Diskotheken und Clubs - Arten, Merkmale und ungeschriebene Regeln für den Disco-Besuch

Gruppe junger Leute auf Party hebt Arme beim Tanzen

Was anziehen, wann hingehen? Was man über eine Diskothek sowie vor dem Discobesuch wissen sollte

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  • von Paradisi-Redaktion

Wer ausgehen und dabei nicht auf Tanzen und auch etwas lautere Musik verzichten möchte, wird sich in der Regel für eine Disco bzw. einen Club entscheiden. Der Abend startet in solch einer Location jedoch in der Regel nicht vor 23 Uhr. Bei der Auswahl des passenden Clubs wird man sich vor allem am dortigen Musikstil - gespielt vom DJ - orientieren. Informieren Sie sich über unterschiedliche Arten von Diskotheken und Clubs und lernen Sie die ungeschriebenen Regeln für deren Besuch kennen.

Clubs und Discos: Merkmale und Arten

Bei einer Disco bzw. Diskothek oder auch Club handelt es sich um einen Gastronomiebetrieb, der seinen Gästen zudem Tanzmöglichkeiten in Form einer Tanzfläche bietet. Die dazu passende Musik stammt vom Tonträgern und wird von dort arbeitenden DJs gespielt.

Diskotheken sind in der Regel an den Wochenenden geöffnet, allerdings meist nicht vor 23 Uhr. Zielgruppen sind meist jüngere Gäste; Zutritt haben diese ab 18 Jahren. Ausnahmen bilden Veranstaltungen so genannter Kinderdiscos, die dem Nachwuchs nachmittags für ein paar Stunden zur Verfügung stehen.

Neben dem Tanzen steht in Discos vor allem der Verzehr von Drinks im Vordergrund. Zudem wird hier gerne geflirtet; neue Menschen kennen zu lernen, ist in Clubs besonders einfach.

Bei den Veranstaltungsräumen handelt es sich in der Regel um geschlossene Räumlichkeiten, wie zum Beispiel

  • Lofts
  • Keller
  • Fabrik- oder Lagerhallen
  • umgebaute Wohnhäuser oder
  • spezielle Zweckbauten.

Es gibt unterschiedliche Arten, die sich grundsätzlich durch die verschiedenen Musikstile voneinander abgrenzen. So gibt Discos, die sich beispielsweise nur auf

  • Schlagermusik
  • Techno
  • Electro und Dance
  • Rock und Metal oder
  • Pop und Charthits

spezialisieren. Im Bereich des Techno ist in diesem Zusammenhang besonders von Clubs die Rede. Zudem ist dieser Betriff vor allem in Großstädten gängiger als die "Disco".

Beliebt sind besonders auch Großraumdiskotheken. Dabei gibt es mehrere Tanzebenen, die voneinander getrennt sind und in denen auch unterschiedliche Musik aufgelegt wird. Zudem können separate Ruhe- oder teils auch Speiseräume Teil der Diskothek sein.

Zu nennen sind auch so genannte Wanderdiskotheken. Bei diesen werden verschiedene Veranstaltungsgelände, Festzelte oder Räumlichkeiten von den Veranstaltern gemietet, um dort bestimmte Tanzevents anzubieten. Im Gegensatz zu festen Gebäuden müssen diese Veranstaltungen in der Regel früher geschlossen werden; gängige Clubs schließen nicht selten erst in den frühen Morgenstunden.

Je nach Musikstil und Ambiente gibt es mehr oder weniger strenge Einlasskontrollen durch Türsteher. So wollen die Betreiber sichergehen, dass das Publikum zur Einrichtung passt; auch betrunkene Besucher können auf diese Weise aussortiert werden.

Was die Einrichtung einer Diskothek angeht, so richtet sich diese ebenfalls nach der Musik und Zielgruppe. House-Clubs sind dabei gänzlich anders aufgebaut als beispielsweise solche, in denen Rock gespielt wird.

Grundsätzlich gibt es mehrere Sitzgelegenheiten, die sich meist um die Tanzfläche herum legen. Zudem ist eine - bzw. je nach Größe mehrere - Bar zu finden, an denen man sich die Getränke holen kann.

Typisch für Großraumdiskotheken sind teils sehr aufwendige technische Installationen samt

  • Scheinwerfer
  • diversen Lichteffekten
  • Nebelmaschinen
  • Laser
  • Soundanlagen
  • etc.

Meist gibt es ein geringes Eintrittsgeld, in dem dann häufig auch noch ein Freigetränk mit drin ist. Die anderen Drinks werden dann entweder mit Geld oder durch Wertmarken, die man vorher kauft, bezahlt.

Die aufgelegte Musik durch den DJ ist somit das wichtigste an einer Discothek
Die aufgelegte Musik durch den DJ ist somit das wichtigste an einer Discothek

Typische Angebote

In einer Disco kann man

  • Musik hören
  • Tanzen
  • soziale Kontakte pflegen
  • etwas trinken

In kleineren Clubs sind hin und wieder auch Musikwünsche an den DJ möglich. Dieser ist in der Regel abgegrenzt zur tanzenden Menge vorzufinden, oftmals beispielsweise auf einer etwas höheren Etage.

Handelt es sich um eine angesagte, moderne Disko, die auch als Szene- oder Edeldisco bezeichnet wird, kann es vorkommen, dass bezüglich der Gästeauswahl strenge Richtlinien erfolgen. In solchen Einrichtungen lassen sich hin und wieder auch Prominente blicken, die dann in einer VIP-Lounge unterkommen.

Getränke und Sonstiges

Das Angebot an Getränken in einer Diskothek lässt keine Wünsche offen. Hier finden sich vor allem sämtliche beliebte Angebote an

Auch einen Wein wird man hier bekommen, ebenso natürlich auch alkoholfreie Drinks in Form von Cocktails, aber auch als Wasser sowie Softdrink. Es gibt Clubs, die regelmäßig besondere Veranstaltungen bzw. Angebote im Programm haben, wie etwa

  • der Auftritt eines Gast-DJs
  • Schaumpartys
  • Poolpartys
  • diverse Mottopartys
  • Silvester-/Weihnachtspartys etc.
  • Tanzvorführungen
  • Partyspiele
  • Happy Hours
  • Tage mit niedrigeren Getränkepreisen
  • Lady's bzw. Gentlemen's Night

Einen guten Club erkennen

Nichts ist frustrierender als ein misslungener Partyabend. Man hat eine Menge Geld für Getränke, Taxi und Eintritt bezahlt und verlässt den Club trotzdem nach kurzer Zeit mit schlechter Laune.

