Durch viele Ursachen bedingt ist eine Lähmung eine Bewegungsstörung der Muskeln, die zeitweilig oder dauerhaft auftreten kann. Es gibt verschiedene Grade der Lähmung und auch ganz unterschiedliche Erscheinungsbilder. Die Kontrolle über ein Körperteil wird in jedem Fall verloren.
In der Medizin unterscheidet man zwischen Plegie, Parese und Paralyse. Unter Parese versteht man eine Art Nervenlähmung. Diese Lähmungen können durch einen eingeklemmten Nerv hervorgerufen werden. Mit einer speziellen Behandlung unter ärztlicher Kontrolle sind diese Lähmungen nicht von lebenslanger Dauer.
Die Paralyse hingegen ist eine Lähmung, die den gesamten Bewegungsablauf lahm legt, mehrere Muskeln sind betroffen und Nervenbahnen angegriffen. Wenn in diesem Zusammenhang auch noch Hirnrinde und Markfasern schwinden, oft geschieht das nach einer nicht auskurierten Syphilis (Geschlechtskrankheit), führt dies zum totalen Verfall des Körpers (Demenz). Jeder Lähmung geht ein spezifisches Krankheitsbild voraus.
Teilweise können nur Gliedmaßen, mitunter auch nur Muskeln, selbst die Augenmuskeln oder gar der ganze Körper betroffen sein. Auch nach einem Schlaganfall machen sich Lähmungen bemerkbar. Allerdings gibt es auch Lähmungen, welche sich erst nach vielen Jahren schleichend entwickeln, infolge eines Zeckenbisses (Borreliose) beispielsweise. Selbst Alkoholismus kann Lähmungen hervorrufen. Vorübergehende Lähmungen, gleichzusetzen mit Gefühls- bzw. Empfindungsstörungen sollten auch nicht auf die leichte Schulter genommen werden und immer von einem Arzt abgeklärt werden.
Taubheitsgefühle in den Armen, ein Kribbeln in den Fingern oder in den Zehenspitzen können eventuelle Anzeichen sein. Woher diese rühren, kann nur der Facharzt feststellen. Aus diesem Grund ist es immer ratsam einen Arzt zu konsultieren wenn solche Beschwerden auftreten, auch dann, wenn diese nur vorübergehend sind. Sie können, müssen jedoch nicht, Anzeichen einer schwerwiegenden Erkrankung sein.
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