7. August 2010
Von Andreas Hadel
Eine Ernährungsweise, die viel Kokosnussöl berücksichtigt, kann laut den Erkenntnissen australischer Wissenschaftler die Auswirkungen einer Insulinresistenz mildern. Man spricht von einer Insulinresistenz, wenn Zellen unseres Körpers nicht mehr auf Insulin reagieren und deshalb Glukose nicht zur Energiegewinnung verwenden. Die Bauchspeicheldrüse schüttet daraufhin noch mehr Insulin aus, um den Blutzuckerspiegel zu senken. Eine hohe Insulinausschüttung kann jedoch zu einer verstärkten Fetteinlagerung führen. So kann bei betroffenen letztendlich Typ-2-Diabetes zum Ausbruch kommen.
Ein Forscher-Team vom australischen "Garvan-Institut für medizinische Forschung" verglich in einer Studie an Mäusen und Ratten die Auswirkung von fettreichen Diäten. Hierbei verabreichten die Wissenschafter den Nagern entweder ein Kokosnussöl-Präparat oder ein Präparat, das aus Schweinefett bestand.
Die Untersuchungsergebnisse zeigten, dass das Kokosnussöl die Einlagerung von Fetten reduziere und gleichzeitig eine effizientere Insulin-Aktivität fördere. D.h. mit weniger Insulin konnte mehr Glukose abgebaut werden.
Die gesättigten Fettsäuren im Kokosnussöl haben zudem eine antimikrobielle Wirkung, die Bakterien und Pilze unschädlich machen kann. Kokosnussöl fördert zudem die Verdauung einiger fettlöslicher Vitamine.
Interessanterweise sind die Fettsäuren im Kokosnussöl in ihren Eigenschaften eher den Kohlenhydraten als anderen Fetten ähnlich. Auf Grund ihrer mittleren Länge (sogenannte MCFAs) sind sie wasserlöslicher und verdaulicher als Fette anderer Nahrungsgruppen. Die Fettsäuren des Kokosnussöls gelangen vergleichsweise schnell in den Blutstrom und werden direkt an die Leber als Energielieferant weitergeleitet, wodurch sie nur in seltenen Fällen in unseren Fettdepots landen können.
Auf Grund ihrer kompakten Länge gelangen die Kokosnussöl-Fettsäuren in die Mitochondrien, den Energiewerken unseres Körpers, wo sie schließlich verbraucht werden. Der übermäßige Verzehr von Kokosnussöl kann jedoch zu einer sogenannten Fettleber führen, wodurch ähnliche Symptome wie bei einer Alkoholleber auftreten können.
Unsere Fettspeicherung hängt maßgeblich davon ab, wie viele Fette wir uns zuführen und wie viele Fette wir zu Energie umwandeln können. Wenn Menschen eine fettreiche Diät befolgen, passt sich der Organismus daran an, indem er seine Fettverbrennungskapazität erhöht. Die Kokosnussöl-Diät führte auf Grund der im Öl vorhandenen mittellangen Fettsäuren zu einer deutlichen Verbesserung der Fettverbrennung.
Um zu verhindern, dass der Genuss von Kokosnussöl zu der Bildung einer Fettleber führt, sollte bei der Ernährung auch Fischöl eine große Beachtung finden. Denn in einigen Untersuchungen konnte festgestellt werden, dass Fischöl die Fettoxidation in der Leber anregt.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
28.12.11 | |
![]() | ÖLE & FETTE |
05.11.11 | |
![]() | ÖLE & FETTE |
20.10.11 | |
![]() | ÖLE & FETTE |
04.10.11 | |
![]() | ÖLE & FETTE |
![]() | ÖLE & FETTE |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Öle & Fette Forum


Kostbaresöl aus mediterranen Früchten - eine Bilderreise auf den Spuren desölbaums durch die schönsten Gegenden ...