Leider kann man meist nicht von außen sehen, ob eine Diskothek gut oder eher verbesserungsfähig ist. Daher muss man sich an anderen Dingen orientieren, um die Qualität der Location richtig einschätzen zu können.

Auf Mundpropaganda von Freunden und Bekannten hören

Die zuverlässigste Quelle ist nach wie vor die Mundpropaganda. Wenn viele Leute mit demselben Musikgeschmack ständig von einem Club schwärmen, so kann man sich ziemlich sicher sein, dass man selbst dort auch Spaß haben wird.

Selbstverständlich darf man sich dabei nicht auf Radiowerbung oder die Aussagen von irgendwelchen Promotionmitarbeitern verlassen. Solche Leute erzählen alles, sofern sie dafür bezahlt werden. Daher gilt: nur auf das Urteil von Freunden und Bekannten vertrauen.

Auf den Dresscode und die Türsteher achten

Ein guter Club hat darüber hinaus auch gute Türsteher. Man sollte sich also einmal die Zeit nehmen und unauffällig beobachten, wer hereingelassen wird und wer nicht.

Ist man selber eher der lockere Partytyp, so sollte man sich vielleicht nicht unbedingt vor einer Disco anstellen, bei der nur top-gestylte Gäste mit Markengarderobe Zutritt haben. Vielleicht kommt man selbst zwar an den Türstehern vorbei, ob man dann jedoch auch Spaß im Club hat, ist eher zweifelhaft.

Sicherheit geht vor

Bei der Beurteilung einer Diskothek sollten jedoch nicht nur solche Dinge wie Stil und Publikum eine Rolle spielen. Die Sicherheit geht auch beim Feiern vor, weshalb es ratsam ist, ein Auge auf die verschiedenen Notausgänge zu haben. Je mehr vorhanden sind, desto besser

Leider kann man als Gast nicht testen, ob die Türen abgesperrt sind, da sonst ein Alarm losgeht. Man kann jedoch an der Kasse oder im Büro nachfragen, wann die Anlage zuletzt vom TÜV oder einer anderen unabhängigen Institution abgenommen wurde.

Qualität und Preise der Getränke abschätzen

Zu guter Letzt spielen in einer Disco auch die Getränke eine große Rolle. Schick und lecker sollten sie sein, ohne dabei das Budget zu sprengen. Ein Blick hinter den Tresen verrät, ob hier mit Billigalkohol oder mit Markenware gearbeitet wird.

Auch Discountgetränke können qualitativ in Ordnung sein, das muss sich dann jedoch auch sehr positiv auf den Preis niederschlagen. Horrende Preise sind nur dann einigermaßen gerechtfertigt, wenn für jeden Drink namhafte Schnäpse, Säfte und Limonaden verwendet werden und wenn jedes Glas eine entsprechende, liebevolle Deko erhält.

Einen guten Club zu erkennen ist nicht immer einfach
Einen guten Club zu erkennen ist nicht immer einfach

Ungeschriebene Regeln für einen Discobesuch

Für Diskotheken und Clubs gibt es einige ungeschriebene Regeln, an die sich jeder Besucher zu halten hat. Wer sich nicht konform verhält, blamiert sich im besten Fall und wird im schlimmsten gleich gar nicht erst in den Club hinein gelassen. Wer eine unbeschwerte Partynacht genießen möchte, muss daher zwangsläufig ein paar wichtige Dinge beachten.

Uhrzeit

Natürlich möchten die meisten Gäste so schnell wie möglich ab auf den Dancefloor und die ganze Nacht einfach durchtanzen. Macht man sich jedoch schon um neun oder zehn Uhr abends auf den Weg in die Disco, so wird man wohl ziemlich alleine auf der Tanzfläche stehen.

In ist, wer einen Club grundsätzlich nicht vor Mitternacht betritt. Besser ist es, wenn man sogar erst um ein Uhr morgens ankommt.

Davor kann man sich sehr gut in einer Cocktailbar amüsieren oder mit Freunden zusammen eine kleine Hausparty schmeißen. Wenn man danach in die Disco kommt, ist man bereits in Feierstimmung und auch der Dancefloor hat sich schon ausreichend gefüllt.

Dresscode

Beim Dresscode kommt es ganz darauf an, welchen Club man aufsuchen möchte und wie das aktuelle Motto für den jeweiligen Abend lautet. Manche Discos geben schon auf ihren Flyern an, wie sich die Gäste zu stylen haben.

Das richtige Styling hängt ganz vom Dresscode ab
Das richtige Styling hängt ganz vom Dresscode ab
In Clubs mit House-Musik

Grundsätzlich gilt: Wer in einen House-Club geht, sollte edel, schick und trotzdem extravagant gekleidet sein. Bei den Herren macht sich zum Beispiel ein sportlichen Sakko gut, oder aber ein sauberes, knitterfreies Hemd mit einer dezenten Stoffhose und den passenden Schuhen.

Jeans und Turnschuhe sind absolut Tabu.

Die Mädels kommen in Minirock und Highheels immer gut an. Dazu ein sexy Oberteil und eine kleine Auswahl an Accessoires und schon ist das Partyoutfit komplett.

In Clubs mit R'n'B-Musik

Wen es eher zu Blackparties zieht, der kann auch in Jeans und Sneakers erscheinen, vorausgesetzt, alles sieht sauber und ordentlich aus.

In Clubs mit Partymusik

Wo ausschließlich Partymusik gespielt wird, geht es ein bisschen legerer zu. Hier darf man meist anziehen, was man möchte. Jedoch haben die Türsteher auch hier einen Blick dafür, wer ordentlich angezogen ist und welche Personen sie lieber nicht in ihrem Club haben möchten.

