Allgemeines über Pflaumen - Merkmale, Gesundheitswert und Verwendungsmöglichkeiten

Als Pflaume bezeichnet man eine Pflanzenart, die über essbare Früchte verfügt. Sie gehört zur Familie der Rosengewächse.

Pflaumen wie Mirabellen oder Zwetschgen werden besonders gern zum Backen verwendet

Die Pflaume gehört zur Gattung Prunus und wird zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) gezählt. Ihre essbaren Früchte sind sehr beliebt.

Die Pflaumenpflanze

Bei der Pflaumenpflanze handelt es sich um einen Strauch oder Baum, der oftmals sparrig wächst.

Er erreicht in der Regel eine Höhe von sechs Metern. In seltenen Fällen sind auch zehn Meter im Bereich des Möglichen. Seine Rinde ist fast glatt und hat eine graubraune Färbung.

Die meist behaarten Knospen haben eine Länge von 4,5 bis 5 Millimetern. Die Blätter der Pflaume besitzen eine elliptisch-längliche Form und eine stumpfgrüne Farbe. Die Blüten erreichen einen Durchmesser von etwa zwei bis vier Zentimetern.

Die Pflaume

Die essbaren Früchte, die man ebenso wie die Pflanzen als Pflaumen bezeichnet, weisen unterschiedliche Farben, Formen und Größen auf, was von der jeweiligen Sorte abhängt. Sie können

  • blau
  • blaurot
  • purpurrot
  • rot
  • violett
  • blauschwarz
  • schwarz
  • gelb oder
  • gelbgrün

sein. Zumeist sind sie bereift und haben eine Länge zwischen ein und acht Zentimetern. Ihre Form ist länglich-eiförmig oder kugelig. Das saftige Fruchtfleisch weist einen süßen bis herben Geschmack auf. In der Mitte der Frucht liegt der runde Steinkern, der über 13 Millimeter lang wird. An seiner Rückenfurche befinden sich meistens einige Kammstriche. Der Geschmack des Samens ist recht bitter.

Unterarten

Man unterteilt die Pflaumen in sieben Unterarten. Dies sind

  • Edel-Pflaumen
  • Kriechen-Pflaumen
  • Zwetschgen
  • Halbzwetschen
  • Mirabellen
  • Spillinge und
  • Ziparten.

Geschichte und Anbaugebiete

Woher die Pflaume eigentlich stammt, ist nach wie vor unklar. Man vermutet, dass Alexander der Große (356-323 v. Chr.) sie von seinen Feldzügen mitbrachte. Später wurde Damaskus zum Zentrum des Pflaumenhandels. Durch die Römer fanden sie auch Verbreitung in Europa.

In der heutigen Zeit baut man die Pflaumen vor allem

an. Außerdem werden auf dem deutschen Markt importierte Überseepflaumen aus

angeboten, die von Dezember bis April erhältlich sind. Ab Mai erfolgen Lieferungen aus

während von Juli bis Oktober einheimische Produkte auf den Markt gelangen.

Inhaltsstoffe und Gesundheitswert

Zu den Inhaltsstoffen der Pflaume gehören

  • ein wenig Eiweiß und
  • etwas Fett.

Darüber hinaus ist die Frucht mit Mineralstoffen und Spurenelementen wie

ausgestattet. Auch wichtige Vitamine wie

sind in der Pflaume zu finden.

Gesundheitswert

Pflaumen gelten als anregend für den Kohlenhydratstoffwechsel. Sie sorgen für

  • mentale Frische
  • starke Nerven sowie
  • gute Antriebs- und Leistungskraft.

Ebenso haben sie einen positiven Effekt auf die Tätigkeit von Darm und Nieren. Zudem gelten sie als fiebersenkend und lindernd bei Rheuma- oder Gichtbeschwerden. Da sie auch die Sekretion des Magensaftes und der Speicheldrüsen fördern, haben sie eine überaus appetitanregende Wirkung.

In den USA werden Backpflaumen sogar als Vorbeugemittel gegen Krebs empfohlen. Allerdings ist es ratsam, nicht zu viele rohe Pflaumen zu essen, da sie im Darm Gärungen hervorrufen können. Zudem sollte man die Pflaumen gut kauen und nichts dazu trinken.

Verwendung von Pflaumen in der Küche

Meistens werden Pflaumen roh verzehrt. Man kann sie jedoch auch für zahlreiche delikate Speisen benutzen. Besonders schmackhaft und beliebt sind

  • Pflaumenmus
  • Pflaumenkuchen
  • Pflaumenkompott
  • Pflaumensorbet und
  • Pflaumen-Quark-Auflauf.

Außerdem sind die Früchte eine geeignete Zutat für Obstsalate oder Desserts. Da Pflaumen viel Wasser und nur wenig Zucker enthalten, sind sie auch ein guter Durstlöscher.

Tipps und Variationen für die Pflaumenmusherstellung

Pflaumenmus kann man zwar fertig in jedem Supermarkt kaufen, trotzdem schmeckt es selbstgemacht deutlich besser. Die Herstellung ist nicht schwierig, und bei Selbstgemachtem vermeidet man zudem Farb- oder Konservierungsstoffe.

