1. März 2010
Es werden viele verschiedene Sprachstörungen unterschieden. Bei einigen Krankheiten können sich die Sprachstörungen durch gezielte Therapien wieder zurückbilden.
Menschen, die aufgrund einer Erkrankung oder einer angeborenen Fehlbildung nichts hören können, können in der Regel auch nicht verständlich sprechen. Bei einigen Krankheiten können die Patienten auch hören und sich trotzdem nicht mit anderen Menschen unterhalten.
Andere Patienten wiederum können zwar sprechen, jedoch ist es ihnen nicht möglich, grammatikalisch richtige Sätze zu bilden. Die Betroffenen sagen dann beispielsweise: "Ein schnell Junge". Beim Sprechen werden zudem in den Sätzen auch Worte verdreht.
Durch einige Krankheiten kann der Patient plötzlich seine Sprache verlieren. Die Patienten hören dann zwar normal, können jedoch plötzlich nicht mehr sprechen. Je nach Art der Erkrankung können die Patienten dann teilweise auch nicht mehr lesen oder rechnen. Zusätzlich kann auch eine Halbseitenlähmung auftreten.
Eine Sprachstörung kann sich auch dadurch äußern, dass Patienten die Worte vertauschen (es wird z.B. Auto statt Pferd gesagt) oder Silben hinzufügen (z.B. weggegehen).
Sprachstörungen können bereits bei kleinen Kindern auftreten und angeboren sein oder sie können auch im Laufe des Lebens aufgrund einer Krankheit entstehen.
Leidet ein Patient unter Sprachstörungen, so muss in der Regel immer eine entsprechende Behandlung erfolgen. Entscheidend ist dabei jedoch, ob die Sprachstörung angeboren oder die Folge einer Erkrankung ist.
Leidet ein Patient von Geburt an unter einer Sprachstörung, so erfolgt die Diagnostik hauptsächlich beim Kinderarzt. Erworbene Sprachstörungen sind meist die Folge einer Krankheit und werden dann vom Hausarzt oder einem Facharzt diagnostiziert. Im Rahmen der Diagnostik von Sprachstörungen führen die Ärzte unterschiedliche Sprachtests durch, um die Diagnose stellen zu können. Leidet ein älterer Patient plötzlich unter Sprachstörungen, so erfolgen Untersuchungen wie ein EEG (Messung der Hirnströme) oder auch eine Computertomographie.
Um die Sprachstörungen zu behandeln, muss sich der Patient zu einem Logopäden begeben. Je früher mit dieser Behandlungsmethode begonnen wird, desto besser sind die Erfolgschancen. Dies gilt sowohl für junge als auch für ältere Patienten. Die sprachtherapeutische Behandlung erstreckt sich – je nach Ursache der Sprachstörung - über viele Therapiestunden (teilweise auch mehrere Jahre) hinweg. Der Logopäde übt mit dem Patienten verschiedene Laute, animiert ihn zum Nachsprechen und zur Bildung von einfachen Sätzen. Oft muss auch die Atmung trainiert werden, um sprechen zu können.
Hat ein Patient die Sprachstörungen aufgrund eines Schlaganfalles, so muss unverzüglich eine intensivmedizinische Behandlung erfolgen. Der Patient erhält dann ein blutverdünnendes Medikament, das das Gerinnsel im Gehirn auflösen soll. Teilweise ist dazu auch eine Operation notwendig.
Patienten mit einem Gehirntumor müssen operativ behandelt werden, um die Sprachstörungen zu beseitigen. Meist kann der Patient nur dann wieder normal sprechen, wenn der Tumor im Gehirn vollständig entfernt wurde und der Patient geheilt werden kann. Nach der Operation sind Chemo- oder Strahlentherapien notwendig.
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