27. November 2004
Von claudia_rothe
Immer wenn wir nach Spanien kommen oder auf die Canarischen Inseln, sind wir begeistert davon, dass man dort unendlich viele kleine Gerichte bestellen kann. Aber was sind Tapas eigentlich, woher kommt der Name und wie ist diese Genussform entstanden?
Der Ursprung der Tapas kommt aus Spanien. La Tapa, was übersetzt "der Deckel" heißt, wurde in Form einer kleinen Untertasse auf die Gläser mit Sherry oder Wein gesetzt und schützte somit vor Fliegen und anderen Insekten. Irgendwann fing man an, ein paar Oliven auf diese Tellerchen zu legen, sowie den berühmten "pata negra". Das ist der beste geräucherte Schinken, von den so genannten Schwarzfußschweinen. Und so entstand die Idee der kleinen Häppchen. Heute bedeutet Tapa nicht mehr "nur" Oliven oder Schinken. Tapas können alles sein. Kleine, saure eingelegte Boquerones (Sardinenfilets), frittierte Mini-Calamare, Papas arrugadas con Mocho (Schrumpelkartoffeln mit der roten Paprikasoße), Ensalada russa (das ist dieser typische Thunfischsalat mit Zwiebeln), Albondigas (kleine Fleischbällchen in Tomatensoße) oder gedämpfte Miesmuscheln, um nur einige typisch spanische Tapas zu nennen.
Am besten sitzt man zum Tapas essen mit ca. 4-6 Personen zusammen und lässt sich stundenlang immer wieder etwas Neues bringen. Und, sehr zum Gegensatz zum typisch deutschen Essverhalten: Nicht jeder bekommt seinen eigenen Tapateller, man teilt sich jede Portion zum probieren! Dann ist für jeden Geschmack etwas dabei und es gibt immer wieder einen Überraschungseffekt, wenn man sich nicht ganz so gut auskennt.
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