Es gibt verschiedene Arten von Bewegungsstörungen, unter anderem Spastik, Athetose und Ataxie. Die Spastik beschreibt eine erhöhte Muskelspannung und eine Störung des Wechsels zwischen An- und Entspannung der Muskeln. Die Athetose beschreibt eine willkürlich wechselnde Muskelspannung, wohingegen Ataxie die Bezeichnung für eine niedrige Grundspannung der Muskeln ist. Diese Störungen können alle oder auch nur einzelne Gliedmaßen betreffen.
Bewegungsstörung nennt man in der Medizin Dystonie. Es ist das Auftreten anhaltender oder zeitweise vorhandener, unwillkürlicher Muskelanspannungen, die in den Bereich der Neurologie eingeordnet werden. Der Patient kann die Muskeln nicht mehr kontrollieren.
Die Medizin unterscheidet in Fokale Dystonie, die auf einzelne Muskelgruppen beschränkt ist, und Generalisierter Dystonie, die mehrere Muskelgruppen umfasst.
Besonders häufig, als klinische Erscheinungsformen diagnostiziert, sind der Spasmodische Schiefhals, der Lidkrampf, der Schreibkrampf, die Dystone Stimmstörung und die Responsive Dystonie, deren Symptome im jugendlichen Alter und zumeist mit Fehlstellungen der Beine beginnend auftreten. Sie wird oft zunächst falsch diagnostiziert, zum Beispiel als orthopädische Erkrankung, Spastik oder Muskelerkrankung. Sie ist die einzige kausal therapierbare Form der Dystonien.
Therapien werden meist medikamentös durchgeführt, worauf die meisten Patienten gut ansprechen. Bleibt eine medikamentöse Behandlung erfolglos, können die Nervenbahnen der betroffenen Muskeln chirurgisch getrennt werden, was allerdings zu schweren Komplikationen führen kann. Physio- und Psychotherapien können in allen Formen die Heilung unterstützen.
Ursachen von Dystonie können idiopathischer (primärer), also ohne erkennbare oder beweisbare Ursache entstanden, oder symptomatischer (sekundärer) Natur sein, welche als Folge anderer neurologischer Erkrankungen auftritt.
Genaue Ursachen sind in einigen Fällen der primären Formen bisher nicht bekannt. Einige Dystonien sind genetisch bedingt. Exakte Ursachen können bei den sekundären Dystonien definiert werden, beispielsweise ein Schädel-Hirn-Trauma oder ein Schlaganfall. Ebenso können sie durch Psychopharmaka oder selten auch psychogen verursacht sein.
Dystonien sind Funktionsstörungen der Stammganglien des Gehirns, die für die Motorik zuständig sind. Eine Dopamin-Stoffwechselstörung wird zudem als ausschlaggebender Faktor angenommen.
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