3. Februar 2010
Von Viola Reinhardt
Sportverletzungen in Form von Verstauchungen, Zerrungen, Bänderrissen oder gar Brüchen sind schnell passiert. Sich dann an dem PECH-Schema als Erste-Hilfe-Maßnahme zu orientieren, stellt eine wirksame und schadensbegrenzende Form der Linderung von Verletzungen dar.
Das PECH-Schema lautet Pause-Eis-Compression-Hochlagern und bewährt sich bei vielen Verletzungen, die im Rahmen von sportlichen Aktivitäten schnell einmal geschehen können. Hier können Sie nun die einzelnen Regeln nachlesen und im Bedarfsfall gezielt für kleine und große Sportler mit Verletzungen einsetzen.
Pause: Diese sollte nach einer Verletzung für jeglichen betroffenen Körperteil gelten. Nach einem Sturz, Aufprall oder Verdrehen eines Gelenkes gilt folglich sofort für ein erstes Ruhigstellen zu sorgen, um etwaige Verschlechterungen des Zustandes zu vermeiden.
Eis: Dieses kann durch verschiedene Mittel auf die verletzte Körperpartie gelegt werden. Sehr gut geeignet sind Eispacks, Quarkpacks oder kalte Wickel, die für 15-20 Minuten aufgelegt werden sollten. Auch ein Eisspray kann zum Einsatz kommen. Vermeiden Sie jedoch die Kühlung mittels purem Eis auf der Haut und schlagen Sie zum Beispiel Eiswürfel in ein Baumwolltuch ein.
Compression: Ein Kompressionsverband dient dazu, dass das verletzte Gewebe gerade soweit zusammengedrückt wird, dass keine zusätzliche Gewebeflüssigkeit oder Blut in dem geschädigten Bereich eine Entwicklung durchlaufen kann. Beim Anlegen des Kompressionsverbandes sollten sie allerdings darauf achten, dass dieser nicht zu straff gewickelt wird, da sonst sehr leicht Blutstauungen entstehen und den Grad der Verletzung noch erschweren können.
Hochlagern: Das Hochlagern von verletzten Körperteilen eignet sich im Besonderen bei Prellungen, Verstauchungen, einem Hämatom (Bluterguss), Muskel- oder Bandverletzungen, einem Riss im Meniskus oder einem Sehnenriss. Letzterer ist jedoch ein Indikator dafür, dass man auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen muss, wobei auch bei den meisten anderen Verletzungen die Konsultation eines Facharztes nur anzuraten ist. Dieser Ratschlag gilt insbesondere auch dann, wenn man sehr starke Schmerzen hat oder sich zusätzlich offene Wunden aufzeigen.
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