Verliebtheit - Ursachen, Merkmale und Tipps für das Liebesgeständnis

Blonde Frau und Mann mit sehr kurzen Haaren und weißem T-Shirt schauen sich im Wald intensiv an

Warum verliebt man sich ineinander und woran erkennt man seine eigene Verknalltheit bzw. Verliebtheit und die des Gegenübers?

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  • von Paradisi-Redaktion

Haben Sie jemanden kennen gelernt, für den Sie mehr als nur Sympathie empfinden? Dann suchen Sie bestimmt in seinem Verhalten auch Anhaltspunkte dafür, dass es ihm mit Ihnen genauso ergeht. Oder sind Sie sich selbst nicht ganz sicher, ob es sich bei Ihren eigenen Empfindungen tatsächlich um Verliebtheit handelt oder nur um ein gesteigertes Interesse? Dann gibt es einige Punkte, auf die Sie achten können, und die Ihnen Aufschluss darüber geben, ob es sein kann, dass Sie oder Ihre Bekanntschaft verliebt sind.

Als erwachsener Mensch verknallt man sich nicht mehr. Das ist etwas für Teenager. So lautet zumindest die gängige Meinung. Doch Alter schützt bekanntlich vor Torheit nicht und auch nicht vor den Schmetterlingen im Bauch.

Es spielt gar keine Rolle, wie viele Beziehungen Sie schon hinter sich haben - wenn der Blitz einschlägt, dann knistert es. Und zwar gewaltig.

Warum verlieben sich Menschen ineinander?

Es kribbelt im Bauch, man kann kaum schlafen, geschweige essen und man spürt es genau, dass da ein Moment war, in dem wir uns plötzlich verliebt haben. Gerade lief man noch über die Straße, zufrieden und kaum etwas vermissend und schon im nächsten Augenblick ist alles anders. Ein Blick zu Blick, ein kleines Wort und schon hat Eros zugeschlagen.

Die große Liebe - Zufall oder Schicksal?

Hier glauben viele an die Macht der Götter und dem großen Bruder Zufall. Aber was steckt dahinter, wenn wir uns verlieben?

Romantische Zufälle gibt es nur in Romanen und Liebesfilmen, aber nur äußerst selten im realen Leben. Befragt man die Psychologen, Neurowissenschaftler und andere Wissenschaftler, dann wird der schwebende Zustand des Verliebtseins sehr schnell zu einer recht banalen Angelegenheit, in der es keine glücklichen Zufälle gibt.

Die wichtige Rolle der Sexualduftstoffe

In Studien fanden die Experten heraus, dass wir uns dann in einen anderen Menschen verlieben, wenn die Sexualduftstoffe und Hormone harmonieren, sprich man den anderen "gut riechen kann". Schuld sind hier in erster Linie bestimmte Moleküle, die in den Blutbahnen schwimmen und wie eine Art Schlüssel fungieren, die ihr passendes Schloss suchen und schlussendlich auch finden. Nicht gerade romantisch, aber die chemische Erklärung des Liebesbeginns.

Kann man einen anderen Menschen dazu bringen sich in einen zu verlieben?

Eine berechtigte Frage, die allerdings vom Eigenleben der Moleküle beantwortet wird. Ob ein schicker Anzug oder ein edles und sexy Kostüm - die Moleküle überlassen hier wirklich nichts dem Zufall, auch wenn es optisch natürlich besser ist, nicht gerade im Gammellook umherzulaufen.

Auch ein zum Typ passendes Parfum erleichtert die Kontaktaufnahme, allerdings kam bei einer Studie heraus, dass man einen anderen Menschen dann am besten "riechen" kann, wenn er einen ganz anderen Duft hat als man selbst. Unangenehme Ausdünstungen vertreiben jedoch einen potenziellen Partner ebenfalls, denn den Molekülen kann man nichts vormachen.

Liebe bleibt magisch

Trotz allem bleibt ein gewisser Zauber in der Luft, denn wie sonst lässt es sich erklären, dass man zum Beispiel über viele Meter hinweg einen Blickkontakt bekommt (und man also nicht riechen kann) und es wie ein Blitz einschlägt? Oder wie es in der heutigen Zeit ebenfalls oft vorkommt, dass sich zwei Menschen nur aufgrund eines Fotos und geschriebener Worte verlieben, wie es immer wieder im Internet und entsprechenden Plattformen geschieht?

Mag es Zufall oder banale Chemie sein - unabhängig dessen ist es immer etwas Besonderes, wenn zwei Menschen aufeinander treffen und spüren, dass Schmetterlinge sich im Bauch breit machen. Moleküle hin, Wissenschaft her - Liebe bleibt magisch.

Was bedeuten die Schmetterlinge im Bauch? Wie unser Körper wirklich reagiert, wenn wir verliebt sind

Pärchen (junger Mann in T-Shirt und junge Frau in gestreift) auf Wiese mit Blumen, blauer Himmel, halten Hände
run together © Patrizia Tilly - www.fotolia.de

Wer verliebt ist, verliert den Appetit, fühlt sich als könne er Bäume ausreißen und hat dieses Kribbeln im Bauch, dass einem ein Grinsen ins Gesicht zaubert. Doch was passiert eigentlich wirklich im Körper, wenn wir glauben, den Traummann oder die Traumfrau gefunden zu haben?

Hormonausschüttung bewirkt Glücksgefühle

Tatsächlich konnte die Wissenschaft dieses Mysterium noch immer nicht hundertprozentig entschlüsseln. Sicher ist aber, dass für das Kribbeln und Grinsen unsere Nervenzellen verantwortlich sind. Der Körper schüttet einen biochemischen Cocktail aus Botenstoffen aus, die uns signalisieren, dass wir verliebt sind. Es wird vermehrt Adrenalin produziert - daher der Kraftüberschuss. Die Hormone Dopamin und Endorphin sorgen gleichzeitig für Glücksgefühle und Vertrauen.

Ursache für Appetitlosigkeit

Für den geringen Appetit ist übrigens das Hormon Phenylethylamin verantwortlich. Alles in allem sollen die Vorgänge vor allem dazu dienen, dass Menschen eine enge Bindung eingehen.

Macht Liebe blind? Die Wissenschaft erforscht den Rauschzustand der Verliebtheit

Während der Phase der Verliebtheit kommt es zu einem hormonellen Ausnahmezustand

Junges Paar liegt auf Wiese im Park, küsst sich
grünes park paar beim küssen © detailblick - www.fotolia.de

Verliebtheit gleicht einem echten Rauschzustand, gegen den die Betroffenen machtlos sind.

Verliebtheit - der hormonelle Ausnahmezustand

Dafür gibt es konkrete wissenschaftliche Ursachen, erklären Mediziner schmunzelnd. Bei frisch verliebten Menschen herrscht ein hormoneller Ausnahmezustand mit verstärkter Ausschüttung unterschiedlicher Hormone.

Eine Überdosis Adrenalin sorgt dann zum Beispiel für das heftige Herzklopfen.

Glückshormone Dopamin und Serotonin im Überschuss

Der Vergleich zu einem Drogenrausch liegt nahe und wird von den Experten bestätigt: Verliebte sind regelrecht süchtig nach dem neuen Objekt ihrer Liebe. Sind sie mit ihm zusammen, ist die Welt ein rosaroter Glücksrausch, ist es jedoch abwesend, wird sie zum Tal der Tränen.

Dieses emotionale Auf und Ab wird durch die Glückshormone Dopamin und Serotonin bestärkt, die sich erst nach einigen Monaten wieder auf normalem Niveau einpendeln.

Treuehormon Oxytocin und Herzschmerz durch Adrenalin

In einer stabilen Beziehung übernimmt dann das Treuehormon Oxytocin, das Menschen aneinander bindet.

Endet die Verliebtheit jedoch auf dem Boden der Tatsachen und mit der Trennung, kann es tatsächlich zu körperlichem Herzschmerz kommen: Daran ist dann wieder das Adrenalin schuld, das bei großer emotionaler Aufruhr verstärkt freigesetzt wird und den Herzmuskel belastet.

Ist Liebe abhängig vom Schicksal?

Eine Umfrage an der 1041 Menschen zwischen 18 und 60 Jahren teilnahmen ergab, dass 56 Prozent der Frauen und 48 Prozent der Männer glauben, dass die Liebe vom Schicksal abhängig ist.

An die "Liebe auf den ersten Blick" glaubten 21 Prozent der Befragten. Jeder Dritte war der Meinung, dass es nur eine große Liebe im Leben gibt.

Liebe geht durch die Nase

Menschen suchen sich Partner, deren Duftmuster dem eigenen möglichst fremd ist. Das haben Forscher der Universität Bern nachgewiesen, berichtet das Apothekenmagazin BABY und die ersten Lebensjahre.

Vermutlich ist dies günstig für den Nachwuchs. Dessen Abwehrkräfte sind nämlich umso größer, je unterschiedlicher das Immunsystem der Eltern ist – und Körpergeruch entsteht durch den Zerfall bestimmter Eiweiße, die gleichzeitig eine Rolle für das Immunsystem spielen.

Dass Liebe durch die Nase geht, fanden Forscher schon vielfach bestätigt: Im Achselschweiß von Männern gibt es einen Stoff, der sie für Frauen attraktiver macht. Eine Substanzgruppe bei Frauen an ihren fruchtbaren Tagen haben Wissenschaftler sogar mit dem Begriff „Kopuline“ belegt – sie machen die Männer besonders aufmerksam.

Verliebtheit verändert die Homonkonzentration der Partner

Junges Paar draußen riecht zusammen an roter Rose
Young couple with rose, outdoors © vgstudio - www.fotolia.de

Die italienische Wissenschaftlerin Donatella Marazziti von der Universität Pisa hat das Blut von Frischverliebten analysiert und dabei festgestellt, dass am Anfang der Verliebtheit die Konzentration des Hormons Testosteron beim Mann sinkt und bei der Frau steigt.

Es wird nun vermutet, dass dieser Angleichungsprozess des Sexualhormons stattfindet, um die Unterschiede zwischen den Geschlechtern zu minimieren. Des weiteren nahm in dem ersten halben Jahr bei beiden verliebten Partnern das Stresshormon Cortisol deutlich zu.

Rund ein Jahr nach Anfang der Verliebtheit hatten sich bei den Probanden alle Werte wieder auf den Normalstand reguliert.

Liebe erzeugt Drogenrausch

Wissenschaftler der State University in Florida haben in Versuchen festgestellt, dass der Botenstoff Dopamin im Liebesmechanismus eine wichtige Rolle spielt.

Das Dopamin wirkt auf das Belohnungszentrum des Gehirns und sorgt dort für ein Wohlbefinden. Verliebte Menschen befinden sich in einem selbst erzeugten Drogenrausch. Wird die geliebte Person aus den Augen verloren, dann beginnt der qualvolle Entzug.

An Versuchen mit Präriewühlmäusen konnten die Forscher nachweisen, dass Dopamin im Maushirn nach dem ersten Sex das Herzstück des Belohnungszentrums stark stimuliert. Dies führt dazu, dass das Paar ein Leben lang zusammen bleibt.

