Rote Bete - Gesundheitswert und Verwendungsmöglichkeiten

Die Rote Bete zählt zur Familie der Fuchsschwanzgewächse. Ihr Anbau verläuft problemlos und unkompliziert. Sie gilt als beliebtes Gemüse und kann auf vielfältige Weise zubereitet werden. Dabei ist sie reich an vielen Nährstoffen und hat somit auch gesundheitlich einen bedeutenden Effekt. Lesen Sie über die gesundheitlichen Vorzüge der Roten Bete und holen Sie sich Tipps zur Zubereitung.

Die Rote Bete enthält zahlreiche Nährstoffe, die sie zu einem sehr gesunden Gemüse machen; besonders gerne wird auch der Rote Bete Saft getrunken

Rote Bete - Wirkung und Inhaltsstoffe

Die Rote Bete (Beta vulgaris) ist auch unter den Bezeichnungen Rote Beete oder Rote Rübe bekannt. Sie gehört zu den Fuchsschwanzgewächsen (Amaranthaceae) sowie zur Gattung der Rüben (Beta).

Rote Bete ist vor allen Dingen wegen ihrem leicht erdigen Geschmack beliebt. Dieser ist unverwechselbar und harmoniert mit vielen Speisen. Man nennt sie unter anderem auch rote Rübe, Runkelrübe oder Rahne.

Die Rote Bete gilt als überaus wertvolles Gemüse. So hat sie verschiedene positive Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit.

Zu den wichtigsten Inhaltsstoffen der Roten Bete zählt das Glykosid Betanin. So sorgt die Konzentration des Betanins für die typische rote Farbe des Gemüses. Das Betanin kommt als natürlicher Farbstoff für Lebensmittel zur Anwendung. Allerdings reagiert das Glykosid sehr unbeständig auf Hitze.

Dass die Rote Bete als sehr gesundes Gemüse eingestuft wird, liegt an ihren vielen gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen wie:

Neben dem Fruchtfleisch lassen sich gekocht auch die Blätter der Rübe verzehren, die über zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe verfügen. Ebenso wird dem Rübensaft eine leistungssteigernde Wirkung zugeschrieben, was an seinem hohen Gehalt an Nitrat liegt.

Da Rote Bete auch reichlich Oxalsäure enthält, wird Personen, die zu Nierensteinen neigen, empfohlen, Rote Bete nur in geringen Mengen zu verzehren.

Gesundheitliche Vorzüge der Roten Bete

Rote Bete hat zahlreiche positive Auswirkungen auf die Gesundheit des Menschen. Zum Beispiel wirkt sich der sekundäre Pflanzenstoff Betain stimulierend auf die Leberzellfunktionen aus und stärkt die Gallenblase.

So hilft er dabei, die Gallengänge freizuhalten, was positiv für die Verdauung ist. Außerdem können Giftstoffe und Stoffwechselendprodukte rascher aus dem Organismus ausgeschieden werden.

Darüber hinaus sorgt das Betain dafür, dass der Homocysteinspiegel im Körper abgesenkt wird, was vor dem Entstehen von Herz- und Gefäßerkrankungen schützt. Bei Homocystein handelt es sich um eine Aminosäure mit toxischer Wirkung.

Sie bildet sich im Rahmen des Proteinstoffwechsels, wird aber durch ihre Weiterverarbeitung in Cystein, eine weitere Aminosäure, unschädlich gemacht. Durch einen erhöhten Homocysteinspiegel besteht jedoch die Gefahr von Schäden an den Blutgefäßen.

Ebenfalls überaus wertvoll für die Gesundheit des Menschen, ist die in der Roten Beete reichlich enthaltene Folsäure. Diese wird als vorbeugend gegen Schlaganfälle und Herzinfarkte angesehen. Des Weiteren gilt Rote Bete als stimmungsaufhellend, da es durch sie zu einem höheren Serotoninspiegel im Körper kommt.

Serotonin wird auch als positives Glückshormon angesehen und sorgt für gute Laune. Die Folsäure wirkt sich zudem positiv bei einer Schwangerschaft aus und bewirkt das Entstehen von neuen Körperzellen.

Erkrankungen bekämpfen und vorbeugen

Nach einer Studie wirkt sich das Trinken von zwei Gläsern Rote-Bete-Saft positiv auf den Blutdruck aus. Das heißt, dass sich der Blutdruck etwa drei Stunden nach dem Trinken des Safts deutlich verringert und etwa 24 Stunden lang stabil bleibt.

Naturheilkundler sehen Rote Bete auch als hilfreich im Rahmen einer Krebstherapie an und verwenden sie präventiv gegen Darmkrebs und Leukämie (Blutkrebs), wobei auch die rohen Blätter des Gemüses zum Einsatz gelangen.

