7. Dezember 2009
Konzentrationsstörungen können in jedem Lebensalter auftreten. Nicht in jedem Fall muss eine ärztliche Behandlung erfolgen.
Von einer Konzentrationsstörung können sowohl Kinder als auch Erwachsene betroffen sein. Die Patienten können sich dann nicht mehr richtig auf eine bestimmte Tätigkeit konzentrieren oder einer Person zuhören. Kinder mit Konzentrationsstörungen können sich zum Beispiel auch nicht auf Musik- oder Hörspiel-CDs oder den Unterricht in der Schule konzentrieren. Die Konzentrationsstörungen können dabei nur kurz auftreten oder von Dauer sein. Dauert die Konzentrationsstörung lange Zeit an, so spricht der Mediziner nicht mehr von einer Konzentrationsstörung sondern von einer Konzentrationsschwäche.
Betroffene, die unter Konzentrationsstörungen leiden, haben Probleme, sich Dinge zu merken, da sie sich bei ihren Tätigkeiten leicht ablenken lassen. Besonders Schulkinder leiden dann darunter, da sie schlechtere Noten schreiben als die anderen Kinder. Die Kinder werden häufig auch als so genannte "Träumer" wahrgenommen. Patienten mit Konzentrationsstörungen beginnen immer wieder Tätigkeiten, die sie jedoch nicht vollenden können. Andere Dinge wiederum werden zweimal erledigt, da der Patient vergessen hat, dass er es bereits gemacht hat.
Sowohl Kinder als auch Erwachsene mit Konzentrationsstörungen sind häufig müde und lustlos und fühlen sich schnell überfordert.
Tritt die Konzentrationsstörung nur vorübergehend auf, so muss keine Behandlung erfolgen. Häufig helfen bereits ausreichend Schlaf und ein wenig Entspannung, um sich wieder gut konzentrieren zu können. In jedem Fall trägt eine gesunde und vitaminreiche Ernährung dazu bei, sich frischer zu fühlen. Auch Entspannungsübungen wie zum Beispiel Yoga können zur Besserung der Beschwerden beitragen. Bewegung an der frischen Luft fördert das Denkvermögen zusätzlich noch. Besonders älteren Menschen wird geraten, ihr Gedächtnis mit Gedächtnisübungen wie zum Beispiel Kreuzworträtseln fit zu halten.
Einige Therapeuten behandeln Patienten mit Konzentrationsstörungen auch mit Akupunktur. Hier werden feine Nadeln in bestimmte Stellen des menschlichen Körpers gestochen und regen so die eigenen Energien an. Die Behandlung ist praktisch schmerzfrei und wird zum Beispiel von Heilpraktikern durchgeführt.
Konzentrationsstörungen können jedoch auch auf eine Erkrankung hinweisen. Wenn harmlose Ursachen ausgeschlossen werden können, führt der Arzt eine körperliche Untersuchung durch. Bei Verdacht auf eine Schilddrüsenerkrankung wird auch diese per Ultraschall untersucht. Ferner wird dem Patienten auch Blut abgenommen. Aus dem Blut wird die Höhe der Schilddrüsenhormone bestimmt. Ergeben sich hier krankhafte Werte, so kann der Arzt Schilddrüsenmedikamente verordnen, die die Hormone im Körper wieder auf einen normalen Wert bringen.
Steckt eine psychische Erkrankung hinter den Konzentrationsstörungen, so erfolgt die Behandlung bei einem Psychologen. Dieser führt eine ausführliche Gesprächstherapie mit dem Patienten durch. Je nach Art der Krankheit kann auch eine Gruppentherapie sinnvoll sein, an der gleich gesinnte Patienten teilnehmen. Gegen psychische Erkrankungen können so genannte Antidepressiva, Medikamente gegen Depressionen, verordnet werden, um sich schließlich auch wieder besser konzentrieren zu können.
Kinder, die sich schlecht konzentrieren können, werden meist dem Kinderarzt vorgestellt. Dieser führt einige Tests mit dem Kind durch. Ist die Konzentrationsstörung krankhaft, so können auch hier diverse Medikamente verordnet werden. Zusätzlich wird das Kind psychologisch betreut und auch die Eltern werden in die Therapie mit eingebunden.
Menschen, die ein Drogenproblem haben und dieses die Konzentrationsstörungen verursacht, können nur durch einen Drogenentzug geheilt werden. Dieser wird meist im Rahmen eines stationären Aufenthaltes in einem Krankenhaus durchgeführt. Der Körper wird hier von den Giftstoffen entwöhnt. Die gesamte Behandlung erstreckt sich in der Regel über mehrere Monate.
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