Gartenpflanzen - Beliebte Arten sowie Tipps zur Pflege und Überwinterung

Nahaufnahme Jasminblüten

Gartenpflanzen gibt es in Hülle und Fülle - für welche Arten man sich entscheidet, hängt z.B. von Standort und Gestaltung ab - viele Pflanzen benötigen einen Winterschutz

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  • von Paradisi-Redaktion

Ein Garten weist Schatten- und Sonnenplätze sowie Halbschatten auf. Daher ist es optimal, wenn man die Gartenpflanzen auf die örtlichen Gegebenheiten abstimmt. Es gibt Pflanzen, die sich in der vollen Sonne richtig entfalten, andere gedeihen eher an einem schattigen Platz oder im Halbschatten. Informieren Sie sich über beliebte Gartenpflanzen und holen Sie sich Tipps zur Pflege und Überwinterung.

Was wäre der Garten ohne eine schöne Blütenpracht? Für viele Gartenbesitzer stellt eine üppige Auswahl an passenden Pflanzen einen wichtigen Bestandteil der Gartengestaltung dar. Dabei steht man einer riesigen Auswahl gegenüber, die man von unterschiedlichen Faktoren abhängig machen kann, wie zum Beispiel

  • den Lichtverhältnissen
  • der Bodenbeschaffenheit
  • dem verfügbaren Platz
  • der restlichen Gartengestaltung
  • dem gewünschten Pflegeaufwand
  • dem individuellen Geschmack

Grundregeln für die Wahl der passenden Pflanzen

Generell sollte man sich an ein paar Grundregeln halten; auf diese Weise stellt man sicher, dass sich die Pflanzen an ihrem neuen Lebensort wohlfühlen. Dies basiert zunächst einmal darauf, dass man die für sie passende Licht- und Bodenverhätnisse auswählt.

  • Braucht die Pflanze viel Sonne oder eher Schatten?
  • Benötigt sie einen besonders feuchten oder beispielsweise lehmhaltigen Boden?
  • Ist ein spezieller Winterschutz nötig?

Dies sind alles Fragen, die man zuvor klären muss. Bestenfalls lässt man sich dafür in einem Gartencenter oder einer Gärtnerei beraten.

Natürlich spielen auch Geschmack sowie die gewünschte Nutzung eine wichtige Rolle: wer Hecken und Sträucher akkurat gestaltete Blumenbeeten in einer bestimmten Farbe vorzieht, wer sich lieber an einer bunten Blumenwiese erfreuen möchte, statt eigene Kräuter oder diverse Gemüsesorten zu ernten, wird eine entsprechend andere Auswahl treffen. Natürlich zählen auch Bäume - besonders beliebt sind Obstbäume - zu der großen Welt der Gartenpflanzen; wer diese gerne pflanzen würde, benötigt natürlich deutlich mehr Platz.

Die Gartengestaltung ist Geschmackssache - auch der Faktor Zeit spielt dabei eine Rolle
Die Gartengestaltung ist Geschmackssache - auch der Faktor Zeit spielt dabei eine Rolle

Zudem sollte man Pflanzen niemals zu eng nebeneinander setzen, sonst nimmt man ihnen den nötigen Platz, den sie brauchen, um sich optimal entwickeln zu können. Es gibt Pflanzen, die wachsen neben bestimmten anderen Arten besonders gut oder schlecht; auch dies sollte man bei der Auswahl bedenken.

Auch der Faktor Zeit spielt eine Rolle. Wer für die Gartenarbeit nicht viel davon einplanen kann, sollte sich für entsprechend pflegeleichte Pflanzen entscheiden. Besonders farbenfrohe Stauden benötigen viel Pflege; Wildblumen und größere Rasenflächen hingegen kommen ohne viel Pflegeaufwand aus.

Natürlich spielt der richtige Zeitpunkt des Einsetzens eine wichtige Rolle; nicht nur im Frühjahr wird eingepflanzt - wer zu dieser Zeit beispielsweise die ersten Tulpen in seinem Garten stehen haben möchte, muss die Zwiebeln bereits am Ende des vorigen Jahres einsetzen. Besonders bei kälteempfindlichen Gewächsen sollte man sich in Geduld üben und auf den empfohlenen, richtigen Zeitpunkt achten.

Der Zeitpunkt des Einpflanzens ist bei jeder Blumensorte ein anderer
Der Zeitpunkt des Einpflanzens ist bei jeder Blumensorte ein anderer

Wer sich bis in den Herbst hinein an einem blühenden Garten erfreuen möchte, muss dementsprechend auch auf die Blütezeiten der jeweiligen Pflanzen geachtet werden. Es gibt also eine Menge Punkte, mit denen man sich zuvor auseinandersetzen sollte.

Auf ein paar bestimmte Auswahlkriterien gehen wir im Folgenden etwas genauer ein...

Auswahl in Abhängigkeit des Standorts

Der richtige Standort ist auschlaggebend, dass die Pflanze wächst und gedeiht. Unter falschen Standortbedingungen kann eine Pflanze verkümmern.

Pflanzen für halbschattige und schattige Plätze

Einige Frühblüher fühlen sich erfahrungsgemäß auch im Schatten und Halbschatten wohl. Dazu gehören die Anemonen und auch Narzissen können ohne viel Sonne auskommen.

Schneeglöckchen gehören zu den ersten Frühjahrsboten; sie vermehren sich von alleine und brauchen nicht viel Sonne. Auch Krokusse können, je nach Sorte, im Halbschatten und Schatten gedeihen.

Krokusse können auch im Halbschatten gedeihen
Krokusse können auch im Halbschatten gedeihen

Kübelpflanzen haben unterschiedliche Ansprüche. Ein Jasminstämmchen ist sehr dekorativ und blüht üppig; es verträgt die Sonne, kommt aber auch noch mit einem halbschattigen Platz aus.

Wandelröschen, Passionsblume und Engelstrompete gedeihen ebenfalls in der Sonne und im Halbschatten, ebenso der Oleander und die Clematis. Jedoch kommt es bei der Clematis auf die Sorte an - manche gedeihen auch im Schatten.

Fuchsien hingegen wachsen gut an einem schattigen Standort. Begonien und das Fleißige Lieschen kommen auch gut mit Schatten zurecht.

Manchmal sollen Zäune oder Mauern bewachsen werden. Die Kletterhortensie klettert mit ihren Haftwurzeln an rauen Oberflächen entlang und sie gedeiht auch im Schatten.

Wilder Wein ist ebenfalls anspruchslos und gedeiht fast überall. Das Gleiche gilt für Efeu; es klettert fleißig und kommt mit fast jedem Standort zurecht.

Efeu klettert fleissig an fast jedem Standort
Efeu klettert fleissig an fast jedem Standort

Pflanzen für sonnige Plätze

Typische Pflanzen für Sonnenplätze sind meist nicht nur sonnenhungrig, sondern auch sehr durstig. Geranien vertragen Sonne und Halbschatten, Petunien hingegen bevorzugen den Halbschatten. Der Korallenstrauch bevorzugt die Sonne und auch das südländische Olivenbäumchen braucht die Sonne.

Bei Freilandpflanzen gedeihen Rosen, je nach Sorte, in der prallen Sonne oder auch im Halbschatten.

  • Sommerastern
  • Tamarisken
  • die Zaubernuss und auch
  • die Zistrose

fühlen sich in der Sonne wohl.

Vorsicht vor giftigen Pflanzen im Garten

Vorsicht bei Berührungen mit der Herkulesstaude

Der Saft der Herkulesstaude kann bei Berührung starke Verbrennungen auslösen - Vorsicht!

Rosane Blüten und Vogeltränke im Garten
Lupin Garden © onepony - www.fotolia.de

Beim Berühren der Herkulesstaude, auch Riesen-Bärenklau genannt, kann es zu schweren Hautverätzungen, wie bei einer Verbrennung, kommen, weil der Saft Substanzen enthält, die dies in Verbindung mit dem Sonnenlicht auslösen.

Zur Zeit ist das Wachstum der Staude, durch den starken Winter bedingt, noch nicht in vollem Gange, doch durch das warme Frühlingswetter wird dies in den nächsten Tagen anders aussehen. Die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen warnt somit ausdrücklich vor dem Kontakt mit der Herkulesstaude.

Nach dem Kontakt mit der Pflanze sind Hautrötungen die ersten Erscheinungen, die erst nach ein paar Wochen abheilen, aber helle Stellen bleiben, ähnlich wie bei Narben, bestehen. Die Herkulesstaude wird bis zu 4 Meter hoch und die Vermehrung geschieht durch den Samen. Besonders an Straßenrändern oder Flussufern hat sich die Staude angesiedelt und führt dort zu Schäden in der Natur.

Man erkennt sie besonders im Juni, wenn die Blütenstängel bis zu vier Meter hoch werden. Um die Herkulesstaude zu bekämpfen, muss man aber schon im Frühjahr entsprechende Maßnahmen ergreifen.

Oftmals unbekannte giftige Pflanzen im Garten

Gefahr für Kinder durch unbekannte heimische Giftpflanzen auf dem Balkon oder im Garten

Nahaufnahme Fingerhutblüten
Fingerhut © Denver - www.fotolia.de

Ein Garten ohne Pflanzen wäre nicht das, was man unter einem Garten versteht. Doch gerade Städter wissen oftmals nicht um die Gefährlichkeit der Pflanzen, die sich in ihrer schönen Blütenpracht im Garten und auf dem Balkon zeigen.

