13. Januar 2010
Von Ödemen spricht man, wenn sich Wasser im Körper einlagert. Dies kann bei verschiedenen Erkrankungen geschehen.
Ödeme können an verschiedenen Stellen des menschlichen Körpers auftreten. An den Extremitäten erkennt man Ödeme daran, dass die Arme bzw. Beine dick geschwollen sind. Drückt man mit dem Finger dagegen, bleibt eine kleine Delle. An den Füßen sind Ödeme auch daran zu erkennen, dass die Socken stark einschneiden. Die Ödeme bereiten keine Schmerzen und sind mit bloßem Auge auch nicht zu erkennen, wenn kein Druck ausgeübt wird.
Ödeme können sich auch im Bereich der inneren Organe bilden und verursachen so unterschiedliche Symptome.
Patienten, die Herzprobleme haben, müssen besonders nachts häufig zur Toilette, wodurch das Wasser aus den Extremitäten wieder ausgeschieden wird.
Neben geschwollenen Extremitäten kann der Patient auch unter einer erschwerten Atmung leiden, wodurch er weniger belastbar wird. Bei einer anderen Form des Ödems nimmt der Patient stark an Gewicht zu. Dies ist auch für die Mitmenschen ersichtlich, da diese Patienten ein geschwollenes Gesicht bekommen.
Auch im Bereich des Bauches kann sich Wasser sammeln. Die Patienten leiden dann unter einem immer dicker werdenden Bauch, der ihnen große Schmerzen und Beschwerden beim Atmen bereitet.
Um die Beschwerden bestmöglichst therapieren zu können, fragt der Arzt seinen Patienten, welche Symptome bestehen, wie lange der Patient bereits darunter leidet, ob Medikamente eingenommen werden, ob der Patient in letzter Zeit zugenommen hat und ob Vorerkrankungen bekannt sind. Anschließend führt der Arzt eine körperliche Untersuchung durch und hört dabei unter anderem auch das Herz ab. Je nach Ursache des Ödems kann der Arzt dabei mit dem Stethoskop auch ein krankhaftes Rasselgeräusch hören. Auch Blutdruck und Puls werden gemessen sowie Urin und Blut untersucht.
Ödeme werden auf verschiedene Art und Weise behandelt. Wichtig ist es, die Ursache herauszufinden. Ödeme an den Beinen werden häufig mit so genannten Kompressionsstrümpfen behandelt. Dies sind speziell angepasste enge Strümpfe, die über die Unter- bis zu den Oberschenkeln gezogen werden und so den Abfluss der Wassereinlagerungen erleichtern sollen.
Ödeme werden in vielen Fällen auch durch Kühlung der betroffenen Stelle therapiert. Dies kann der Patient auch zu Hause durchführen. Häufig helfen kalte Handtücher auf den Beinen, um die Ödeme zu lösen. Auch Lymphdrainage kann helfen, wenn das Ödem durch gestaute Lymphflüssigkeit entstanden ist. Geschwollene Beine sollten höher gelegt werden, so dass das Wasser wieder herausfließen kann.
Neben diesen Therapien kann der Arzt verschiedene Medikamente verordnen, um die Ödeme zu lindern oder zu heilen. Auch die Naturheilkunde bietet etliche Präparate zur Behandlung von Ödemen an. Diese sollten jedoch nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt eingenommen werden. Häufig enthalten die Medikamente den Wirkstoff der Brennnessel.
Patienten, die aufgrund des Ödems unter starker Atemnot leiden, müssen mit dem Oberkörper hochgelagert werden und erhalten Sauerstoff. Die Behandlung erfolgt auf der Intensivstation eines Krankenhauses.
Auch eine Dialyse (Blutwäsche) kann notwendig werden, wenn die Ursache des Ödems in einer verminderten Nierenleistung liegt.
Hat sich Wasser im Bauchraum gesammelt, so muss dieses punktiert (abgelassen) werden. Der Patient merkt dann bereits nach kurzer Zeit eine Erleichterung.
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