Wurde die Stimulation durch ein Protein blockiert, dann wirkte dieser Treuemechanismus nicht. Das Gehirn des Menschen soll ähnlich funktionieren, nur dass bei ihm der Liebesrausch nicht ewig anhält.

Biochemiker: Verliebt dank Neurotrophinen

Verliebtsein – nur die Folge eines Überschusses an Neurotrophinen? Diese für das Nervenwachstum verantwortlichen Eiweißstoffe des Körpers steigen jedenfalls bei frisch Verliebten deutlich an, berichtet das Gesundheitsmagazin Apotheken Umschau.

Bereits im zweiten Jahr einer Beziehung verflüchtigen sich die überschüssigen Neurotrophine – und mit ihnen die Romantik. Das fanden die Biochemiker Diego Geroldi und Enzo Emanuele von der italienischen Universität Parma bei Tests mit frisch Verliebten heraus.

Verliebte produzieren das Hormon Phenylethylamin

Nahaufnahme Gesicht einer jungen Frau, die auf einer Wiese liegt
enjoy nature © Amir Kaljikovic - www.fotolia.de

Wissenschaftler der australischen Universität Melbourne haben herausgefunden, dass die Verliebtheit scheinbar mit der chemischen Substanz Phenylethylamin beginnt. Dieses körpereigene Hormon ist als Grundgerüst in zahlreichen halluzinogenen Drogen enthalten und hat eine psychogene Wirkung.

Während der Studie wurden bei frisch verliebten studentischen Probanden extrem hohe Werte von Phenylethylamin im Blut festgestellt.

Auch nach einer Fahrt mit der Achterbahn oder bei Fallschirmspringern nach dem Absprung wurde ein signifikant erhöhter Wert nachgewiesen.

Gehirn ist bei Liebe durch Hormone in Ausnahmezustand

Bei Verliebten ist die Hirnchemie anders als bei den übrigen Menschen.

Das Glückshormon, Serotonin, findet man im Gehirn bei frisch Verliebten fast so viel wie bei Zwangsneurotikern. Im Gehirn wird durch das Molekül Phenylethylamin (PEA) eine Art euphorischen Ausnahmezustand erzeugt.

Aber nach zwei bis drei Jahren nimmt die rauschhafte Wirkung des Moleküls ab, die Nervenenden reagieren weniger sensibel auf das PEA und das ehemalige intensive Glücksgefühl wird schwächer.

Die Funktionsweise der Liebe fanden jetzt Wissenschaftler aus den USA heraus

Wissenschaftlern in New York konnten jetzt die „Chemie der Liebe“ entdecken, wobei sie die Gehirne der Verliebten untersuchten.

Bei den Bildern des Partners zeigten sich in einem Teil des Gehirns Glücksgefühle, wie bei Rauschgift. Weiterhin ist Liebe, egal wie leidenschaftlich, keine Altersfrage, wie die Wissenschaftler feststellten, weil alte Menschen, wie auch die jungen intensive Gefühle empfinden können.

Als Überraschung wurde festgestellt, dass bei einem weiteren Test, bei dem sich jeweils zwei Personen einige Minuten tief in die Augen sahen, den Gegenüber anschließend als attraktiv empfanden.

Wissenschaftlich bewiesen: Liebe macht blind

An der Universität von L.A. Wurde kürzlich eine Studie veröffentlicht, die im Zusammenhang mit Dating-Websites steht. Diese besagt, dass Menschen des anderen Geschlechtes (bzw. des bevorzugten Geschlechtes) als unattraktiver empfunden werden, wenn der Betrachter verliebt ist.

Das heißt, ist eine Frau in einen Mann verliebt, sind alle anderen Männer für sie hässlicher, als sie es vielleicht sonst wären. Ein Professor der Universität drückt es so aus, dass es so sei, "als würde die Liebe den Personen Augenklappen überziehen".

Verliebte reagieren weniger auf optische Reize

Junge braunhaarige Frau mit tiefem Dekolleté, Getränk und rotem Top steht hinter blondem Mann an der Theke
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An der Florida State University in Tallahassee, haben ein Forschungsteam um Jon Maner herausgefunden, dass Verliebte nicht mehr so sehr auf optische Reize reagieren.

Die Wissenschaftler teilten 100 Studenten in zwei Gruppen auf. Die erste Gruppe musste über Momente schreiben in denen sie sehr verliebt waren. Die zweite Gruppe musste über Momente schreiben in denen sie besonderes glücklich waren. Nach diesem sogenannten "Priming" wurden den Probanden 60 Fotos von "hoch attaktiven" oder "durchschnittlich aussehenden" Menschen gezeigt.

Nach der Betrachtung eines jeden Fotos musste auf dem Computer ein Objekt identifiziert werden. Hier reagierte die Gruppe der "verliebten Momente" deutlich schneller. Die Gruppen glichen ihre Reaktionszeit beim Betrachten von "durchschnittlich aussehenden" Menschen wieder an. Durch dieses Verhalten vermutet Maner, dass attraktive Menschen auf Verliebte eher abstoßend wirken.

Ebenso wird hier ein evolutionärer Prozess vermutet, der sich unterstützend auf die Stabilität von langfristigen Partnerschaften auswirkt.

Warum hat man Kribbeln im Bauch

Frau mit hochgestecktem Pony lächelt Gesprächspartner an, sitzt an orangener Bar
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Wer kennt es nicht, man ist verliebt und hat Kribbeln im Bauch. Professor Gereon Frank, Direktor der Klinik und Poliklinik für Neurologie an der Universitätsklinik Köln, hat die Erklärung.

Unser Magen reagiert besonders empfindlich auf Emotionen, auch wenn diese Emotionen erst im Gehirn verarbeitet wurden. Dort ist das sogenannte Limbische System für Empfindungen zuständig - gespeist durch Erinnerungen. Durch Erinnerungen werden emotionale oder auch körperliche Reaktionen wachgerufen, wie ein schnellerer Herzschlag bei Angst oder ein wohliges Gefühl in der Bauchgegend bei Freude oder auch Verliebtsein.

Verliebtheit wirkt sich auf die Geschmacksknospen aus

Junge blonde Frau lacht in Kamera, hält Salatteller in einer Hand und Gabel mit Tomate in der anderen
high-key portrait smiling female eating her salad © Liv Friis-larsen - www.fotolia.de

Wer verliebt ist weiß, dass alles anders es. Die Welt scheint bunter, fröhlicher und geruchsintensiver zu sein. Wie nun Wissenschaftler feststellen konnten, wirkt sich der Zustand der Verliebtheit aber auch auf die Geschmacksknospen aus. Dieser Ausnahmezustand der Gefühlswelt lässt demnach süßes oder saures Essen deutlich intensiver schmecken als zum Beispiel salziges oder gar bitteres.

Als Erklärung sehen die Wissenschaftler das körpereigene Hormon Serotonin als verantwortlichen in diesem Geschmackspiel, das gerade bei frisch Verliebten wesentlich geringer vorhanden ist als bei Paaren die schon länger zusammen sind.

Weshalb genau dieses Zusammenspiel existiert, wissen die Forscher zwar noch nicht, aber sie konnten eine Übereinstimmung zu Menschen mit Depressionen feststellen, die ebenfalls ein sehr niedriges Level dieses Wach- und Schlafhormons aufzeigen.

Bei verliebten Menschen verändert sich der Geschmackssinn

Liebe geht durch den Magen - dies stellten jetzt auch Wissenschaftler aus Bremerhaven fest. Bei einer Studie mit 70 Teilnehmern, darunter 35 frisch Verliebte, testeten sie den Geschmackssinn verschiedener Menschengruppen. Das Ergebnis des Geschmackstests zeigt, dass die frisch verliebten Menschen die Geschmacksrichtungen sauer und salzig viel extremer und deutlicher herausschmeckten, als andere Menschen. Bei süß und bitter ist es jedoch genau das Gegenteil; sie wurden von den Verliebten nicht gleich herausgeschmeckt.

Dass Verliebte gewisse Dinge anders empfinden als andere, liegt daran, dass die Konzentration der Hormone sich verändert. In diesem Fall ist es die veränderte Konzentration des Serotonins, das unter anderem für die Wahrnehmung verantwortlich ist.

Das Gehirn kann sich im Fünftel einer Sekunde verlieben

Dunkelhaarige Frau bei einem Date mit einem kräftigen Mann in blauem Hemd im Straßencafe
interracial couple meeting on a casual first date outdoors © Innovated Captures - www.fotolia.de

Mit einem bildgebenden Verfahren haben Forscher mehrerer amerikanischen Universitäten im Rahmen einer Studie, die im "Journal of Sexual Medicine" veröffentlicht wurde, beobachtet, wie die Liebe das Gehirn beeinflusst. Die Ergebnisse sind sehr überraschend, denn sie könnten Vielen den Zweifel der Liebe auf den ersten Blick nehmen.

So hat man herausgefunden, dass das Gehirn nur ein Fünftel einer Sekunde braucht, um sich zu verlieben. Zudem wurde deutlich, dass beim Prozess "Verlieben" 12 Hirnregionen zusammenspielen, welche Glückshormone freisetzen. Die Forscher verglichen diesen Zustand mit einem Kokain-Rausch. Auch der Nervenwachstusmfaktor, der ausschlaggebend für die Anzahl an gesunden Nervenzellen ist, wird durch die Liebe beeinflusst. Bei frisch verliebten Paaren wurde ein deutlich höheres Level festgestellt. Weitere Studien zu diesem Thema sollen in Kürze folgen.

Romantische Liebe setzt Teile des Gehirns außer Betrieb

Dass Liebe blind macht, sagt schon ein altes Sprichwort. Dass sie jedoch das Gehirn regelrecht ausschaltet, ist eine neue Erkenntnis.

Britische Forscher haben herausgefunden, dass Menschen, die ein Bild ihres Herzblattes anschauten, in Teilen des Gehirns keine Aktivität mehr aufwiesen. Dies vor allem im Großhirn, wo es um die Einschätzung anderer Personen geht. "Leidenschaftliche, romantische Liebe wird meistens durch visuellen Input aktiviert und sorgt für einen alles beherrschenden und desorientierten Zustand“, berichtet Semir Zeki, der Leiter des Teams auf Physorg.com.

24 Testpersonen, hetero- und homosexuell, wurden neben den Bildern des jeweiligen Geliebten, auch Fotos von Freunden vorgelegt. Übereinstimmend zeigten alle Probanden aktive Gehirnareale an den Stellen, an denen das Glückshormon Dopamin gebildet wird. Andere Gebiete waren praktisch abgeschaltet.

Damit hat sich bestätigt, dass sich manche Sprichwörter als durchaus wahr erweisen.

Liebe macht blind – und doof

Forscher stellten an Meerschweinchen fest, dass Verliebtheit Erinnerungsleistung verschlechtert

Junges Paar auf Wiese schaut sich verliebt und lächelnd an
young couple in love © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Verliebte wirken manchmal auf Außenstehende, als seien sie nicht von dieser Welt. Sie nehmen ihre Umwelt nicht mehr so komplex wahr, wie Singles. Dass daran ein ganz normaler biochemischer Prozess schuld sei, erklärte der Verhaltensbiologe Ivo Machatschke von der Universität Wien.