Heimische Giftpflanzen kennen und Kinder auf Risiko hinweisen

Am meisten bekannt sind noch die Maiglöckchen oder auch der Fingerhut, doch in Bezug auf den Kirschlorbeer, das Pfaffenhütchen oder auch der Goldregen, zeigt sich vielfach ein großes Unwissen. Ein Unwissen, dass besonders bei anwesenden Kindern gefährlich werden kann, die gerne mit Pflanzen spielen und somit mit den giftigen Bestandteilen in Berührung kommen.

Hierbei müssen die Kinder nicht einmal die Pflanzenteile in den Mund nehmen, denn zum Beispiel beim Engelwurz oder Bärenklau genügt allein das Anfassen, um schon Hautreaktionen auszulösen. Um Vergiftungen zu vermeiden, empfiehlt es sich über die meisten heimischen Giftpflanzen zu informieren und möglichst auch keine im eigenen Garten oder auf dem Balkon anzupflanzen. Zusätzlich die Kinder auf die möglichen Gefahren hinzuweisen, reduziert ebenfalls das Risiko einer Vergiftung und sollte schon mit den Kleinsten besprochen werden.

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    Starke Vermehrung der Pflanze Ambrosia, die Allergien auslöst

    Grafik Seitenansicht menschlicher Kopf, vor ihm fliegen bunte Kugeln - Pollenallergie
    pollenalergie © Sebastian Kaulitzki - www.fotolia.de

    In Deutschland vermehrt sich die Pflanze Ambrosia, die starke Allergien auslöst, immer mehr, besonders in den süddeutschen Städten und in der Niederlausitz in Brandenburg. Deshalb fordern Experten jetzt eine wirksame Bekämpfung, besonders wird die Verbreitung durch Sonnenblumensamen, die aus Osteuropa als Vogelfutter eingeführt werden, begünstigt.

    Die Ambrosia-Pflanze, es handelt sich um ein beifußblättriges Traubenkraut, sieht wie Unkraut aus, aber die Blüten-Pollen haben die stärksten Allergene, die es gibt. Sie sind bei Allergikern verantwortlich für Kopfschmerzen, Heuschnupfen und Asthma, wobei schon geringe Menge der Auslöser sein können.

    Im Vergleich zu Erle, Birke oder Gräser ist die Ambrosia, die sogar bis Oktober blühen kann, absolute "Spitze". Die Ambrosia wurde im 19. Jahrhundert durch Frachtschiffe aus Amerika nach Europa eingeschleppt, aber erst die wärmeren Sommer und Winter haben in Europa die Pflanze vermehren lassen, doch die eigentliche Verbreitung findet, wie schon gesagt, durch das Vogelfutter statt.

    Weihnachtsstern ist leicht giftig - wenn ein Kind davon isst, sollten Eltern ihren Mund ausspülen

    Christstern, Weihnachtsblume auf weißem Hintergrund
    Christmas arrangement © Irina Fischer - www.fotolia.de

    Der Weihnachtsstern kommt ursprünglich aus Mexiko. Die dort wachsende Pflanze ist giftig und kann bei Konsum zu ernsten Vergiftungssymptomen kommen. Die bei uns als Zimmerpflanze verwandte Art ist zum Glück so gezüchtet, dass die Blätter und auch der Stängel nicht mehr hoch giftig sind.

    Dennoch sollten Eltern aufpassen, wenn sie merken, dass eines ihrer Kinder davon genascht hat. Der Weihnachtsstern ist trotz abgeschaffter Vergiftungsgefahr noch unbekömmlich und kann Dinge wie Bauchschmerzen und Erbrechen verursachen. Eltern sollten dann Ruhe bewahren und dem Kind mit lauwarmen Wasser den Mund ausspülen. Allergische Reaktionen der Haut und der Mundschleimhäute können so vermieden werden.

    Nicht immer ist ein Arztbesuch notwendig. Doch jedes Kind reagiert unterschiedlich empfindlich, daher kann ein Besuch angebracht sein, wenn schlimmerer Durchfall oder Asthma-Symptome auftreten. In keinem Fall sollte man versuchen, dass Kind zum Erbrechen zu bewegen. Das kann Teile der Pflanze in die Luftröhre befördern und das Gesundheitsrisiko verschlimmern.

    Durch Riesenbärenklau können schwere Hautverbrennungen entstehen

    Eine Hautverletzung durch die Pflanze entspricht einer Verbrennung zweiten Grades

    2 Mädchen und ein Junge auf einer Wiese beim Picknick vor einem Wald mit Picknickkorb
    friends on picnic © Nikolay Okhitin - www.fotolia.de

    Wer viel zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs ist, der wird in dieser Jahreszeit auch öfters eine hochgewachsene weißblühende Pflanze auf den Wiesen sehen, den Riesenbärenklau, der auch Herkulesstaude genannt wird.

    Aber diese Staude hat sich erst seit einigen Jahren hier verbreitet und ist mittlerweile auch eine Bedrohung der heimischen Pflanzenwelt, denn sie verhindert das Wachstum anderer Pflanzen. Um der Verbreitung Einhalt zu gebieten, werden meistens zuerst mechanische Mittel versucht, das heißt das Blühen verhindern und die Wurzeln am besten im Frühjahr ausgraben.

    Wer mit Riesenbärenklau in Berührung kommt, sollte einen Arzt aufsuchen

    Aber auch chemische Mittel sind manchmal die letzte Alternative, doch sind nur zwei Unkrautvernichtungsmittel zugelassen. Aber nicht nur die Pflanzenwelt ist durch die Staude bedroht, denn auch der Mensch kann große gesundheitliche Schäden davontragen, wenn er damit in Berührung kommt. Denn nach einem Kontakt führt der Pflanzensaft, besonders wenn noch Sonne darauf scheint, zu starken Verbrennungen der Haut.

    Betroffene sollten dann unverzüglich einen Arzt aufsuchen, zwar ist dies nicht lebensbedrohlich doch die Hautverletzung entspricht einer Verbrennung Zweiten Grades. Als Behandlung werden Kortisonsalbe, Schmerzmittel und besonders Kühlung empfohlen. Während der Erkrankung sollte man vor allem die Sonne meiden.

    Gift im Garten: Vorsicht bei diesen Pflanzen

    Blauer Eisenhut Pflanze, im Hintergrund grüne Pflanzen
    Eisenhut Blauer © emer - www.fotolia.de

    Nicht wenige Gartenpflanzen blühen schön, sind aber für Menschen ungenießbar oder sogar giftig. Besonders Eltern mit Kleinkindern sollten die Unfallgefahren nicht unterschätzen. Falls ein Kind trotz aller Vorsichtsmaßnahmen giftige Pflanzenteile im Mund gehabt hat, sollte es Wasser ohne Kohlensäure trinken. Die Flüssigkeit verdünnt eventuell verschluckte Giftstoffe. Übergibt sich das Kind oder wirkt es benommen, ist es dringend erforderlich, den Notarzt zu alarmieren. Ein Anruf bei der Giftnotrufzentrale sollte ebenfalls erfolgen.

    Bei welchen Pflanzen sollten Gartenbesitzer besonders vorsichtig sein? Der Eisenhut gilt als giftigste Pflanze Europas. Die Aufnahme des Giftes kann sogar über die Haut erfolgen. Auch die Blütenblätter der Engelstrompete sind hochgiftig, ebenso alle Pflanzenteile des Goldregens. Stechapfel, Oleander und Tollkirsche sehen harmlos aus, können aber Vergiftungserscheinungen hervorrufen.

    Vorsicht ist auch bei den Blättern der Herbstzeitlose geboten. Diese sehen Bärlauch zum Verwechseln ähnlich, sind aber giftig. Die Aufnahme bewirkt schweres Erbrechen, Lähmungen und auch Herzkreislaufversagen. In den Nadeln und in den Samen der Eibe befindet sich in hoher Konzentration das Gift Taxin. Eine geringe Menge Bilsenkrautblätter ist bereits giftig, schädlich sind jedoch auch die anderen Pflanzenteile. Große Vorsicht ist auch bei den Samen des Wunderbaums geboten. Vergiftungserscheinungen können erst nach Stunden oder Tagen auftreten.

    Vorsicht Gift: Einige der schönsten Zierpflanzen können uns gefährlich werden

    Blumenwiese: Rittersporn, Ringelblume
    Sommerwiese © maronnika - www.fotolia.de

    Maiglöckchen, Goldregen und Rittersporn gehören zu den beliebtsten Zierpflanzen in deutschen Gärten. Was viele jedoch nicht wissen, ist, dass die drei genannten Pflanzen und viele anderen Zierblumen giftige Stoffe enthalten, die dem Menschen gefährlich werden können. Besonders Kinder stecken sich häufig bunte Blüten in den Mund oder verwechseln giftige Beeren mit essbaren Beeren. Daher sollten sie im Garten oder im Feld nicht unbeaufsichtigt allein gelassen werden.

