17. Juni 2009
Von Viola Reinhardt
Hunde können keinen Sonnenbrand bekommen? Und auch keinen Hitzeschlag? Von wegen, denn auch die Vierbeiner unterliegen in den heißen Sommermonaten einigen Risiken. Die vier wichtigsten Gefahren und Ratschläge lassen sich hier nachlesen und schützen Wautzi und Co. vor unangenehmen Folgen der schönsten Jahreszeit.
Können Hunde einen Sonnenbrand bekommen?
Was sich etwas merkwürdig anhört, ist tatsächlich möglich. Besonders gefährdet sind Hunde mit einem hellen oder auch sehr kurzen Fell. Der Grund liegt in der fehlenden Pigmentierung der Haut, was auch die Hundehaut sehr empfindlich werden lässt. Damit es nicht zu einem schmerzhaften Sonnenbrand kommt, sollte man nicht nur darauf achten, dass der Hund viel im Schatten liegt, sondern auch die sensible Haut um die rosafarbene Nase herum mit Sonnencreme geschützt wird.
Bekommen Hunde auch einen Hitzeschlag?
Da Hunde nicht wie Menschen schwitzen können, bleibt ihnen zur Abkühlung nur das Hecheln. Dieses Kühlsystem funktioniert zwar sehr gut, allerdings nicht, wenn der Hund stundenlang im Auto schmoren muss oder auch sehr lange der Sonne ausgesetzt ist. Kommt noch ein Toben hinzu, dann kann es tatsächlich sehr schnell zu einem Hitzeschlag kommen. Damit es nicht zu dieser Überhitzung kommt, sollte man nicht unbedingt in der prallen Sonne zwei Stunden lang mit dem Hund laufen. Besser ist es die Morgen- und Abendstunden dafür zu wählen und dem Vierbeiner auch am Tag die Möglichkeit zu bieten sich im Schatten auszuruhen. Frisches Wasser sollte mehrmals ebenso selbstverständlich sein als auch das Vermeiden den Vierbeiner im Auto zu lassen, da es hier äußerst schnell zu einem Hitzetod kommen kann.
Zeckenalarm auch für Hunde?
Der Gemeine Holzbock liebt Hundeblut und so verwundert es nicht, wenn Bello und Co beim Spaziergang im Wald, auf Wiesen oder auch im heimischen Garten dieses Insekt fast magisch anziehen. Generell sind Zecken für den Hund zwar eine Plage, aber nicht gefährlich. Allerdings gibt es inzwischen eine tropische Zeckenart namens Auwaldzecke, die bei den Hunden eine Babesiose auslösen können, die unbehandelt zum Tod des Tieres führt. Abhilfe schaffen bestimmt Präparate, die auf den Nacken des Tieres geträufelt werden und dazu führen, dass die Zecken beim Hautkontakt sterben. Zudem ist es empfehlenswert den Hund nach dem Spaziergang abzusuchen. Findet man dann doch eine Zecke an dem Vierbeiner, sollte man diese mit einer Zeckenzange möglichst rasch entfernen.
Sind Wespen und Bienen für Hunde gefährlich?
Grundsätzlich schadet ein Stich der Bienen oder Wespen auch dem Hund nicht. Eingeschränkt werden muss diese Aussage jedoch durch die Möglichkeit eines allergischen Schocks bei dem Tier, sowie eine Gefahr des Erstickens. Letzteres kann dann entstehen, wenn der Hund eine Biene oder Wespe im Mund hat und diese dort zu sticht. Hier heißt es rasch handeln und zum Veterinär zu gehen, da es zu einer starken Schwellung im Mundraum kommen kann und dem Hund im wahrsten Sinne des Wortes die Luft abdrückt. Bei einem Stich auf dem Körper, kann man versuchen den Stachel zu finden und diesen dann einfach herausziehen.
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