Symptome und Diagnose bei Knochenbrüchen

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  • von Paradisi-Redaktion
Frau mit gebrochenem Arm, Gips mit blauem Verband
Frau mit gebrochenem Arm © soschoenbistdu - www.fotolia.de

Als Knochenbrüche oder Knochenfrakturen bezeichnet man das Brechen eines oder mehrerer Knochen in zwei oder mehrere Fragmente (Bruchstücke). Ausgelöst werden sie hauptsächlich durch Unfälle oder Gewalteinwirkung.

Definition

Mehr als zweihundert verschiedene Knochen bilden das menschliche Skelett. Wenn diese Knochen zu stark belastet werden, besteht die Gefahr eines Knochenbruches. An bestimmten Stellen wie beispielsweise dem Oberarm, existieren sogar so genannte "Sollbruch-Stellen". An solchen Stellen kommt es daher besonders häufig bei Unfällen zu Knochenbrüchen.

Als Knochenbrüche bezeichnet man dabei eine teilweise oder völlige Fraktur von einem oder von mehreren Knochen. Knochenbrüche können sowohl durch äußere Einwirkung von Gewalt als auch durch im Knochen entstandene Krankheiten (Spontanfrakturen) ausgelöst werden. Während es bei unkomplizierten Brüchen nicht zu Beeinträchtigungen der Haut kommt, können jedoch bei komplizierten Brüchen durchaus Verletzungen von Haut- und Weichteilen eintreten.

Die Knochen des Menschen bestehen aus elastischen, bindegewebigen und mineralischen Anteilen. Zudem werden die Knochen von Nerven und Blutgefäßen durchzogen. Dabei verändert sich die Zusammensetzung der Knochen mit dem Alter der Menschen. So überwiegen bei Kindern vor allem die elastischen Anteile des Knochens. Das bedeutet, dass sich bei Kindern die Knochen eher verbiegen als splittern, was man Grünholzbruch nennt. Bei erwachsenen Menschen sind die verschiedenen Anteile der Knochen ausgewogen.

Im Alter hingegen kommt es zur Abnahme der bindegewebigen und elastischen Anteile. Dadurch werden die Knochen spröder und splittern leichter. Auch Krankheiten wie Osteoporose (Knochenschwund) erhöhen das Risiko von Knochenbrüchen, da der mineralische Anteil des Knochens dabei reduziert wird, was schon bei kleineren Verletzungen zu Knochenbrüchen führen kann.

Am häufigsten sind die Unterschenkel und die Rippen von Knochenfrakturen betroffen. Auch Hüftfrakturen treten oftmals auf. Besonders gefährlich sind Brüche im Wirbelsäulen- und Schädelbereich. Gerade bei Schädelknochenbrüchen kann das Gehirn in Mitleidenschaft gezogen werden. Wirbelsäulenbrüche sind deshalb so gefährlich, weil bei ihnen die aus dem Rückenmark austretenden Nerven schwer geschädigt werden können, was Querschnittslähmungen zur Folge haben kann.

Generell wird bei Knochenbrüchen nach Kriterien wie Lokalisation, dem Ausmaß der Fehlstellung, der Anzahl der Bruchstücke sowie nach begleitenden Weichteilverletzungen (geschlossener oder offener Bruch) unterschieden.

Symptome

Zu den typischen Symptomen bei Knochenbrüchen gehören starke Schmerzen, Fragmente, die aus der Wunde ragen, ein Knirschen an der gebrochenen Stelle (Krepitation), Achsenfehlstellungen und schlechte Beweglichkeit. Weitere Symptome können Blutergüsse (Hämatome) und Schwellungen sein.

Diagnose

Um einen Knochenbruch zu diagnostizieren wird in der Regel eine Röntgenbildaufnahme angefertigt. Mit einer solchen Aufnahme können die Anzahl der Fragmente sowie die Stellung des Knochens erkannt werden. Außerdem kann auf dem Röntgenbild festgestellt werden, ob ein Bruch verschoben ist oder ob zudem ein Gelenk in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Ein unverschobener Bruch kann jedoch nicht immer mit einer Röntgenaufnahme erkannt werden.

Quellenangaben

  • Bildnachweis: Frau mit gebrochenem Arm © soschoenbistdu - www.fotolia.de

Grundinformationen zu Knochenbrüchen

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