    Doch auch Erwachsene können sich eine Vergiftung im heimischen Garten holen: Manche giftige Blumen sehen essbaren Kräutern zum Verwechseln ähnlich, wenn sie nicht gerade in Blüte stehen. Dazu gehört zum Beispiel die Herbstzeitlose, die ohne Blüten leicht mit dem Bärlauch verwechselt wird. Das Maiglöckchen dagegen bringt nach der Blüte im Juli und August rote Beeren hervor, die leicht mit essbaren Beeren verwechselt werden. Die länglichen Hülsen des prächtigen Goldregens erinnern an Erbsenschoten, enthalten jedoch giftigen dunkelbraunen Samen.

    Weitere giftige Zierblumen sind beispielsweise der Oleander, der Rhododendron, die Stechpalme und der Blaue Eisenhut, dessen Giftstoff früher gerne genutzt wurde um beim vorzeitigen Ableben eines Menschen nachzuhelfen. Wer Kinder hat, sollte auf giftige Zierpflanzen im Garten möglichst verzichten und bei Symptomen wie Übelkeit, Durchfall und Erbrechen nach dem Spielen im Freien hellhörig werden und notfalls den Gift-Notruf unter 030-19240 kontaktieren.

    Die Gefahr der Herkulesstaude

    Was ihre Anfänge ursprünglich als Zierpflanze nahm, fällt nun Hobbygärtnern und Fachleuten als gefährliches und kaum bremsendes Gewächs zu Last.

    Die Herkulesstaude breitet sich extrem schnell aus und kann zu gesundheitlichen Beschwerden führen. Denn sobald man mit der Pflanze in Berührung kommt, sorgen ihre Säfte dafür, dass sich die Empfindlichkeit der Haut gegenüber UV-Strahlung sehr stark erhöht. Die Konsequenz: Bei Sonnenschein kann es zu schweren Verbrennungen, Schwellungen und Blasenbildung kommen - Wunden, die nur sehr schlecht heilen.

    Zudem gibt die Herkulesstaude giftige Stoffe an ihre Umgebung ab, die bei empfindlichen Personen zu Atemnot und Bronchitis führen können.

    Wie der Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer mitgeteilt hat, nimmt die Verbreitung der Pflanze auch in Nordrhein-Westfalen stark zu - besonders beliebt sind dabei Brachgebiete zwischen Wald und Stadt.

    Experten raten Eltern, ihren Kindern die Gefahren der Staude näher zu bringen, um möglichen Verletzungen beispielsweise beim Spielen vorzubeugen.

    Ist es doch zum Kontakt gekommen, sollte man die betroffenen Hautstelle gründlich mit Wasser und Seife waschen und für die nächsten zwei Tage nicht der Sonne aussetzen.

    Achtung Giftpflanzen - Eisenhut, Goldregen und Efeu können für Kinder gefährlich werden

    Hängender Efeu auf weißem Hintergrund
    lierre © Esta - www.fotolia.de

    Jetzt blühen sie wieder: Goldregensträucher, deren Blüten an die ebenfalls gelb blühende Forsythie erinnern. Doch im Gegensatz dazu ist der Goldregen ausgesprochen giftig. Dasselbe gilt auch für Engelstrompete, Kirschlorbeer und Eisenhut. Auch wer Efeu gepflanzt hat, sollte aufpassen. Die schwarzen Beeren sind giftig. Eltern mit Kindern sollten bei ihrer Gartenplanung darauf achten, dass sie keine giftigen Pflanzen wählen.

    Sollte aber dennoch ein Kind im eigenen, oder auch fremden Garten giftige Pflanzenteile verschluckt haben, so sollte sofort die Giftinformationszentrale verständigt werden. Dort erhalten Eltern Tipps, wie sie ihr Kind notfallmäßig behandeln können. Als Erstmaßnahme kann stilles Wasser getrunken werden. Das ist eine Möglichkeit das Gift zu verdünnen. Sind Kohletabletten im Haus, kann eine Gabe das Gift binden.

    Symptome für eine Vergiftung sind Übelkeit mit Erbrechen und Durchfall. Wenn das Kind zusätzlich erweiterte Pupillen zeigt, oder stark benommen wird, sollte auf jeden Fall ein Arzt zu Rate gezogen werden.

    Gefahr von starken Verbrennungen bei Hautkontakt mit dem Riesen-Bärenklau (Herkulesstaude)

    Mann wandert mit Tablet-PC und Wander-App durch einen Wald
    Man hiking with Tablet PC and GPS App - Wandern mit Wander App © Petair - www.fotolia.de

    Besonders jetzt bei dem warmen Wetter mit viel Sonnenschein sollten Spaziergänger sich vor dem oftmals am Wegesrand und an Gewässern wachsenden Riesen-Bärenklau, der auch im Volksmund Herkulesstaude genannt wird, in acht nehmen. Denn diese Pflanze ist hochgiftig und der Saft kann zusammen mit dem Sonnenlicht zu starken Hautverletzungen führen.

    Besonders sollte man auch die Kinder vor dieser Pflanze warnen, denn manche machen sich aus dem Stängel auch ein Blasrohr, so dass es dabei zu schmerzhaften Verätzungen mit Blasenbildung kommt. Die entstandenen Wunden heilen dann sehr langsam und es können auch Narben entstehen. Aber nicht nur Verbrennungen können die Folge beim Hautkontakt sein, sondern auch Fieber, Schweißausbrüche und sogar Kreislaufversagen können dann auftreten, wenn man die Giftstoffe besonders an heißen Tagen wie jetzt, länger einatmet.

    Gartenbesitzer, die diese Pflanze finden, müssen bei der Entsorgung besonders vorsichtig sein und sich schützen. So sollte man dies am besten nur in den Abendstunden oder bei bedeckten Himmel erledigen. Da eine einzige Staude auch bis zu 50.000 Samen produzieren kann, sollte man die ausgegrabenen Stauden auf keinen Fall in der sogenannten Biotonne entsorgen. Ein reines Abschneiden hilft übrigens nicht, nur das Ausgraben der Wurzel, wobei aber die tiefen Wurzeln später absterben. Die Staude wird bis zu vier Meter hoch und man erkennt sie an den typischen Blättern.

    Auch die Gemeinden und Städte versuchen die Verbreitung zu verhindern, weil sie die Natur, Pflanzen- und Tierwelt, bedrohen. Wer mit der giftigen Pflanze in Berührung kommt, der sollte die entsprechende Haut so schnell wie möglich mit Wasser und Seife reinigen, bevor es zu Verbrennungen kommt. Übrigens wurde im Jahr 2008 die Staude zur Giftpflanze des Jahres gewählt.

    Gefährliches Heusenkraut breitet sich rasant in Norddeutschland aus und verdrängt einheimische Arten

    Victoria Amazonica, Riesenseerose auf Gartenteich
    victoria amazonica © philipus - www.fotolia.de

    Eine exotische Wasserpflanze breitet sich in Ostfriesland aus und vermehrt sich dort explosionsartig. Das Großblütige Heusenkraut (lat. Ludwigia grandiflora) stammt ursprünglich aus Südamerika und wurde in Deutschland erstmals in öffentlichen Teichen bei Leer entdeckt.

    Heusenkraut erstickt Pflanzen und Tiere

    Bislang haben Teichbesitzer die Pflanze auf heimischem Grund eingesetzt, um ihren eigenen kleinen Tümpel zu verschönern. Was aber viele nicht wissen: Das Großblütige Heusenkraut vernichtet nach und nach sämtliche anderen Pflanzen.

    Es breitet sich schnell aus und verdeckt mit seinen Blättern alle übrigen Gewächse im Teich. Diese bekommen kein Sonnenlicht mehr und sterben ab. Auch Fische, Amphibien und Larven verenden.

    Warum das Heusenkraut plötzlich auf öffentlichem Gelände vorkommt und woher es stammt, ist bisher noch unklar. Fachleute gehen davon aus, dass Enten aus Frankreich oder Belgien das Kraut verbreitet haben könnten.

    Nun beseitigt das Bundesamt für Naturschutz das Heusenkraut. Da es jedoch nicht mit chemischen Mitteln bekämpft werden darf, fischen Bagger das Kraut aus den Gewässern. Die restlichen Pflanzenteile müssen mit der Hand entfernt werden. Anschließend werden sie getrocknet und verbrannt. Die Beseitigung muss gründlich sein, weil selbst kleinste Sprossteile zur Wiederbesiedlung führen. Schon 2013 hatte das Bundesamt für Naturschutz vor dem Heusenkraut gewarnt und prüft derzeit sogar Handelsverbote.

    Wer möglichst wenig Arbeit mit seinen Gartenpflanzen haben möchte, sollte einen Blick auf die folgenden Pflanzentipps werfen...

    Schöne und pflegeleichte Pflanzen für den Garten

    Pflanzen sollen erfreuen, und das möglichst ohne viel Aufwand. Natürlich ist die Bepflanzung eine Frage des individuellen Geschmacks.

    Aber es ist schön, wenn es das ganze Jahr über grünt und blüht. Viele verschiedene Farben schaffen eine bunte Gartenlandschaft oder vielleicht will man die Farben doch eher aufeinander abstimmen.

    Die Auswahl an Pflanzen ist sehr groß und deshalb auch ein bisschen unübersichtlich. Am besten lässt man sich in einem Gartencenter einmal ausführlich beraten, denn es gibt viele verschieden Sorten im Sortiment. Ein paar der Sorten sind sehr anspruchslos.