Bereits abgeschlossene Studien hatten gezeigt, dass, zumindest bei Meerschweinchen, Paare mehr vom Hormon Oxytocin produzierten. Dieses Hormon gilt als eines der Glückshormone und wird eng mit dem Gefühl des Verliebtseins in Verbindung gebracht.

In der neuen Studie gab es weitere Erkenntnisse. So zeigten sich die Singles unter den Meerschweinchen als durchweg pfiffiger bei der Futtersuche in einem Labyrinth. Die Pärchen waren immer wieder mit sich selbst beschäftigt, was die Aufmerksamkeit schwinden ließ.

Weniger Stress und bessere Erinnerungsleistung

Bei der Untersuchung wurden zwei Gruppen von Meerschweinchen über einen Zeitraum von zwei Wochen beobachtet. Eine Gruppe bestand aus Einzelgängern, währen in der anderen Gruppe Paare lebten. Mussten nun die Tiere nach Futter in einer Versuchsanordnung suchen, stellte sich heraus, dass die Paare jeden Tag aufs Neue auf die Suche gingen.

Die „Einzelkämpfer“ erinnerten sich anscheinend an die Futterplätze und waren weitaus schneller dort. "Die (Paar-)Tiere sind enorm auf den anderen Partner fixiert", begründet Ivo Machatschke die Differenz.

Neben der Gehirnleistung leidet bei Paaren auch noch die Entspannung. Die verpaarten Meerschweinchen hatten signifikant mehr des Stresshormons Kortisol im Blut, als ihre einzeln lebenden Artgenossen. Das könnte am ruhigeren Hippocampus liegen. Dort laufen die sensorischen Reize im Gehirn zusammen.

Wahrscheinlich müssen die Singles weniger auf andere achten, als die Pärchen. Auf eines wies Ivo Machatschke allerdings noch hin. Die Meerschweinchen-Paare kannten sich noch nicht lange und waren darum frisch verliebt. Längere Beziehungen sorgen wieder für eine bessere Gehirnleistung.

Pillen für die Liebe? Pharmaindustrie sucht neue Absatzmärkte

Eine Pille, die verliebte Gefühle erzeugt, als logische Konsequenz unserer Gesellschaft

Älteres Paar Hand in Hand im Bett, schaut sich verliebt an
Closeup of a romantic mature couple holding hands on bed © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Einfach eine Pille schlucken um das eingeschlafene Liebesleben wieder mit leidenschaftlichen Gefühlen zu zu beleben? Eine Tablette gegen Liebeskummer? Was nach Science Fiction klingt, wird derzeit von Philosophen der Universität Oxford diskutiert und in der US-Zeitschrift The Atlantic thematisiert: Demnach könnte die Pharmaindustrie bald sogenannte "Love Drugs" entwickeln, die eine längst verflogene Verliebtheit wieder erweckt oder umgekehrt hilft, die Gefühle für den Ex-Mann endlich abzustellen.

Liebe als biochemischer Prozess

Theoretisch dürfte dies kein Problem sein: Schließlich ist "Liebe" rein wissenschaftlich gesehen nichts anderes als ein biochemischer Prozess, der mit künstlichen Hormonen und chemischen Stoffen in Gang gesetzt werden kann. Ähnliche Produkte, zum Beispiel Psychopharmaka gegen Depressionen, sind schließlich schon lange auf dem Markt, so die Philosophen, und Viagra hat für das Liebesleben vieler Paare Wunder gewirkt.

Pille für romantische Verliebtheit

Nicht mehr neu ist auch die Erkenntnis, dass sich viele Studenten in der Prüfungsphase mit Ritalin dopen, um ihre Konzentration zu steigern. Eine Pille, die verliebte Gefühle erzeugt oder erstickt, sei da nur die logische Konsequenz in einer Gesellschaft, in der die "romantische Verliebtheit" einen riesigen Stellenwert eingenommen hat.

Verliebtsein wirkt dank Dopamin, Cortisol, Serotonin und Co. auf den Körper wie ein Rausch

Die warmen Tage sind endlich bei uns angekommen und mit ihnen kommen Jahr für Jahr die passenden Gefühle: die beliebten Frühlingsgefühle, wenn man sich frisch verliebt hat und sich alles nur noch um den einen Menschen dreht.

Die Symptome sind typisch: man hat die rosarote Brille aufgesetzt und ist somit bester Laune, braucht weder Nahrung noch Schlaf um fit zu sein und könnte den ganzen Tag durchgrinsen. Doch was passiert eigentlich im Körper, wenn man verliebt ist?

Das Belohungszentrum im Hirn spielt eine große Rolle, wenn man verliebt ist. Dort wird eine Menge Dopamin – das Glückshormon – produziert, welches den Menschen in einen rauschähnlichen Zustand versetzt, nur dass die Droge in diesem Fall der Partner ist, für den man diese starken Gefühle hegt. Durch die Tatsache, dass man nur an diesen einen Menschen denkt, sinkt hingegen der Serotoninspiegel im Blut, vergleichbar mit Patienten, die an Zwangsstörungen leiden.

Doch die beiden genannten Hormone sind längst nicht die einzigen, die im Fall des Verliebtseins beteiligt sind. Auch Cortisol und Adrenalin werden vermehrt ausgeschüttet, was zu dem bekannten Herzrasen und den Schmetterlingen im Bauch führt. Auch können teilweise Konzentrationsprobleme auftreten. Weiterhin spielt das "Kuschelhormon" Phenylethylamin eine Rolle; dies bewirkt dass wir den Wunsch nach einer Beziehung aufbauen.

Doch wie äußert sich dieses Gefühl eigentlich?

Merkmale des Verliebtseins

Sie sind schon so lange aus dem Schulhofalter heraus, dass Sie gar nicht mehr so genau wissen, wie das war, wenn man verknallt ist? Wenn Sie die folgenden Gefühle erleben, haben Sie ganz offenbar jemanden ganz Spezielles getroffen.

Er/sie geht Ihnen nicht mehr aus den Kopf

Wenn Sie merken, dass Sie über einer Person immer wieder nachdenken müssen, hat das häufig einen Grund. Auch wenn wir uns das zu Beginn nicht immer eingestehen wollen, weiß unser Unterbewusstsein schon längst über unsere Gefühlswelt Bescheid, und lässt unsere Gedanken immer wieder zu diesen besonderen Menschen wandern.

Nervosität und Unnatürlichkeit

Wenn Sie zudem hinter folgende Fragen ein gedankliches Häkchen setzen können, dann ist das ein gutes Anzeichen dafür, dass Ihnen die betreffende Person auf jeden Fall nicht gleichgültig ist.

  • Werden Sie nervös, wenn die betreffende Person sich in Ihrer Nähe aufhält?

  • Verhalten Sie sich dann manchmal verkrampft und unnatürlich, weil sie automatisch immer darum bemüht sind, einen guten Eindruck zu machen?

  • Versuchen Sie womöglich, besonders geistreiche und witzige Bemerkungen zu machen, auch dann, wenn sich das Gespräch um alltägliche oder berufliche Dinge dreht?

  • Verschlägt es Ihnen manchmal sogar die Sprache und bekommen Sie einen heißen Kopf und feuchte Hände?

Sie lachen, wenn er/sie da ist

Sie kichern und glucksen, wenn Ihr Schwarm mit Ihnen spricht? - Kein Mensch ist so lustig, dass er Sie immer wieder zum Lachen bringt.

Es zeigt, dass Sie sich sehr wohl in seiner Gegenwart fühlen und für seine Art von Humor anfällig sind. "Nachtigall, ick hör dir trapsen", wie die Berliner sagen würden.

Einfache Kommunikation wird kompliziert

Sie brauchen plötzlich fünf Minuten, um eine einzeilige SMS zu verfassen? - Das ist ein untrügliches Zeichen dafür, dass Ihnen die Person am anderen Ende der Funkwellen wichtig ist. Sie wollen schließlich nicht den falschen Eindruck hinterlassen und legen jedes getippte Wort auf die Goldwaage, bevor Sie schließlich aufgeregt auf "Senden" klicken.

Die Suche nach Nähe

Ob Sie tatsächlich verliebt sind, können nur Sie selbst beurteilen. Denken Sie an frühere Verliebtheiten zurück und versuchen Sie sich an Ihre Gefühle zu erinnern. Ziehen Sie dann Vergleiche.

Möchten Sie möglichst viel Zeit mit Ihrer Bekanntschaft verbringen, und suchen Sie unter allen möglichen Vorwänden ihre Nähe, nur um dann unsicher herum zu stehen und sich unsicher zu fühlen? Dann hat es Sie mit Sicherheit erwischt.

Sie necken sich

Der Volksmund weiß, was sich liebt, das neckt sich. Wenn Sie sich immer wieder dabei erwischen, wie Sie den anderen antippen, kitzeln oder spielhaft hauen, ist das ein untrügliches Zeichen dafür, dass Sie unbewusst den körperlichen Kontakt suchen.

Sie müssen sich gegenüber Ihren Freunden verteidigen

Außenstehende kriegen meistens schneller mit, was Sache ist, als Sie selbst. Wenn Ihre Freunde Sie auf den Menschen ansprechen, mit dem Sie neuerdings soviel Zeit verbringen und Sie nur verlegen ein: "Ach, da läuft nichts. Wir sind nur Freunde" herausbringen, hoffen Sie insgeheim, dass aus der Geschichte mehr wird.

Frühlingsgefühle – 5 Mythen über das Verlieben

Was ist dran an der rosaroten Brille und der Liebe auf den ersten Blick?

Junges Paar sitzt auf Bergwiese, er umarmt sie von hinten, beide lächeln
just married 9 © Patrizia Tilly - www.fotolia.de

Der Frühling gilt als Jahreszeit der Verliebten. Angeblich sollen die Hormone uns zwischen April und Mai förmlich in die Arme des anderen Geschlechts treiben. Aber ist das wirklich wahr? Und wie steht es mit anderen Liebesmythen?

1. Im Frühjahr spielen die Hormone verrückt

Stimmt leider nicht. Zwar produziert der Organismus im Frühling weniger müde machendes Melatonin und kurbelt stattdessen die Glückshormone Serotonin und Dopamin an. Wir brauchen weniger Schlaf und fühlen uns wohler.

Die Sexualhormone sind davon aber unabhängig. Erotische Gefühle verdanken wir eher den optischen Reizen des Frühjahrs: wir kleiden uns luftiger und lenken die Aufmerksamkeit dadurch mehr auf unseren Körper.

2. Liebe ist wie eine Droge

Wenn wir uns verlieben, arbeitet das Belohnungszentrum in unserem Gehirn auf Hochtouren. Eben jene Hirnregion, die auch durch Drogen stimuliert wird. Verliebtheit kann sich also tatsächlich so anfühlen wie ein Drogenrausch – mit entsprechenden Entzugserscheinungen, wenn das Objekt der Begierde die Gefühle nicht erwidert.

