18. Januar 2010
Antiallergika sollen allergische Reaktionen bekämpfen. Manchmal haben sie aber auch selbst unangenehme Nebenwirkungen.
Antiallergika sind in der Regel sehr hilfreich. Sie können aber verschiedene Nebenwirkungen zur Folge haben. So kann es beispielsweise bei der inneren Anwendung von H1-Antihistaminika der 1. Generation zu starker Müdigkeit kommen, da diese eine sedierende Wirkung haben und auch andere H1-Rezeptoren im Organismus blockieren. Wer H1-Antihistaminika einnimmt, darf also keinesfalls am Straßenverkehr teilnehmen. Darüber hinaus kann es bei innerer Anwendung zu Mundtrockenheit, Sehstörungen, Verdauungsproblemen, Übelkeit, Kopfschmerzen, Schwindelgefühlen, Beklemmungen, Muskelkrämpfen und Störungen bei der Blasenentleerung kommen. Antihistaminika der 2. Generation machen zwar nicht so müde, können aber dennoch Nebenwirkungen wie Mundtrockenheit, Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit, Schwindelgefühle, Bauchschmerzen, Durchfall und Übelkeit verursachen. Zudem sind Haarausfall, Schnupfen, Entzündungen des Rachens, Nasenbluten, Atemnot und Leberfunktionsstörungen in einzelnen Fällen möglich.
Auch Antiallergika wie Mastzellstabilisatoren können zu unerwünschten Nebenwirkungen führen. Dazu gehören Gelenkschmerzen, Hautreaktionen, Reizungen in der Nase, Anschwellen der Zunge, Kopfschmerzen, Husten, Heiserkeit oder Atemnot. Bei der Anwendung als Augentropfen, kann es zu einem Bindehautödem kommen. Ebenso kann der Einsatz von Hemmstoffen für Leukotrien-Rezeptoren Nebenwirkungen wie Hautausschlag, Kopfschmerzen, Bauchschmerzen und Durchfall hervorrufen.
Bei der Anwendung von Glukokortikoiden kommt es hingegen nur gelegentlich zu geringen Nebenwirkungen wie Mundtrockenheit oder Heiserkeit. Bei der Verwendung von Alpha-Sympathomimetika in Form von Nasentropfen sollte man darauf achten, das Präparat nicht länger als zehn Tage zu verwenden, damit es nicht zu einer Schädigung der Nasenschleimhäute kommt. Werden Beta-2-Sympathomimetika eingesetzt, kann es zu innerer Unruhe, Herzrasen oder Zittern kommen. Bei einer Überdosis Theophyllin sind Krämpfe und eine Herzarrythmie möglich.
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