    Hibiskus

    Hibiskus ist winterhart und extrem pflegeleicht
    Hibiskus ist winterhart und extrem pflegeleicht

    Dazu zählt beispielsweise der Hibiskus; dieses Ziergehölz gibt es in unterschiedlichen Farben. Er ist winterhart und extrem pflegeleicht. Er blüht im Spätsommer und kann lediglich im Frühjahr oder Herbst leicht zurückgeschnitten werden, damit er buschiger wächst.

    Angeblich soll er viel Wasser brauchen; es gibt aber Gartenbesitzer, die nicht wässern und sich allein auf das Regenwasser verlassen - natürlich nur bei einer Freilandpflanze, die schon gut gewachsen ist.

    Sommerflieder

    Auch der Sommerflieder gehört zu diesen anspruchslosen Pflanzen. Man findet ihn in Wäldern, wo er wild wächst; im häuslichen Garten erfreut er mit seiner Blütenpracht. Bei der richtigen Bodenbeschaffenheit braucht er kaum Pflege, lediglich einen Rückschnitt, wenn er zu üppig wächst.

    Sommerflieder braucht ausser einem regelmässigen Rückschnitt kaum Pflege
    Sommerflieder braucht ausser einem regelmässigen Rückschnitt kaum Pflege

    Harlekinweide

    Eine Harlekinweide wird zum Blickfang in jedem Garten und erfreut durch ihre schönen Farben. Wenn sie erst einmal gut gewachsen ist, hat sie kaum große Ansprüche. Die Blätter sehen aus, als würden sie den ganzen Sommer blühen; eventuell muss man sie nur mit der Zeit beschneiden.

    Magnolienbaum

    Ein Magnolienbaum ist eine Bereicherung für jeden Garten. Tulpenmagnolien erfreuen im Frühjahr mit einer unterschiedlichen Farbenpracht.

    Sie können mit den Jahren eine enorme Wuchshöhe erreichen. Dabei sind sie anspruchslos und sehr genügsam.

    Die Blüten des Magnolienbaums erfreuen im Frühling jede Seele
    Die Blüten des Magnolienbaums erfreuen im Frühling jede Seele

    Pflanze in Missouri begeistert Tausende von Menschen

    Die Universität St. Louis im US-amerikanischen Bundesstaat Missouri kann sich derzeit vor Besuchern kaum retten. Grund ist eine ganz besondere Pflanze, die allerdings weder blüht noch gut riecht. Im Gegenteil, die "Titan Arum" umgibt ein penetranter Geruch, der ihr den Beinamen "Leichen-Blume" einhandelte.

    Mehrere hundert Besucher haben sich die Pflanze schon angeguckt, deren Blütenstand aus blütenbiologischer Sicht die größte Blume im Pflanzenbereich bildet.

    Die "Titan Arnum" findet man normalerweise nur im Regenwald Sumatras. Das Exemplar, das nun in den USA zu sehen ist, erblühte zum letzten Mal vor 14 Jahren in voller Pracht. Da die Blütezeit auch nur einige wenige Tage andauert, wurde nun extra eine Webcam eingerichtet, die nur auf die Pflanze gerichtet ist.

    Bisher haben bereits mehr als 5.000 Neugierige einen Blick auf die Rekord-Pflanze geworfen.

    Fleischfressende Pflanze, die sogar Ratten verdauen kann

    Naturaufnahme Felder mit grünem Tee vor Berg
    green tea fields iv © Craig Hanson - www.fotolia.de

    Fleischfressende Pflanzen sind den meisten von uns hinlänglich bekannt, doch was Botaniker kürzlich im philippinischen Hochland in 1.600 Metern Höhe rund um den Mount Victoria herum entdeckten, übertrifft alles bisher Gehörte und Gesehene.

    Die erstaunten Forscher trafen dort auf eine riesige Kannenpflanze, die mit Hilfe ihrer zu Fallgruben geformten und zusätzlich mit Verdauungsflüssigkeit gefüllten Blattkanten nicht nur Amphibien und große Insekten, sondern auch Nagetiere wie Ratten und Mäuse fangen und anschließend verdauen kann. Privat sollte man dann aber doch lieber auf herkömmliche Mausefallen zurückgreifen.

    Jurupa-Eiche könnte 13.000 Jahre alt sein

    Eichenblatt und Eichel auf weißem Hintergrund
    acorn © Ewa Brozek - www.fotolia.de

    In den USA, genauer in den Jurupa Hills in Riverside County, wurde eine neue Pflanzenart entdeckt. Diese besticht vor allem durch ihre außergewöhnliche Art der Fortpflanzung. Diese Eichenart vermehrt sich nicht über Eicheln, wie sonst üblich, sondern nutzt die Buschfeuer der südkalifornischen Region für sich. Sie klonte sich seit der letzten Eiszeit bis heute immer wieder selbst.

    Das Forscherteam der Universität von Kalifornien entdeckte, dass aus den verkohlten Stämmen neue Triebe erwachsen, die bis zu 20 Metern groß wachsen können. Mit dieser Methode könnte die Eiche 13.000 Jahre alt sein, das konnte an den Ringen des Stamms abgelesen werden. Sollte sich dieser Verdacht bestätigen, ist der neu entdeckte Baum 10.000 Jahre älter als der älteste kalifornische Redwood-Baum.

    Viele Pflanzen auf der Welt sind vom Aussterben bedroht

    Blick entlang eines schmalen Pfades in einem düsteren und vernebelten Regenwald
    Selva Nepal © quickshooting - www.fotolia.de

    Wie Forscher vom Londoner Naturkundemuseum und der Weltnaturschutzunion (IUCN) berichten, sind etwa 20 Prozent der Pflanzen auf der Welt vom Aussterben bedroht. So gehören auch die Palmfarne zu den am meisten gefährdeten Pflanzenarten.

    Die Forscher haben von etwa 4.000 verschiedenen Arten etwa 22 Prozent als bedroht eingestuft. Besonders durch die Rodung der Regenwälder werden viele Arten vernichtet. Aber die Pflanzen sind für die ganze Umwelt wichtig, denn sie liefern uns saubere Luft, Wasser, aber auch Nahrung und Brennstoffe. Und so profitieren die Tiere und natürlich auch der Mensch davon. Die Forscher haben nun eine sogenannte "Rote Liste" aufgestellt, wo alle gefährdete Pflanzen aufgezählt wurden.

    Passionsblume zur "Arzneipflanze des Jahres 2011" gewählt

    Die Passionsblume hilft vor allem bei Nervosität, Ängsten und Einschlafstörungen

    Ein Tropfen Öl tropft von einem grünen Blatt in ein Arzneifläschchen
    Herbal essence. Alternative healthy medicine. Skin care. © MoustacheGirl - www.fotolia.de

    Wissenschaftler von der Universität in Würzburg haben jetzt die Arzneipflanze für das Jahr 2011 gewählt und die Entscheidung fiel zugunsten der Passionsblume aus.

    Anwendungsgebiete und Wirkung

    Die Extrakte von dieser wohl schönsten Blume auf der Welt wirken beruhigend und auch gegen Ängste, wie die Wissenschaftler des Studienkreises, hierbei sind Mediziner, Apotheker und Biologen sowie auch Medizinhistoriker vertreten, berichten. Die Extrakte aus dieser Pflanze werden bei Nervosität, leichten Problemen beim Einschlafen sowie auch bei nervösen Magen-Darm-Beschwerden eingenommen.

    Wenn man zusätzlich noch Baldrian einnimmt, so wird die Wirkung sogar noch verstärkt. Auch gegen Angstzustände hilft dieser Extrakt, doch weiß man noch nicht, welche Wirkstoffe dies verursachen.

    Die Passionsblume, der wissenschaftliche Name ist Passiflora incarnata, stammt ursprünglich aus den Regenwäldern in Mittel- und Südamerika und es gibt mehr als 400 Arten weltweit.

    "Arzneipflanzen des Jahres"

    Die erste Wahl der "Arzneipflanze des Jahres" fand im Jahr 1999 statt und damals wurde "Buchweizen" ausgewählt. Im letzten Jahr war das "Efeu" die Pflanze des Jahres. Aber schon früher wurde vom auch Verband Deutscher Drogisten eine Pflanze gewählt, so war es im Jahr 1987 die "Echte Kamille".

    Forscher verbinden Gene von Rose und Sellerie um Superblume zu erschaffen

    Verschiedene Blüten, Sprossen und Keimlinge in Reagenzgläsern, Forschung
    cultures biologiques © JPC-PROD - www.fotolia.de

    Ein Strauß voller Rosen gehört zu den beliebtesten Geschenken der Damen und welche von ihnen würde sich nicht freuen, wenn die Blüten der Pflanze erst nach drei bis vier Wochen anfangen würden zu welken? Genau dies wollen Forscher aus North Carolina derzeit erreichen.

    Sie haben herausgefunden, dass Sellerie ein bestimmtes Gen enthält - die Mannitol-Dehydrogenase - welches die Lebensdauer des Rosenblütenblatts deutlich verlängern kann. Dazu muss man es in das Genom der Rose einfügen. Neben dem längeren Leben soll die Pflanze auf diese Weise auch nicht so anfällig für Krankheiten gemacht werden. Rosen, die das Sellerie-Gen enthalten, würden sich im Geruch nicht von den anderen entscheiden, so die Forscher. Der einzige Unterschied sei ihr langsameres Welken in der Blumenvase.

