25. Februar 2009
Die Nikotinabhängigkeit äußert sich durch verschiedene Symptome. Die Diagnose kann im Prinzip bereits jeder Betroffene selbst stellen.
Die Nikotinabhängigkeit entsteht durch längerfristiges regelmäßiges Rauchen von Zigaretten.
Das Nikotin in den Zigaretten wirkt auf den Raucher anregend, beruhigend, entspannend und gleichzeitig stimulierend. Der Herzschlag erhöht sich, wodurch auch der Blutdruck steigt. Das Nikotin bewirkt jedoch auch, dass die Durchblutung reduziert wird und die normale Körpertemperatur des Rauchers sinkt. Ferner bewirkt das eingeatmete Nikotin der Zigaretten im Körper eine Gefäßerweiterung, wodurch die Leistungsfähigkeit des Rauchers gesteigert wird.
Hört der Raucher nun auf zu rauchen oder kann über eine gewisse Zeit nicht geraucht werden (zum Beispiel bei einem Langstreckenflug im Flugzeug), entstehen die so genannten Entzugssymptome. Die vormals positiven Merkmale des Nikotins, die der Raucher sofort beim Rauchen bemerkte, wandeln sich durch den Entzug ins Gegenteil um. Raucher, die vom Nikotin bereits abhängig sind und dieses dem Körper über eine gewisse Zeit nicht mehr zuführen, werden nervös, depressiv, aggressiv, haben eine innere Unruhe, können sich nicht mehr konzentrieren, verspüren eine Appetitsteigerung und können nicht mehr richtig schlafen. Zu diesen Symptomen kommt selbstverständlich noch das starke Verlangen nach einer Zigarette hinzu.
Je nachdem, wie viel ein Betroffener geraucht hat, dauern diese Symptome bis zu einem Monat an.
Neben diesen Symptomen bemerken die Raucher ihre fehlenden Zigaretten auch in alltäglichen Situationen wie dem Kaffee nach dem Mittagessen, zu dem immer eine Zigarette geraucht wurde. Auch in Stresssituationen vermisst der ehemalige Raucher seine Zigarette, die ihn früher beruhigen konnte.
Der Körper des Ex-Rauchers muss sich ebenfalls erst an die nikotinfreie Zeit gewöhnen. Der Stoffwechsel arbeitet langsamer, so dass viele ehemalige Raucher mit dem Aufhören des Rauchens auch an Gewicht zunehmen. Viele Raucher haben nach dem Aufhören auch das starke Bedürfnis nach Süßigkeiten, wodurch die Gewichtszunahme noch gefördert wird.
Raucher wissen meist selbst, dass sie von dem Nikotin in den Zigaretten abhängig sind. Für den Arzt steht die Diagnose ebenfalls sofort fest, wenn ihm diese Symptome geschildert werden.
Patienten mit einer Nikotinabhängigkeit werden vom Arzt gründlich untersucht, da viele Raucher bereits Spätfolgen des Rauchens aufweisen. Dazu gehört unter anderem der Raucherhusten, das Raucherbein usw.
Je nachdem, ob bereits Folgeschäden des Rauchens vermutet werden, führt der Arzt im Anschluss an die körperliche Untersuchung noch eine Röntgenaufnahme, eine Ultraschalluntersuchung, eine Blutabnahme, ein EKG oder weitere Untersuchungen durch.
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