aminosäuren zu ersetzen. Zu den nicht-essentiellen Aminosäuren zählen Glutaminsäure, Alanin, Asparaginsäure, Prolin, Serin und Glyzin. Die Zufuhr der nicht-essentiellen Aminosäuren braucht nicht über die Nahrung zu erfolgen, da der menschliche Organismus sie aus anderen Aminosäuren, Ketonsäuren oder weiteren Verbindungen bilden kann. Wichtig ist Eiweiß vor allem für das Immunsystem des Körpers. So hilft es bei der Heilung von Krankheiten und Wunden. Außerdem wird es für den Aufbau von Körperzellen, Muskeln, Knorpeln, Knochen, Organen, Haut und Haaren benötigt.
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