15. Juni 2010
Wenn eine Bauchhöhlenschwangerschaft diagnostiziert wurde, gibt es unterschiedliche Methoden der Behandlung. Wenn keine inneren Blutungen vorliegen wartet der Arzt eventuell ein paar Tage ab. Denn die meisten Schwangerschaften außerhalb der Gebärmutter enden von selbst und es kommt zu einem natürlichen Schwangerschaftsabbruch. Endet sie nicht mit einer Fehlgeburt, muss die Eizelle operativ entfernt oder medikamentös behandelt werden.
Der Arzt kann mit einer Bauchspiegelung, der so genannten Laparoskopie, die Bauchhöhlenschwangerschaft genau lokalisieren. Mittels der Bauchspiegelung kann die Bauchhöhlenschwangerschaft, beziehungsweise das falsch eingenistete Ei auch entfernt werden. Dies geschieht unter Vollnarkose, hierbei macht der behandelnde Arzt drei kleine Schnitte, über dem Schambein und am Bauchnabel, dann wird das Endoskop mit Optik und den entsprechenden Arbeitsgeräten eingeführt. Wenn die Bauchspiegelung keine eindeutige Diagnose gebracht hat, oder wenn es zu unkontrollierbaren Blutungen in der Bauchhöhle kommt, kann auch eine offene Operation nötig werden. Manchmal handelt es sich um eine Notoperation, ansonsten wird der Arzt alle Möglichkeiten mit der Patientin in Ruhe durchsprechen und sie aufklären. Bei einer frühzeitigen Diagnose kann auch medikamentös behandelt werden. Bei dem Medikament handelt es sich um ein Zellgift welches das Zellwachstum hemmt. Dadurch stirbt das befruchtete Ei in der Bauchhöhle ab. Das Medikament wird als Infusion über eine Vene verabreicht. Den Erfolg der Behandlung wird mit der Messung des Schwangerschaftshormons HCG überprüft.
Da sich ein Embryo außerhalb der Gebärmutter nicht richtig entwickeln kann endet der Verlauf meist mit einem natürlichen Schwangerschaftsabbruch, der so genannten Fehlgeburt. Die Prognose für eine rechtzeitig erkannte Bauchhöhlenschwangerschaft ist gut. Eine frühzeitige Diagnose trägt dazu bei lebensbedrohliche Komplikationen zu vermeiden. Eine Nachsorge ist wichtig und sinnvoll, der spontane oder eingeleitete Schwangerschaftsabbruch kann eine große psychische Belastung darstellen neben körperlichen Symptomen und hormonellen Schwankungen. Manche Frauen spüren noch Monate nach der Therapie oder der Fehlgeburt die hormonelle Umstellung. Einer Bauchhöhlenschwangerschaft kann man nicht wirklich vorbeugen, aber es gibt einige Risikofaktoren die eine Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter begünstigen. So zum Beispiel wenn mit einer Spirale verhütet wird, bei einer durchgemachten Eileiterentzündung, nach einer Fehlgeburt oder wenn es bereits eine Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter gab.
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