16. April 2009
Eine Allergie kann völlig unterschiedliche Symptome auslösen. Die Diagnose stellt in der Regel der Haus- oder Hautarzt.
Liegt eine Allergie vor, reagiert das menschliche Immunsystem auf einen sonst völlig harmlosen Stoff. Der Stoff wird Allergen genannt. Meist tritt die Allergie erst dann auf, wenn der Mensch zuvor bereits einmal Kontakt mit dem Allergen hatte. Allergien können gegen fast alle Stoffe, Pflanzen, Tiere und Substanzen bestehen. Je nachdem, wogegen der Mensch allergisch reagiert, fallen auch die Symptome und Beschwerden unterschiedlich aus. Auch wie schnell die Symptome auftreten, ist völlig unterschiedlich.
Allergien können zum Beispiel Husten, Schnupfen, tränende Augen, Hautausschläge, Atemnot, Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall oder Erbrechen, Blutdruckabfall und Herzbeschwerden auslösen. In sehr schweren Fällen kann sich auch ein lebensgefährlicher anaphylaktischer Schock bilden. Die Patienten sind hier oftmals bewusstlos und entwickeln ein Herz-Kreislauf-Versagen, das tödlich enden kann.
Wenn ein Patient diese Symptome schildert, tippt der Arzt meist sofort auf eine Allergie. Da es jedoch mehrere tausend Allergene gibt, auf die der Patient allergisch reagieren könnte, ist die genaue Diagnosestellung oftmals nicht einfach. Der Arzt befragt den Patienten, welche Lebensmittel kurz vor Ausbruch der Allergiesymptome verzehrt wurden, ob Kontakt zu Tieren oder Pflanzen bestand usw.
Der Arzt untersucht den Patienten gründlich und führt eine Blutabnahme durch. Im Blut können bestimmte Antikörper bestimmt werden, die der erste Schritt zur Diagnosestellung sein können.
Zusätzlich wird auch ein Allergietest durchgeführt. Hier gibt es unterschiedliche Testverfahren. Beim so genannten Pricktest werden verschiedene mögliche Allergie auslösende Lösungen auf den Unterarm des Patienten geträufelt. Die Haut wird leicht eingeritzt, damit die Substanz in den Körper gelangen kann. Reagiert der Patient allergisch auf einen oder mehrere Stoffe, verfärbt sich die jeweilige Hautstelle rot.
Da nicht alle möglichen Allergie auslösenden Stoffe getestet werden können, ist es durchaus möglich, dass der Allergietest negativ ausfällt. Dies bedeutet dann jedoch nicht, dass keine Allergie vorliegt. Der Patient muss in diesem Fall einen Allergiekalender führen und genau notieren, wann welche Beschwerden auftreten.
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