3. Verliebte tragen eine rosarote Brille

Stimmt. Verliebte ändern ihre Wahrnehmung. Ihren Partner sehen sie durch eine rosarote Brille: er wirkt subjektiv schöner und attraktiver als er in den Augen anderer ist. Die Reize von Fremden blenden sie dagegen aus.

4. Abenteuer machen attraktiv

Unser Gehirn ist ein äußerst komplexes System – mit simplen Gesetzen. So überträgt sich die Erregung einzelner Hirnareale leicht auf andere Bereiche. Wer mit jemandem einen Adrenalinrausch erlebt, etwa auf der Achterbahn oder beim Fallschirmspringen, empfindet diesen Menschen als attraktiver. Angst macht sexy.

5. Liebe entsteht auf den ersten Blick

Man weiß es nicht – manche Studien legen nahe, dass die angebliche Liebe auf den erste Blick nur die Eitelkeit der Verliebten bestätigt. Narzisstische Menschen fühlen sich zu Menschen hingezogen, die sie offensiv anhimmeln.

Um das zu erkennen, reicht ein einziger Blickkontakt. Andere Wissenschaftler sehen dieses intensive In-die-Augen-Schauen bereits als Zeichen von Verliebtheit. Wer nur sexuell interessiert ist, scannt eher den Körper des Gegenübers.

Frühlingszeit: Liebe, Lust & Leidenschaft

Der Frühling ist genau die richtige Zeit, neue Bekanntschaften zu vertiefen oder alte Beziehungen wieder aufzufrischen

Junges Paar auf Wiese beim Picknick, im Vordergrund Fahrrad mit Korb
meadow © diego cervo - www.fotolia.de

Endlich die ersten warmen Sonnenstrahlen aufsaugen, die Vögel zwitschern hören und den Blumen beim Wachsen zuschauen: Der Frühling übt einen ganz besonderen Zauber auf uns auf - was sich auch in den berühmten Frühlingsgefühlen niederschlägt. Wenn alle Schwere der vergangenen Monate von uns abfällt, dann sind wir wieder in Flirtlaune. Ob daraus mehr wird, lässt sich vorher natürlich nie so ganz sicher sagen - aber auch so lassen sich ein charmantes Gespräch oder ein vielsagender Austausch von Blicken wunderbar genießen.

Wenn aus dem Flirt mehr wird

Erzwingen lässt sich bekanntlich gar nichts. Trotzdem kann man selbst eine ganze Menge dafür tun, damit aus einem Flirt vielleicht doch mehr wird: Wer sich bisher nur im Freundeskreis gesehen hat, kann sich zu gemeinsamen Aktivitäten verabreden - ideal, wenn man sowieso gleiche Interessen hat.

Der Frühlingsflirt liebt es, im Garten zu buddeln? Dann machen Sie sich doch mal gemeinsam ans Werk! Er oder sie ist ein ausgesprochener Filmfan? Laden Sie zum Open-Air Kino! Wenn die Tage wärmer und die Nächte länger werden, kann man sich wunderbar kennenlernen, ohne gleich mit der Tür ins Haus zu fallen.

Alte Liebe rostet nicht

...so heißt es zumindest im Sprichwort. Und tatsächlich kann der Frühling auch Gelegenheit bieten, eine "alte" Beziehung wieder aufzufrischen: Zeigen wir unserer bzw. unserem Liebsten, was er/sie uns bedeutet!

Entdecken wir die neue Jahreszeit bei einer Radtour oder bei einem Picknick im Park, und lassen wir uns darauf ein, auch unseren Partner/unsere Partnerin wieder mit anderen Augen zu sehen - eben ganz so, als hätten wir uns eben erst frisch kennengelernt. Eine Verabredung zum Eisessen wie früher per SMS, vorsichtige Küsse im Café: Nutzen Sie diese ganz besondere Jahreszeit, um sich wieder näher zu kommen!

Doch geht es dem Objekt Ihrer Begierde genau so?

Anzeichen der Verliebtheit beim Anderen

Achten Sie einmal darauf, wie die betreffende Person sich in Ihrer Gegenwart verhält. Vergleichen Sie dieses Verhalten ruhig auch mit dem Verhalten, das sie anderen Personen gegenüber an den Tag legt.

Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie mit mehr Aufmerksamkeit bedacht und zuvorkommend behandelt werden, dass die Person Sie heimlich beobachtet oder Ihre Nähe sucht, dann sind dies Anzeichen für eine Verliebtheit. Sind Sie schon einen Schritt weiter und in dem Stadium, in dem man sich häufiger zu zweit verabredet, dann sollten Sie den besten Zeitpunkt für den entscheidenden Schritt nicht vor lauter Vorsicht verpassen und die Chance ungenutzt lassen.

Augenkontakt und leichte Berührungen

Verliebtheit äußert sich auch manchmal im Blick. Wird der Augenkontakt intensiver, und werden erste vorsichtige Berührungen zugelassen oder gar erwidert, dann können Sie davon ausgehen, dass zumindest ein Interesse besteht. Welcher Natur es ist, finden Sie dann meist schnell heraus.

Hat Amors Pfeil getroffen? - Sichere Anzeichen für die Verliebtheit von Männern

Junges Paar im Bademantel Stirn an Stirn lächelt sich verliebt an
fooling around in the morning © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Das weibliche Geschlecht grübelt oft stundenlang darüber nach, ob der erwählte Herzbube echte Gefühle entwickelt hat oder ob er doch nur auf eine unverbindliche Affäre aus ist. Die richtige Antwort zu finden, ist nicht immer leicht. Doch es gibt Hoffnung und sichere Anzeichen für die Verliebtheit von Männern. Woran die Damenwelt erkennt, dass Amors Pfeil getroffen hat.

Zärtlichkeit und langfristige Planungen

Männer, die ihre Dame des Herzens schon sechs Monate vor Weihnachten mit einer Winterreise überraschen, meinen es ernst. Langfristige Planungen sind ein echtes Liebeszeichen. Auch ein untrügliches Indiz: Er ist so oft wie möglich mit seiner Partnerin zusammen. Falls das nicht geht, schickt er SMS und ruft an.

Hat es einen Mann voll erwischt, guckt er ungern fremden Röcken hinterher, sondern hat nur Augen für seine Angebetete. Ein besonderes Zeichen für männliche Verliebtheit sind zärtliche Küsse und Umarmungen in der Öffentlichkeit. Da Männer in dieser Hinsicht eher zurückhaltend sind, dürfen Frauen fest daran glauben, dass ihr Herzblatt ernste Absichten hegt.

Familientreffen und Kompromissbereitschaft

Verliebte Jungs verwöhnen ihren Schatz gerne, schleppen Kuscheldecken an und sehen sich Schmonzetten im TV an. Ein echter Fall von Liebe ist eine Einladung zum Familientreffen. Ob Opas Geburtstag oder Kaffeetrinken bei den Eltern – Frauen können sich der Liebe ihrer Flamme sicher sein.

Auch Kompromissbereitschaft zeugt von Liebeslust. Er ist bereit, auch mal einen Fußballabend zugunsten eines Kinobesuchs sausen zu lassen? Prima, dann hält er große Stücke auf sein Mädchen. Verzichtet er auf ein wichtiges Bundesligaspiel und shoppt stattdessen Schuhe mit der Freundin, sind selbst die ewigen Zweiflerinnen überzeugt.

Finden Männer jetzt noch die Eigenheiten ihrer Partnerin ganz entzückend und lächeln über die merkwürdigsten Marotten, steht der Kurs auf Liebe. Und das wohl sicherste Zeichen für Verliebtheit bei Männern sind Andeutungen in Richtung Zusammenziehen, Heirat oder Kinder.

Ist man sich seiner Gefühle sicher, wird man diese auch bald dem Partner offenbaren wollen - doch wie geht man dabei vor?

Tipps für ein gelungenes Liebesgeständnis

Es sind die vielleicht schönsten Gefühle, die ein Mensch im Laufe seines Lebens erleben kann: die Schmetterlinge im Bauch, die von der zarten Zuneigung einer anderen Person gegenüber künden. Doch die Verliebtheit will hinaus in die Welt, jedem Freund mitgeteilt werden und sich frei entfalten dürfen. Das Geständnis ist also wichtig – doch wie sollte dieses eigentlich ablaufen?

Die Selbstsicherheit abwarten

Zunächst einmal ist es wichtig, nicht jedes Gefühl der Sympathie als Liebe oder Verliebtheit zu verstehen. Der Betroffene sollte sich ruhig einmal die Zeit nehmen und genau ergründen, was er für einen anderen Menschen tatsächlich empfindet.

Handelt es sich hierbei lediglich um den Überschwang der Hormone, weil jemand nett aussieht, das bestimmte Etwas besitzt oder vielleicht sogar materielle Vorteile mit sich bringt? Oder aber besteht wirklich der Eindruck, dabei könne es sich um den Partner für das Leben handeln – jemanden also, bei dem man sich einfach nur fallen lassen möchte?

Die gegenseitigen Empfindungen ausloten

Doch wer seine Gefühle äußern will, sollte vorab auch sichergehen, dass diese nicht gänzlich unerhört bleiben. Es ist ratsam, bei der betreffenden Person selbst ansatzweise das Empfinden zu erfragen oder diesen Schritt über Freunde und Bekannte vorzunehmen. Wer darauf verzichtet, geht das große Risiko ein, sich mit allem Herzblut an die Liebeserklärung zu klammern und letztlich dennoch abgewiesen zu werden.

Eine gewisse Bestätigung der gegenseitigen Sympathie sollte also in jedem Falle vorhanden sein. Besser wäre es natürlich, wenn bereits eine bestimmte Bindung zwischen beiden Personen vorliegt und auf deren Basis dann die berühmten drei Worte geäußert werden.

Einen passenden Moment wählen

Große Probleme bereitet immer wieder die Frage, wann das Geständnis offenbart wird. Hierbei empfiehlt es sich, die Angelegenheit nicht zwischen Tür und Angel klären zu wollen. Ebenso wenig sollte aus einer Schwäche heraus auf die Schnelle agiert werden. Die Liebe ist nichts, wessen man sich schämen müsste.

Ein romantischer Ort, eine nette Geste der Zuneigung und die Offenbarung an sich bleiben meist ein Leben lang im Gedächtnis. Je sorgfältiger die Auswahl hierbei vorgenommen wird, desto mehr können die Gefühle des Augenblicks auch für ein positives Resultat sorgen. Wer sich dagegen keine Mühe gibt, erweist sich als wenig kreativ.

Keine materiellen Güter verplanen

Eine Methode, das Herz des oder der Geliebten zu gewinnen, liegt nicht selten in üppigen Geschenken oder darin, jemanden kostspielig auszuführen. Doch derlei finanzielle Aufwendungen werden – so schön sie auch sind – nicht die wahren Gefühle beeinflussen können.

Wichtig ist es, dass zwei Menschen mit ihren Herzen zueinanderfinden, statt sich von den wirtschaftlichen Möglichkeiten des Gegenübers leiten zu lassen. So kann ein selbst verfasstes Gedicht, eine kleine Bastelei oder ein Bild eher das Wesen eines Menschen darstellen, als es alle kaufbaren Güter je vermöchten. Wer sich etwas einfallen lässt, ist daher stets im Vorteil.