Besonders die Männer sollten daher lieber auf Nummer sicher gehen und sich etwas schicker anziehen als verlangt. Weibliche Besucherinnen kommen dagegen fast immer irgendwie auf die Tanzfläche, auch wenn es mit dem Styling einmal nicht so gut geklappt hat.

In Clubs mit alternativer Musik

Beliebt sind auch alternative Clubs mit Rock, Metal und Co. Hier wird in der Regel jeder reingelassen; typisch ist ein dem Musikstil entsprechender Stil. Wer im Cocktailkleid oder Sakko einen solchen Club betritt, wird sich schnell overdressed und damit auch recht unwohl fühlen.

Clubs und Diskotheken zählen zu den beliebtesten Zielen, wenn es ums Ausgehen am Wochenende geht - doch sie haben auch ihre negativen Seiten...

Die Beschallung in Diskotheken kann das Gehör dauerhaft schädigen

Wenn Eltern ihren Kindern einen Discobesuch verbieten, dann kann das aus ganz unterschiedlichen Gründen passieren. Die einen fürchten sich vor Kriminellen, die anderen möchten ihren Nachwuchs vor Drogen und Alkohol schützen.

Eine weitere große Gefahr ist jedoch selten Teil eines solchen Familienstreits: Der Lärm. Dabei kann schon ein einziger Clubbesuch das Gehör lebenslang beschädigen.

Die Warnsignale des Körpers

Der Mensch hat für viele Dinge ein eingebautes Alarmsystem. Wird die Haut beispielsweise zu großer Hitze ausgesetzt und droht zu verbrennen, so tritt sofort ein stechender Schmerz auf, der die Person dazu bringt, die jeweilige Körperstelle sofort zurückzuziehen.

Ähnlich läuft es auch mit vielen anderen Prozessen. Lärm ist einige der wenigen Ausnahmen, bei denen der Körper nicht mit Schmerz reagiert, wenn der Apparat überstrapaziert wird. Nur wenn man einem wirklich heftigen, lauten Geräusch ausgesetzt ist, spürt man ein leichtes Ziehen in den Ohren.

Der Hörsinn wird jedoch schon bei viel leiseren Geräuschen strapaziert. So können bereits Fluglärm oder Kindertröten die Ohren nachhaltig schädigen.

Besonders schlimm trifft es leidenschaftliche Discogänger. Sie genießen die laute Musik, tanzen die ganze Nacht und merken nicht, dass ihr Hörvermögen immer mehr nachlässt. Man merkt nach einiger Zeit meist gar nicht mehr, wie laut der Geräuschpegel tatsächlich ist. Nur das seltsame Pfeifen in den Ohren auf dem Heimweg ist ein leises Warnsignal des Körpers.

Pfeifen in den Ohren

Bei jedem Besuch in einem Club wird das Gehör langsam weiter geschädigt, bis es irgendwann zum berüchtigten Hörsturz kommt. Dann lässt das lästige Pfeifen im Ohr gar nicht mehr nach und zeigt sich im schlimmsten Fall in einem unerträglichen Ausmaß.

Wer das Rauschen oder Pfeifen nur vom Hörensagen kennt, kann sich glücklich schätzen und sollte die Notbremse ziehen, solange das Gehör noch intakt ist. Manche Clubs reduzieren ihre Lautstärke freiwillig auf ein erträgliches Maß, andere bieten immerhin Ohrenstöpsel an, die zumindest ein wenig dämpfen.

Geht man jedoch jeden Freitagabend mit dem seltsamen Ton im Ohr nach Hause, so ist es ratsam, die Clubs erst einmal zu meiden und stattdessen einen Arzt zu konsultieren. Bei rechtzeitigem Eingreifen kann sich das Gehör eventuell von selbst wieder erholen.

Ist der Tinnitus bereits vorhanden, kann es meist schon zu spät sein. Die meisten Therapien werden von den Krankenkassen nicht anerkannt und müssen daher aus eigener Tasche gezahlt werden.

Bayern: Bald keine laute Discomusik mehr?

Wenn es nach den Vorstellungen von Bayerns Gesundheitsminister Schnappauf (CSU) geht, würde der Lärmpegel in Deutschlands Discotheken in Zukunft auf 99 Dezibel begrenzt werden. Alle Verstöße dagegen würden Bußgelder nach sich ziehen.

Laut Schnappauf brauche man "dringend ein Gesetz, um den Lärmpegel in Discos zu begrenzen", da von zehn unter 24-Jährigen drei schlecht hören. Im Juli will der Gesundheitsminister das Gesetz bei einer Konferenz beantragen.

Auslöser dieser Diskussion war eine Untersuchung, bei der einige Discotheken in Bayern eben jene geforderte Höchstlautstärke überschritten.

Neun von zehn Discobesuchern weisen Hörschäden auf

Junge Frauen tanzen in der Disco, blaues Licht, von oben fotografiert
Dancing the night away © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Der Besuch einer Diskothek kann heutzutage nicht nur ins Geld gehen, sondern auch Hörschädigungen verursachen. So weisen neun von zehn Personen nach einem Discoaufenthalt Schäden im Gehörgang auf. Dies ergab eine Studie, die britische Forscher mit rund 1.400 Probanden zwischen 16 und 30 Jahren durchführten.

Ein probater Schutz gegen die schädigenden Frequenzen könnten Ohrstöpsel sein, die jedoch von den meisten Testpersonen aus ästhetischen Gründen vermieden wurden. Doch eben jene Lärmschützer sollen bei Jugendlichen nun salonfähig werden, indem die Wohltätigkeitsorganisation einen Wettbewerb ausschrieb, in dessen Rahmen modische Ohrstöpsel erstellt werden sollen.

Die laute Musik hat aber auch noch andere Folgen...

Laute Disco-Musik verführt zu schnellem Trinken

Nicht nur heiße Rhythmen, auch wummernde Sounds wirken animierend auf das Trinkverhalten. In mehreren Experimenten wurde nachgewiesen, dass Jugendliche schneller trinken, wenn die Musik besonders laut ist.

