Tipps für den richtigen Umgang mit einer frigiden Partnerin und mögliche Behandlungsmethoden

Junges Paar liegt unglücklich Rücken an Rücken im Bett

Meine Partnerin ist frigide - was tun? - Therapiemöglichkeiten bei seelischen und physischen Ursachen von Frigidität

Frigidität ist oftmals eine schwere Belastung für die Partnerschaft. Aber was kann man dagegen tun?

Die so genannte Frigidität ist eine Sexualstörung, die Frauen betrifft. Bei einer frigiden Frau besteht entweder nur ein geringes sexuelles Verlangen oder sie ist nicht imstande, ihre Sexualität zu genießen. Für den Partner ist eine solche Situation meist sehr schwierig, sodass er mit Ratlosigkeit und Unverständnis reagiert.

Mögliche Gründe für Frigidität

Zu Frigidität kommt es aus den verschiedensten Gründen. Manchmal sind körperliche Ursachen wie

für die Sexualstörung verantwortlich. Bei den meisten Frauen hat die sexuelle Unlust jedoch psychische Ursachen. So

  • lehnen manche Frauen ihren eigenen Körper ab
  • stehen unter Leistungsdruck
  • leiden unter Depressionen oder
  • haben negative Erfahrungen mit dem Geschlechtsverkehr gemacht.

Auch Konflikte in der Partnerschaft oder eine strenge sexualfeindliche Erziehung spielen häufig eine Rolle.

Nicht immer ist Frigidität für den männlichen Partner erkennbar. So täuschen einige Frauen manchmal einen Orgasmus oder Lustgefühle vor, um nicht für frigide gehalten zu werden.

Man unterscheidet weiterhin zwischen:

  1. einer primären Frigidität, die in der Jugend beginnt
  2. einer sekundären Frigidität, die durch ein bestimmtes Ereignis entsteht

Für viele Frauen wird die Sexualstörung erst dann problematisch, wenn sie eine Beziehung eingehen, da es dann häufig wegen der sexuellen Unlust zu Konflikten mit dem Partner kommt. Meist ist bei Frigidität eine fachkundige Behandlung durch einen Psychologen erforderlich.

Der richtige Umgang mit einer frigiden Partnerin

Für den männlichen Partner ist der Umgang mit einer frigiden Partnerin nicht einfach. Um in einem solchen Fall richtig zu reagieren, wird geraten, dass er seiner Partnerin keinesfalls den Vorwurf macht, frigide zu sein. Natürlich sollte er seiner Partnerin seine sexuellen Bedürfnisse und Wünsche mitteilen, sie dabei aber nicht unter Druck setzen.

Außerdem ist es ratsam, zu klären, ob die Partnerin sich möglicherweise zu hohen Erwartungen ausgesetzt sieht oder andere sexuelle Bedürfnisse hat. Besteht wirklich bei der Partnerin ein Problem mit ihrer Sexualität, sollte gemeinsam nach den Ursachen gesucht werden.

  • Wichtig ist, das Problem zusammen anzugehen und Schuldzuweisungen und aggressives Verhalten zu vermeiden.
  • Auch das Problem zu ignorieren hilft nicht, da sonst eine gegenseitige Entfremdung eintreten kann, die womöglich sogar zum Ende der Beziehung führt.

Behandlungsmöglichkeiten

Um die sexuellen Störungen zu beheben, ist oft ein Besuch bei einem Frauenarzt oder Psychologen hilfreich. Liegen organische Ursachen für die Frigidität vor, lassen sich diese meist medikamentös behandeln.

Sind dagegen psychische Probleme der Grund für die sexuelle Unlust, wird eine Sexualtherapie oder eine Psychotherapie empfohlen. Dabei sollen Ängste und Konflikte abgebaut werden.

Auch eine Paartherapie kann hilfreich sein, da Frigidität ein Problem für beide Partner darstellt.

Verhaltenstherapie

Hat die Frigidität keine körperlichen, sondern seelische Gründe, erfolgt meist eine kognitive Verhaltenstherapie, deren Ziel es ist, die Einstellung der betroffenen Frauen zu ihrer Sexualität zu ändern.

Dazu führen sie Gespräche mit dem Psychologen sowie Verhaltensübungen durch, um die Sexualstörung zu verstehen und die Gründe für die mangelnde Lust herauszufinden.

Mitunter kann die sexuelle Unlust durch eine Kombination aus psychischen und physischen Faktoren verursacht werden. In diesem Fall ist auch die Behandlung der körperlichen Probleme notwendig.

Den eigenen Körper erforschen

Häufig raten die Therapeuten den betroffenen Frauen auch zur Selbstbefriedigung, damit diese ihren Körper besser kennen lernen. Den meisten frigiden Frauen fällt dies jedoch schwer, da sie ihren Körper negativ betrachten.

Das Erforschen des Körpers ist jedoch wichtig, um die negativen Gefühle langsam abzubauen. Durch die Selbstbefriedigung soll zudem ein Orgasmus erlebt werden.

Befriedigung durch den Partner

Schließlich bindet man auch den Partner in die Therapie ein, der seine Partnerin zunächst nur mit der Hand befriedigt. Schafft es die Frau durch die Zuwendung ihres Partners einen Orgasmus zu erreichen, kann mit normalem Geschlechtsverkehr weitergemacht werden.

Viele Frauen sind durch eine Verhaltenstherapie in der Lage, zu einer normalen und erfüllten Sexualität zu finden und ihre Beziehung zu bereichern. Die Methode zeigt jedoch nur Wirkung, wenn psychische Gründe für die sexuelle Unlust verantwortlich sind.

Grundinformationen und Hinweise zu Frigidität

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Couple lying in bed back to back looking unhappy © Monkey Business - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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