29. April 2010
Pflanzen enthalten wichtige Heilmittel und Nährstoffe, die unser tägliches Leben bereichern. Einige jedoch, wie etwa Ginkgo biloba, sind nicht ganz risikofrei.
Das Bundesinstitut für Risikobewertung warnt davor, Tees mit Ginkgo-Blättern zu kaufen oder selbst anzurühren. Bei jenen Ginkgo-Tees, die im Umlauf sind, wurden bei einer Studie des Zentrallaboratoriums Deutscher Apotheker hohe Werte an Ginkgolsäure festgestellt. Diese kann Nervenzellen schädigen und schwere Allergien auslösen. Je nach Tee wurden zwischen 48,08 und 98,95 μg Ginkgolsäure gemessen - somit überschreitet bereits eine Tasse die Tageshöchstdosis zum Teil ums Achtzigfache.
Die Warnung gilt allerdings nicht für Arzneimittel aus der Apotheke. Diese müssen grundsätzlich den Anforderungen des Arzneibuches entsprechen und enthalten daher nur einen stark verringerten Anteil an Ginkgolsäure. Sie unterliegen dabei strengen Kontrollen und sind exakt dosiert. Experten streben allerdings an, dass Ginko-Lebensmittel wie Tees aus dem Verkehr gezogen werden.
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