Warum erhöht sich die Trinkgeschwindigkeit bei lauter Disco-Mucke?

Es hört sich an wie eine kuriose Ausrede: "Gestern war ich total betrunken, weil die Musik in der Disco so dröhnte." Doch wenn auch die Freunde tiefer ins Glas gucken als üblich, sollte man der Sache einmal auf den Grund gehen.

Warum erhöht sich die Trinkgeschwindigkeit bei lauter Musik in Discotheken, Kneipen und Bars? Viele Gäste werden schon bemerkt haben, dass mit fortschreitender Stunde auch die Lautstärke an Kraft gewinnt.

Für Barbesitzer ist es ein klassischer Erfahrungswert, dass die Besucher bei lauter Disco-Mucke schneller betrunken werden. Der französische Psychologe Nicolas Guéguen hat bereits 2008 nachgewiesen, dass Lokalgäste mehr und schneller trinken, je lauter die Songs dröhnen. Zum gleichen Ergebnis kam das Team der ProSieben-Sendung Galileo, das drei Jahre später einen Feldversuch durchführte.

Trinken geht, unterhalten ist schwierig

Dass Gäste bei lauter Musik Bier oder Wein in kürzerer Zeit kippen und schneller betrunken werden, hat nichts mit dem Gehör zu tun, das Einfluss auf das Bewusstsein nimmt. Es liegt einfach am beschleunigten Trinken. Während eine Unterhaltung bei dröhnender Musik kaum möglich ist, geht Trinken immer.

Studienergebnisse belegen, dass Testpersonen ihr Bierglas bei 72 Dezibel in ca. 15 Minuten leerten. Stieg die Lautstärke auf 88 Dezibel, tranken die Teilnehmer das Bier in rund 12 Minuten aus. Die Biermenge erhöhte sich entsprechend, da ständig für Nachschub gesorgt wurde.

Gruppendruck steigert Alkoholkonsum

Als Gründe für die erhöhte Trinkgeschwindigkeit kommen verschiedene in Frage. Zum einen liegt es sicher daran, dass Gespräche bei sehr hoher Lautstärke kaum mehr möglich sind, doch ebenso macht Musik beschwingt.

Blenden die Sounds alle anderen Geräusche aus, sinkt bei den meisten Leuten die Hemmschwelle. Auf ein Gläschen mehr oder weniger kommt es da nicht an.

Der Gruppenzwang spielt ebenfalls ein gewichtige Rolle. Trinken alle Mitfeiernden mehr, erhöht sich die Bereitschaft, ebenfalls mehr zu trinken. Wenn die Umgebung ruhig ist, konsumieren Partygänger weniger Alkohol.

Je lauter die Musik, desto süßer auch das Getränk

Doch es besteht nicht nur eine Verbindung zwischen steigendem Alkoholkonsum und Musik. Je höher die Lautstärke, desto süßer schmeckt das Getränk. Zu diesem Ergebnis kamen US-Forscher von der University of Portsmouth.

Weil die Probanden den Geschmack als süßer empfanden, konsumierten sie entsprechend mehr Alkohol. Da die Vorliebe für Süßes angeboren ist, scheinen diese Erkenntnisse plausibel.

Zudem führt gerade sehr laute Musik schnell zu Orientierungslosigkeit, mit der Folge, dass das Gefühl für die Trinkmenge verloren geht. Doch starke Sounds setzen auch Endorphine frei und steigern die gute Laune - Glücksgefühle sind der Gesundheit ja durchaus förderlich.

Disko-Besucher erzeugen Strom für die Beleuchtung und die Musikanlage selber

Viele bunte Lichter in einer Disco
disco lights © AndreasG - www.fotolia.de

In einer Disko in Holland produzieren die Disko-Besucher den für die Beleuchtung und die Musikanlage nötigen Strom selber beim Tanzen.

Die Tanzfläche ist beweglich und die Energie, die durch die Tanzbewegung entsteht wird in Strom umgesetzt. Dieser wird dann zusätzlich, neben anderen regenerativen Energiequellen, für die Beleuchtung und das DJ-Pult benutzt.

Aber dies ist nicht nur die einzige umweltfreundliche Energieersparnis, denn für die Toiletten-Spülung wird Regenwasser verwendet. Für die Trinkbecher werden Getränkehalter, die man sich umschnallen kann, verteilt, so dass man die Becher mehrmals verwenden soll.

Diese umweltfreundliche Disko heißt "Watt-Club" und ist in Rotterdam ansässig.

Bier, Design und Musik vereinen sich zu einem neuen Club-Konzept

Ein neues Club-Konzept verspricht ein innovatives Erlebnis in Sachen Design und Musik zu werden. "Liquid cube" entsteht aus einer Kooperation von Design-Kollektiv 3deluxe und der Band "The Young Punx", sowie dem Bierproduzenten Warsteiner, der sich auch für die Ergänzung liquid verantwortlich zeichnet.

Das Konzept beinhaltet kubistische Elemente mit denen Lichteffekte aus Flüssigkeit und Licht zu einem Ganzen verschmelzen. Die ersten Veranstaltungen von "liquid cube" sollen laut den Machern in Berlin, Hamburg und im Rheinland stattfinden.

50 Jahre Disco in Deutschland – das wird gefeiert!

Von der Nacht vom 23. auf den 24.10.2009 findet in fast allen Discos und Clubs die größte Party Deutschlands statt. 2009 ist für die feierwilligen das Jahr der Disco, seit 50 Jahren wird in Deutschland in Partylocations getanzt, getrunken und gefeiert.

Zur Lieblingsmusik mit Freunden und Bekannten tanzen, schäkern und Leute kennenlernen; all das ermöglichen die Discos den Besuchern. Darum soll das Feiern nun besonders gefeiert werden. Am 19. Oktober findet zu Ehren der deutschen Disco ein Gala-Abend in Ibbenbüren mit zahlreichen Unternehmern, Künstlern und Prominenten statt.

