17. Juni 2010
Es ist immer schwierig den genauen Grund einer Fehlgeburt (Abort) herauszufinden, aber es gibt eine Vielzahl an Ursachen, die eine Fehlgeburt begünstigen. Dabei unterscheidet man den Frühabort, in den ersten 12 Schwangerschaftswochen und den Spätabort, der nach der 12 Schwangerschaftswoche ist und bei dem das Kind ein Geburtsgewicht von weniger als 500g hat.
Der frühe Abort kann unter Umständen unbemerkt bleiben, die Regelblutung setzt dann später ein und ist eventuell stärker. Meist wäre der Embryo hier nicht lebensfähig gewesen. Ein Fehler in der Erbanlage kann dafür sorgen, dass ein Embryo sich erst normal entwickelt und dann abstirbt. Bestimmte Erkrankungen der werdenden Mutter können die Ursache für eine Fehlgeburt sein. Wenn sie zum Beispiel eine Infektionskrankheit durchmacht oder an Diabetes (Blutzuckerkrankheit) leidet. Bei Infektionen kommt am häufigsten die aufsteigende vaginale Infektion vor, oder aber auch Harnwegsinfektionen. Auch anatomische Beeinträchtigungen der Mutter können für eine Fehlgeburt sorgen, wie zum Beispiel Myome die sich in der Gebärmutter befinden. Oder Missbildungen und Verwachsungen, also Auffälligkeiten der Gebärmutter. Hormonelle Ursachen können eine Rolle spielen und auch Stoffwechselerkrankungen wirken sich negativ aus. Bei Frauen mit Rhesusfaktor negativ können Antikörper gebildet werden, die sich gegen den Embryo richten. Auch psychosoziale Ursachen können eine Fehlgeburt auslösen, Sorgen, Kummer und Stress spielen hier eine entscheidende Rolle. Eher selten gibt es Störungen der Blutgerinnung. Bei Spätaborten können auch vorzeitige Wehen oder ein Blasensprung für eine Fehlgeburt verantwortlich sein.
Außerdem gibt es viele Risikofaktoren, die bekannt dafür sind, dass sie eine Fehlgeburt auslösen können. Mit zunehmendem Alter der Frau erhöht sich die Gefahr eine Fehlgeburt zu erleiden. Gab es schon Fehlgeburten in der Vorgeschichte, so steigt damit das Risiko einer erneuten Fehlgeburt. Auch vorangegangene Schwangerschaften spielen eine Rolle, so gibt es Statistiken, die besagen, dass nach 2-3 Schwangerschaften das Risiko für eine Fehlgeburt erhöht ist. Eine korrekte Lebensführung hilft dabei Fehlgeburten zu vermeiden. So erhöhen Alkoholkonsum, Rauchen, Drogenkonsum und Koffeingenuss die Rate für eine Fehlgeburt. Auch ein Schlag in den Bauch kann eine Fehlgeburt auslösen. Röntgenstrahlung, Medikamenten und unterschiedlichen Umweltgiften, schreibt man eine abortive Wirkung zu. Es gibt sogar Heilpflanzen und ätherische Öle, die eine abortive Wirkung haben.
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