7. Juli 2010
Als Honig bezeichnet man ein begehrtes Naturprodukt. Er wird von den Bienen erzeugt.
Honig gehört zu den beliebtesten Naturprodukten. Für seine Erzeugung sind die Honigbienen verantwortlich, die ihn zu ihrer eigenen Nahrungsvorsorge aus Nektar von Blüten oder Honigtau herstellen.
Die Bezeichnung Honig stammt aus dem Indogermanischen und bedeutet soviel wie Goldfarben. Bereits in der Steinzeit wurde er von Menschen verwendet und diente als Süßungsmittel. Honig kann sowohl eine feste, kristallisierte Form als auch eine flüssige Form aufweisen. Gewonnen wird der Honig von den Honigbienen. Sucht eine Biene eine Blüte auf, nimmt sie mit ihrem Saugrüssel entweder Blütennektar oder Honigtau von Baumblättern oder Nadeln auf. Zugleich verdünnt das Insekt den Nektar mit seinem Speichel. Dieser enthält bestimmte Enzyme, die für die Umwandlung des Nektars in Honig wichtig sind. So stellen Nektar und Honigtau lediglich eine Vorstufe des Honigs dar. Nach der Aufnahme des Nektars, transportiert die Biene ihn in ihrem Magen, der die Größe eines Stecknadelkopfes hat. Nachdem der Nektar im heimischen Bienenstock abgeliefert wurde, erfolgt dort die Weiterverarbeitung zu Honig. Dazu übergibt die Sammelbiene den Inhalt ihres Honigmagens an die Stockbienen. In diesem Zustand ist der Honig noch unreif, denn er enthält noch zuviel Wasser und ist dadurch nicht haltbar genug. Die Stockbienen fördern den Reifeprozess des Honigs. Dazu pumpen sie ihn mehrfach aus ihrer Honigblase und lassen ihn aus ihrem Rüssel fließen. Anschließend saugen sie ihn wieder auf. Zusammen mit der warmen Temperatur des Bienenstocks, die bei ungefähr 30 bis 35 Grad Celsius liegt, wird die Verdunstung des Wassers, das sich im Honig befindet, beschleunigt. Gelagert wird der halbreife Honig in den Wabenzellen des Bienenstocks, wodurch weiteres Wasser verdunstet. Außerdem fächeln die Bienen mit Flügeln weitere Feuchtigkeit aus der Luft. Wichtig für die Reifung des Honigs ist auch seine Fermentierung. Zu diesem Zweck wird der Honig immer wieder von den Bienen aus den Depots in ihre Honigmägen gesaugt. Durch diesen Vorgang kommt es zu einer Anreicherung des Honigs mit wertvollen Stoffen wie Enzymen. Durch die Enzyme wird der Zucker des Nektars umgewandelt. Im Laufe des Reifungsprozess kommt es schließlich zur Entstehung des Honigs, der sein typisches Aussehen, seinen Geschmack und seinen Geruch entwickelt. Bevor der Honig endgültig reift, verschließen die Bienen die Wabenzellen mit Wachsdeckeln.
Geerntet wird der fertige Honig von den Imkern. Diese benutzen ein Gebläse, mit dem sie die Bienen durch Räuchern aus den Waben vertreiben. Danach entnehmen sie die eingehängten Rahmen mit den verschlossenen Wabenzellen, in denen sich der Honig befindet. Verbliebene Bienen werden sanft mit einem Feger von den Waben entfernt. Damit die Bienen nicht hungern müssen, gibt ihnen der Imker einen Teil des Honigs wieder zurück. Mithilfe eines Messers oder einer speziellen Gabel öffnet der Imker vorsichtig die verschlossenen Waben, was man als entdeckeln bezeichnet. Anschließend erfolgt das Abschleudern des Honigs mit einer speziellen Zentrifuge. Dabei filtert man den Honig durch ein feines Sieb, damit er von Waben- oder Pflanzenteilen gereinigt wird. Nach der Reinigung des Honigs, füllt ihn der Imker vorsichtig in Gläser ab. Honig lässt sich in der Regel über mehrere Jahre lagern, ohne dass er verdirbt.
Die Aufbewahrung des Honigs muss an einem kühlen und dunklen Ort erfolgen, da die in ihm enthaltenen Enzyme sowie Geruchs- und Geschmacksstoffe kein Licht und keine Wärme vertragen. So lagert man cremigen Honig bei Temperaturen von 10–12 Grad Celsius und flüssigen Honig bei 18–20 Grad Celsius. Die Füllgefäße sollten dabei trocken und gut verschlossen sein, da der Honig stark Wasser anzieht.
Zu den zahlreichen unterschiedlichen Honigsorten gehören u.a. Blütenhonig, Rapshonig, Akazienhonig, Sonnenblumenhonig, Heidehonig, Kleehonig, Lindenhonig, Blatthonig, Waldhonig und Tannenhonig.
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