14. Juli 2010
Als Pfirsiche bezeichnet man die süßen Früchte des Pfirsichbaums. Sie gehören zum Steinobst.
Pfirsiche sind süße Früchte, die zum Steinobst gezählt werden. Sie wachsen am Pfirsichbaum (Malum persicum), der zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) gehört.
Der Pfirsichbaum kann eine Höhe bis zu acht Metern erreichen. Er besitzt kahle und gerade Zweige, die auf der Sonnenseite rot gefärbt und auf der Sonnenabgewandten Seite grün sind. Seine lanzettenförmigen Blätter haben eine Länge von acht bis fünfzehn Zentimetern sowie eine Breite von zwei bis vier Zentimetern. Die Blüten, die zumeist einzeln wachsen, erreichen einen Durchmesser von 2,5–3,5 Zentimetern. An ihrem Grund werden sie von Knospenschuppen umgeben. Ihre Entfaltung erfolgt noch vor den Blättern. Die Früchte des Pfirsichbaums, die Pfirsiche, haben zumeist die Form einer Kugel. Ihr Durchmesser beträgt zwischen vier und zehn Zentimetern. Ein typisches Merkmal des Pfirsichs ist eine Längsfurche, die eine gelbe oder blassgrüne Farbe hat. Häufig wird sie von einer samtigen Behaarung bedeckt. Das saftige, dickschichtige Fruchtfleisch weist eine orangefarbene oder blassgrüne Farbe auf. In der Mitte der Frucht befindet sich der Steinkern, der sehr hart ist und über eine dicke Schale verfügt. Die Farbe der Schale ist rot bis gelb. Die Blütezeit der Pfirsiche erfolgt im Monat April.
Man unterteilt die Pfirsiche in gelbfleischige, weißfleischige und rotfleischige Sorten. Zudem wird zwischen steinlösenden und nichtsteinlösenden Arten unterschieden. Eine Mutation der Pfirsiche sind Nektarinen, die im Gegensatz zum Pfirsich, der eine pelzige Schale hat, über eine glatte Schale verfügen. Ihr Fruchtfleisch ist gelb bis hellgelb. Zu den zahlreichen verschiedenen Pfirsichsorten gehören u.a. Dixired, Früher Alexander, Benedicte, Früher Roter Ingelheimer, Revita, Red Haven, der Rote Weinbergpfirsich, der Rote Ellerstädter, der Weiße Ellerstädter sowie South Haven und Suncrest.
Ursprungsort der Pfirsiche ist China. Dort kultivierte man die Früchte bereits um 2000 v. Chr. Über Persien fanden sie ihren Weg nach Griechenland. Später verbreiteten sie die Römer in Mitteleuropa.
Angebaut werden die Pfirsiche in zahlreichen Ländern der Welt, die über ein warmgemäßigtes oder subtropisches Klima verfügen. Das bedeutendste Anbauland in Europa ist Italien, das auch als Pfirsichgarten von Europa bezeichnet wird. Weitere wichtige Anbaugebiete sind Spanien, Frankreich, Griechenland, Südafrika, die Vereinigten Staaten von Amerika, Argentinien, Chile und Australien. Während in den Monaten Mai bis September die Pfirsiche aus Italien, Spanien und Griechenland nach Deutschland eingeführt werden, importiert man sie im Winter aus Argentinien, Chile und Südafrika.
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