Zur Herstellung von Pflaumenmus benötigt man eine größere Menge möglichst reifer Pflaumen. Wer einen Pflaumenbaum im Garten hat, hat sicher jedes Jahr wieder viele heruntergefallene überreife Pflaumen. Diese eignen sich perfekt für ein Pflaumenmus. Aber auch gekaufte Pflaumen können natürlich zu Mus verarbeitet werden.

Zutaten und Zubereitung

Neben den reifen Pflaumen werden noch weitere Zutaten benötigt, die jedoch je nach Rezept variieren. Eine ganz einfache Zubereitung sieht so aus:

  1. Man wäscht und entkernt die Pflaumen und hebt dabei einige Kerne auf. Diese Kerne füllt man in ein Stoffsäckchen und legt sie erst einmal beiseite.
  2. Die entkernten Pflaumen werden in eine hohe Kuchenform (z.B. Springform) geschichtet und mit einem Gemisch aus Zucker und Zimt bestreut.
  3. Zwischen die Pflaumen legt man dann das Säckchen mit den Kernen und schiebt die Kuchenform für drei Stunden in den Ofen. Während dieser Zeit müssen die Pflaumen immer wieder vorsichtig durchgerührt werden.
  4. Nach der Backzeit füllt man das Pflaumenmus in gut verschließbare Gläser und fertig ist das selbstgemachte Pflaumenmus.

Pflaumenmus kann aber auch mit Gelierzucker hergestellt werden (bei 3kg Pflaumen werden 500 Gramm Gelierzucker empfohlen). Daneben passen auch Zitronenstreifen, Zimtstangen und Anis geschmacklich perfekt dazu. Für die Zitronenstreifen sollte man eine unbehandelte Zitrone verwenden.

  1. Auch hier werden die Pflaumen gewaschen und entkernt, dann aber in einem Mixer püriert.
  2. Anschließend füllt man die Pflaumenmasse in eine feuerfeste Form und mischt sie mit den anderen Zutaten.
  3. Dieses Pflaumenmus muss etwa 1,5 Stunden im Backofen brutzeln und sollte dabei immer wieder durchgerührt werden.

Das Besondere bei diesem Pflaumenmus: Während des Backens sollte man die Backofentüre nicht komplett schließen - so kocht das Mus besser ein. Dies erreicht man, wenn man zum Beispiel einen Kochlöffel in die Türe des Backofens klemmt. Nach der Backzeit sollte man die Zimtstangen, die Zitronenschalen und wenn möglich auch den Anis aus dem Mus entfernen.

Raffinierte Pflaumenrezepte mit Fleisch

Pflaumen eignen sich nicht nur zum Kuchenbacken. Ihr fruchtiger Geschmack bereichert auch diverse Fleischgerichte.

Hähnchenbrust mit Pflaumen

Neben dem Fleisch und den frischen Pflaumen werden noch weitere Zutaten wie

benötigt. Nach dem Würzen wird das Hähnchenbrustfilet mit dem Schinken umwickelt und in einer Pfanne beidseitig kurz angebraten. Anschließend wird das Fleisch aus der Pfanne genommen und die Pflaumen sowie die anderen Zutaten kurz angebraten.

Alles wird dann in eine Auflaufform geschichtet und im Ofen fertig gegart.

Hähnchen-Pflaumenspieße

Für dieses Gericht werden getrocknete Pflaumen benötigt. Das Hähnchenfleisch wird in kleine Stücke geschnitten und abwechselnd mit Pflaumen und Speck auf einen Holzspieß gesteckt. Anschließend brät man die Spieße in einer Pfanne kurz von allen Seiten an und lässt sie anschließend im Ofen weiter garen.

Für die Sauce benötigt man Brühe, Sahne, Zitronensaft und diverse Gewürze und gibt diese in den Bratenfond. Sobald die Spieße fertig sind, werden sie mit der Sauce serviert.

Gefüllte Wachteln

Auch zum Füllen von Wachteln werden getrocknete Pflaumen verwendet, die in kleine Stücke geschnitten werden. Zusätzlich benötigt man noch Schalotten, Portwein, Eier und diverse weitere Zutaten, die in einer Pfanne kurz angebraten und gewürzt werden.

Mit dieser Mischung werden die Wachteln vorsichtig gefüllt und anschließend von beiden Seiten kurz in einer Pfanne angebraten. Nun kommen die Wachteln in den Ofen, bis das Fleisch gar ist.

Lammhaxe

Für eine exotische Lammhaxe wird neben den Backpflaumen auch Pflaumensaft benötigt. Frische Gewürze runden den Geschmack ab. Der Pflaumensaft bildet die Grundlage der Sauce und wird direkt in die Auflaufform zu den Lammhaxen gegeben. Die Backpflaumen werden kleingeschnitten und erst gegen Ende der Garzeit zu den Lammhaxen in die Auflaufform gelegt.

Rinderrouladen

Die Rouladen werden mit Senf bestrichen, gewürzt und mit Speck belegt. Anschließend rollt man das Fleisch auf. Für die Sauce werden keine frischen Pflaumen, sondern Dörrpflaumen verwendet.

Zusätzlich werden weitere Zutaten wie

zum Kochen der Sauce benötigt.

Tipps zur Lagerung

Zur Aufbewahrung sollte man sie in den Kühlschrank legen, wo sie sich maximal eine Woche lagern lassen. Wickelt man die Früchte zudem in ein feuchtes Tuch ein, verlieren sie kein Wasser.

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  • Zwetschgen © Imagemaker - www.fotolia.de

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