Urlaubszeit und die korrekt bestückte Reiseapotheke

Roter Verbandskasten mit weißem Kreuz, "First Aid/Erste Hilfe"

Insektenstiche, Durchfall oder Zahnschmerzen sind unangenehm und können gerade im Urlaub doppelt so schwer belasten wie zuhause. Damit man für die eine oder andere Beschwerde gut ausgerüstet ist, sollte man sich eine kleine Reiseapotheke zusammenstellen. Diese ist gerade auch bei Reisen mit Kindern wichtig, die doch öfter mal ein "Wehwehchen" haben und nach Linderung fordern.

Durchfall und Erbrechen

Hier sollte man nach Alter auswählen. Für Erwachsene gibt es einerseits Tabletten mit dem Wirkstoff Loperamid, die den Darm beruhigen und auch als Lutschtabletten erhältlich sind. Neu ist ein Kombinations-Präparat aus Loperamid und Simeticon. Dieser zweite Wirkstoff lässt Bauchkrämpfe und Blähungen rascher verschwinden, die gerade bei Durchfällen meistens als begleitende Symptome mit auftreten. Da man bei Durchfall und Erbrechen wichtige Elektrolyte ausscheidet, stellen Elektrolyt-Pulver die innere Balance mit einem Salz-Zucker-Mix wieder her. Reist man mit einem Baby, dann hilft ein Saft oder Tropfen mit pflanzlichem Uzara gegen den Durchfall.

Fieber und Schmerzen

Gegen diese Beschwerden sollte man die persönliche Reiseapotheke mit einem Saft, Tropfen oder Tabletten ausrüsten, die entweder Paracetamol, Iboprofen oder Acetylsalicysäure enthalten. Für Kinder bewährt sich der gut schmeckende Nurofen-Saft am besten.

Wunden

Zum Desinfizieren kleinerer Wunden eignet sich eine Tinktur aus Jod oder Alkohol. Salben aus medizinischem Honig, Zink-Hyaluronat oder auch Echinacea und Calendula unterstützen den Heilungsprozess der Verletzung.

Prellungen und Verstauchungen

Ob beim Sprung in die kühlen Fluten oder beim Ball spielen, schnell ist man umgeknickt und eine Prellung oder Verstauchung taucht auf. Neben einer Schonung des betreffenden Körperteils bewähren sich hier Salben mit Heparin oder Diclofenac. Auch Beinwell und Arnika lindern die Schwellungen und helfen zur rascheren Genesung bei.

Schwindel, Übelkeit und Brechreiz

Im Auto, Flugzeug oder Bus, ohne Schaukelbewegungen geht es selten. Hier stellen sich dann sehr leicht Schwindelgefühle, eine Übelkeit oder gar ein Brechreiz ein. Sehr gut helfen dann Kapseln, Dragees, Zäpfchen oder Sirup mit dem Wirkstoff Dimenhydrinat. Der Wirkstoff wirkt sich als regulierend auf das Brechreizzentrum aus und stoppt bereits nach 15 bis 30min den Brechreiz, beruhigt den "drehenden" Magen und kann schon Kindern ab einem Gewicht von 6kg gegeben werden.

Abgerundet wird die Reiseapotheke mit den persönlichen Medikamenten, die man in der Regel zu sich nimmt. Insulin, Anti-Babypille oder Herzmedikamente sollten auf ihre Haltbarkeit untersucht werden und auch auf die benötigte Menge, so dass die Medikamente auch über den Zeitraum des Urlaubs in genügender Anzahl vorhanden sind. Wer möchte kann sich auch in der Apotheke hinsichtlich homöopathischer Mittel beraten lassen und das eine oder andere Präparat ergänzend mit in die Reiseapotheke einpacken. Gesunden Urlaub!

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Trousse de secours © lionel VALENTI - www.fotolia.de

Autor:

Viola Reinhardt - Artikel vom

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