11. April 2009
Bei einer Tierhaarallergie kann eine Hyposensibilisierungsbehandlung hilfreich sein. Einer Allergie kann man nur bedingt vorbeugen.
Zu Beginn der Behandlung müssen die Patienten sich meist von ihrem Haustier trennen. Dies fällt den meisten Patienten unwahrscheinlich schwer, wenn sie ihr geliebtes Tier abgeben müssen.
Liegen nur leichte allergische Symptome vor, können die Patienten ihre Tiere oftmals behalten, wenn sie einige Vorsichtsmaßnahmen einhalten. Dazu gehört zum Beispiel, dass das Haustier nichts im Schlafzimmer und schon gar nichts im Bett zu suchen hat. Auch wenn das Haustier nicht ins Schlafzimmer kommt, sollte die Bettwäsche regelmäßig in der Waschmaschine gewaschen werden.
Wenn die Patienten Kontakt zu ihrem Haustier haben und es streicheln, müssen sie sich unbedingt sofort danach die Hände waschen und dürfen sich zuvor keinesfalls über das Gesicht streichen. Sie würden sonst auf direktem Wege die Haare einatmen.
Grundsätzlich eignen sich glatte Fußböden für Allergiker besser als Teppichböden. Zu glatten Böden zählen zum Beispiel Fliesen oder Parkett. Die Böden sollten regelmäßig abgesaugt und möglichst einmal täglich feucht gewischt werden. Auch wenn diese Maßnahmen alle befolgt werden, sollten die Patienten keinen zu engen Kontakt zu ihren Haustieren haben.
Neben all diesen Maßnahmen gibt es auch diverse Präparate, die die akuten Symptome erleichtern. Dazu zählen Allergietabletten, die so genannten Antihistaminika oder auch Tropfen für Augen und Nase.
Häufig wird vom Dermatologen auch eine Hyposensibilisierung empfohlen. Bei dieser Behandlung, die sich über drei Jahre erstreckt, wird dem Patienten sein Allergie auslösender Stoff unter die Haut gespritzt. Begonnen wird mit einer minimalen Dosis, die bei guter Verträglichkeit von Sitzung zu Sitzung langsam gesteigert wird. Gegen Ende der Behandlung sind die Symptome einer Haustierallergie oftmals verschwunden.
Um eine Allergie zu verhindern, empfehlen Hebammen und Kinderärzte, die Säuglinge mindestens ein halbes Jahr lang voll zu stillen. Danach sollte monatsweise mit der Einführung der Beikost begonnen werden und die übrigen Mahlzeiten weiter gestillt werden. Zusätzlich sollten einige Produkte wie Weizenmehl oder Beeren im ersten Lebensjahr überhaupt nicht verabreicht werden, um die Entstehung einer Allergie zu vermeiden.
Bevor Eltern ihren Kindern ein Haustier kaufen, sollten die Kinder mehrfach Kontakt zu der Tierrasse haben. Reagiert ein Kind allergisch, so bemerkt man dies meist bereits, wenn das Kind das Tier auf dem Schoß hat oder damit spielt. In diesem Fall sollten die Eltern ein anderes Haustier suchen, auf das das Kind nicht allergisch reagiert. Für die Kinder ist dieses Vorgehen weitaus einfacher, als wenn sie ihr geliebtes Tier aufgrund einer Allergie wieder abgeben müssen.
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