Allgemeines über Zitronen - Merkmale, Gesundheitswert und Verwendungsmöglichkeiten

Als Zitronen bezeichnet man aromatische Zitrusfrüchte. Sie werden zum Verfeinern von zahllosen Speisen verwendet.

Die beliebten Zitrusfrüchte haben einen hohen Vitamin C-Gehalt und sind in der Küche vielfältig verwendbar - auch im Haushalt oder in der Körperpflege kommt die Zitrone zum Einsatz

Bei den Zitronen handelt es sich um die Früchte des Zitronenbaums, der zur Gattung der Zitruspflanzen (Citrus) gehört. Sie werden auch als Citronen oder Limonen bezeichnet.

Merkmale

Die Zitronenfrüchte haben die Größe einer Faust und wachsen an immergrünen Bäumen, die eine Höhe von sieben Metern erreichen können. Die Blüten des Baums, die über das ganze Jahr verteilt erscheinen, weisen einen Durchmesser von 20-30 Millimetern auf und werden aus fünf freien Blütenblättern sowie fünf verwachsenen Kelchblättern zusammengesetzt. Darüber hinaus verfügen die Blüten über 20-40 Staubblätter, die zu mehreren Gruppen verwachsen sind.

Die Zitronenfrüchte haben eine ovale bis eiförmige Form. An ihren Enden sind sie entweder zitzenförmig ausgezogen oder wulstig gebuckelt. Die Fruchtschale hat eine kräftige gelbe Färbung und eine raue bis glatte Oberfläche. Das Innere der Zitrone wird aus sieben bis zehn Fächern zusammengesetzt. Der Kerngehalt kann sehr unterschiedlich sein, was von der jeweiligen Sorte abhängt.

Das saftige Fruchtfleisch weist eine blassgelbe Färbung auf und hat einen aromatischen, sauren Geschmack. Das Gewicht einer Zitronenfrucht liegt zumeist zwischen 50 bis 125 Gramm. Zu den verbreiteten Zitronensorten gehören

  • Feminello Santa Teresa
  • Lunario und
  • Zagara Bianca.

Herkunft und Anbau

Verwendet werden Zitronen hauptsächlich als Nahrungsmittel. Aber auch als Zierpflanzen sind sie sehr beliebt.

Bekannt waren die Zitronen bereits im alten China. Durch die Araber gelangten sie schließlich nach Europa und von dort aus nach Amerika. Ab der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts kultivierte man sie auch in Deutschland.

Damit die Zitronen gut gedeihen können, benötigen sie ein Klima, das gleichmäßig warm und feucht ist. Auf Kälte und Trockenheit reagieren sie sehr empfindlich. Unter entsprechenden Bedingungen können sie das ganze Jahr über blühen und fruchten.

Zu den Hauptanbaugebieten der Zitronen gehört der Mittelmeerraum mit

Außerhalb Europas baut man sie vor allem in

an.

Inhaltsstoffe und Gesundheitswert

Die Zitrone wird zu den gesündesten Früchten überhaupt gezählt. Zu ihren bedeutendsten Inhaltsstoffen gehört das wichtige Vitamin C. So decken 100 Gramm einer Zitrone rund 71 Prozent des Tagesbedarfs eines erwachsenen Menschen an Vitamin C.

Darüber hinaus verfügt die Zitrusfrucht über wertvolle Mineralstoffe wie

Auch organische Säuren wie Zitronensäure sind in der Zitrone enthalten. In der Schale befinden sich zahlreiche Öldrüsen, die ätherisches Zitronenöl beinhalten.

Gesundheitswert

Wer jedoch unter Sodbrennen leidet, sollte den Saft nicht auf nüchternen Magen einnehmen. Die ätherischen Öle der Zitrone sind hilfreich gegen Krankheiten der Atemwege und wohltuend beispielsweise bei Asthma. Das Zitronenöl hilft zudem, sich besser zu konzentrieren.

Verwendung von Zitronen in der Küche

Obwohl man das Fruchtfleisch der Zitronen wegen seines sauren Geschmacks normalerweise nicht verzehrt, sind sie trotzdem ein wichtiger Bestandteil in der Küche. So dient der Saft der Zitrone als überaus beliebtes Mittel zum Würzen und Verfeinern unterschiedlichster Gerichte wie

Zu den zahllosen Lebensmitteln, in denen Zitronen Verwendung finden, gehören unter anderem

  • Zitroneneis
  • Zitronensorbet
  • Zitronenkuchen
  • Zitronenquark
  • Zitronenwaffeln
  • Zitronensauce
  • Zitronengelee sowie
  • Zitronenlimonade.

Zitronen sind kleine Multifunktionshelfer. In der Küche kann der Saft beispielsweise Obstsalat frisch halten. Außerdem kann man mit dem Saft Gerichte verfeinern.

Eine angeschnittene Zitrone im Kühlschrank hilft gegen schlechte Gerüche. Von der Zitrone kann alles verwertet werden. Der Saft ist Würze und Haushaltshelfer zugleich, die Schale ist Duftlieferant und getrocknet ein hervorragender und natürlicher Grillanzünder; aus den Kernen kann man sich selbst kleine Zitronenpflanzen ziehen.