In Aachen wird die älteste Disko der Welt 50 Jahre alt

"Scotch Club" in Aachen - älteste Disko der Welt feiert 50.Geburtstag

Gruppe junger Leute auf Party hebt Arme beim Tanzen
Happy young people lift up the hands at a party © pressmaster - www.fotolia.de

In Aachen, und nicht in den Weltstädten wie New York oder London, wird die älteste Diskothek der Welt der "Scotch Club" 50 Jahre alt. Im Jahr 1959 legte Klaus Quirini in einem Tanzlokal, wo es sonst immer nur Livemusik gab, zum ersten Mal Schallplatten zum Tanz auf, die Geburtsstunde der Diskothek.

Chris Howland als Vorbild der DJs

Das große Vorbild der damaligen DJ's war eigentlich Chris Howland, geboren 1928, genannt Heinrich Pumpernickel, der im Radio im Jahr 1952 in seiner Sendung beim NWDR seine Zuhörer zum Zuhören und Tanzen aufforderte und Ende der 1970-er Jahre im Fernsehen auch die Sendung "Musik aus Studio B" moderierte. Damals war auch Klaus Quirini, der als Journalist tätig war, ein großer Fan von Chris Howland.

Gründer Klaus Quirini

Im Jahr 1959 plante der österreichische Geschäftsmann Franzkarl Schwendinger eine Umgestaltung seines Restaurant in eine Tanzbar, wo aber, anstelle einer Kapelle oder Band, Schallplatten gespielt werden sollten. Aber erst der 19-jährige Klaus Quririni war erfolgreich, weil er auch die Besucher zum Tanzen aufforderte. Am ersten Abend war eine seiner ersten Ansagen auch diese: "Meine Damen und Herren, wir krempeln die Hosenbeine hoch und lassen Wasser in den Saal, denn ein Schiff wird kommen mit Lale Andersen".

Soho Club für Berlin

Nach New York, London und Hollywood eröffnet jetzt der Club Soho House einen Ableger in Berlin; ganz stilecht mit Dachterrasse, Pool und Sauna. Dazu gehört ein Hotel, ab Juli auch ein italienisches Restaurant. Am 10. Mai öffnet das erste deutsche Soho House seine Pforten.

So bewegt wie das Nachtleben in einem Soho Club ist auch die Geschichte des Eckhauses in der Berliner Torstraße 1. Vom jüdisch geführten Kaufhaus über die Hitlerjugend-Zentrale der NSDAP bis hin zur Verwaltungsstelle der SED nach dem Krieg hat dieses Haus schon einiges erlebt.

Obwohl einige Bereiche des Clubs exklusiv für Mitglieder vorbehalten sind, streben die Soho-Chefs doch eher ein kreatives Flair als ein Schlipsträgerambiente an. Das entsprechende Kleingeld wird für Besucher dennoch nötig sein.

2009 noch der beste Nachtclub, 2010 nur noch in den Top 10 - Das Berliner Berghain

Berliner Club Berghain ist 2010 nicht mehr bester Nachtclub - Titel geht an die Discothek Sankeys

Junge Frauen tanzen in der Disco, blaues Licht, von oben fotografiert
Dancing the night away © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Jeder kennt das Berghain in Berlin. Noch 2009 hatte es den Titel „bester Club der Welt“ inne, jetzt wird es wahrscheinlich immer unbeliebter bei den Partygästen.

Das aus Großbritannien stammende Fachmagazin „DJmag“ verleiht jedes Jahr den Titel für den besten Club und wirkt so wesentlich auf den Bekanntheitsgrad eines Clubs ein. Dieses Jahr erscheint das Berghain in der veröffentlichten Liste nur noch auf Platz 8. Ein Schock für den Betreiber. Was hat dem berühmten Nightlife-Lokal den Titel gekostet? Ganz genau kann man das nicht sagen. Die Bewertungen werden aber nicht spontan gefällt, vielmehr werden weltweit Clubs und Diskotheken von Testkunden und erfahrenen Disc-Jockeys besucht und bewertet.

Neuer Platz Eins ist übrigens die britische Diskothek „Sankeys“. Wer also jetzt in den „besten Club der Welt“ will, muss bis nach Manchester reisen. Weitere deutsche Clubs, die es in die Top 100 des Magazins geschafft haben, sind das „Watergate“ in Berlin, der Club „Robert Johnson“ in Offenbach oder das „Sven Väths Cocoon“ in Frankfurt am Main.

Wo feiern die Promis in Berlin, wenn sie zur Berlinale kommen?

Wenn Popstars wie Madonna und Lady Gaga in die deutsche Hauptstadt kommen, dann wollen sie auch feiern. Und wo gehen Superstars dann hin?

Madonna wurde im „Soho House“ und im „Asphalt Club“ gesehen. Lady Gaga besuchte im Mai 2010 den Club „Berghain“. In diesem Jahr darf man gespannt sein.

Für Überraschungen zumindest ist die schrille Pop-Ikone immer gut. Zu den Grammys kam die Sängerin im eigenen Grammy-Ei.

Ibiza hat die besten Musik-Clubs weltweit - "Berghain" Top Ten

Das "Space" auf Ibiza als bester Club der Welt gewählt, weitere spanische Clubs folgen

Rückansicht junge Frau tanzt in Disco
junge tänzerin © DWP - www.fotolia.de

Der weltbeste Musikclub des Jahres 2011 liegt auf der spanischen Mittelmeerinsel Ibiza. DJs und Leser des Techno- und House-Magazins "DJmag" kürten das "Space" zur Party-Location Nummer 1. Der beliebteste Club Deutschlands ist auf Platz sechs der Rangliste das "Berghain" in Berlin-Friedrichshain.

Jedes Jahr veröffentlicht das "DJmag" eine Top-100-Liste der angesagtesten Clubs der Welt. Die besten zehn Locations gelten als ein absolutes Muss unter Partyjüngern weltweit. Eine vordere Platzierung ist so etwas wie der Oscar der Technobranche.

