Kastration

Entfernung der Hoden beim Mann oder der Eierstöcke bei der Frau

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  • von Paradisi-Redaktion
Operation - Zwei Chirurgen mit grünem Kittel und blauer Haube beim Operieren
surgeons at the time of operation © beerkoff - www.fotolia.de

Eine Kastration ist ein operativer Eingriff, der nicht mehr rückgängig gemacht werden kann und bei dem die Geschlechtsdrüsen des Mannes oder der Frau entfernt werden. Bei den Männern werden dazu die Hoden und bei den Frauen die Eierstöcke entfernt.

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Die Kastration hat zur Folge, das Mann oder Frau nicht mehr zeugungsfähig bzw. fruchtbar sind. Bei diesem Eingriff werden dem Mann der Hoden entfernt, der Frau die Eierstöcke. Üblicherweise spricht man nicht von Kastration sondern von einer Orchiektomie beim Mann und einer Ovarektomie bei der Frau. Die männlichen Keimdrüsen können auch durch sehr starke Röntgenstrahlung zerstört werden.

Wird die Kastration bereits bei Jungen vorgenommen, hat dies weitreichende Folgen: Der Kehlkopf wächst nur noch unzureichend und es bleibt die knabenhaft hohe Stimme. Ferner entwickeln sich die männlichen Geschlechtsmerkmale nicht weiter, die Körperbehaarung und das Verlangen nach Sexualität bleiben aus. Wird die Kastration im Erwachsenenalter beim Mann durchgeführt, kann dies eine nachlassende Libido bis hin zur Impotenz zur Folge haben oder auch Veränderungen an der Persönlichkeit mit sich bringen.

Die Orchiektomie wird immer aus medizinischen Gründen zur Behandlung einer schwerwiegenden Erkrankung, wie zum Beispiel dem Prostatakrebs durchgeführt. Bei der Orchiektomie werden ein oder beide Hoden entfernt. Bei der Kastration der Frau, der Ovarektomie, werden ein oder beide Eierstöcke entfernt. Auch dies wird zur Krankheitsbehandlung von Krebs oder Zysten am Eierstock durchgeführt.

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