Den Gefühlen freien Lauf lassen

Idealerweise wird das Geständnis an einem leicht abgeschiedenen Ort geäußert. Vielleicht

  • bei einem gemeinsamen Spaziergang
  • bei einer Bootstour oder
  • beim Zusammensitzen nach dem Filmabend.

Ratsam ist es, die Empfindungen sprechen zu lassen. Es geht nicht darum, jemandem einen Nutzen aus der Beziehung aufzuzeigen.

Es sollte gesagt werden, was der Betroffene empfindet, wie er über die andere Person denkt und wie wichtig ihm diese ist. In welcher Ausformung das geschieht, ist individuell verschieden.

Die Äußerungen sollten jedoch authentisch, kreativ und nicht gekünstelt wirken. Gelingt das, kann aus dem wunderbaren Gefühl des Verliebtseins noch etwas Größeres erwachsen: die Liebe selbst.

Männer äußern ihre Verliebtheit und Zuneigung durch SMS

Hände eines Mannes, der ein Smartphone bedient
man hands touching smartphone bright background, closeup © anyaberkut - www.fotolia.de

Wenn ein Mann so richtig verliebt ist, verhält er sich anders wie eine verliebte Frau. Er schreibt etliche SMS und Mails, um seiner Angebeteten seine Gefühle zu zeigen. Laut einer Internet-Umfrage hat jeder zweite Mann dieses Bedürfnis, aber nur jede dritte Frau. Frauen neigen nämlich eher dazu, ihren Freundinnen und nicht dem Angebeteten selber mitzuteilen, dass sie tierisch verliebt sind. 44% der Frauen schwärmen ihren Freundinnen vom Partner vor, jedoch nur 32% der Männer.

Frauen wissen auch besser als Männer: Liebe geht durch den Magen. Deswegen haben sie, wenn sich frisch verliebt sind, auch nicht mehr so viel Hunger. Bei 45% sind bei einer neuen Liebe sozusagen auf "Liebes-Diät". Auf Männer trifft dies eher nicht zu.

Frauen warten mit ihrem Liebesgeständnis länger als Männer

Zwei Herzen in Sand gemalt am Strand, dahinter kommt eine Welle
hearts in the sand © svlumagraphica - www.fotolia.de

Frauen scheinen allgemein gesehen deutlich vorsichtiger mit ihrem Liebesgeständnis an den Partner zu sein als Männer, wie eine Umfrage der Online-Partnerbörse "eDarling" unter 518 Personen zeigt. Während 21 Prozent der Männer angaben, ihrer Partnerin bereits nach einer Woche ihre Liebe zu gestehen, sagten dies jedoch nur 7 Prozent der Frauen.

41 Prozent der Männer sagen ihrer Partnerin nach etwa drei Monaten zum ersten Mal, dass sie sie lieben (Frauen: 35%) und 12% der Männer warten sechs Monate oder länger bis sie mit ihrem Liebesgeständnis herausrücken.

Von den befragten Frauen lassen sich dagegen 35 Prozent so lange Zeit. eDarling-Psychologin Dr. Wiebke Neberich zufolge lässt sich dieser Unterschied evolutionsbiologisch erklären. Während Männer mit dem Liebesgeständnis versuchen die Frau an sich zu binden, weil sie Angst haben sie verlieren zu können, nehmen sich Frauen die Zeit ihren zukünftigen Partner erst einmal genauer zu checken, bevor sie sich ihm versprechen.

Was tun, wenn man einen Korb bekommt?

Man nimmt allen Mut zusammen, gesteht seinem Schwarm, dass man sich verliebt hat und dieser erwidert diese Gefühle - so würde wohl der Idealfall aussehen. Nicht immer ist dies jedoch der Fall und selbst wenn man sich eigentlich sicher war, dass die Gefühle nicht nur einseitig zu fühlen sind, kann es passieren, dass man abgewiesen wird. Wie geht man damit am besten um?

Eine typische Aussage ist in so einem Fall, dass man sich seiner Gefühle noch nicht sicher sei. Wer dies zu hören bekommt, kann häufig davon ausgehen, dass er/sie einen nur nicht verletzten möchte; viel Hoffnung auf mehr sollte man sich nicht unbedingt machen.

Sollte es sich tatsächlich um Unsicherheit handeln, ist es nicht unwahrscheinlich, dass diese auch bestehen bleibt. Am besten distanziert man sich vorerst von weiteren Emotionsbekundungen.

Generell gilt, dass man die Abweisung des anderen akzeptieren muss. Möchte man den Kontakt zum anderen dennoch auf freundschaftlicher Basis halten, sollte man dies auch wirklich in die Tat umsetzen, statt den anderen doch noch zu einer Beziehung zu "überreden". Kommt man mit einer lediglich freundschaftlichen Verbindung nicht klar, sollte man den Kontakt - zumindest vorerst - abbrechen.

Liebe macht Frauen männlicher...

Junges Paar in Jacken umarmen sich, lächeln in die Kamera, hinten grüne Wiese
Young couple hugging © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Bei Verliebten gerät das männliche Hormon Testosteron in Bewegung. Resultat: Bei Frauen steigt es an, bei Männern sinkt es.

Frauen werden männlicher, Männer weiblicher, berichtet das Apothekenmagazin BABY und die ersten Lebensjahre. Herausgefunden haben dies Forscher der Universität Pisa, als sie die Hormonwerte von frisch Entflammten beiderlei Geschlechts mit denen nicht verliebter Artgenossen verglichen.

Allerdings hält das harmonische Miteinander der Hormone leider nicht lange an: Ein oder zwei Jahre nach der ersten Messung hatten sich die Hormonspiegel auch bei den leidenschaftlichsten Probanden wieder normalisiert.

Für Deutsche existiert Liebe auf den ersten Blick

Die große Liebe mit einem Blick erkennen

Liebe - Ein rotes Herz schwebt zwischen zwei Händen
herz und hände © Falko Matte - www.fotolia.de

59 Prozent der Deutschen glauben daran, dass sich die große Liebe mit einem Blick erkennen lässt. Mehr als die Hälfte der Deutschen scheint diese Erfahrung schon gemacht zu haben, denn 53 Prozent gaben an, sich selbst schon auf diese Weise verliebt zu haben.

66% der 50-59-jährigen glauben an Liebe auf den ersten Blick

Einen Unterschied scheint zu machen, ob man einen Single-Haushalt führt oder zusammen wohnt. In Haushalten mit zwei Personen hielten 63 Prozent, in Einpersonenhaushalten hielten nur 52 Prozent die spontane Liebe für möglich.

Ebenfalls macht das Alter einen Unterschied in der Einstellung, denn jüngere Leute stehen der Liebe auf den ersten Blick kritischer gegenüber. So glauben 48 Prozent der 14 bis 29-jährigen daran, wohingegen 66 Prozent der 50- bis 59-jährigen davon überzeugt sind. 59 Prozent aus der älteren Gruppe haben diese Gefühle auch schon selbst erlebt. Auch der Wohnort scheint Ausschlag auf die Einstellung zu geben, in der Hauptstadt Berlin sind 77 Prozent von der Liebe auf den ersten Blick überzeugt, in Ländern wie Niedersachsen, Hamburg und Bremen sind es nur 50 Prozent.

Was unsere Füße über unsere Emotionen verraten

Der Fuß als Kommunikationsmittel - wie man verschiedene Bewegungen deuten kann

Nackte Füße einer Frau, übereinander geschlagen, auf weißem Hintergrund
beautiful female legs isolated on white © Monika Adamczyk - www.fotolia.de

Frauen sollten den Männern nicht nur auf die Füße schauen, um deren schöne Schuhe zu betrachten. Wenn er seine Füße unnatürlich ruhig hält, kann das ein Hinweis auf eine Lüge sein. Doch das ist noch nicht alles, was Professor Geoff Beattie von der Universität Manchester über unsere Füße herausgefunden hat.

"Ein Lächeln oder den Augenaufschlag kann man verstecken, doch die Füße zu lesen ist wesentlich einfacher, weil niemand darauf achtet, was er mit seinen Füßen überhaupt macht." Die Fußbewegung als ultimative nonverbale Kommunikation bringt so einiges zu Tage.

Sind Frauen nervös, halten sie ihre Füße bewusst still, während Männer sie wesentlich häufiger als sonst bewegen. Auch extrovertierte, dominante oder arrogante Menschen haben ihre Füße unter Kontrolle (wie auch gern alles andere), schüchterne Gemüter haben da mehr Bewegung.

Besonders interessant wird es beim Flirten: hat die Gesprächspartnerin die Beine gekreuzt, ist das kein gutes Zeichen; bewegt sie die Beine weg vom Körper während sie lacht, zeigt das ihre Sympathie dem anderen gegenüber. Allerdings lässt sich diese Beobachtung nicht auf die männliche Körpersprache übertragen.

Gibt es Liebe auf den zweiten Blick?

Zwei Gläser mit Rotwein gekippt, darunter Rotweinfleck in Herzform
Red wine spilled from glasses © Igor Dutina - www.fotolia.de

An die Liebe auf den ersten Blick glauben bekanntlich sehr viele Frauen und Männer; viele haben sich dadurch auch kennen gelernt. Doch wie sieht es mit dem zweiten Blick aus? Eine Umfrage in einer Singlebörse hat diese Frage mal genauer untersucht.

Das überraschende Ergebnis: bereits jeder dritte Single hat sich schon mal in jemanden verliebt, den er zu Beginn nicht attraktiv fand. Dass dies also passieren kann, ist allgemein weit verbreitet.

Macht man die Antworten der Befragten abhängig von deren Alter, so fällt auf, dass knapp 60 Prozent zwischen 18 und 29 Jahre jung sind; bei den 45 bis 54-Jährigen ist es nur noch jeder Zweite, der daran glaubt.

Erstaunliche Studie - Wer eine Beziehung eingeht, verliert Freunde

Junges Liebespaar in Küche, Umarmung, auf der Arbeitsfläche viel Gemüse, weiße Oberschränke, helle Küche, Spüle
young couple in their kitchen © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Wissenschaftler aus Australien haben nun eine erstaunliche Studie veröffentlicht. Durchschnittlich verliert jeder Mensch zwei Freunde, sobald er eine Partnerschaft eingeht. Es ist jedoch nicht bekannt, was für genauere Gründe das hat, jedoch vermuten die Forscher dass es sich dabei um die Liebe selbst handle, die nicht viel Raum für andere Dinge (in dem Fall: Freunde) ließe. Man schenkt seine ganze Aufmerksamkeit der neuen Liebe, und vernachlässigt so seine anderen Freunde.

In der australischen "Herald Sun" berichteten sie, dass der durchschnittliche Mensch insgesamt sechs engere Freunde hat. Sobald eine neue Partnerin oder ein Partner in das Leben treten, sind es nur noch vier - und die neue Liebschaft. Die Forscher befragten aber auch Menschen mit Affären: In diesen Fällen trat dieses Phänomen nicht auf, wahrscheinlich weil Affären meistens geheimgehalten werden.