Darüber hinaus unterstützt Rote Bete die Reinigung des Darms und stärkt das Immunsystem. Ferner gelten Rote-Bete-Blätter als hilfreich gegen Mundgeruch. Auch Hautprobleme wie Akne, Furunkel oder Abszesse lassen sich durch die gesunde rote Rübe positiv beeinflussen.

Auch in Sachen bessere Ausdauer scheint die Rote Bete laut einer Studie zu punkten.

Mit Roter Bete schneller über die Ziellinie - Rote Bete-Saft steigert laut einer Studie die Ausdauer

Was viele von uns als Kinder verabscheut haben, könnte nun für uns Fitness-Enthusiasten zur Lieblingsspeise werden. Aktuelle Forschungen haben einen schon länger gehegten Verdacht bestätigt. Der Genuss von Rote Bete kann offenbar zu einer beträchtlichen Erhöhung der Ausdauer führen. Von bis zu 16 Prozent ist dabei die Rede, wie eine Studie aus Großbritannien zeigte.

Die Wissenschaftler fanden heraus, dass der Saft der Roten Bete ein Nitrat enthält, das die Sauerstoffaufnahme reduziert. Und zwar zu einem Grad, wie es keine andere Substanz vermag.

Neben Ausdauersportlern können auch ältere Personen mit Herzerkrankungen oder Atmungs- und Stoffwechselbeschwerden von diesen Erkenntnissen profitieren.

Die Studie

An der Studie nahmen acht Männer im Alter von 19 bis 38 Jahre teil. Über sechs aneinander folgenden Tagen mussten die Probanden 500 Milliliter ökologisch hergestellten Rote Bete-Saft trinken. Im Anschluss absolvierten Sie einen Leistungstest auf einem Fahrradergometer. Der gleiche Test wurde wiederholt, nachdem die Probanden über sechs Tage lang ein Placebo-Getränk trinken mussten.

Das Ergebnis

Nach dem Trinken des Rote Bete-Saftes konnten die Probanden im Durchschnitt 11 Minuten und 25 Sekunden am Stück auf dem Ergometer radeln. Das sind 92 Sekunden länger, als es nach dem Trinken des Placebo-Saftes der Fall war. Die Teilnehmer der Studie hatten außerdem einen niedrigeren Blutdruck, nachdem sie Rote Bete-Saft tranken.

Fazit

Die genauen Zusammenhänge über die Wirkungsweise sind noch ungeklärt und verlangen nach weiteren Untersuchungen. Fest scheint jedoch zu stehen, dass das Nitrat des Rote Bete-Saftes im Körper in Stickoxid umgewandelt wird und dadurch die Aufnahme des Sauerstoffes reduziert und so die Bildung von Laktat hemmt. Neben den genauen biochemischen Abläufen bleibt noch zu klären, ob auch andere nitrathaltige Lebensmittel zu einem ähnlichen Effekt führen.

Verwendung von Roter Bete in der Küche

Trotz ihrer zahlreichen positiven Effekte auf die Gesundheit des Menschen, gehört die Rote Bete eher zu den unbeliebten Gemüsen. Dabei weist frische Rote Bete keineswegs einen unangenehm sauren, sondern eher einen süßen, erdigen Geschmack auf.

In den deutschsprachigen Ländern verspeist man die Rote Bete in erster Linie als Rohkost oder kocht sie ein und verwendet sie als Salat.

Das Trinken des Saftes gilt als besonders gesundheitsfördernd. Als Rohkost mit

  • Salz
  • Zucker
  • Honig
  • Zitronensaft oder
  • Essig und Öl

verfeinert passt sie zu vielen Speisen. Rote Bete witd auch eingelegt und kann als Salat verarbeitet werden oder man genießt sie einfach aus dem Glas.

Sie ist fester Bestandteil bestimmter Gerichte, etwa des Labskaus oder von Borschtsch. Weiterhin kennt man eine Suppe aus pürierter Roter Bete. Seltener wird auch das Kraut verzehrt und wie Spinat zubereitet.

Außerdem kann Rote Beete zusammen mit

als Eintopf zubereitet werden. Eine schmackhafte Kombination bilden zudem geriebene Rote Bete und geriebene Äpfel.

Wem die Rote Bete zu sehr ausfärbt, kann auch auf Weiße Bete oder Gelbe Bete zurückgreifen. So ergänzt sich Weiße Bete ausgezeichnet mit geschnittener Endivie.

Es gibt übrigens auch zahlreiche Gewürze, mit denen sich Rote Bete verfeinern lässt. Dazu gehören vor allem:

Das Erwärmen von Roter Bete sollte nicht zu lange erfolgen, weil sonst aus dem Inhaltsstoff Nitrat gesundheitsschädliches Nitrit entstehen kann. Daher wird empfohlen, erwärmte Rote Bete in einem Wasserbad abzukühlen.

