Jeder Mensch leidet irgendwann an Blähungen. Häufig muss keine Behandlung erfolgen.
Patienten, die unter Blähungen leiden, haben einen harten und gespannten Bauch, der auch geringfügig an Volumen zunimmt. Zusätzlich empfinden viele Patienten Schmerzen im Bereich des Bauches durch die Blähungen.
Starke Blähungen können auch mit Bauchkrämpfen verbunden sein. Schließlich gehen die Blähungen meist als so genannte "Winde" über den Enddarm ab.
Besonders Säuglinge leiden in den ersten Lebensmonaten häufig unter Blähungen.
Wenn Blähungen nur hin und wieder vorkommen, können sie meist auch mit Hausmitteln behandelt werden. Leidet ein Betroffener jedoch regelmäßig unter Blähungen, können auch ernste Krankheiten dahinter stecken.
Sowohl bei Säuglingen als auch Erwachsenen kann ein krampflösender Fencheltee gegen die Blähungen helfen. Auch Tees mit Anis oder Kümmel wirken krampflösend.
Für Säuglinge sind im Handel auch spezielle Massageöle erhältlich, mit denen man das Bäuchlein des Babys einreiben kann.
Häufig hilft den Patienten auch eine Wärmflasche oder warmes Kirschkernkissen auf dem Bauch gegen die schmerzhaften Krämpfe.
Haben die Blähungen keine krankhafte Ursache, sollte man auf seine Ernährungsgewohnheiten achten. Zu hastiges Essen ist verbunden mit dem Schlucken von Luft. Die Folge davon sind Blähungen.
Zudem gibt es auch Lebensmittel, die stark blähend wirken (zum Beispiel Erbsen oder Rosenkohl). Diese sollten gefährdete Patienten meiden.
In jedem Fall hilft auch körperliche Bewegung, um Blähungen vorzubeugen. Durch diese Maßnahmen erreicht man auch einen geregelten Stuhlgang, der die Voraussetzung zur Bekämpfung der Blähungen ist.
Sind diese Maßnahmen nicht ausreichend, gibt es auch diverse Präparate in der Apotheke, die krampflösend wirken oder die Gase im Darm auflösen.
Wenn all diese Maßnahmen nicht helfen, liegt den Blähungen meist eine Krankheit zugrunde. Im Rahmen seiner Diagnostik tastet der Arzt den Bauch ab und führt eine allgemeine Untersuchung von Urin, Stuhl und Blut durch.
Zusätzlich werden meist auch eine Magen- und/oder Darmspiegelung durchgeführt. Beide Spiegelungen werden mit einem so genannten Endoskop durchgeführt.
Darunter versteht man ein Gerät mit einem langen Schlauch (bei der Darmspiegelung ist der Schlauch wesentlich länger als bei einer Magenspiegelung), an dessen Ende sich eine Kamera mit einer Lichtquelle befindet.
Zur Durchführung einer Magenspiegelung muss der Patient nüchtern sein. Vor der Untersuchung erhält er eine betäubendes Spray in den Rachen, das den Würgereiz hemmt. Zusätzlich kann auch ein leichtes Beruhigungsmittel gespritzt werden. Das so genannte Gastroskop wird über den Mund eingeführt und bis zum Zwölffingerdarm vorgeschoben.
Der Arzt kann durch das Gastroskop die Organe betrachten und mit einer feinen Zange gegebenenfalls eine Gewebeprobe entnehmen.
Die Darmspiegelung wird von unten über den Enddarm durchgeführt. Der Patient muss in Vorbereitung der Untersuchung eine spezielle abführende Lösung trinken, um den Darm von Stuhlresten zu reinigen.
Vor der Coloskopie erhält der Patient ein Beruhigungsmittel. Der Arzt führt das Coloskop über den Enddarm ein und schiebt es durch den gesamten Darm. Auch hier können Gewebeproben entnommen werden.
Je nach Untersuchungsergebnis verordnet der Arzt dann spezielle Medikamente zur Behandlung der Magen- oder Darmbeschwerden. Auch eine Operation kann notwendig werden, wenn zum Beispiel ein Tumor der Auslöser der Blähungen ist.
Bei einer Bösartigkeit des Tumors können auch eine Chemo- und/oder Strahlentherapie durchgeführt werden.
Vermutet der Arzt eine allergische Ursache hinter den Blähungen, kann auch ein Allergietest notwendig werden.
Der Arzt tropft dazu verschiedene mögliche Allergie auslösende Substanzen auf den Unterarm des Patienten und ritzt die Stellen leicht ein. Die Lösungen können so unter die Haut gelangen und gegebenenfalls eine leichte Rötung verursachen, wenn der Patient darauf allergisch reagiert. In diesem Fall kann der Arzt Medikamente zur Behandlung der Allergie, so genannte Antihistaminika, verordnen.
Bei einigen Allergien ist auch eine Hyposensibilisierungsbehandlung möglich. Im Rahmen dieser mehrjährigen Behandlung werden dem Patienten in regelmäßigen Abständen geringe Mengen seines Allergie auslösenden Stoffes unter die Haut gespritzt. Bei guter Verträglichkeit wird die Dosis langsam gesteigert, bis der Patient keine allergischen Symptome mehr verspürt.
Klingt das immer alles so selbstverständlich. Durch die ganzen Sparmaßnahmen der Krankenkasse, werden zwar noch Magen- und Darmspiegelungen du...
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06.06.13 | |
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15.05.13 | |
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