    In Spanien zwei neue Arten von Pflanzen entdeckt - Taraxacum decastroi und Taraxacum lacianense

    Die Löwenzahngewächse stammen aus den Pyrenäen und wurden nun in einer Studie untersucht

    Löwenzahn Blumen mit gelben Blüten auf weißem Hintergrund
    dandelions © Monika 3 Steps Ahead - www.fotolia.de

    Spanische Biologen entdeckten zwei völlig neue Pflanzenarten in Spanien - "Taraxacum decastroi" und "Taraxacum lacianense".

    Es sind Löwenzahngewächse aus den Pyrenäen und werden zu den weiteren dort vorkommenden Taraxacum-Sorten hinzugerechnet. In den Alpen existiert eine weitere Art der Gattung - "Taraxacum reophilum", mit welcher die beiden neuen Pflanzen verwandt sind. Die Wissenschaftler studierten die Pflanzen aufmerksam.

    Studie über die neuen Löwenzahnarten wird im Fachmagazin "Annales Botanici Fennici" veröffentlicht

    Dieser einzigartige Fund zeigt die große Artenvielfalt an Pflanzen in Spanien. Die Forscher halten es für äußerst schwierig, noch weitere Arten dieser Spezies auf der iberischen Halbinsel zu entdecken. Kürzlich wurde von einem der Forscher eine vermutlich neue Art der Spezies in der Gegend um Madrid entdeckt.

    Auch in Segovia, Asturien und Portugal wurden vom Forschungsteam neue Pflanzenarten dieser Gattung gefunden. Im Fachmagazin "Annales Botanici Fennici" wurde nun eine Studie über diese zwei neuen Löwenzahnarten publiziert.

    Für die Wissenschaftler des Institutes für Botanik der San Pablo-CEU Universität in Madrid war es nicht einfach, die zwei neuen Arten zu klassifizieren. Zahlreiche Vergleiche mit anderen Exemplaren dieser Gattung aus dem europäischen Raum wurden hierfür angestellt. Die neuen Löwenzahnarten werden auch im Fachmagazin "Flora Ibérica" erläutert, welches das Spanish National Research Council (CSIC) seit 1986 herausgibt.

    Zusammenarbeit mit dem Botanikinstitut der San Pablo-CEU Universität

    Für diese Veröffentlichungen arbeitet das Council eng mit dem Institut für Botanik der San Pablo-CEU Universität zusammen. Das Botanikinstitut stellt dem CSIC hierfür sein Herbarium bereit. Die beiden Pflanzen besitzen wenig Pollen und haben lange Blätter. Sie vermehren sich durch Samen.

    Ihre Früchte seien "ziemlich charakteristisch" und hätten nur wenige "Verzierungen", erklärt der Biologe Antonio Galán de Mera, welcher der Hauptautor der Studie ist. "Taraxacum decastroi" kommt ursprünglich aus den Nadelwäldern von Lérida (Pyrenäen).

    Der Name stammt übrigens von dem Forscher Emilio de Castro y Pérez de Castro. "Taraxacum lacianense" kommt in den Birkenwäldern der Montes-de-León-Berge vor (Region Laciana). Die beiden Löwenzahnarten lieben feuchtes Milieu. Trockenheit und der dortige Kohleabbau stellen eine Bedrohung für "Taraxacum lacianense" dar.

    Die außergewöhnlichen Eigenschaften der Amaranth-Pflanze

    Beim Amaranth handelt es sich um eine Pflanze, die zur Gattung der Fuchsschwanzgewächse gehört. Sie gilt als eine der ältesten Nutzpflanzen der Welt. Bereits die Azteken sahen im Amaranth einen wichtigen Bestandteil der täglichen Ernährung; ihm wurden magische Kräfte nachgesagt. Irgendwann wurde der Anbau der Pflanze verboten und sie geriet in Vergessenheit.

    In der Mitte des 20. Jahrhunderts erlebte sie jedoch wieder ihr Comeback. Amerikanische Forscher untersuchten die Amaranthkörner und fanden heraus, dass die Pflanze eine hervorragende Wirkung auf die Gesundheit des Menschen hat. So stärkt sie unsere Nerven und unser Gedächtnis, kann das Altern verzögern und soll sogar zur Heilung von Tuberkulose und Magengeschwüren beitragen können.

    Mit dieser Erkenntnis hat sich der Amaranthanbau wieder verbreitet und mittlerweile gibt es viele verschiedene Produkte - von Nudeln bishin zu Popcorn, die daraus hergestellt werden. Vor allem für Gluten- und Weizenallergiker erweist sich die Pflanze als bekömmliche Alternative.

    Blume des Jahres ist die vom Aussterben bedrohte Heide-Nelke

    Grafik Bachnelkenwurz auf weißem Hintergrund
    Bachnelkenwurz, Geum rivale © emer - www.fotolia.de

    Kürzlich wurde die Blume des Jahres 2012 gekürt - die Wahl fiel dabei auf die bedrohte Heide-Nelke. Die von Loki Schmidt initiierte Stiftung kürte die Heide-Nelke.

    Man will damit für den Schutz der vom Aussterben bedrohten Pflanze sorgen - in vielen Bundesländern steht die Heide-Nelke bereits auf der Roten Liste. Dies teilte die Stiftung Naturschutz Hamburg und Stiftung Loki Schmidt jetzt mit.

    Allerdings will man auf eine feierliche Bekanntgabe durch die Initiatoren verzichten.

    Die Gründerin der Stiftung Loki Schmidt verstarb 91-jährig am 21.Oktober 2010. Sie hatte sich viele Jahre für den Naturschutz in Deutschland stark gemacht und 1980 die Initiative "Blume des Jahres" ins Leben gerufen.

    Mit bunten Blüten sagt der Herbst adieu

    Bevor der Winter endgültig Einzug hält, lassen diese Blumen Ihren Garten noch einmal in aller Farbenpracht strahlen

    Nahaufnahme orangene Blumen im Sonnenlicht
    orange flowers © Olga Shelego - www.fotolia.de

    Bevor der triste Winter im Garten alles ersterben lässt, gibt sich die Natur noch einmal besondere Mühe. Mit leuchtenden Blüten zeigen späte Herbstblüher, wie bunt sie es treiben können. Man kann also durchaus Garten und Balkon zum Abschied der Saison in herrlicher Farbenpracht schmücken. In

    finden sich die geeigneten Pflanzen.

    Herbst-Veilchen sind winterhart

    Besonders ausdauernd zeigen Herbst-Alpenveilchen ihre Kunst. Bei guten klimatischen Bedingungen können sie bis Ende November blühen. Als winterharte Stauden sind sie auch im nächsten Jahr wieder am Start. Sie mögen eher kalkige Böden und vertragen keine Staunässe.

    Chrysanthemen gibt es in vielen Farben und Schattierungen

    Chrysanthemen sind typische Herbstblumen. In vielfältigen Schattierungen zeigen sie eine Blütenpracht, die ihresgleichen sucht. Von Gelb über Orange bis hin zu Weiß und Rot reicht das Spektrum des Vielblühers. Grundsätzlich kann man die Pflanze zwar über den Winter bringen, jedoch wird sie in der Regel im nächsten Jahr dann weniger üppig blühen.

    Herbst-Enzian blüht noch im November

    Der kleine Herbst-Enzian bedient die Farbe Blau im fortgeschrittenen Jahreslauf. Auch er blüht noch im November, wenn viele andere Pflanzen schon aufgegeben haben. Mit seiner Kleinwüchsigkeit macht er sich auch gut in Rabatten. Dort kann er dann überwintern.

    Herbst-Astern vermehren sich im Laufe der Jahre selbstständig

    Astern sind wahre Könige im Herbst. Sie leuchten voller Klarheit und zeigen mit ihrem gelben Herz ein Stück der Sonne, die nun langsam verschwindet. Herbst-Astern sind winterhart und vermehren sich im Laufe der Jahre selbständig. Sie brauchen keine besondere Pflege. Einziges klitzekleines Manko der Pflanzen ist, dass manche Arten zu Mehltau neigen.

    Der Weihnachtsstern, unsere eigentlich tropische Winterpflanze

    Christstern, Weihnachtsblume auf weißem Hintergrund
    Christmas arrangement © Irina Fischer - www.fotolia.de

    Hierzulande ist ein Weihnachtsfest ohne einen Weihnachtsstern kaum denkbar. Dabei kommt der Weihnachtsstern eigentlich aus einem eher tropischen Klima. Bereits im Jahr 1804 brachte Alexander von Humboldt den Weihnachtsstern aus Amerika nach Europa. Er gehört zu den sogenannten Kurztagsblühern, die schon bei zwölf Stunden Tageslicht ihre volle Blütenpracht entfalten.

    Da sich das Tageslicht hierzulande im Winter aber lediglich auf sechs oder sieben Stunden beschränkt, benötigt der Weihnachtsstern künstliches Tageslicht, um nur annähernd so schön blühen zu können wie in seiner Heimat Afrika, Südamerika und Asien.

    Bei den oberen roten oder weißen "Blüten" handelt es sich in Wirklichkeit um sogenannte Hochblätter, die durch ihre auffällige Färbung Insekten anlocken sollen, um die eher unscheinbaren Blütenstände zu bestäuben.

