9. November 2009
Von Viola Reinhardt
Sex und eine Unlust für diesen, sind bei etwa einem Drittel der in Deutschland lebenden Frauen fast schon Normalität. Fast schleichend scheint diese sexuelle Unlust sich in die Paarbeziehung einzuschleichen, wobei die Gründe hier sowohl körperlicher als auch seelischer Natur sein können. Doch unabhängig dessen, welche Ursachen dafür verantwortlich sind, dass man so gar keine Lust mehr empfindet: Sie belastet zumeist die Frau ebenso als auch deren Partner. Fünf unterschiedliche Methoden können dabei helfen, wieder mehr Lust auf den Partner zu bekommen.
Eine der hilfreichen Möglichkeiten der sexuellen Unlust aktiv zu begegnen, findet sich in der Kneipp-Therapie. Oftmals liegt die Lustlosigkeit in einem schlecht durchbluteten Becken begründet, was durch eine Anregung durchaus zu einem Mehr an Lust führen kann. Diese Therapie lässt sich wunderbar im heimischen Badezimmer durchführen, so dass man nicht einmal großartig Zeit oder gar Geld dafür benötigt. Ein kaltes Halbbad mit einer Temperatur von 15 bis 18 Grad ist die Basis dieser zugegebenermaßen etwas kühlen Therapieform. Das Wasser selbst sollte maximal bis zum Bauchnabel reichen, allerdings kann man sich auch nur auf die Fersen ins Wasser setzen. Wichtig ist hierbei, dass der Unterleib im kühlen Wasser ist, allerdings sollte das Sitzbad nicht mehr als sechs bis zwanzig Sekunden dauern. Danach sollte man sich gut abtrocknen und warm anziehen.
Als Unterstützung dieser Wassertherapie, bietet es sich an, gleich im Anschluss eine Massage anzuwenden. Hierbei ist es natürlich am besten, wenn der Partner die Massage durchführt, damit man sich selbst wirklich entspannen und fallenlassen kann. Besonders gut wirkt die Massage, die vom unteren Rücken bis über den Po gehen sollte, wenn man ein Aromaöl mit Süßgras verwendet, da dieses die Durchblutung im Unterleib zusätzlich aktiviert.
Überhaupt ist eine Aromatherapie eine der besten Möglichkeiten, um zu entspannen, die Durchblutung anzuregen und gleichzeitig die Seele von Stress zu befreien. Bei dieser Methode hat man gleich mehrere Formen, die zum Einsatz kommen können. Generell bewähren sich bei einer sexuellen Unlust die ätherischen Öle Ylang-Ylang, sowie Yasmin. Nur wenige Tropfen in einer Duftlampe streicheln fast schon die Sinne und gehen mit einem aphrodisierenden Duft bis in das Gehirn. Auch ein Vollbad mit einer Wärme von etwa 38 Grad und einigen Tropfen der Öle, lässt eine wunderbare Entspannung zu, wobei auch nach solch einem Bad die oben genannte Massage eine hervorragende Variante ist, die Wirkung der Aromatherapie zu verstärken.
Findet sich die Ursache für die sexuelle Unlust in einem körperlichen und seelischen Dauerstress, dann bewährt sich das Autogene Training sehr gut. Anspannung, Hektik und sich drehende Gedanken sind die wahren Lustkiller, können jedoch mit einer gezielten Entspannung und auch einer Änderung des alltäglichen Geschehens gut in den Griff bekommen werden. Möglich ist es übrigens auch, sich mit Yoga, Pilates oder Tai Chi von dem Stress zu lösen, der nicht nur krank machen, sondern vor allem auch jede Lust töten kann.
Abschließend bleibt noch die letzte der fünf Methoden, die sich im Bereich der Volksheilkunde bewegt. Um den Serotonin-Spiegel zu steigern, sollte man als Frau öfter mal warmen Kakao trinken. Kombinieren kann man dieses natürliche Mittel wahlweise mit Zimt, der belebend wirkt, Ingwer für die Erwärmung und Lusterweckung oder auch Muskatnuss für einen leicht berauschenden Zustand. Doch unabhängig für welche der Methoden man sich als Frau schlussendlich entscheidet, ist es wichtig sich weder unter Druck zu setzen (lassen) noch dem Partner Lust vorzuspielen. Denn eines wird damit auf jeden Fall erreicht: Der gänzliche Lustverlust und da helfen dann auch die genannten Methoden nicht mehr.
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