Fünf leckere Zitronen-Desserts - von Zitronensorbet bis Zitronenrolle

Wenn man Zitronen fürs Dessert verwendet, kann man daraus viele unterschiedliche Kreationen zaubern.

Zitronensorbet

Was sich so kompliziert anhört, ist eigentlich gar nicht schwierig und macht doch etwas her. Für ein Zitronensorbet wird als Zutat neben frischen Zitronen lediglich noch Konfitürenzucker benötigt.

Besonders schön sieht das Sorbet aus, wenn man es in Gläsern serviert, die einen farbigen Zuckerrand haben. Dazu muss der Rand des Dessertglases in Zitronensaft und anschließend in mit Lebensmittelfarbe gefärbten Zucker getaucht werden.

Für das Zitronensorbet wird aus Zitronensaft, Wasser und Gelierzucker eine Masse gerührt und kurz aufgekocht. Sobald die Masse ausgekühlt ist, füllt man sie in eine Eismaschine. Das gefrorene Sorbet gibt man schließlich kurz vor dem Servieren als Kugel in die mit farbigem Zucker gefärbten Gläser.

Einfacher Zitronenkuchen

Wer nicht viel Zeit in sein Dessert investieren möchte, verrührt

  • Butter
  • Vanillinzucker
  • Zucker
  • Eier
  • die Schale einer Bio-Zitrone
  • Milch und
  • Zitronensaft

miteinander und backt diesen Teig in einer Dreiviertelstunde zu einem leckeren Zitronenkuchen.

Zitronendessert mit Joghurt

Für dieses Dessert werden

benötigt. Die Zitronen werden ausgepresst, und auch die Schale wird von einer Zitrone benötigt. Zitronenschale, Zitronensaft, Zucker und der Joghurt werden miteinander verrührt.

Nun muss steifgeschlagene Sahne vorsichtig untergehoben werden, ehe diese Mischung in zuvor eingeweichte Gelatine gerührt wird. Zum Schluss zieht man noch ein steifgeschlagenes Eiweiß unter und schmeckt das Zitronendessert dann ab.

Zitronen-Limonen-Dessert

Aus dem Saft von Zitronen und Limonen sowie

  • Quark
  • Joghurt
  • Zucker und
  • Sherry

entsteht das nächste Zitronendessert. Die Zutaten werden miteinander verrührt und mit der Schale einer Bio-Zitrone in Dessertschalen angerichtet.

Zitronenrolle

Nicht nur im Sommer ist eine erfrischende Zitronenrolle sehr beliebt. Aus

  • Mehl
  • Backpulver
  • Zucker
  • Eiern und
  • heißem Wasser

wird ein Biskuitteig gerührt und auf einem Backblech goldbraun gebacken. Die Creme aus steifgeschlagener Sahne, Vanillinzucker und dem Saft einer frischen Zitrone wird auf den Biskuitteig gestrichen und die Zitronenrolle vorsichtig aufgerollt.

Weitere Anwendungsbereiche

Nicht nur in der Küche erfreut sich die Zitrone großer Beliebtheit.

Beim Putzen

Nicht umsonst duften viele Haushaltsreiniger nach Zitrone, denn die meisten enthalten Zitronensäure. Diese kann

  • Kalk
  • Fett und
  • Schmutz

lösen. Heute gibt es Zitronensäure auch als Konzentrat oder Pulver zu kaufen. Im Gegensatz zum Essig ist der Duft sehr viel angenehmer und gegenüber chemischen Entkalkern handelt es sich bei Zitronensäure um ein natürliches Produkt, das bedenkenlos auch im Wasserkocher angewendet werden kann.

In der Körperpflege

Auch in der Körperpflege kann die Zitrone viel ausrichten.

  • Wer beispielsweise mit Knoblauch oder Zwiebeln in der Küche gearbeitet hat, kann mit Zitronensaft den unangenehmen Geruch an den Händen neutralisieren.
  • Mischt man dem Wasser beim Haarewaschen etwas Zitronensaft bei, so werden die Haare glänzend.
  • Auch Fingernägel werden schön mit Zitronensaft und Nikotinfinger lassen sich mit Zitronensaft und einem Bimsstein ebenfalls bekämpfen.
  • Die Haut wird mit Zitronen straffer und kräftiger und mit zwei Zitronenhälften kann man die oft trockene Haut an den Ellenbogen behandeln.

Bei der Wäsche

Bei der Wäsche können Zitronen ebenfalls gute Dienste leisten, als Fleckenbekämpfer. Mit ihnen lassen sich Obst- oder Rostflecken leichter heraus waschen, indem das Wäschestück vor dem Waschen in einem Zitronen-Salz-Gemisch über Nacht eingelegt wird. Auch bei Flecken auf Teppichen wirken die gelben Früchte als Reiniger, jedoch sollten sie nur auf hellen Teppichen angewendet werden, da sie dunkle Fasern ausbleichen können.

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