    Pflanze verschlingt Würmer mit unterirdischen Blättern

    Fleischfressende Pflanzen sind nichts Ungewöhnliches. In der Regel fangen sie mithilfe umgewandelter Blätter meist Einzeller oder Gliedertiere, manchmal aber auch größere Tiere wie Frösche. Sie sichern sich auf diese Weise die Versorgung mit Mineralstoffen, vor allem Stickstoff.

    Philcoxia minensis zählt ebenfalls zu der Gattung der fleischfressenden Pflanzen. Sie zählt zu den Wegerichgewächsen und kommt ausschließlich in Brasilien vor. Ihre Beute ergreift sie mit ihren unterirdischen klebrigen Blättern. Anschließend verdaut sie die Fadenwürmer und nimmt so Nährstoffe auf.

    Der Nachweis gelang brasilianischen Forschern, indem sie Würmer mit Stickstoff 15, einem Isotop des Gases, markierten und dann in der Nähe der Pflanze platzierten. Neu entstandene Blätter enthielten nach Angaben der Biologen mehr Stickstoff 15 als üblich. Dies werteten sie als Beweis, dass Philcoxia minensis die Fadenwürmer verdaute.

    Neuer Gartentrend: Gräser in allen Varianten

    Nahaufnahme Gräser auf einer grünen Wiese
    Gräser © David Büttner - www.fotolia.de

    Auch Gärten unterliegen trendigen Veränderungen. Derzeit werden immer mehr Gräser gepflanzt. Der Grund für die Einkehr der grünen, blütenlosen Pflanzen liegt möglicherweise genau darin begründet: Gräser sind anspruchslos, wollen nicht mit immer üppigerem Blütenreichtum punkten und beruhigen durch ihre zurückhaltende Färbung das Auge. Was früher zum Stress des Gartenbesitzers ausartete, nämlich das größer, höher, weiter, im Ziergarten, führt jetzt zurück auf die Einfachheit.

    Das Schöne an den Gräsern ist, dass sie sich einfügen. Auch dort, wo Rosen oder Rhododendren vorherrschen. Fast schon meditative Qualitäten haben Gräserbeete, wenn der Wind hindurch bläst. Das sanfte Rauschen entführt den Gärtner wohlig in entspannten Genuss. Natürlich muss sich der Gartenbesitzer keineswegs gestalterisch zurückhalten. Was den Gräsern an Blüten fehlt, machen sie durch unterschiedliche Wuchshöhen mehr als wett. Mannshoch oder als Miniausgabe – die Gräser, können geschickt gepflanzt, den Eindruck von Weite vorgaukeln. Der Horizont verschwindet.

    Von Hirse bis Federgras reicht die Auswahl. Das bekannte Pampasgras gibt Höhe, die Segge füllt mit ihrer Kleinwüchsigkeit den Vordergrund. Kommt dann noch das unterschiedliche Grün der einzelnen Sorten zusammen, bleibt Seele entspannt bei diesem Bild. Entspannung im heimischen Garten, nicht durch Farbenpracht, sondern durch die Beschränkung aufs Wesentliche.

    Fleischfressende Pflanze und Ameisen Seite an Seite

    Die fleischfressende Pflanzenart Nepenthes bicalcarata ist etwas Besonderes. Das ausschließlich auf der Pazifikinsel Borneo vorkommende Gewächs aus der Gattung der Kannenpflanzen zeichnet sich durch eine Symbiose mit Ameisen aus.

    Die Insekten leben in zerstreuten Kolonien in speziellen, ausgehöhlten Verdickungen im Übergangsbereich von Ranke zu Kanne. Dabei nisten sie sich in den Kammern ein und verteidigen die Pflanze gegen einen speziellen Fressfeind, einen Rüsselkäfer der Gattung Alcidodes. Die Ameisen selbst können sich gefahrlos über die glatte Oberfläche der Pflanze bewegen. Sie profitieren von der Symbiose, indem sie in die Kannenflüssigkeit tauchen, um dort größere Beutetiere herauszufischen und zu fressen.

    Wissenschaftler analysierten nun die Wuchseigenschaften und den Nährstoffgehalt von Pflanzen ohne und mit Ameisen-Partner. Dabei fanden sie heraus, dass "bewohnte" Pflanzen eindeutig mehr Biomasse aufbauten. Sie verfügten auch über einen wesentlich höheren Gehalt an Stickstoff, dem wichtigsten Pflanzennährstoff. Dieser konnte nur auf die Anwesenheit der Ameisen zurückzuführen sein.

    Die Ameisen lassen ihren stickstoffhaltigen Abfall sowie ihre Stoffwechselprodukte in den Kannen. Außerdem greifen sie alle Insekten an, die auf der Kanne haltmachen. So steigern sie die Zahl der Abstürze in die Verdauungsflüssigkeit. Es zahlt sich für N. bicalcarata folglich aus, die Ameisen mit Zuckersaft und Wohnraum zu versorgen.

    Kannenpflanze ist tödlich für Insekten - Wassertropfen öffnet die Todesrutsche

    Nahaufnahme Wassertropfen rollt Grashalm hinab
    fresh grass with dew drops © Nikolay Okhitin - www.fotolia.de

    Bei der Kannenpflanze handelt es sich um eine fleischfressende Pflanze, deren Deckel mit einer speziellen Struktur versehen ist. Nach der Landung können sich die Insekten dort problemlos festkrallen - sofern kein Regentropfen auf den Deckel fällt, der eigentlich ein Volllaufen von Wasser vermeidet. Sollte dies doch passieren, wird die Fliege oder der Käfer im Bruchteil einer Sekunde nach unten katapultiert.

    Angelockt werden die kleinen Tiere mit einem bestimmten Nektar, der an der Unterseite des Deckels austritt und als Lockstoff dient. Sobald die Todesrutsche in den Kelch nach unten allerdings aktiviert wurde, sitzen die Insekten fest, da die Wände der Pflanze extrem glatt sind und sie am Boden in einer klebrigen und zähen Masse feststecken.

    Der Braungrüne Zärtling ist der Pilz des Jahres 2013

    Ein Haufen gesammelter heller und dunkler Pilze auf einem Tisch
    Pilze sammeln © stefan_weis - www.fotolia.de

    Die Deutsche Gesellschaft für Mykologie (DGfM) zeichnet alljährlich einen Pilz des Jahres aus, um auf die Artenvielfalt in den heimischen Wäldern hinzuweisen. Im Kloster Drübeck im Harz wurde nun der Pilz des Jahres 2013 vorgestellt. Und der wächst vor allem auf Wiesen. Er ist sehr klein. Die Kappe ist höchstens drei Zentimeter breit und changiert farblich von gelb bis olivbraun. Außerdem riecht der Pilz angeblich nach Mäuseurin oder verbranntem Horn. Es handelt sich um den Braungrünen Zärtling.

    Er wächst auf Magerwiesen. Solche Magerwiesen gibt es in Deutschland aufgrund der florierenden Landwirtschaft immer seltener. Der Braungrüne Zärtling kommt also nur noch selten in Deutschland vor. Die Pilz-Gesellschaft weist aber darauf hin, dass dieses Jahr südlich der Donau so viele Pilze in den Wäldern stehen wie seit 15 Jahren nicht mehr.

    Weil einige Menschen aber immer noch nicht essbare von giftigen Pilzen unterscheiden können, gibt es in der Region dieses Jahr auch so viele Giftnotrufe wie schon lange nicht mehr. Der Braungrüne Zärtling ist übrigens nicht essbar.

    Kleines Blümchen – großer Schutz, Leberblümchen wird Blume des Jahres 2013

    Nahaufnahme lilanes Leberblümchen auf Waldboden
    Leberblümchen, Hepatica nobilis © tirolfoto - www.fotolia.de

    Eine Blume, die nur eine Woche im Jahr blüht genießt viel Aufmerksamkeit. Die Rede ist vom Leberblümchen. Denn die anspruchsvolle und empfindliche Blume wurde von der Stiftung Naturschutz in Hamburg zur Blume des Jahres 2013 ausgerufen. Das Blümchen steht unter Naturschutz und kommt in der Krautschicht alter Buchen- und Eichenwälder vor. Die Samen werden von Ameisen weitergetragen. Deshalb verbreitet es sich nur langsam.

    Darum wächst es in alten Wäldern, wie im Tiefland der Weser, in den Alpen und im Alpenvorland. Die Blüte des Blümchens ist in drei Lappen aufgeteilt und ähnelt somit der menschlichen Leber, was ihm den Namen Leberblümchen verleiht.

    Manche nennen sie auch Blaublume wegen seiner blauen, in Sternform angeordneten Blüten. Doch auch andere Namen sind mit dem Leberblümchen verbunden, so „Vorwitzchen“, wegen der frühen Jahreszeit ihrer Blüte und weil die Blätter erst nach der Blüte zu wachsen beginnen, heißen sie in manchen Gegenden „Dochder vor de Moder“ (Tochter vor der Mutter).

    Vor allem in der Biedermeierzeit liebte man das Leberblümchen. Damals wurde es in Bauern- und Klostergärten gezogen. Aufgrund seiner Form fand es Einklang in die Behandlung von Lebererkrankungen. Noch heute findet es in homöopathischen Dosen, auch bei Bronchitis und Katharren Anwendung.

