19. Mai 2011
Von Andreas Hadel
Wenn man nachts nicht richtig schlafen kann, ist der folgende Tag oft eine reine Folter. Nichts will so richtig leicht von der Hand gehen und die Probleme, die schon im ausgeschlafenen Zustand nicht leicht zu lösen sind, werden zu unüberwindbaren Hindernissen. Schlaf ist die Konstante unseres Lebens, die uns regelmäßig wieder Energiereserven auffüllen lässt und unser Gehirn die notwendige Ruhepause gönnt. Doch was kann man tun, wenn das mit dem Einschlafen einfach nicht klappen will?

Quark und andere Käsesorten enthalten die Aminosäure Tryptophan. Dieser Proteinbaustein sorgt dafür, dass das Hormon Serotonin vermehrt ausgeschüttet wird. Serotonin hat eine entspannende und beruhigende Wirkung auf unser Gemüt. Zudem bringen Magerquark und Hüttenkäse eine hohe Menge an Milchprotein (Casein) auf den Abendbrotteller. Milchprotein wird sehr langsam verdaut, wodurch unsere Muskeln während der Nachtruhe sukzessive mit wertvollen Aminosäuren versorgt werden. Dadurch können Sie sich schneller von ihrer letzten schweren Trainingseinheit erholen.
Die meisten Fitness-Enthusiasten sehen in Haferflocken ein klassisches Frühstücksgericht. Die zarten Flocken sind jedoch auch dann sehr wertvoll, wenn sich der tag zu Ende neigt. Haferflocken sind eine erstklassige Kohlenhydratquelle und Kohlenhydrate sorgen interessanterweise genauso wie die eben erwähnte Aminosäure Tryptophan für die Ausschüttung von Serotonin. Haferbrei mit einem Glas warmer Milch ist daher die ideale Mahlzeit, wenn Sie sich auf einen tiefen und erholsamen Schlaf freuen wollen. Greifen Sie aber vorzugsweise eher zu Vollkornhaferflocken, damit Sie nicht um Mitternacht von Heißhungerattacken aufgeweckt werden. Weiße Haferflocken werden relativ schnell von unseren Organismus aufgespalten und können zum raschen Absenken des Blutzuckerspiegels führen.
Erdnüsse sind nicht nur reich an Eiweißen und Fetten, sondern auch an Niacin. Niacin ist eine weitere Substanz, die eine Serotonin-Ausschüttung anregt. Nüsse sind allerdings nicht gerade kalorienarm, weshalb Sie am Abend nicht mehr als eine Hand voll essen sollten. Es spricht natürlich nichts dagegen, dass Sie alle drei hier aufgeführten Nahrungsmittel beim Abendbrot kombinieren. Denkbar währe beispielsweise, 200g Magerquark mit Nüssen zu verrühren und einige Haferflocken zuzugeben.
Die süßlichen Trauben sind ein zweischneidiges Schwert. Zum einen enthalten Sie Traubenzucker, der uns munter machen kann, und zum anderen sind sie die einzige Frucht, in der man Melatonin finden kann. Und Melatonin spielt eine stabilisierende Rolle für unseren natürlichen Schlafrhythmus. Der Ausweg aus dem Dilemma führt nur über einen nicht all zu späten Genuss der göttlichen Frucht. Essen sie Weintrauben spätestens eine Stunde vor dem Schlafen gehen und Ihren Träumen steht nichts mehr im Wege.
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Cornelia Adam arbeitet seit 1986 als freie Foodjournalistin für bekannte Zeitschriften. Sie hat zahlreiche Kochb...