22. Oktober 2009
Häufig lässt sich die Entstehung von Narben nicht vermeiden. Eine Behandlung kann meist selbst durchgeführt werden. Bei schweren Fällen muss jedoch der Arzt helfen.
Damit eine Narbe gut verheilt und keine kosmetischen Störungen verursacht, sollte möglichst auf beste Heilungsbedingungen geachtet werden. Eine Entzündung der Wunde muss vermieden werden. So darf eine frische Narbe keinerlei UV-Strahlung ausgesetzt werden. Sonnenbäder und Solarien sollten daher einige Wochen lang vermieden werden, da sonst eine permanente dunkle Verfärbung der Narbe droht. Auch zu enge, die Haut scheuernde, Kleidung sowie Zugluft sind schlecht für eine gute Wundheilung. Hilfreich hingegen sind sanfte Massagen der Narbe und fettende Cremes. Bei überschießender Narbenbildung können besondere Narbenpflaster, die aus Silikon bestehen, nach der Heilung der Wunde angewendet werden. Diese müssen aber, über einen Zeitraum von zwei Monaten, zwölf Stunden pro Tag getragen werden.
Auch die Anwendung von Narbengelen- oder Salben ist zu empfehlen. Nach Verheilung der Wunde können sie auf die Narben zweimal täglich aufgetragen werden. Dadurch wird überschüssiges Wachstum von Bindegewebe verhindert sowie Juckreiz und Schmerzen gelindert. Mit der Zeit wird die Narbe, nach regelmäßiger Anwendung, blasser und fällt weniger auf. Ebenso kann das Anlegen von feuchten Wundverbänden die Bildung von überschießendem Narbengewebe reduzieren.
Ist eine ärztliche Behandlung erforderlich, wird dabei zumeist Kortison in die Narbe gespritzt, um deren Zellwachstum zu hemmen.
Eine weitere Behandlungsmethode ist die Kyrotherapie, bei der die Narbe mit bis zu -190 Grad Celsius kaltem, flüssigem Stickstoff vereist wird. Dadurch wird die Durchblutung der Narbe verhindert, was zu einem Absterben der oberflächlichen Zellen führt.
In einigen Fällen ist auch ein operativer Eingriff notwendig, um entstellende Narben chirurgisch zu entfernen. Dabei kann das Resultat auch durch Hauttransplantationen verbessert werden. Allerdings besteht vor jeder Operation auch das Risiko einer optischen Verschlechterung.
Für das Abtragen von überschießendem Narbengewebe kann auch eine Laserbehandlung erfolgen. Dabei kommen jedoch hohe Selbstkosten auf den Patienten zu.
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