19. April 2010
Als Brüste (Mammae) bezeichnet man sekundäre Geschlechtsmerkmale der Frau. Sie bestehen aus der Brustdrüse sowie Binde- und Fettgewebe.
Zu den sekundären Geschlechtsmerkmalen der Frau gehören die Brüste (Mammae), die aus Fettgewebe, Bindegewebe und der Brustdrüse (Glandula mammaria) bestehen. Über die Brustdrüse wird Muttermilch in Form von Sekret durch einige Ausführungsgänge, die auf der Brustwarze münden, abgesondert. Auch Männer verfügen über Brüste, die aber deutlich geringer ausgeprägt sind und nicht die Aufgaben der weiblichen Brüste haben.
Zu den wichtigsten biologischen Funktionen der weiblichen Brust gehört das Stillen von Säuglingen mit Muttermilch. Darüber hinaus gilt ihre sexuelle Anziehungskraft auf einen männlichen Partner als weitere wesentliche Aufgabe.
Die weiblichen Brüste bilden sich erst während der Pubertät aufgrund von hormonellen Umstellungen heraus. Im Verlauf einer Schwangerschaft und Laktation sondert die Brustdrüse Milch ab. Mit zunehmendem Alter kommt es zu einer Reduzierung von Binde- und Fettgewebe, wodurch sich Größe und Form der Brüste verändern.
Die Position der Brust befindet sich unter der Haut auf dem kleinen und großen Brustmuskel, wo sie sich von der zweiten bis zur siebten Rippe erstreckt. Die weiblichen Brüste können die verschiedensten Größen und Formen aufweisen, was von dem Anteil an Binde- und Fettgewebe sowie genetischen Faktoren abhängt. Ebenso können hormonelle Schwankungen während der Menstruation oder Hormonveränderungen einen Einfluss auf Größe und Form der Brüste haben.
Zusammengesetzt wird die weibliche Brust aus Brustwarze, Warzenhof und Brustdrüsenkörper. Die Brustdrüse wiederum besteht aus Bindegewebe, Fettgewebe sowie fünfzehn bis zwanzig Einzeldrüsen. In jeder dieser einzelnen Drüsen befindet sich ein Ausführungsgang, der Hauptmilchgang genannt wird. Sämtliche Hauptmilchgänge münden in der Brustwarze. Kurz vor der Mündung befindet sich eine Aufweitung, die man als Sinus lactiferi bezeichnet. Diese dient während der Stillzeit als Milchreservoir. Zudem gibt es in jeder Einzeldrüse mehrere durch Mantelgewebe von einander abgegrenzte Drüsenläppchen (Lobuli). Deren Ausführungsgänge münden in die Hauptmilchgänge.
In der Mitte der Brust befindet sich der Warzenhof (Areola), in dessen Zentrum wiederum die dunkel- bis hellrote Brustwarze (Mamille) liegt. Durch die Brustwarzen wird nach der Schwangerschaft Muttermilch abgesondert. Außerdem kann es bei ihrer Berührung zu einer Anregung des Geschlechtstriebs kommen.
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