Möchte man die Rote Bete nicht selbst kochen, besteht auch die Möglichkeit, sich vakuumierte, geschälte und vorgekochte Exemplare aus dem Supermarkt zu besorgen.

Rote Bete Saft

Rote Beete lässt sich auch in Form von Saft genießen. Allerdings schmeckt purer Rote-Bete-Saft nicht jedem. Aus diesem Grund empfiehlt sich eine Mischung mit Äpfeln, Karotten und Zitrone.

Rote Bete lagern und einfrieren

In den heimischen vier Wänden kann die Rote Bete problemlos an einem kühlen und trockenen Ort gelagert werden. Auch das Einfrieren der Rübe ist nicht weiter schwer.

Zu diesem Zweck wird die Knolle geputzt, wobei man die Schale jedoch nicht in Mitleidenschaft ziehen sollte, da sonst die rote Farbe abhanden kommt. Anschließend lässt man die Rote Bete zwischen 20 und 45 Minuten garen.

Danach wird sie in Scheiben oder Würfel zerkleinert und gefrostet. Auf diese Weise kann man die Rote Bete bis zu einem Jahr lagern. Taut man sie auf, dient sie zum Verfeinern von Suppen oder Salaten.

Merkmale und Anbau der Roten Bete

Die Rote Bete weist eine Verwandtschaft mit dem Mangold und der Zuckerrübe auf. Genau wie diese beiden Arten stellt sie eine Kulturform der Gemeinen Rübe dar.

Der Ursprungsort der Roten Bete ist in den Mittelmeerländern zu finden. Man vermutet, dass sie aus Nordafrika stammt.

In den mitteleuropäischen Raum gelangte die fleischige Rübe mit den Römern. Die gleichmäßige rote Farbe, für die die Rote Bete bekannt ist, lässt sich auf ihre Weiterveredelung ab dem 19. Jahrhundert zurückführen.

Der Anbau der Roten Bete findet in zahlreichen Ländern statt, in denen ein gemäßigtes Klima herrscht. In Deutschland zählt die Rübe zu den klassischen Wintergemüsen. Da die Rote Bete als sehr anspruchslos gilt, lässt sie sich sogar in ungünstigen Lagen mühelos anbauen. So werden von dem gesunden Gemüse keine hohen Anforderungen an den Erdboden gestellt.

Die Aussaat der Roten Bete erfolgt zumeist im April, kann aber auch bis Juli dauern. Abhängig von der Rübensorte liegt die Erntezeit in den Monaten Juli und August. Dabei erstreckt sich die Ernte häufig, bis der erste Frost eintritt. Auch das Lagern der Roten Bete verläuft in der Regel problemlos.

Rote Bete Sorten

Bei der Roten Beete handelt es sich eine krautige zweijährige Pflanze. Im ersten Jahr bilden sich die Rübe sowie eine Blattrosette aus.

Zum größten Teil wird die fleischige Rübe durch das Hypokotyl verdickt. Dieses stellt einen Teilbereich der Sprossachse dar, der sich unter den Kernblättern befindet.

Der überwiegende Teil der Roten Bete ist daher über der Oberfläche des Erdbodens sichtbar. Die Form der Rübe ist unterschiedlich und reicht von birnenförmig bis rund. Ihr Gewicht erreicht maximal 600 Gramm. Unter der dünnen Schale der Roten Bete verbirgt sich saftiges Fruchtfleisch, das einen aromatischen Geschmack aufweist.

Die Laubblätter der Roten Bete befinden sich direkt in Knollennähe in einer Rosette. Die eiförmige Spreite erreicht eine Länge zwischen 15 und 30 Zentimetern.

Im zweiten Jahr der Roten Bete entsteht ein Stängel, der bis zu 1,5 Meter hoch werden kann und einen Blütenstand hat. Die fünfzähligen Blüten weisen eine grün-rote oder grüne Farbe auf. Die bekannteste Sorte der Rübe ist die Rote Beete, deren Fruchtfleisch eine purpurrote Färbung aufweist. Weitere Sorten sind:

  • die Gelbe Bete mit hellgelber Färbung
  • die Weiße Bete, die keine Färbung hat

Passend zum Thema

War der Artikel hilfreich?

Fehler im Text gefunden?

Bitte sagen Sie uns, warum der Artikel nicht hilfreich war:

Um die Qualität unserer Texte zu verbessern, wären wir Ihnen dankbar, wenn Sie uns den/die konkreten Fehler benennen könnten:

Historie:
Zuletzt aktualisiert am
So arbeiten wir
Autor:

Mehr über uns
Warum kein namentlicher Autor?
Quellenangaben
  • Rote Beete © HLPhoto - www.fotolia.de

Weitere Artikel zum Thema