Feiern in Spanien als absolutes Muss

2009 hatte das "Berghain" sogar noch die Spitzenplatzierung erreicht. Doch in diesem Jahr gilt für alle Feierwütigen: Auf nach Spanien! Neben dem "Space" mit seinem täglichen 16-Stunden-Betrieb liegt die Madrider "Fabrik" in der Gunst der Party-People weit oben.

Das "Amnesia" und das "Pacha", beide ebenfalls auf Ibiza, liegen in der Liste auf den Plätzen vier und fünf. Die Bronzemedaille geht an das "Green Valley" im brasilianischen Camboriú. Nach dem "Berghain" auf dem siebten Rang folgt Vorjahressieger "Sankeys" in Manchester.

Mit Wohlgeruch macht tanzen mehr Spaß

Riecht es in der Disco, statt nach Schweiß, nach Orangen oder Minze, ist die Stimmung ausgelassener

Junge Frauen tanzen in der Disco, blaues Licht, von oben fotografiert
Dancing the night away © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Wo früher im Lokal Zigarettenrauch so ziemlich alles überdeckte, riecht man heutzutage wegen des Rauchverbotes allerlei Dinge, die besser verborgen blieben. Seien es Essensgerüche aus der Küche in Restaurants, der Schweiß des Tanzpartners in der Disco oder die Reinigungsmittel der Toilettenanlage in Bars. Vieles möchte der Gast lieber nicht in der Nase haben.

Guter Geruch fördert Spaß und Wohlbefinden

Eine Untersuchung von holländischen Experten hat just herausgefunden, dass Gerüche nicht nur lästig sein können, sondern im umgekehrten Fall wohlriechende Düfte, einen positiven Einfluss auf Menschen haben. Bei dieser Studie wurden vom Team der Wissenschaftler drei Diskotheken an jeweils den gleichen Wochentagen mit Parfüm versehen.

Man verfolgte das Verhalten der Gäste über Video und interviewte sie nach dem Discoabend. Es zeigte sich, dass die „Beduftung“ eine eindeutige Auswirkung auf das Wohlbefinden der Menschen hatte. Sie fühlten sich besser, tanzten weitaus häufiger und fanden insgesamt den Club angenehmer.

Art des Geruchs ist nicht relevant

Hendrik Schifferstein, der zusammen mit seinen Kollegen diese Studie für die Technische Universität in Delft durchführte, veröffentlichte die Ergebnisse in der Fachzeitschrift "Chemosensory Perception". Als Gerüche hatten die Experten Orange, Pfefferminze und Meerwasserduft ausgewählt. Auf einem Abend ohne Duft, folgten drei, in denen per Maschine schwach wahrnehmbare Wohlgerüche verbreitet wurden. Danach wurde noch einmal eine Nacht ohne Parfümierung aufgezeichnet.

Die Art des Duftes war anscheinend unbedeutend, denn an den jeweiligen Abenden war in allen Diskotheken die Stimmung besser. Der Musikstil unterschied sich übrigens in keiner der drei Lokale. Auch der Verzehr steigerte sich nicht.

Wenn sich Disco-Besucher zu gut riechen können

Duftmaschinen auf der Tanzfläche gegen unangenehme Gerüche in der Disco

Seitenansicht junge Frau wirft beim Tanzen Kopf nach hinten
Beautiful female dancing © Hanik - www.fotolia.de

Viele Disco-Besucher haben nach dem Rauchverbot erst einmal aufgeatmet. Doch dann mussten sie feststellen, dass sie ihre Mitmenschen viel besser riechen konnten als zu der Zeit, da der "blaue Dunst" noch ihren Geruchssinn vernebelt hat. Und das führte zu unangenehmen Erlebnissen. Gestank von Erbrochenem, Schweiß-, Alkohol- und Essensgerüche konnten sich besser ausbreiten und den Abend vermiesen.

Können Gerüche die Wahrnehmung eines Disco-Abends beeinflussen?

Doch damit ist jetzt Schluss. Zumindest wenn es nach den Plänen von Forschern der Technischen Universität im niederländischen Delft geht. Sie bauten Duftmaschinen in Discotheken auf, die wahlweise belebenden Pfefferminzduft, entspannenden Orangenduft oder neutralen Meerwassergeruch versprühten. Der Duft war für die Gäste kaum wahrnehmbar.

Unabhängig vom jeweiligen Geruch wagten sich mehr Leute auf die Tanzfläche als an normalen Abenden. Dies belegen Videos und Fotos von den Veranstaltungen.

Auch die Bewertung der Besucher fiel positiver aus als sonst. Allerdings, schränkten die niederländischen Wissenschaftler ein, müssten die Versuche sich über einen noch längeren Zeitraum erstrecken, um sie abschließend beurteilen zu können. Erst dann könne man sagen, ob diese Gerüche die Wahrnehmung eines Disco-Abends wirklich beeinflussen würden.

Soho House in Berlin will nur kreative, unbeeindruckbare Gäste

Das Soho House setzt auf Lässigkeit statt Glamour

Nahaufnahme Brandenburger Tor von unten, Berlin
Brandenburger Tor 01 © OHRAUGE - www.fotolia.de

In die besten Clubs kommt nicht jeder. Das im letzten Jahr eröffnete Soho House in Berlin präsentiert sich ebenfalls als besonders wählerisch. Gäste müssen nicht einfach nur cool oder angesagt, sondern kreativ sein:

Gäste

Das Soho House ist Treffpunkt für Musiker, Gastronomen, Künstler und Medienmacher. Bänker und Juristen sind hier tabu und rein kommen nur Club-Mitglieder. Zu den Auserwählten zählen unter anderem Schauspieler und Regisseur Til Schweiger sowie Madonna.

Lässigkeit statt Glamour

Hier darf der Promi noch ein normaler Gast sein: Glotzen oder sich von den Stars und Sternchen beeindruckt zu zeigen, ist im Soho House verpöhnt. Lässig sollen die Gäste in dem achtstöckigen Gebäude an der Torstraße Ecke Prenzlauer Allee sein. Damit steht der Szene-Club in Kontrast zum früheren Zweck des Gebäudes: In den 50er Jahren regierte hier die SED.