Auf der Suche nach der Liebe - Männer wissen oft schon nach dem ersten Date, ob sie verliebt sind

Paar ist draussen, sie schauen sich gegenseitig an und lächeln
Portrait of woman and man looking at each other outside © pressmaster - www.fotolia.de

1.500 Männer und 1.500 Frauen wurden bei der Suche nach der Liebe von Psychologen begleitet. Dabei gab es nicht etwa Tipps und Trick. Die Forschergruppe befragte vielmehr ihre Probanden nach jedem Date, ob sich bereits Gefühle für den potentiellen Partner entwickelt hätten.

Das Ergebnis: während Frauen sehr zögerlich bei der Partnerwahl sind und erst nach durchschnittlich sechs Treffen eine Aussage treffen können, scheint es bei den Herrn den Glauben an Liebe auf den ersten Blick zu geben. Viele wissen nach eigenen Angaben bereits nach dem ersten Treffen, ob dies ihre Partnerin werden könnte.

Die Forscher sehen den Grund in den verschiedenen Kriterien der Geschlechter. Frauen kalkulieren kühl die Vor- und Nachteile dieser eventuellen Beziehung. Männer dagegen entscheiden aus dem Bauch heraus, oft orientiert am Äußeren und dem ersten Gesprächseindruck.

Hohe Ansprüche stehen Glück in der Liebe im Weg

Junges Paar beim Blind Date, er ein Streber mit Fliege, sie dreht sich abweisend weg
Woman rejecting a geek boy in a blind date © Antonioguillem - www.fotolia.de

Die Suche nach dem ultimativen Traummann, der absoluten Traumfrau gestaltet sich manchmal steinig. Schuld daran könnten die hohen Ansprüche sein, die deutsche Partnersuchende an ihren künftigen Lebenspartner stellen: Unrealistische Vorstellungen und gnadenlose Urteile vermasseln die große Liebe häufig schon bevor sie überhaupt beginnen kann.

Eine Tendenz, die durch eine Studie des renommierten Instituts für Demoskopie Allensbach gerade belegt wird. Demnach glauben rund zwei Drittel aller Deutschen an den Partner fürs Leben. Was auf den ersten Blick romantisch klingt, das birgt auf den zweiten fast schon erschreckende Erkenntnisse: Denn solange dieser Traumpartner noch nicht gefunden ist, suchen viele einfach weiter - und zwar selbst dann, wenn sie bereits liiert sind. Anstatt in die eigene Beziehung zu investieren, hängen also viele Menschen ihren Traumvorstellungen nach. Und verpassen dabei viel zu oft das wahre Leben mit all seinen Tücken und Schwächen, aber eben auch: mit einem Menschen an ihrer Seite, der das Potential zum Partner fürs Leben hätte. Wenn man ihm denn nur eine Chance geben würde...

Wenn Amor Pfeile trifft: Jeder zweite Deutsche glaubt an Liebe auf den ersten Blick

Aufgeschlagenes Buch, Seiten in Herzform, roter Hintergrund
the book of love 03 © Tom Kooning - www.fotolia.de

Die Deutschen entpuppen sich als Volk von Romantikern: Jeder zweite glaubt nach einer Umfrage des Institutes Allensbach an Liebe auf dem ersten Blick. Lediglich ein Drittel hält die plötzliche Liebe für eine Erfindung schmalziger Hollywood-Filme. 12% Prozent sind unentschieden.

41% der insgesamt 1600 befragten Männer und Frauen sagten sogar, sie hätten Liebe auf den ersten Blick schon einmal erlebt. Vor allem im August und im Mai standen die Chancen von Amors Pfeil getroffen zu werden dabei am günstigen, während die dunklen Wintermonate Dezember und Januar die geringsten Erfolgsaussichten verheißen.

Die meisten der plötzlich Verliebten genossen dabei das Gefühl, sich auf einmal besonders schön (die Damen) oder besonders stark (die Herren) zu fühlen – und wurden doch zugleich von Zweifeln geplagt: Immerhin jeder Dritte war sich nicht sicher, ob es die neue Liebe wirklich ernst meinte oder nur auf eine kurze Affäre aus war.

Eine uralte Frage - gibt es die Liebe auf den ersten Blick

Braunhaarige Frau fasst an den Strohhalm ihres Cocktails und wirft einem Mann einen verführerischen Blick zu
Weekend party © Sergey Nivens - www.fotolia.de

Muss sich ein Paar mehrmals treffen, um zu erkennen, ob es Liebe ist oder kann dies gleich beim ersten Kontakt festgestellt werden? Eine Befragung von 2000 Menschen ergab, dass es bei einem Großteil wirklich die ersten Minuten sind, die darüber entscheiden, ob es weitergeht oder nicht. Die Liebe auf den ersten Blick, die Stoff für zahlreiche Geschichten und Filme bot, scheint es wirklich zu geben.

Fast die Hälfte der Befragten entscheide innerhalb von Minuten, ob es möglich ist, sich in sein Gegenüber zu verlieben. Bei manchen geschieht das in Sekunden, andere brauchen einige Stunden, um diese Entscheidung treffen zu können. Ist es doch in der Tat so, dass die ersten Minuten entscheiden, so geschieht dies oft mit Vorurteil. Das liegt daran, dass alte Erfahrungen in diese Situation mit einspielen.

Auch ist es unwichtig, was man trägt oder wie die Haare liegen, die Entscheidung wird aus dem Unterbewusstsein heraus getroffen.

Umfrage: August ist Monat Nummer 1 in puncto neue Liebe

Frau mit Kappe an Baum gelehnt, lächelt in Kamera
nature © Amir Kaljikovic - www.fotolia.de

Wann sich die Deutschen wohl am ehesten verlieben? Ist es vielleicht der kuschelige Dezember, wenn weihnachtliche Beleuchtung und Glühweinduft die romantischen Gefühle wachrufen? Oder vielleicht doch eher der zauberhafte Frühling, wenn der Mai bekanntlich alles neu macht - und vielleicht eben auch Singles zu Partnern?

Völlig falsch, wie jetzt eine Umfrage des renommierten Allensbacher Institut zeigt. In Auftrag gegeben wurde die Erhebung vom Kaffeehersteller Jacobs Krönung, der in seinem "Trendcheck" immer wieder aktuellen Tendenzen auf den Zahn fühlt. In dieser Umfrage durften Männer und Frauen ausgiebig Auskunft geben über ihr Liebesleben, ihre Ansichten zur berühmten Liebe auf den ersten Blick und eben dem Monat, in dem sie ihren Partner kennen - und lieben lernten.

Die Zahlen sind eindeutig: Die Anzahl derer, die sich im August verliebt, liegt weit über 50 Prozent höher als in allen anderen Monaten des Jahres. Somit wird die hitzigste Zeit des Jahres auch in Liebesdingen offenbar sehr, sehr heiß...

Tipps für die kuschelige Jahreszeit: Wieso der Herbst ideal für Flirts und sogar die große Liebe ist

Küssendes Paar im Herbst, Frau verdeckt den Kuss mit Herbstblatt
young couple kissing behind autumn leaves © michaeljung - www.fotolia.de

Man verbindet den Herbst und Winter auf den ersten Blick nicht mit Leidenschaft und Lust. Dabei sind es gar nicht nur die Sonnenstrahlen des Sommers, die uns Lust auf Flirten und Sex machen. Chronobiologen wie Professor Till Roenneberg von der LMU in München, der am Institut für Medizinische Psychologie arbeitet, untersuchen die Auswirkungen der Jahreszeiten auf den Organismus des Menschen.

Die nahende Winterzeit bringt den Körper nämlich nicht nur hormonell ganz schön in Aufruhr. Auch auf psychologischer Ebene spielt sich jetzt vieles ab. Wenn wir sehen, wie die Natur vergeht, die Blätter von den Bäumen fallen, dann sehnen wir uns nach Stabilität. Nicht viele Flirts und Übergangsbeziehungen werden jetzt ernster, weil wir uns nach einem festen Bezugspunkt sehnen. Hormone sorgen dafür, dass die Aktivität im linken Hirnlappen ansteigt - hier regen sich Zärtlichkeit und Zutrauen. Im Herbst kommen die Frauen auf einen besonders hohen Östrogenspiegel, bei den Männern steigt das Testosteron

Viele vertreiben die Winterdepression gerne mit einer Extraportion Serotonin, das beim Kuscheln und Sex entsteht. Wer also noch niemanden gefunden hat, sollte nicht verzagen, nur weil es draußen dunkler wird. Lieber sollte man weiter die Antennen ausfahren - da draußen suchen die Leute nach wie vor nach ihrem Glück.

Sind Männer verliebt, so laufen sie langsamer

Nahaufnahme Paar Hand in Hand beim Spazierengehen
Mid section image of a couple holding hands, outdoors © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Möchte eine Frau wissen, ob der Mann mit dem sie unterwegs ist Gefühle für sie hegt, sollte sie nach neusten Erkenntnissen zweier US-Forscherinnen einfach auf die Gehgeschwindigkeit achten. Verliebte Männer passen nämlich ihre Schritte dem Tempo der Frau an, wenn diese in sie verliebt sind.

Zunächst wurden allgemein die Schrittgeschwindigkeiten von Männern und Frauen untersucht. Das männliche Geschlecht ist im Durchschnitt wesentlich schneller unterwegs als das Weibliche. Auch wenn Mann und Frau gemeinsam unterwegs sind, drosselt der Mann sein Tempo nicht. Die Frau musste immer wieder ihre Schritte der Geschwindigkeit des Mannes anpassen. Eine einzige Ausnahme stellte das Verliebtsein dar. Ist der Mann bis über beide Ohren in die Frau verliebt, so passt er sein Tempo an und läuft langsamer. Um genau zu sein, waren es sieben Prozent weniger.

Das Verhalten führen die beiden Wissenschaftlerinnen, die Biologie-Professorin Cara Wall-Scheffler, sowie die Studentin Janelle Wagnild auf das Verhalten zu Zeiten der Jäger und Sammler zurück. Hier mussten die Männer auch ihr Tempo anpassen, wenn sie mit den Frauen über eine längere Strecke unterwegs waren und konnten sich so Energie für die eigentliche Jagd aufsparen.

Googeln vor dem ersten Date – besser nicht!

Profile auf sozialen Netzwerken prägen den Blick, mit dem wir Menschen betrachten

Junge Frau vor Computertastatur, schaut nachdenklich nach oben
teenage girl thinking using computer © Scott Hancock - www.fotolia.de

Das Internet beeinflusst unser ganzes Leben. Auch beim Dating setzen immer mehr Deutsche auf die magischen Kräfte von Google, Facebook, Instagram und Co. Es ist auch zu verlockend: mit wenigen Klicks weiß man, wo der Schwarm zur Schule ging, welche Musik er am liebsten hört und wie er in Badehose aussieht. Aber ist es wirklich sinnvoll, sich schon im Vorfeld über das Date zu informieren – oder zerstören wir beim Googeln unsere Unbefangenheit?

