Atkins-Diät

Verzicht auf Kohlenhydrate

Die Zufuhr von Kohlenhydraten wird bei dieser von Robert C. Atkins entwickelten Diät stark reduziert. Kohlenhydrate gelten laut Atkins als Dickmacher, daher sollen vor allem eiweißreiche und fettreiche Lebensmittel konsumiert werden.

Drei Spieße mit Fleisch und Gemüse auf Teller
Grilled meat and vegetables © Jacek Chabraszewski - www.fotolia.de

Die Atkins-Diät ist eine Methode zur Gewichtsreduzierung durch Reduktion der Kohlenhydrate. Die Energie, die der Körper braucht, soll durch Proteine und Fette geliefert werden.

Die Atkinsdiät ist nach ihrem Erfinder Robert Atkins benannt. Proteine liefern zwar auch Energie, können vom Körper aber nicht gespeichert werden. Der Körper soll dadurch angeregt werden, das körpereigene Fett zu verbrennen.

Die vier Phasen der Atkins-Diät

Die Diät ist in vier verschiedene Phasen unterteilt, in denen die Zufuhr an Kohlenhydraten allmählich gesteigert wird:

  • Phase I (Einleitungsdiät)
  • Phase II (grundlegende Reduktionsdiät)
  • Phase III (Vor-Erhaltungsdiät)
  • Phase IV (lebenslange Erhaltungsdiät)

Die in der letzten Phase der Diät vorgegebene Menge an Kohlenhydraten soll ein Leben lang beibehalten werden. Die Kohlenhydrate sollen vor allem in Form von Gemüse eingenommen werden. Fette sollen bei dieser Diät in Ketonkörper umgewandelt werden. Es wird davon ausgegangen, dass eine Anreicherung des Blutes mit Ketonkörpern das Hungergefühl bremst.

Nahrungsmittelergänzung als fester Bestandteil

Ketonkörper entstehen immer dann, wenn der Körper keine Energie von außen bekommt und die körpereigene Energie nutzen muss. Durch die sehr einseitige Ernährung kann ein Vitamin- und Mineralienmangel entstehen. Dieser soll nach der Vorstellung von Atkins durch Nahrungsergänzungsmittel ausgeglichen werden.

Fazit: eher nicht zu empfehlen

Es liegen wenige bis gar keine Studien vor, die die Wirksamkeit dieser Diät belegen. Es kommt zwar zu einer Gewichtsreduzierung, die aber sehr gering ist und eher darauf zurückzuführen ist, dass der Betroffene generell weniger isst. Im Grunde soll eine Gewichtsreduzierung durch eine Unterversorgung erreicht werden.

Da der Organismus aber einen bestimmten Energiebedarf am Tag decken muss, um alle Funktionen ausführen zu können, muss ihm diese Energie auch zugeführt werden. Ernährungswissenschaftler warnen sogar vor schweren gesundheitlichen Beeinträchtigungen oder sogar Schäden, wie Nierenversagen, Leber- oder Zellschäden.

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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