22. Januar 2009
Die Ursachen für das Ausbrechen der Herpesbläschen sind vielfältig und bei jedem Betroffenen unterschiedlich. Der Verlauf der Erkrankung ist jedoch bei allen Formen und jedem Betroffenen ähnlich.
Ein Großteil der Menschen infiziert sich bereits im Kindesalter mit dem Herpes-Virus Typ 1. Die Infektion verläuft in diesem Alter jedoch in fast allen Fällen ohne jegliche Symptome. Das Virus nistet sich jedoch dauerhaft im Körper ein und bleibt ein Leben lang dort. Der menschliche Körper kämpft zwar gegen das Virus an, schafft es jedoch nicht, ihn aus zum Körper zu verbannen. Meist siedelt sich das Virus im Bereich des Nervengewebes an und bricht bei bestimmten Situationen oder Erkrankungen regelmäßig wieder aus. Ursachen für das Ausbrechen des Virus können eine harmlose Abwehrschwäche des Körpers sein, ein grippaler Infekt, bei Frauen die monatliche Blutung, Sonneneinstrahlung oder auch eine starke Abneigung gegen eine Situation oder einen Gegenstand. Weitere Ursache kann auch eine Ansteckung durch eine andere Person sein, die Herpesbläschen hat und man zum Beispiel aus einem gemeinsamen Glas trinkt oder Geschlechtsverkehr miteinander hat.
Herpes ist sehr ansteckend. Wer Herpesbläschen am Mund bzw. den Lippen hat, darf keinesfalls seinen Partner küssen, da dieser sonst auch angesteckt wird. Der Herpes im Genitalbereich gehört zu den Geschlechtskrankheiten, die wohl am häufigsten übertragen werden. Auslöser für diese Herpes-Form ist jedoch nicht das Herpes-Virus Typ 1 sondern Typ 2. Es wird durch sexuellen Kontakt übertragen. So lange die Bläschen im Geschlechtsbereich nicht völlig abgeheilt sind, darf demnach kein sexueller Kontakt mit dem Partner bestehen. Egal wo die Bläschen bestehen, sie sollten von dem Betroffenen nicht angefasst werden, da sonst eine Ansteckung an anderen Stellen des Körpers erfolgen kann.
Der Verlauf der Herpes-Infektion ist bei allen Formen ähnlich. Nach etwa ein bis zwei Wochen verkrusten sich die Bläschen bzw. platzen auf und heilen dann folgenlos ab. Sie können jedoch jederzeit wieder auftreten. Komplikation der Herpes-Infektion ist die Mitbeteiligung der Augen. Wenn die Infektion auf eines oder beide Augen übergeht, kann dies zu einer Hornhauttrübung führen und letztlich eine verminderte Sehkraft zur Folge haben. Infektionen am Auge müssen daher immer von einem Arzt behandelt werden, um Sehschäden zu vermeiden. Diese Komplikation tritt überwiegend bei Menschen mit schlechtem Immunsystem, wie zum Beispiel bei Personen, die an Aids oder Krebs erkrankt sind, auf.
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