Neugier ist normal

Wer ein Date vor sich hat, fühlt – hoffentlich – ein angenehmes Kribbeln. Wie wird er oder sie sein, haben wir die gleiche Wellenlänge? Das solche Fragen den Wunsch beflügeln, schnell mal im Internet zu recherchieren ist normal. Was wir in den sozialen Netzwerken erfahren, bestimmt aber auch die Haltung, mit der wir in das tatsächliche Treffen gehen.

Bleiben Sie unvoreingenommen

Ein wirkliches Bild über einen anderen Menschen kann das Internet nicht vermitteln. Aber es prägt den Blick, mit dem wir ihn anschauen. Und da der Mensch nun mal selektiv wahrnimmt, neigt er dazu, die Eindrücke nach bekannten Rastern zu filtern. Was vom online erworbenen Vorurteil abweicht, bleibt so eventuell unbemerkt.

Im Internet steht, dass ER gern Filme von Tarantino schaut und Tequila trinkt? Wer sein Gegenüber attraktiv findet, wird geneigt sein, ähnliche Vorlieben zu bekunden. Selbst wenn sie nicht stimmen. Dass ER auch französische Komödien und Apfelschorle mag, bleibt dagegen unentdeckt. Wenn Sie Ihr Date unvoreingenommen kennenlernen wollen, schaden Sie sich mit Online-Spionage also selbst.

Fragen statt stalken

Unwissenheit ist keine Schwäche. Im Gegenteil: das beste Mittel, um eine Beziehung zu anderen Menschen aufzubauen, sind Fragen. Allein das Interesse für die eigenen Vorlieben, Träume und Erfahrungen weckt Sympathie. Hinzu kommt der Zauber des Neuen. Wie viel der andere preisgeben möchte, kann er im Gespräch selbst entscheiden. So baut sich schrittweise Vertrauen auf und beide Seiten können bestimmen, in welchem Tempo sie vorgehen.

Wer im Internet bereits die Hobbys, Interessen und berufliche Karriere seines Dates recherchiert hat, entwickelt dagegen einen unrealistischen Erwartungshorizont. Wenn die Profile zusammen passen, entsteht schnell der Eindruck "ich kenne Dich schon sooo gut, wir sind das perfekte Paar" - bevor man sich wirklich begegnet ist.

Eine beeindruckende Online-Vita kann aber auch einschüchtern. Und oftmals offenbart der Klick bei Google peinliche Seiten des Dates, die Zweifel schüren. "Was ist das denn für einer?" Solche Gedanken machen das Treffen nicht entspannter.

Die andere Seite sehen

Wenn Sie immer noch unsicher sind, ob Sie Ihren Schwarm googeln sollten, hilft eine einfache Frage: wie finden Sie den Gedanken, dass er SIE im Netz ausspioniert und dann mit einem vorgefertigen Bild zum Treffen erscheint?

Es gibt sie, doch sie hält nur selten: die Liebe auf den ersten Blick

Weil man sich bei der Liebe auf den ersten Blick nur in das Äußere verliebt, halten solche Verliebtheiten nicht lange

Junges Paar auf Wiese schaut sich verliebt und lächelnd an
young couple in love © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Ein Mythos ist es nicht, denn rein statistisch gesehen verlieben sich 50 Prozent der Menschen auf den ersten Blick. Ein Blick in die Augen, das Lächeln des Gegenüber und schon ist es um einen geschehen.

Studien zeigen dabei, dass Frauen bei Liebe auf den ersten Blick besonders auf Männer reagieren, die viel sexuelle Erfahrung ausstrahlen. Bei Männern ist es genau umgekehrt: ihre Liebe auf den ersten Blick fällt auf Frauen, die wenig Erfahrung ausstrahlen.

Liebe auf den Blick hält nicht besonders lange

Allerdings können Soziologen und Psychologen auch sagen, dass diese spontanen Verliebtheiten selten halten. In einer Studie, in der 10.000 Teilnehmer eines Speed-Datings betreut wurden, konnte man das sehr gut festhalten. Obwohl am Tag des Speed-Datings

  • 68 Prozent der Teilnehmer ihre Mailadressen austauschten,
  • 40 Prozent später telefonierten und
  • 39 Prozent sich erneut trafen,

war die Bilanz ein Jahr später deutlich: Gerade einmal fünf Prozent waren auch nach zwölf Monaten noch in einer festen Beziehung.

Nach einiger Zeit wirkt die "rosarote Brille" nicht mehr

Der Grund für die hohe Trennungsrate bei Liebe auf den ersten Blick ist schnell erklärt: Wer sich tatsächlich innerhalb weniger Sekunden verliebt, der hat sich nur in die äußere Erscheinung des Gegenüber verliebt. Nach spätestens sechs Monaten jedoch wirken die Hormone des ekstatischen Verliebtseins und die "rosarote Brille" nicht mehr.

Das berühmte "Liebe blind macht" hilft daher bei Liebe auf den ersten Blick nur am Anfang. Hält die Realität und vor allen Dingen der Alltag Einzug, kommt es nicht mehr nur auf Äußerlichkeiten an, sondern vielmehr auf Persönlichkeit. Was nun zählt, sind Gemeinsamkeiten wie

  • Weltansicht,
  • Humor etc.

und die ergänzenden Unterschiede.

Diese kann man bei der Liebe auf den ersten Blick noch nicht kennen. Aus diesem Grund sind Beziehungen, die langsam heranreifen, auch stabiler und auf lange Sicht die bessere Art des Verliebens.

Hat es Sie erwischt, sehen Sie sicherlich alles durch die rosarote Brille - es gibt jedoch ein paar Punkte im Alltag, auf die Sie besonders achten sollten...

So lassen Sie im Liebestaumel Vorsicht walten

Wenn Sie unter Herzklopfen und spontaner Gefühlsduselei leiden, dann kann die Diagnose nur "frisch verliebt" lauten. Menschen, die davon betroffen sind, befinden sich am Scheideweg ihres Lebens: entweder auf immer glücklich oder zutiefst enttäuscht. Denn so schön sich die Schmetterlinge im Bauch auch anfühlen, sie bedeuten auch Gefahr.

Die Kreatur Mensch ist selten so verletzbar wie in den ersten Tagen und Wochen einer frischen Liebe. Die folgenden Tipps helfen Ihnen dabei, diese Phase der Verletzbarkeit so gut und glücklich wie möglich zu überstehen.

Auch im Liebestaumel sollte man sich nicht zu allem überreden lassen
Auch im Liebestaumel sollte man sich nicht zu allem überreden lassen

Halten Sie die Finanzen getrennt

Auch wenn Sie glauben, in Ihrem neuen Schwarm die Liebe Ihres Lebens gefunden zu haben, sollten Sie alle finanziellen Dinge zunächst strikt voneinander getrennt halten. Bevor Sie gemeinsam ein Bankkonto eröffnen, sollten Sie prüfen, ob Ihr Konsumverhalten zueinander passt.

Ansonsten kann es schnell passieren, dass der eine für die Luxusgüter des anderen bezahlt und kaum Geld für die Altersvorsorge oder dem Häuschen im Grünen bleibt. Ohne Trauschein offeriert ein gemeinsames Konto ohnehin mehr Risiko als Sicherheit.

Vergessen Sie sich nicht selbst

Erinnern Sie sich noch an all die Dinge, die Sie mit großer Freude als Single gemacht haben? - Es besteht kein Grund, alle Aktivitäten als Paar abzuhandeln. Wenn Sie liebend gern zum Kochkurs gehen, Ihre bessere Hälfte sich dafür aber nur schwer begeistern kann, sollten Sie trotzdem gehen.

Nur weil Sie in einer Beziehung leben, bedeutet das nicht, dass Sie nur noch Dinge tun können, die Ihnen beiden gefallen. Sie bleiben auch in einer romantischen Beziehung ein eigenständiger Mensch mit eigenen Interessen.

Machen Sie nicht alle Arbeiten

Eine Beziehung ist eine gleichberechtigte Partnerschaft. Von daher sollte es Ihnen schon die eine oder andere Runzel auf die Stirn treiben, wenn Sie immer diejenige sind, die jeden Tag das Frühstück zubereitet, den Abwasch erledigt und den Müll herunter bringt.

Lassen Sie von Anfang keine Standards greifen, die Sie nicht auch die gesamte Beziehung über halten wollen. Wenn Sie nicht die Mamsel am Herd sein wollen, dann machen Sie das bitte auch Ihrer besseren Hälfte von Anfang an klar, um spätere Probleme zu vermeiden.

Seien Sie nicht zu schnell zu offen

Sie kennen sich nun schon eine kurze Weile und fühlen sich bei Ihrer neuen besseren Hälfte durchaus geborgen. Trotzdem sollten Sie mit Ihren privaten Geheimnissen noch etwas hinter den Berg halten. Ist die Beziehung wirklich so fest, dass Sie mit intimen Details aus Ihrer Vergangenheit hantieren können?

Um Scham und Peinlichkeiten bei einer Trennung zu vermeiden, sollten Sie sich nur Schritt für Schritt öffnen. Vertrauen muss erarbeitet werden. Lassen Sie daher Ihren neuen Schwarm durchaus ein wenig zappeln, um zu sehen, ob er das Vertrauen auch verdient.

Valentinstag und Herzschmerz

Der Tag der Liebe zeigt sich als Drahtseilakt zwischen Liebeslust und Liebesfrust

Mädchen guckt betrübt und verwirrt, um sie herum teils gebrochene rote Herzen, Liebeschaos
Gefangen im Liebeschaos © DDRockstar - www.fotolia.de

Morgen, am 14. Februar, ist es wieder soweit und viele Paare freuen sich auf romantische Stunden. Für Kritiker dagegen ist der Valentinstag purer Kommerz und so mancher Singles leidet am Tag der Verliebten noch mehr als sonst. Richtig bitter wird der Liebestag für alle, die frisch getrennt sind und die verlorene Zweisamkeit am Valentinstag besonders vermissen.

Der Alarmzustand Liebe

Liebe ist aus medizinischer Sicht ein Alarmzustand des Körpers. Stresshormone lassen den Herzschlag stärker werden und der Hormonmix aus

lassen Verliebte die verrückten Dinge tun. Problematisch wird es für viele, wenn die erste Phase des Verliebtseins nachlässt und der Alltag beginnt. Hier zeigt sich, ob die Beziehung ernst ist und für länger halten wird.

Valentinstag - Liebeslust

Wer in seiner Partnerschaft leichtes Kriseln spürt, kann den Valentinstag zum idealen Anlass nehmen, um die Liebe wieder anzufachen.

lassen die Herzen wieder höher schlagen. Allerdings kann die Idee zum Valentinstag auch nach hinten losgehen, wenn man dem Partner oder der Partnerin die falsche Aufmerksamkeit schenkt.

Valentinstag - Liebesfrust

sorgen schnell auch für Frust. Kriselt es ohnehin schon, kann der Tag im Streit oder sogar in einer Trennung enden.

Wie schnell es am Valentinstag zu Herzschmerz kommt, zeigt eine Notfall-Hotline, die es extra für den 14. Februar gibt. Seit 2009 können verletzte Herzen hier anrufen. 2014 wurde das Angebot rund 300 mal genutzt.

