3. Juli 2009
Wie viel hat die Bodenbeschaffenheit mit dem Erfolg der Pflanzenzucht zu tun? Ist Erde nicht gleich Erde? Was kann ich tun, um meinen Pflanzen ein möglichst optimales Umfeld zum Gedeihen zu bieten? Mit dem Boden fängt es an. Lesen Sie hier, wie Sie den Boden am besten vorbereiten können.
Kleine Pflanzen benötigen eine besonders lockere, aber nährstoffreiche Erde. Ihre winzigen Wurzeln müssen sich in die Erde eingraben können, und dort Halt und Nährstoffe zu finden. Feste, lehmige Böden eignen sich also denkbar schlecht für das Aussäen von Saatgut, da die frischen Wurzeln hier kaum eine Chance haben, sich einen Halt zu suchen. Auch wenn das Saatgut mit Erde bedeckt wird, muss diese locker sein, um Feuchtigkeit und etwas Licht an die Samen gelangen zu lassen.
Wer seine Pflanzen im Küchengewächshaus oder in einer Pflanzschale vorzieht, der hat es besonders einfach: Hier gibt man einfach ein paar Zentimeter hoch Pflanz- oder Anzuchterde hinein, feuchtet diese an, und schon kann es losgehen. Dabei muss man lediglich darauf achten, dass die Erde nicht zu nass und auch nicht zu trocken ist.
Im Gewächshaus verhält es sich so ähnlich. Entweder kann man in den Hochschalen die Erde erneuern, oder einfach gut durchhacken. Steht das Gewächshaus auf Mutterboden wie ein bodenloses Zelt, so muss die Erde wie im Freiland behandelt werden.
Auch im Freiland hängt es davon ab, ob Sie ein bereits bestehendes Beet neu bepflanzen möchten, oder ob Sie ein nagelneues Beet anlegen wollen. Das bestehende Beet sollte im Herbst einfach gut umgegraben werden, und dann über den Winter ruhen. Etwas schwieriger ist es da schon, wenn Sie ganz neu beginnen. Dann muss das gewünschte Areal erst einmal mit einer Spaten tief umgegraben werden. 20 Zentimeter sollten es mindestens sein, mehr sind natürlich idealer. So erhalten Sie große, sperrige Erdschollen. Diese müssen Sie mit geeignetem Gerät klein hacken. Diese Arbeit sollte spätestens im Herbst erfolgen. Das Beet ruht dann für 2 bis 3 Wochen, worauf es erneut umgegraben wird. Diesen Vorgang wiederholt man so oft, bis auf den Erdschollen kein Grün mehr wächst. Je nach Beetgröße kann man für diese Arbeit auch ein Vertikutiergerät einsetzen. Über den Winter ruht das Beet, und die noch großen Erdbrocken erodieren zu einer lockeren Oberfläche. Diese kann mit frischer, fruchtbarer Erde durchmischt und nochmals aufgelockert werden, bevor die Aussaat beginnt.
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