    Auch im Winter grünt und blüht es in unseren Gärten

    Zaubernussblüten am Baum
    zaubernuss © SchneiderStockImages - www.fotolia.de

    Auch wenn im Herbst die Bäume ihre Blätter verlieren, so sieht es in unseren Gärten nicht immer leer und kahl aus, denn auch im Winter grünt und blüht es dort teilweise.

    So gibt es einige bekannte sogenannte Winterblüher, wie beispielsweise der Winterjasmin, der goldgelb im Schnee leuchtet. Weiter gibt es die Schneekirsche, die hell rosafarbene, fast in Weiß gehende Blüten hat oder auch die Zaubernuss mit ihren gelb-orangen oder auch roten Blüten.

    Aber die meisten im Winter hier blühenden Pflanzen stammen aus anderen Ländern wie die Chinesische Winterblüte aus dem asiatischen Raum. Aus dem Mittelmeerraum kommt der Immergrüne Schneeball, der aber nur bei milden Wintern gut gedeiht.

    Wer seinen Garten mit diesen Winterblüher bepflanzen will, der kann dazu passend immergrüne Pflanzen setzen, beispielsweise den Buchsbaum oder die Eibe sowie auch den Rhododendron. Auch die Christrosen, die um die Weihnachtszeit blühen eignen sich dafür sehr gut.

    Skimmien sind exotische und faszinierende Stechpalmen

    Im Garten ist gerade Winterruhe eingekehrt. Der Gartenliebhaber kann nichts tun, außer bei manchen Pflanzen den Schnee abschütteln, damit sie nicht brechen. Bei Skimmien etwa, deren rotbraune Blütenstände jetzt besonders attraktiv wirken.

    Die Pflanze stammt aus China, Japan, oder Korea und wird uns wieder im Frühjahr mit ihren Blüten erfreuen. Wenn der Schnee schmilzt treibt sie wieder aus und zeigt ihre weiß-rosa Blüte. Ihr süßer Duft lockt Bienen und Hummeln an und weckt in uns die Vorfreude auf den Sommer. Die japanische Form, die Skimmia japonica, könnte man als winterhart beschreiben.

    Die Skimmie ist eine immergrüne Stechpalme (Ilex), die zweihäusig ist. Weibliche und männliche Blüten kommen auf verschiedenen Pflanzen vor. Wer also die Furchtbildung anstrebt, benötigt zwei Pflanzen beiderlei Geschlechtes.

    Skimmien sind in Japan, China und Korea Waldschattengewächse und mögen sauren Moorboden. Zur Vorbereitung benötigt man ein großes Pflanzloch, das mit Torferde aufgefüllt wird. So fühlt sich die Pflanze wohl.

    Psychotria Elata - die Pflanze, die so aussieht wie der "Rolling Stones"-Kussmund

    In Südamerika gibt es eine besondere Pflanze, die es nun durch ihr Aussehen in die Medien geschafft hat: die Psychotria Elata. Nicht nur durch die knallrote Farbe der Blüte fällt diese Pflanze auf, vielmehr ist es ihre Form, die sie so speziell macht.

    Die Psychotria Elata erinnert an einen Kussmund, und zwar den des "Rolling Stones"-Logos. Einigen Meinungen zufolge hat diese Pflanze auch Ähnlichkeit mit den Lippen von Frontmann Mick Jagger.

    Schneeglöckchen sind die ersten Frühlingsboten

    Wissenswertes über das beliebte und unter Naturschutz stehende Blümchen

    Nahaufnahme Schneeglöckchen auf weißem Hintergrund
    schneeglöckchen 1 © Irina Fischer - www.fotolia.de

    Schneeglöckchen stehen unter Naturschutz, da es nur noch wenige davon gibt. Das Schneeglöckchen ist ein Zwiebelgewächs mit einer dreiblättrigen Blüte, deren Weiß wie Schnee leuchtet, darum der Name Schneeglöckchen. Die Blume ist nur rund 15 Zentimeter groß und kommt oft in der Nähe ehemaliger Klöster vor, da das Schneeglöckchen dort wohl aus religiösen Gründen kultiviert wurde.

    Der optimale Standort

    Die Blume mag lehmig-humosen Boden. Sonne ist gut für frühe Sorten, späte Arten mögen Halbschatten. Pflanzungen zwischen Sträuchern eignen sich optimal.

    Vermehrung durch Ameisen

    Meist blüht es im Januar und Februar, bei strenger Kälte auch erst im März. Ab Mai können die Schneeglöckchen-Standorte gemäht werden, denn dann ist die Blütezeit vorüber. Ameisen dienen ihrer Vermehrung, die ihre Samen aus den aufgeplatzten Fruchtknoten mögen, vor allem den Fortsatz.

    Damit verteilen die Ameisen den Samen. Zur gärtnerischen Vermehrung kann man die Horste teilen, wenn die Blätter welken, oder man sät in Blumenkästen aus. Im Sommer bevorzugen die Samen Schatten.

    Sorten und ihre Eigenschaften

    Es gibt 500 unterschiedliche Sorten unter den 18 Schneeglöckchen-Arten. Am häufigsten findet man das Türkische Schneeglöckchen (Galanthus elwesii). Es wird größer als das heimische Schneeglöckchen (Galanthus nivalis).

    Die Sorte „Samuel Arnott“ ist robust und wächst sehr gut. Die Sorte „Titania“ hat eine gefüllte Blütenkrone und ist sehr selten. Eine weitere gefüllte Art ist „Flore Pleno“ (Galanthus nivalis).

    Die richtige "Kulisse"

    Besonders gut zur Geltung kommt das Schneeglöckchen unter Sträuchern wie der Zaubernuss, oder Haselnuss. Gemeinsam mit

    • Krokussen,
    • Winterlingen und
    • Blau- und Weißsternen

    ergeben sie eine wunderschöne Blütenpracht. Mit den Schneeglöckchen freuen wir uns auf den Frühling.

    Deutschlands Promi der Pflanzenwelt: Die "Verarmte Segge" ist berühmt

    Grünes Gras auf weißem Hintergrund
    green grass © Maksim Kostenko - www.fotolia.de

    In Deutschland blühen viele Pflanzen, die entweder das Auge erfreuen oder eher unscheinbar am Wegrand stehen. Eine der sehr unauffälligen Sorten ist die "Verarmte Segge" oder auch "Armblütige Segge" genannt. Der Namen entstand, da die Pflanze nur über wenige Blütenstände verfügt. "Arm" passt als Name aber noch aus einem anderen Grund, denn die Pflanze gibt es nur noch äußerst selten.

    Sie sieht für den Laien wie schlichtes sehr langes Gras aus. Im Grunde stimmt dies auch. Der wissenschaftliche Name der Segge lautet "Carex depauperata" und sie gehört zur Familie der Gräser. Trotz ihres schlichten Aussehens ist sie aber ein echter Promi.

    Die Armblütige Segge schien bis zum Jahr 2011 nämlich komplett aus Deutschland verschwunden zu sein. Man hielt sie bereits in unseren Breiten für ausgestorben. In der "Roten Liste" wurde die Verarmte Segge in die Kategorie der "ausgestorbenen oder verschollenen" Arten aufgeführt. Dann wurde sie jedoch an der Grenze zu Luxemburg erneut gefunden.

    Dieses Jahr ist es Forschern nun zum ersten Mal gelungen, die Verarmte Segge erneut von Menschenhand zu züchten. Inzwischen gibt es neben der einen wilden auch drei gezüchtete Pflanzenbestände. Die erste Exemplare stehen im Botanischen Garten Berlin-Dahlem. Doch warum war es so schwer, die Segge nachzuzüchten?

    Anders als der normalen Rasen, den man überall sehen kann, ist diese Grasart sehr anspruchsvoll. Sie kann längst nicht überall gedeihen, sondern benötigt ganz bestimmte Voraussetzungen. Man möchte die Art nun vor dem Aussterben bewahren, da man dies der Natur schuldet.

    Darüber hinaus hat das Aussterben von einigen Arten oft als Kettenreaktion das Sterben weiterer zur Folge. Auch dies will man so verhindern.

    Echter Jasmin – verführerische Duftpflanze für drinnen und draußen

    Nahaufnahme Jasminblüte
    Jasmin Blüte © Joe.Gockel - www.fotolia.de

    Jasmin verströmt einen betörenden Duft. Die Pflanzen, die hierzulande unter dem Namen "Jasmin" angeboten werden, gehören jedoch häufig zu anderen botanischen Gattungen, etwa der Pfeifenstrauch. Echten Jasmin, wie man ihn zur Parfumherstellung oder für Tee verwendet, erkennt man an seinen dünnen Klettertrieben und den gefiederten Blättern. Wer beim Einkauf unsicher ist, ob er echten oder falschen Jasmin vor sich hat, muss nur auf den lateinischen Namen "Jasminum" achten.

    Da viele Arten frostempfindlich sind, findet man hierzulande vor allem kleinere Exemplare für drinnen oder für den Wintergarten. Für den Garten eignen sich der gelb blühende Winterjasmin sowie der Weiße Jasmin, der an Rankgittern bis zu fünf Meter hoch klettern kann.

    Beliebt ist der Weiße Jasmin daher als Bepflanzung für Spailere und Durchgänge, auch duftende Abtrennungen für die Terrasse lassen sich gestalten. Der ideale Standort ist hell und sonnig. Übrigens: Wissenschaftler attestieren Jasmin-Duft eine beruhigende Wirkung.

