21. Februar 2009
Von K. Schumann
Der anaphylaktische Schock ist eine Überreaktion des Immunsystems, die nach Kontakt mit einem Allergen ablaufen kann. Innerhalb kürzester Zeit kann es zu Kreislauf- und Atemstillstand kommen.
Eine Allergie ist eine Überempfindlichkeit gegenüber bestimmten Stoffen (z.B. Pollen, Nüsse), die an sich normalerweise überhaupt nicht schädlich sind. Diese Stoffe bezeichnet man dann auch als Allergene oder Antigene. Körpereigene Abwehrstoffe greifen diese Antigene an und es kommt zur so genannten Antigen-Antikörper-Reaktion mit der Folge einer überschießenden Immunantwort.
Der anaphylaktische Schock ist die drastischste allergische Reaktion vom Typ I, dem Soforttyp. Der Organismus reagiert bei Kontakt mit dem Antigen sofort mit einer schweren allergischen Sofortreaktion (Anaphylaxie). Wie heftig die allergische Reaktion abläuft ist abhängig von der Wirkung des Allergens auf den Patienten. War der Kontakt mit dem Allergen nur äußerlich z.B. auf der Haut läuft die Reaktion meist schwächer ab, als wenn das Allergen in die Blutbahn aufgenommen wurde (z.B. bei einem Bienenstich).
Innerhalb von Sekunden bis Minuten treten die ersten Symptome wie Juckreiz, Quaddeln, Ödeme oder Rötungen auf. Zu den Frühsymptomen der Anaphylaxie gehört ein Brennen auf und unter der Zunge sowie im Rachenraum. Kommen zudem noch Symptome wie Schwindel, Kopfschmerzen oder Angst hinzu, sollte schnellstmöglich ein Rettungswagen gerufen werden, denn die Anaphylaxie kann zum lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock führen. Innerhalb von kurzer Zeit kann es durch eine Gefäßerweiterung zu Blutdruckabfall und einer Tachykardie (Herzschlag >100 Schläge/Minute) kommen. Der Kreislauf bricht komplett zusammen. Zudem kann durch Spasmen in den Bronchien Atemnot auftreten.
Im Falle eines anaphylaktischen Schocks ist schnelles Handeln wichtig. Damit das Blut nicht in den Beinen versackt und lebenswichtige Organe wie das Gehirn weiter versorgt werden, sollte der Betroffene in Schocklage gebracht werden. Der Körper des Betroffenen sollte flach gelagert werden, Oberkörper und Kopf sollten tiefer liegen. Falls noch nicht geschehen, sollte spätestens jetzt der Notarzt verständigt werden. Beruhigen Sie den Betroffenen und kontrollieren Sie bis der Notarzt eintrifft Bewusstsein, Puls und Atmung.
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