Die dezente Lässigkeit zeigt sich nicht nur bei den Gästen: Statt riesigem Schild zieren lediglich zwei bescheidene Messingschilder den Clubeingang. Dennoch tummelt sich im Inneren eine Elite - nur eine andere als in gängigen Szene-Clubs.

Kultbar "Harry's" in Paris feiert den 100. Geburtstag

Das Kultlokal "Harry's Bar", das amerikanischen Flair nach Paris bringt, feiert dieses Jahr seinen 100. Geburtstag

Verschiedene Cocktails in Gläsern zwischen Eiswürfeln, dahinter frisches Obst
tropical cocktail © amridesign - www.fotolia.de

Am 24. November 1911 wurde in der Rue Daunou in Paris das legendäre Lokal "Harry's Bar" eröffnet. Gegründet wurde die Bar von US-Jockey Tod Sloane - damals bekam sie den Namen "New York Bar". Sloane bemängelte, dass es in der französischen Hauptstadt keine "richtigen Cocktails" gäbe, das wollte er ändern.

Im Jahr 1923 verkaufte er die Bar an den schottischen Barkeeper Harry, der dem Lokal dann den heutigen Namen gab. Heute ist Isabelle MacElhone, die Frau von Harrys Enkel, die Besitzerin des "Harry's", wie die Franzosen zu der Bar sagen.

Amerikanischer Flair in Paris

In diesem Jahr hat die Bar ihren 100. Geburtstag gefeiert. Zu diesem Anlass kamen viele französische Stammgäste, die sich mittlerweile daran gewöhnt haben, dass dort abends kein Wein serviert wird, denn wie der ursprüngliche Name schon vermuten läss, trifft man im "Harry's" auf echten amerikanischen Flair. Die Einrichtung, welche aus Mahagoni-Möbeln besteht, wurde extra aus New York (aus einer Bar in Manhattan) angeliefert.

"Bloody Mary" wurde hier entwickelt

In Sachen Cocktails kann die Bar sich sehen lassen - der berühmte "Bloody Mary" wurde genau hier entwickelt und auch sonst ist das Angebot an leckeren Drinks groß. Auch viele prominente Gäste ließen sich bereits im "Harry's" blicken und sprechen vom besten Ort in der Stadt, um einen "ordentlichen Drink" nehmen zu können.

Immer mehr Diskothekenschließungen in Thüringen

Aufgrund der Vielzahl nicht profesioneller Veranstalter müssen in Erfurt immer mehr Diskotheken schließen. In Thüringen ist derzeit das Tanzlokalsterben in vollem Gange. Vor allem sind die ländlicheren Gegenden betroffen, erklärt Dirk Ellinger, Dehoga-Geschäftsführer Thüringens. Schon seit Jahren registriert die IHK einen andauernden Rücklauf. Im Jahr 2007 folgten auf zehn Neuanmeldungen fünf Abmeldungen von Diskotheken, während es im Jahr 2011 nur noch drei Neuanmeldungen gab, die sieben Schließungen gegenüberstanden. Im Freistaat Erfurt gibt es gegenwärtig etwa 50 Diskothekenbetriebe.

Die durch einmalige Tanzveranstaltungen von Privatanbietern und Vereinen erschaffene Konkurrenz sei neben der hohen Betriebskosten einer der Gründe für das Diskothekensterben. Immer mehr im Trend liegen die sogenannten "Scheunendiskos". Da diese, im Gegensatz zu profesionnellen Diskobetreibern, nicht dem enorm hohen Kostendruck ausgesetzt sind, bringen sie diese in in große Bedrängnis.

Pro Tanzveranstaltung verlangt die Gema etwa 20.000 Euro. Laufende Kosten fallen für die gelegentlichen Tanz-Events nicht an. Teure Sicherheitsauflagen werden häufig nicht erfüllt. Auch Gebührenzahlungen für die Nutzungsrechte der Musik an die Gema werden meist unterschlagen. Diese Gebühren allein betragen für gewöhnlich zwischen 15.000 und 20.000 Euro an einem durchschnittlichen Diskothekenbetriebstag. Dabei stellen auch die Jahrmarkt-Veranstaltungen eine große Konkurrenz dar.

Zudem seien die Schließungen auch auf den höheren Anspruch der Gäste zurückzuführen, so Ellinger. Die Hauptzielgruppe stellen zwar immer noch die 16- bis 30-jährigen dar, allerdings müssen die Diskothekenbetreiber immer neue Ideen entwerfen und umsetzen, um ihre Attraktivität zu wahren. Die gesamten Umsätze müssen in der Zeit von Donnerstag bis Samstag erwirtschaftet werden, da die meisten Besucher nur an diesen Tagen intensiv ausgehen.

Daher gewinnen heutzutage sporadische Veranstaltungen unter bestimmten Mottos immer mehr an Bedeutung.

GEMA ändert die Gebührenstruktur für Diskotheken

Für Aufregung sorgte in diesen Tagen wieder einmal die GEMA, die die Aufführungs- und Vervielfältigungsrechte deutscher Musikschaffenden verwaltet.

Durch eine Änderung in der Gebührenstruktur sollen vor allem kleinere Tanzveranstaltungen finanziell entlastet werden, die es bislang schwierig fanden, das nötige Kleingeld zusammenzukratzen. So sollen kleine Veranstaltungen mit 300 Gästen und einem Eintrittsgeld von 3 Euro künftig nur noch 90 Euro an GEMA-Gebühren zahlen müssen und nicht mehr wie bisher 192,80 Euro. Dies dürfte vor allem Schulpartys, Jugendveranstaltungen und Dorffesten entgegenkommen.

Doch während die GEMA davon ausgeht, dass 60 Prozent aller Veranstaltungen dank der neuen Gebührenordnung weniger zahlen als vorher, laufen die Besitzer von Großdiskotheken Sturm. Sie befürchten Steigerungen von bis zu 1000 Prozent, die vielen Diskotheken um ihre Existenz bringen dürften. Eine mittelgroße Diskothek, die bislang jährlich 20.000 Euro an die GEMA zahlte, muss beispielsweise in Zukunft 140.000 Euro zahlen – eine Steigerung um das Siebenfache, die kaum durch höhere Eintrittspreise aufzufangen ist.

