26. Oktober 2007
Von Anne Fünfstück
Viele Menschen leiden unter verschiedenen Allergieformen. Eine dieser Unverträglichkeiten richtet sich auch gegen das Fell unserer vierbeinigen Gefährten. Doch was tun, wenn man trotz Allergie mit einem Haustier leben möchte?

Fast alle haarigen Tiere dieser Welt, tragen verschiedene Formen von Allergenen in ihrem Fell, Schweiß oder Urin. Diese Allergene sind winzig klein und verteilen sich rasant über die Luft. Die Allergieauslöser schweben ähnlich wie Pollen und Staub durch die Atmosphäre und gelangen dadurch sogar an Ort, an denen nie ein Tier gewesen ist.
Somit ist auch der übliche Rat zur Abschaffung des Tiers, in einem Haushalt in dem ein Allergiker lebt, völlig veraltet. Es bringt nicht viel sich vom geliebten Vierfüßler zu trennen, wenn man den Allergenen doch überall ausgesetzt ist. Eine Studie bewies zudem vor einigen Jahren, dass nur die wenigsten Tierhaarallergiker mit eigenem Haustier, bereit wären sich für ihre eigene Gesundheit vom geliebten Mitbewohner zu trennen. Viele Allergiker behielten ihre Haustiere trotz der Gefahr, asthmatische Anfälle zu erleiden oder noch schlimmer Auswirkungen über sich ergehen zu lassen. Die Liebe zu den aufmerksamen Zeitgenossen ist bei Betroffenen oft so groß, dass diese nicht einmal ausschließen konnten, sich nach dem Tod ihres tierischen Kameraden ein neues Haustier an ihre Seite zu holen.
Doch durch intensive Forschung und nie endende Versuche gelang es den Allergologen auch für diese Unverträglichkeit eine Immuntherapie zu entwickeln. Ähnlich wie bei der Pollen- oder Hausstauballergien wird der Körper gegen das Allergen immunisiert. Die Hyposensibilisierung ist eine Immuntherapie, die nicht von allen Hautärzten oder Allegologen durchgeführt wird. Bei dieser Form der Allergiebekämpfung, wird der Allergiker in vielen Sitzungen über einen Zeitraum von drei Jahren einer ständig wachsenden Menge der Allergene ausgesetzt. Die meisten Mediziner verlangen von den Tierbesitzern in diesem Zeitraum die Abschaffung des Haustieres, da der Patient in diesen drei Jahren nur während der Behandlungen den Allergenen ausgesetzt werden soll.
Des weiteren raten verschiedene Ärzte den standhaften Allergikern die sich nicht vom eigenen Tier trennen wollen, ganz besonders viel Acht auf Reinlichkeit zu legen. Die regelmäßige Reinigung der eigenen vier Wände ist sehr wichtig um allergischen Anfällen aus dem Weg zu gehen. Doch der häufige Gebrauch des Staubsaugers kann wiederum kontraproduktiv auf den Allergiker einwirken. Die Allergene werden durch den Staubsauger aufgewirbelt und legen sich dann schneller durch das Einatmen, in der Lunge des Betroffenen ab. Auch wenn es einigen Herrchen und Frauchen schwer fällt, sollte das liebe Getier aus dem Schlafzimmer verbannt werden und auch alle Gegenstände sowie Kleidung, die mit dem Fell in Kontakt waren sind vom Bett fern zu halten um zumindest eine ruhige Nacht zu gewährleisten.
Viele Hautärzte raten ihren Patienten ein gewöhnliches Heuschnupfenmittel einzunehmen, das zwar nicht das Allergen beseitigt aber ein problemloses Atmen ermöglicht. Zudem wird empfohlen die Tiere regelmäßig mit speziellem Tier-Shampoo zu waschen um die Neubildung der Allergene zu verringern. Wenn dann auch die Vielzahl an Allergieblockern der hiesigen Apotheken nicht geholfen hat, heilt eventuell die Zeit alle Wunden. Denn es wird immer wieder von Fällen berichtet, in denen die Tierhaarallergie von alleine wieder verschwunden ist.
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