18. Januar 2010
Als Antibabypille bezeichnet man ein bewährtes Verhütungsmittel. Dieses ist auch unter dem Namen "Die Pille" bekannt.
Ziel und Zweck der Antibabypille, die auch einfach nur als "die Pille" bezeichnet wird, ist die Verhütung einer Schwangerschaft. Durch die regelmäßige orale Einnahme des Präparats kann das Entstehen einer ungewollten Schwangerschaft verhindert werden. Die Pille, die ausschließlich von Frauen eingenommen wird, enthält die weiblichen Hormone Gestagen und Östrogen. Diese entstehen auch im weiblichen Körper auf natürliche Weise und sind für Regelung des Monatszyklus und den Verlauf einer Schwangerschaft zuständig. Östrogen fördert die Eireifung im Eierstock sowie den Follikelsprung. Gestagen wird nach der Befruchtung der Eizelle durch eine Samenzelle des Mannes vermehrt produziert. Dadurch wird die Reifung einer neuen Eizelle verhindert und ein erneuter Follikelsprung unterbunden, sodass die befruchtete Eizelle ungehindert zu einem Embryo heranwachsen kann. Zudem wirken die Gestagene während der Schwangerschaft schützend auf die Eizelle. Diese natürlichen Effekte werden für die Wirkungsweise der Antibabypille genutzt. Die Eireifung und der Follikelsprung werden wie bei einer Schwangerschaft unterdrückt. Zudem wird die Gebärmutter gegenüber Spermien verschlossen. In den meisten Fällen entsteht bei der Einnahme der Pille ein Zyklus, bei dem 21 Tage lang die Pille eingenommen wird. Danach erfolgt eine Pause von sieben Tagen, in der auf die Anwendung der Pille verzichtet wird. Es gibt aber auch den Langzeitzyklus, bei dem man die Pille durchgehend einnimmt.
Die erste Antibabypille wurde im Jahr 1960 in den Vereinigten Staaten von Amerika unter der Bezeichnung Enovid herausgebracht. Kurze Zeit später erschien sie auch in Deutschland. Da sie mit den damaligen Moralvorstellungen zusammenprallte, war ihre Einführung höchst umstritten. Aus diesem Grund verschrieb man sie in Deutschland zunächst nur verheirateten Frauen zur Behandlung von Menstruationsproblemen. In der heutigen Zeit ist die Pille in den westlichen Staaten akzeptiert und gehört zu den wichtigsten Verhütungsmitteln.
Die Antibabypille wird in erster Linie zur Verhütung genutzt. Sie kann aber auch bei Menstruationsbeschwerden, zur Regelung des Monatszyklus sowie gegen Hypertrichose (übermäßige Körperbehaarung) und Akne zur Anwendung kommen. Im Falle von Krankheiten werden die Kosten für die Pille auch von den Krankenkassen übernommen. Ansonsten tragen die Kassen die Kosten nur bei jungen Frauen bis zum vollendeten 20. Lebensjahr. Je nach Präparat und Größe der Packung liegt der Preis normalerweise zwischen 5 und 17 Euro.
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