Neue GEMA-Tarife könnten den Disko-Besuch teuer machen

Die GEMA hat sich in den letzten Jahren nicht bei allen beliebt gemacht. Bisher kennt die GEMA insgesamt elf Tarife. Dabei wird von allen Veranstaltern, die öffentlich Musikwerke von Künstlern spielen wollen, eine Abgabe in verschiedenen Höhen eingefordert. Dieser Dschungel ist nicht ganz einfach zu durchschauen, daher möchte die GEMA ab 2013 ihr System vereinfachen und neun der Tarife wegfallen lassen. Ab dem kommenden Jahr soll es dann also nur noch zwei Tarife geben.

Was auf der einen Seite ganz gut klingt, sorgt bereits jetzt bei Club-Betreibern und Diskotheken-Gängern zu einer Welle des Protests. Erste Auswertungen der neuen Tarife haben gezeigt, dass die kleinen Clubs nicht wirklich entlastet werden. Man erwartet Mehrkosten, die sich auf 600 Prozent belaufen. Für ganz kleine Unternehmen bedeutet es sogar eine Steigerung bis 1.200 Prozent. Viele Clubs gehen davon aus, dass sie sich dies allein nicht leisten können. Eine Umverteilung der gestiegenen Kosten auf die Party-Gäste könnte jedoch zu einem Ausbleiben der Besucher führen, was ebenso zum Ruin führen wird.

Ob die Protestwelle erfolgreich sein wird, oder die Regeln der GEMA ab 2013 durchgesetzt werden, bleibt abzuwarten.

Diskotheken protestieren gegen Gebührenerhöhung

Weil die GEMA die Musiknutzungsgebühren für Diskotheken und Clubs in Zukunft deutlich erhöhen möchte, haben am vergangenen Samstag rund 600 Discos in Deutschland um kurz vor Mitternacht aus Protest ihre Musik abgeschaltet.

Wenn es nach der GEMA geht, sollen Clubbesitzer in Zukunft 10% ihrer Eintrittsgelder als Gebühren zahlen. Für Ulrich Weber, dem Präsidenten des Diskothekenverbands, ist das ein Unding. Die geplante Erhöhung würde viele Clubbesitzer in den Ruin treiben. Die GEMA solle ihre geplante Reform zurücknehmen und stattdessen mit dem Verband über faire Preise verhandeln, fordert Weber.

Mehr Lust auf Tanzen - natürliche Düfte helfen

Die Gerüche in Tanzclubs sind nicht mehr angenehm, seit das Rauchen in den Etablissements verboten ist. Schweiß und Bier dominieren die warme Luft und wirken eher abstoßend.

Nun können Clubs sich professioneller Bedufter bedienen. Mit natürlichen Düften aus Orange, Seewasser oder Minze, wird die Lust auf Tanzen gesteigert und die Gäste der Tanzclubs können wieder durchatmen. Durch die Nutzung natürlicher Duftstoffe werden auch Nebenwirkungen wie Kopfweh oder Übelkeit vorgebeugt. Die Firma Aromata hat sich des Problems angenommen und bietet dezente Beduftung von Clubs professionell an.

Mehrere Diskothekenverbände haben sich mit der GEMA auf neue Tarife geeinigt

Seit Monaten führen Diskotheken, Gaststätten und Veranstalter Proteste gegen die neuen Tarife der GEMA, die im April 2013 in Kraft treten sollen. Viele Betreiber fürchten um ihre Existenz durch die extreme Erhöhung der Abgaben. Drei kleinere Diskothekenverbände haben sich nun jedoch mit der GEMA geeinigt.

Der Verband der Deutschen Diskotheken, der Verband Deutscher Musikschaffender und die Deutsche Discjockey-Organisation haben dem neuen Tarif der GEMA zugestimmt. Im Gegenzug gewährt die GEMA allen Betreibern, die die Verbände vertreten, einen Tarifrabatt von 20% bis 2018. Mittlerweile werben die Verbände mit dem Rabatt sogar auf ihrer Internetseite, um weitere Befürworter der neuen GEMA-Tarife zu gewinnen.

Die Bundesvereinigung der Musikveranstalter, die rund 80% aller Veranstalter vertritt, ließ sich auf den Deal mit der GEMA jedoch nicht ein. Die GEMA habe ihnen ebenfalls dieses Angebot unterbreitet, verriet Geschäftsführer Stephan Büttner. Doch für ihn sei dies nur ein PR-Stunt der GEMA und für die Verbände und Veranstalter nur ein Aufschub des existenzgefährdenden Tarifs. Seitens der Bundesvereinigung gehen die Proteste und Verhandlungen also noch weiter.

Harte Fan-Kritik am beliebten Amnesia-Club auf Ibiza, weil Paris Hilton schon wieder DJ spielt

Einen ganzen Monat lang soll Paris Hilton im beliebten Amnesia-Club auf Ibiza die "Foam & Diamonds"-Schaumparty als DJane bereichern. Doch obwohl der Club eigentlich wie immer sehr gut besucht ist, sind einige Fans des Clubs von Hiltons Anwesenheit dort überhaupt nicht angetan.

Schon als bekannt wurde, dass die Hotelerbin in dem Club auflegen wird, wurde auf Facebook ein regelrechter Shitstorm entfacht, der auch nach Hiltons drittem Auftritt vor wenigen Tagen nicht abzureißen scheint. Viele Internetnutzer sind der Meinung, dass es eine Schande für den Club ist, der sonst nur hochkarätige DJs der Technoszene auftreten lässt, Verträge mit Paris Hilton zu machen. Einige andere Fans kündigten bereits an den Club nie wieder besuchen zu wollen.

Grundinformationen und Hinweise zu Clubs und Discos

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Happy young people lift up the hands at a party © pressmaster - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: DJ on Turntables © lassedesignen - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Dancing with boyfriend © pressmaster - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: smiling friends dancing in club © Syda Productions - www.fotolia.de

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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