Mögliche Gründe für eine Frigidität

Paar im Bett, er schaut sie an, sie sitzt abweisend neben ihm und schaut zur Seite

Merkmale und mögliche physische und psychische Ursachen von Frigidität

Als Frigidität bezeichnet man verschiedene Störungen der weiblichen Sexualität. Sie kann sowohl aus physischen als auch aus psychischen Gründen entstehen.

Merkmale von Frigidität

Spricht man von Frigidität, meint man damit Sexualstörungen der Frau.

Dazu gehören unter anderem:

Der Begriff stammt aus dem Lateinischen und bedeutet soviel wie "Geschlechtskälte". Da der Ausdruck "frigide" auch verletzend oder abwertend gebraucht wurde, findet er in der Medizin heute kaum noch Verwendung; als Fachausdruck ist er eigentlich veraltet. In der Allgemeinsprache wird er jedoch nach wie vor häufig verwendet.

Frigidität kann in jeder Phase des Lebens entstehen. Besteht nur zeitweise sexuelles Desinteresse, ist dies nicht ungewöhnlich und noch kein Anzeichen für eine Sexualstörung. Hält die Lustlosigkeit jedoch über einen langen Zeitraum an, ist es möglich, dass eine krankhafte Beeinträchtigung vorliegt.

Studien zufolge leiden vor allem Frauen unter Sexualstörungen, die ein negatives Selbstwertgefühl haben und dazu neigen, sich Sorgen zu machen. Auch die Reaktionen des Partners spielen oftmals eine Rolle.

Mögliche körperliche und psychische Ursachen

Sexuelle Unlust kann sowohl körperliche als auch seelische Ursachen haben. Ebenso ist eine Kombination aus beiden Ursachen möglich.

Selbstkritik und Erziehung

Viele der betroffenen Frauen setzen sich selbst bei der Sexualität zu sehr unter Druck oder sind zu selbstkritisch. Aber auch die Erziehung spielt oft eine wichtige Rolle. So kann es durch die Vermittlung von stark konservativen Werten durch die Eltern zu einer Beeinträchtigung des Geschlechtsverkehrs kommen.

Dies gilt vor allem dann, wenn Sex als unmoralisch angesehen wird. Bei den betroffenen Frauen führt dies mitunter zu

wodurch sie nicht in der Lage sind, ihre Sexualität zu genießen. Ebenso können bestimmte kulturelle oder religiöse Sitten und Gebräuche zu einer negativ empfundenen Sexualität führen.

Partnerschaftsprobleme

Ein weiterer häufiger Grund für weibliche Sexualstörungen sind Probleme mit dem Partner. Häufig wirken sich dann alltägliche Konflikte negativ aus.

Ein befriedigendes Sexualleben kann aber ebenso durch die mangelnde Kommunikation mit dem Partner über Wünsche und Bedürfnisse verhindert werden. Das Gleiche gilt für einen Mangel an Zärtlichkeit und sexueller Stimulation. So führt mangelnde Kommunikation oft dazu, dass sich die betroffenen Frauen schließlich damit abfinden, dass sie keinen Orgasmus beim Sex bekommen.

Weitere Gründe für Frigidität sind meist Veränderungen in der Beziehung wie zum Beispiel Kinder oder Routine, die sich über die Jahre einschleicht.

Kindheitstrauma

Bei manchen Frauen spielen aber auch traumatische Erlebnisse aus der Vergangenheit eine Rolle. Wurde Geschlechtsverkehr dabei negativ erlebt, erschwert dies im weiteren Leben ein genussvolles Sexualleben. Solche traumatischen Erlebnisse können

sein. Auch Genitaloperationen oder Beschneidungen gelten als traumatische Erlebnisse.

Körperliche Probleme

Neben psychischen Ursachen kommen aber auch körperliche Gründe für sexuelle Unlust infrage. Dazu gehören vor allem:

Beispielsweise gilt neuerdings auch die Antibaby-Pille als möglicher Auslöser von sexueller Unlust.

Grundinformationen und Hinweise zu Frigidität

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Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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