16. April 2009
Eine Allergie kann auf verschiedene Art und Weise behandelt werden. Vorbeugen kann man einer Allergie nur bedingt.
Die einfachste Möglichkeit, eine Allergie zu behandeln, ist, den Allergie auslösenden Stoff zu meiden. Wer beispielsweise auf Hundehaare allergisch ist, kann den Kontakt zu Hunden meiden. Wer hingegen gegen Pollen allergisch reagiert, kann diese nicht so einfach meiden.
Hier besteht die Möglichkeit einer Hyposensibilisierung. Nicht jede Allergie kann jedoch mit dieser Methode behandelt werden, da nicht alle Allergene in künstlicher Form zur Verfügung stehen. Die Behandlung geht meist über drei Jahre. Der Patient muss regelmäßig in die Arztpraxis bekommen und bekommt geringe Mengen seines Allergie auslösenden Stoffes gespritzt. Begonnen wird mit einer sehr geringen Menge, die jedoch gesteigert wird, wenn der Patient sie gut verträgt. An der Einspritzstelle kann eine Rötung auftreten. In seltenen Fällen entwickelt der Patient auch bei dieser Behandlung einen anaphylaktischen Schock, so dass eine ärztliche Nachbeobachtung nach der Behandlung zwingend notwendig ist. Die Patienten müssen in der Regel noch eine halbe Stunde in der Arztpraxis bleiben. Fühlen sie sich nach dieser Zeit gut, wird ein Termin für die nächste Behandlung ausgemacht.
Allergien können auch mit Medikamenten gelindert werden. Die Medikamente wirken jedoch nur gegen die Symptome der Allergie, die Allergie selbst wird dabei nicht behandelt. Hier gibt es unter anderem Tabletten (so genannte Antihistaminika) und Nasensprays. Auch Lösungen zum Inhalieren sind erhältlich. Der Nachteil der Tabletten ist, dass sie meist sehr müde machen.
Einige Allergien können auch mit homöopathischen Mitteln oder Akupunktur behandelt werden. Dazu zählt zum Beispiel der Heuschnupfen. Bei der Akupunktur werden feine Nadeln in bestimmte Stellen des menschlichen Körpers gestochen. Diese lösen im Körper eine Reaktion aus und sollen so die Allergie behandeln. Bis ein Erfolg zu sehen ist, sind meist mehrere Akupunktursitzungen notwendig.
Kann eine Allergie mit Homöopathie behandelt werden, wird dem Patienten Blut abgenommen. Das Blut wird mit einem Medikament vermischt und dem Patienten in steigender Dosis wieder gespritzt.
Hebammen und Kinderärzte empfehlen, die Säuglinge ein halbes Jahr voll zu stillen und danach langsam jeden Monat eine Mahlzeit durch Beikost zu ersetzen. Zusätzlich sollte im ersten Lebensjahr auf glutenhaltige Lebensmittel sowie zum Beispiel auf Tomaten, Beeren usw. verzichtet werden. Diese Maßnahmen können häufig Allergien verhindern. Besonders Eltern, die selbst Allergiker sind, sollten das Kind möglichst lange stillen.
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Der Ratgeber Strategien für Nahrungsmittelallergiker von Wolfgang Jorde und Isabel Wilden.