Die Hilfe ist für gesunde Menschen gedacht, die der Valentinstag in eine Krise gestürzt hat. Wer tiefer gehende Probleme hat, dem wird geraten, psychologische Hilfe anzunehmen, die über den Trost und Rat einer Hotline hinausgeht.

Dabei gilt die Überbrückung der ersten drei Monate einer frischen Beziehung als Hinweis darauf, ob ein Zusammenleben klappen kann...

Frisch verliebt - so meistern Sie die ersten drei Monate

Die ersten Monate einer Beziehung entscheiden darüber, ob sie von Dauer ist oder nicht. Ganz zu Beginn ist alles rosarot und man sieht über die Schwächen des Partners problemlos hinweg.

Bloß nicht klammern

Damit das Verliebtsein auch über die ersten Wochen hinweg anhält, sollte man sich bemühen, den Partner nicht einzuengen. Ständiges Klammern und Nachfragen, was der Partner denn tut, wenn man nicht zusammen ist, kann das Ende der Beziehung bedeuten. Der Partner liebt nicht weniger, wenn er oder sie vielleicht einmal wöchentlich einen Abend mit den Freunden oder Freundinnen verbringen möchte.

Schwächen akzeptieren

Kein Mensch ist perfekt. Jeder hat seine kleinen Schwächen. Frisch Verliebte bemerken diese anfangs nicht, umso schlimmer wird es, wenn die rosarote Brille nach einigen Wochen abgelegt wird.

Dann sollte man sich bewusst machen, dass man auch selbst nicht perfekt ist. Der Alltag, der nun einkehren wird, hat auch viele schöne Seiten und gehört zu einer längeren Beziehung einfach dazu.

Tabuthemen und Dinge, die man nicht überstürzen sollte

Absolutes Tabuthema sollte in den ersten Monaten einer neuen Partnerschaft auch der Ex-Partner sein. Natürlich gehört die Vergangenheit zu jedem dazu, trotzdem mag es der neue Partner nicht hören, wenn über seinen "Vorgänger" oder die "Vorgängerin" gesprochen wird.

Gleiches gilt, wenn man zu schnell Nägel mit Köpfen machen möchte und den neuen Partner noch während der ersten Verliebtheit den Eltern vorstellt. Paare sollten ihre Verliebtheit genießen und die Partnerschaft langsam angehen.

Natürlich gehört auch die Familie des Partners zu einer Partnerschaft dazu. Trotzdem schadet es nicht, die Sache langsam anzugehen und den Eltern erst einmal vom neuen Partner/der neuen Partnerin zu erzählen und dann diese oder diesen nach einiger Zeit vorzustellen.

Fazit

Wenn man frisch verliebt ist, ist dies ein tolles Gefühl, das man sich so lange wie möglich bewahren sollte. Trotzdem geht jede Verliebtheit irgendwann in Alltag über, und das muss keineswegs negativ sein. Alltag schafft Vertrautheit und festigt so das Gefühl, zusammenzugehören.

Nun wird man (bald) auch erkennen können, ob es sich tatsächlich um die große Liebe handelt - wenn Sie sich fragen, ob es ein "schlichtes" Verliebtsein oder doch die wahre Liebe ist, finden Sie hier die Unterschiede. Machen Sie sich Gedanken darüber, wie man diese Beziehung pflegen und erhalten kann, haben wir hier zahlreiche Tipps für Sie.

Gesundheitswert des Verliebtseins

Verliebtsein ist auf Dauer für den Menschen zu anstrengend

Ansicht von oben, Junges Paar liegt sich zugewandt Arm in Arm im Bett und schläft
Overhead View Of Young Couple In Bed © Monkey Business - www.fotolia.de

Verliebtsein ist auf Dauer viel zu anstrengend. Das sagt Prof. Manfred Hassebrauck, Sozialpsychologe und Beziehungsforscher an der Bergischen Universität Wuppertal im Interview mit der Gesundheitszeitschrift Apotheken Umschau.

„Das ist ungefähr so, also ob jeden Tag Weihnachten wäre oder man immer Urlaub hätte“, erklärt er sich das Phänomen. Partner sollten deshalb das Nachlassen des Verliebtseins nicht als Indikator dafür sehen, dass in der Beziehung etwas falsch läuft.

Nach etwa drei Jahren sind bei den meisten Paaren die heftigsten Verliebtheitsgefühle abgeklungen. „Und an diese Stelle muss etwas Neues treten“, sagt Hassebrauck.

Das allerwichtigste, um eine Beziehung alltagstauglich zu machen, sei Vertrauen. Schwächen zeigen dürfen und nicht mehr den tollen Typen oder die tolle Frau mimen müssen – das entschädigt für das schwindende Gefühl permanenter Verliebtheit.

Liebe ist die beste Medizin

Verliebte junge Frau beim Telefonieren mit dem Smartphone, um sie herum viele rote, gemalte Herzchen (Fotomontage)
In love © DDRockstar - www.fotolia.de

US-amerikanische Hormonforscher sind zu dem Ergebnis gekommen, dass die Liebe die beste Medizin. Durch die Liebe wird das Hormonsystem auf natürliche Weise auf Trab gebracht.

Die Hormonforscher konnten feststellen, dass der Wundheilungsprozess durch soziale Interaktionen stark beeinflusst werden kann. Ein Wunde heilt schneller, wenn man nur wenige Stresshormone, Cortisol, im Blut habe. Auch der beim Liebesspiel ausgeschüttete Hormoncocktail hat eine vorbeugende Wirkung bei Erkältungskrankheiten. Der beim Sport provozierte Hormonschub, welcher vorwiegend Adrenalin ausschüttet, hat nicht so eine positive Auswirkung.

Liebende Menschen haben weniger Schmerzen

Unterstützung durch Partner bei schmerzhaften Situationen lindert die Beschwerden

Nahaufnahme die beiden Hände eines älteren Paares halten sich
seniors holding hands © Karen Roach - www.fotolia.de

Wissenschaftler an der University of California in Los Angeles (UCLA) haben herausgefunden, dass sich das Schmerzempfinden verringert, wenn man an einen geliebten Menschen denkt oder wenn dieser in der Nähe ist.

Für die Untersuchung wurden 25 Frauen, die länger als ein halbes Jahr in einer festen Beziehung lebten, mittelmäßige Schmerzen in Form von Hitze zugefügt. Währenddessen wurden ihnen Fotos von entweder ihrem Partner, einem fremden Menschen oder neutralen Möbelstücken gezeigt. Die Frauen gaben an, Hitze und Schmerzen besser aushalten zu können, wenn sie ein Foto ihres Mannes sahen.

In einer zweiten Untersuchungsreihe wurde den Frauen mit Hitze zugesetzt, während sie die Hand ihres Partners, eines Fremden oder eines Gegenstandes hielten. Auch in diesem Fall beruhigte der Hautkontakt zum Geliebten so sehr, dass die Schmerzen besser ertragen werden konnten. Beim Gegenstand oder einem Fremden war dies nicht so sehr der Fall.

Wissenschaftler folgern daraus, dass es sinnvoll ist, in unangenehmen oder potentiell schmerzhaften Situationen den geliebten Lebenspartner dabei zu haben.

Liebe beflügelt nicht nur den Geist - das Immunsystem von Verliebten arbeitet auf Hochtouren

Wer verliebt ist, ist nicht nur glücklich, er schützt auch den eigenen Körper vor vielen Gefahren

Junges Paar Stirn an Stirn, sie hält ihn am Kopf, schauen sich lächeln in die Augen
amorous stare © pressmaster - www.fotolia.de

Frischverliebte fühlen sich, als gehöre ihnen die ganze Welt. Man ist beschwingt, lächelt glücklich vor sich hin und spürt das Herz pochen, wenn man an den Liebsten oder die Liebste denkt. Studien haben ergeben, dass nicht nur der Geist durch die Liebe beflügelt wird, sondern auch das Immunsystem.

Wie die Liebe das Herz schützt

Wer auf Wolke Sieben schwebt, der lebt ganz nebenbei sehr gesund. Das Herz wird wie von Selbst vor einem Herzinfarkt geschützt und auch Erkältungen suchen Verliebte recht selten heim. Eine aktuelle Studie hat nun untersucht, wie sich ein leidenschaftlicher Kuss auf das Immunsystem auswirkt.

Forscher konnten ermitteln, dass ein solcher Kuss den Blutdruck reguliert und das Cholesterin abnehmen lässt. Sogar Heuschnupfen kann durch einen intimen Kuss besser werden. Auch das klassische Händchenhalten wirkt sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System aus.

Der enge Umgang mit der geliebten Person bringt den Körper dazu, dass er Oxytocin ausschüttet. Dies ist ein Hormon, das umgangssprachlich auch als Bindungshormon bezeichnet wird. Es wirkt sehr positiv auf Stress und senkt damit negative Impulse, die unser Immunsystem belasten könnten.

Schmetterlinge im Bauch sind gut für die Gesundheit

Junges, lächelndes Paar küsst sich am Strand
Couple Kissing on the Beach © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Das Gefühl, frisch verliebt zu sein, ist unvergleichlich. Alles ist aufregend, neu und macht Spaß. Ob es gemeinsames Essen, Spazieren oder ein Kinobesuch ist - jede Kleinigkeit wird zum Ereignis. Doch turteln, quatschen, küssen und Sex machen nicht nur Spaß, sie sind auch gut für das Immunsystem und den Körper.

All diese Aktivitäten wirken blutdrucksenkend, bringen das Herz-Kreislauf-System auf Vordermann und schütten glücklichmachende Botenstoffe aus, so Doktor Wolf-Rüdiger Klare, Facharzt für Innere Medizin. Also sollten Singles nichts wie raus in die Frühlingssonne, und mal ganz anders für die Gesundheit vorsorgen.

Macht Liebe tatsächlich krank?

Laut einer italienischen Studie ist an dem Satz "Liebe macht krank" etwas Wahres zu finden, denn bestimmte Symptome wie Schlaf- und Appetitlosigkeit, sowie auch Zwangsgedanken und unkontrollierbares Verlangen deuten zum Teil auf eine Erkrankung hin. Aber dieses Gefühl der Verliebtheit wird vom Gehirn gesteuert und ist vergleichbar mit einer Zwangsneurose oder auch Sucht, wie die Wissenschaftlerin Donatella Marazziti mittels des Serotoninspiegels feststellte.

Auch andere Studien kamen zu ähnlichen Ergebnissen, so benehmen sich manche Verliebte, als ob sie Drogen eingenommen hätten, doch hängt dies eher mit dem Botenstoff Dopamin, der das Belohnungszentrum beeinflusst, zusammen. Aber die Experten glauben, dass nach einiger Zeit, angeblich nach maximal zwei Jahren, der sogenannte Gewöhnungseffekt eintritt, so dass man sich bis dahin entscheiden sollte, ob man die Zukunft gemeinsam gestalten möchte.

Grundinformationen und Hinweise zur Verliebtheit

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: happy young pair © Petr Gnuskin - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: 4 Colored Stick Notes Colored Pins Mix © Jan Engel - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Closeup of a cute young woman holding her boyfriend © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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