15. August 2005
Kinder sind laut - das ist bekannt und sollte zudem erlaubt sein, denn wann sonst kann man sich so austoben und unbeschwert sein wie als Kind? Doch für schwerhörige Kinder kann Lärm zum Problem werden, insbesondere wenn es um das Verfolgen des Unterrichts geht.
Dass es in Klassenzimmern schonmal lauter werden kann, davon kann sicherlich jeder Lehrer ein Lied singen und auch man selbst erinnert sich sicherlich an die Schulzeit, in der das Quatschen mit dem Tischnachbar manchmal einfach interessanter war als der Unterrichtsstoff.
In manchen Situationen kann der Lärmpegel unter Schülern allerdings zum Problem werden, nämlich dann wenn schwerhörige Kinder in der Klasse sind, die dadurch dem Unterricht nur schwer folgen können.
Zunächst einmal ist es wichtig zu wissen, dass eine Hörminderung auch erst im Laufe des Alters auftreten kann. Wenn die schulischen Leistungen des eigenen Kindes auf einmal schlechter werden und es sich nicht mehr konzentrieren kann und will, muss es nicht gleich Faulheit oder Desinteresse sein. Ein Hörtest beim Hals-Nasen-Ohren-Arzt kann Eltern die Gewissheit geben, ob es sich um eine Verschlechterung des Hörvermögens handelt.
Ist dies der Fall, erscheint die Auswirkung - nämlich Konzentrationsstörungen und schulische Probleme - auf einmal ersichtlich. Dem Schüler oder der Schülerin fällt es zunehmend schwerer, dem Lehrer zu folgen wenn der Lärm der Mitschüler diesen übertönt. Irgendwann kommt der Punkt, an dem Betroffene es aufgeben, dem Lehrer zuhören zu wollen, da es schlichtweg zu anstrengend wird.
Für solche Fälle gibt es spezielle Hörgeräte für Kinder, die das Problem lösen können. Sie fallen mittlerweile kaum auf, sodass die Schüler das Hänseln von Anderen nicht zu fürchten brauchen. Und auch schränken sie die Kinder in deren Alltag nicht ein. Bei der Technik handelt es sich meist um kabellose, also funkbetriebene Geräte, die aus einem Sender und Empfänger bestehen; letzterer ist meist ein kleines Mikrofon, welches unauffällig an der Kleidung des Schülers befestigt werden kann.
Ein verändertes Verhalten des Kindes in der Schule sollte ernst genommen werden und geklärt werden. Handelt es sich um Hörprobleme, so ist ein schnelles Handeln wichtig, damit der oder die Betroffene in seiner/ihrer Entwicklung keine Nachteile erfahren muss und eine unbeschwerte Schulzeit erleben kann.
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