5. August 2009
Brustkrebs zählt zu den häufigsten Krebsarten: Jährlich gibt es etwa 57.000 neue betroffene Frauen in Deutschland. Doch die Tendenz ist rückläufig, wie neue Zahlen zeigen.
Prominente Beispiele wie Sylvie van der Vaart und Kylie Minogue machen deutlich, dass auch junge Frauen von Brustkrebs betroffen sein können. Doch der Großteil der weiblichen Brustkrebs-Erkrankten befand sich stets zwischen dem 45. und 65. Lebensjahr - in und nach den Wechseljahren.
Gerade in dieser Gruppe gibt es inzwischen aber deutlich weniger Betroffene. In den Jahren 1996 bis 2005 sank die Rate um 12 Prozent. Grund dafür ist laut Experten wahrscheinlich, dass weniger Frauen sich in den Wechseljahren einer Hormontherapie unterziehen.
Häufig bekommen Frauen in der Menopause Präparate mit weiblichen Sexualhormonen - Östrogenen und Gestagenen - verabreicht. Das lindert unangenehme Symptome wie Schweißausbrüche und Stimmungsschwankungen. Allerdings war die Hormonersatztherapie in den letzten Jahren stark umstritten, da sie mit Brustkrebs, Herzinfarkten und Schlaganfällen in Verbindung gebracht wurde.
Das Ergebnis ist, dass viele Frauen Abstand von den künstlichen Hormonen genommen haben: Während im Jahr 2000 noch 37 Prozent in den Wechseljahren eine Hormonersatztherapie machten, waren es 2008 nur noch 11,6 Prozent. Für viele Experten besteht ein direkter Zusammenhang zwischen dieser Zahl und der sinkenden Brustkrebsrate.
Die Mediziner schätzen, dass auf 10.000 Frauen, die mit Hormonen behandelt werden, acht zusätzliche Brustkrebsfälle kommen. Daher sollte das Risiko stets genau abgewogen werden.
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