    Überlebenskünstler in der Wüste: Kakteen überstehen Extrembedingungen

    Kakteen am Salzsee von Uyuni in den bolivianischen Anden
    Uyuni Salt Flat on the Bolivian Andes at sunrise © fabio lamanna - www.fotolia.de

    Kakteen sind in lebensfeindlichen Gegenden zu Hause. Um im Wüstenklima zu überleben, haben die grünen Pflanzen im Laufe ihrer Entwicklungsgeschichte einige Besonderheiten ausgebildet.

    Wie pflanzen sich die zahlreichen Kakteenarten fort?

    So sind ihre auffälligen Blüten nicht nur eine schöne Zierde, sondern auch Lockmittel für Insekten. Unter den 1.500 bis 3.000 verschiedenen Kakteenarten gibt es allerdings auch einige, die sich mithilfe von Duftstoffen fortpflanzen. Diese Kakteen locken nachtaktive Fledermäuse an, die den Blütenstaub weitertragen und so die Bestäubung übernehmen.

    Andere Kakteenarten benötigen überhaupt keine Hilfsmittel, um sich Fortzupflanzen. Feigenkakteen verlieren beisspielsweise Teile ihres Stammes, aus dem dann eine neue Pflanze entsteht.

    Wie überstehen Kakteen die Extrembedingungen in der Wüste?

    Die große Trockenheit in Wüstengegenden überstehen die Kakteen aufgrund ihrer zahlreichen Wurzeln, die in der Lage sind, große Mengen an Wasser aufzunehmen. Der Stamm kann sich ausdehnen und das Wasser monatelang speichern. Mit ihrer dicken Lederhaut und Dornen, anstelle von Blättern, sind Kakteen zudem perfekt vor Austrocknung und Wasserverlust geschützt.

    Ein Traum in rosa und violett: Das Fleischfarbene Knabenkraut ist Orchidee des Jahres 2015

    Zum Schutz der heimischen Orchideen wurde erneut die Orchidee des Jahres verkündet

    Frau hält Orchidee ans Gesicht und riecht daran
    Woman holding white orchid flowers up to face. © iofoto - www.fotolia.de

    Orchideen sind nur etwas für tropische Gefilde? Von wegen! Auch in Deutschland blühen rund 60 verschiedene Orchideenarten in der Wildnis. Allerdings sind sie stark gefährdet und immer seltener zu finden.

    Diesem Umstand tragen die Arbeitskreise Heimische Orchideen der Bundesländer Rechnung, indem sie jedes Jahr eine neue Pflanze zur Orchidee des Jahres küren. Für 2015 fiel die Wahl dabei auf das Fleischfarbene Knabenkraut.

    Vorkommen der heimischen Orchideenarten

    Anders als der Name vermuten lässt, blüht diese Orchidee in zarten Rosa- und Violett-Tönen. Sie ist vor allem im Süden im voralpinen Hügel- und Moorland von Schwaben und Oberbayern heimisch und in Brandenburg.

    In weiteren Bundesländern wie Thüringen, Sachsen und Niedersachsen war sie früher ebenfalls häufig zu sehen, ist jedoch mittlerweile vom Aussterben bedroht. Zu schaffen macht ihr vor allem Lichtmangel durch andere Bepflanzungen wie Schilf und Büsche, sowie die allgemeine Naturverschmutzung.

    Das Fleischfarbene Knabenkraut folgt damit dem Blattlosen Widerbart, der Orchidee des Jahres 2014. Diese ungewöhnliche Pflanze gehört zur Ordnung der Spargelartigen und ist ebenfalls stark bedroht. Größere Vorkommen gibt es nur noch auf der Schwäbischen Alb und im Alpenvorland.

    Zistrose als Allrounder: Mittel für schöne Haut und ein gutes Immunsystem

    Cistus incanus ist ein wahrer Geheimtipp gegen Infektionskrankheiten und Hautprobleme

    Löffel und Teebeutel in grüner Tasse auf weißem Hintergrund
    tea © Justinb - www.fotolia.de

    Die Zistrose ist eine Pflanze, die im Mittelmeerraum schon seit Jahrhunderten

    1. als Beauty-Wunder und
    2. als medizinischer Helfer

    im Einsatz ist. In den meisten anderen Ländern ist sie aber lange Zeit nicht als der Allrounder wahrgenommen worden, der sie ist. Das dürfte sich jetzt ändern.

    Der botanische Name der Pflanze lautet Cistus incanus. Es handelt sich nicht um eine Rose, wie der deutsche Name vermuten lässt, sondern um einen Vertreter der Zistrosengewächse. Ihre positive Wirkung auf den menschlichen Körper verdankt sie vor allen Dingen ihren sekundären Pflanzenstoffen, den sogenannten Polyphenolen. Bisher kennt man keine Pflanze, die mehr von diesen Inhaltsstoffen hat als die Zistrose.

    Wie wirken Polyphenole auf den Körper?

    Wer die Zistrose als Tee aufbereitet und regelmäßig ein Tässchen davon trinkt, wappnet sich ideal gegen aufkeimende Erkältungen. Durch die Polyphenole werden Entzündungen gehemmt und sowohl Bakterien als auch Viren in Schach gehalten. Viren werden dabei aber nicht abgetötet, sondern so verändert, dass sie sich nicht mehr vermehren.

    Die Inhaltsstoffe verhindern, dass die Erreger in Zellen eindringen können und genau das ist ihre Vermehrungsgrundlage. Der regelmäßige Tee ist daher ein echter Geheimtipp für alle, die in der kalten Jahreszeit und bei Dauerstress häufig zu Infekten neigen.

    Wohltuend auch für das Hautbild

    Zistrose ist aber nicht nur zum Trinken gut, sondern eignet sich hervorragend zur äußeren Anwendung. Auf der Haut führt die antibakterielle Wirkung zu einem Rückgang von Unreinheiten und Pickeln. Da die Pflanze auch reich an Gerbstoffen ist, werden Poren zusammengezogen und damit das Hautbild ebener.

    Richtig dosiert kann sogar eine hartnäckige Akne und die Neurodermitis bekämpft werden. Und ein weiterer Pluspunkt für die Haut: Da die Zistrose reich an Vitamin P ist, werden freie Radikale in der Haut bekämpft und das verlangsamt die Hautalterung.

    Gesunder Trend: Wie wirkt Kaktuswasser im Körper?

    Regelmäßiges Trinken von Kaktuswasser revitalisiert fühlbar und sichtbar von innen

    Kaktusblüte unter blauem Himmel
    kaktusblüte © Britta Langendorff - www.fotolia.de

    Es gibt immer wieder It-Getränke mit mehr oder weniger großem Nutzen. Derzeit jedoch zurecht ganz hoch im Kurs steht Kaktuswasser. Die Flüssigkeit aus den Pflanzen der Wüstenlandschaften wird nicht aus dem Pflanzenstamm gewonnen, sondern stammt aus den Früchten. Die Kaktusfrüchte schmecken

    • leicht süßlich und gleichzeitig
    • ein wenig nach Zitrone.

    Diese Mischung ist lecker und erfrischend zugleich und erfreut sich daher seit längerer Zeit einer großen Nachfrage. Wie gesund das Kaktuswasser dabei zugleich ist, wissen viele aber gar nicht.

    Gesundheitskick durch Kaktuswasser

    Da Kakteen in Wüsten zuhause sind, mussten die Pflanzen sich gegen sengende Hitze und lange Perioden ohne Wasser wappnen. Die Evolution hat sie daher zu Pflanzen mit harter Außenhaut gemacht und gleichzeitig das Innere des Stamms und die Früchte zu effektiven Wasserspeichern. Damit die Flüssigkeit die Pflanze gut versorgt, werden

    darin gespeichert. Vom Menschen getrunkenes Kakteenwasser wirkt daher im Körper als regelrechter Gesundheitskick.

    1. Vitamin A und Vitamin C helfen dem Immunsystem auf die Beine und
    2. Kalzium, Eisen und Magnesium füllen das Mineralstoffdepot auf.
    3. Gleichzeitig nimmt man beim Trinken Omega-3-Fettsäuren und Flavonoide zu sich und sorgt daher im Gesamten für eine gute Grundversorgung des Organismus'.

    Kaktuswasser kann gleichzeitig ohne Bedenken um den inneren Zuckerhaushalt getrunken werden, denn die Flüssigkeit enthält so gut wie keinen Zucker und schlägt auch mit wenig Kalorien zu Buche. Gerade dieser Punkt ist ein echtes Plus zu anderen It-Getränken.

    Das ebenfalls sehr gesunde Kokoswasser beispielsweise besitzt 20 Kalorien auf 100 Milliliter und sollte daher nicht in großen Mengen getrunken werden.

    Entzündungshemmer mit Anti-Aging-Effekt

    Der Gesundheitskick ist aber nicht alles, denn Kaktuswasser hat einen hohen Anteil an Antioxidantien. Enthalten ist die Antioxidantien-Untergruppe der sogenannten Betalaine. Diese sind eigentlich Fruchtfarbstoffe, die wasserlöslich sind und daher in das Kakteenwasser übergehen.

    1. Sie wirken nachweislich entzündungshemmend auf die Haut und
    2. bringen einen starken Anti-Aging-Effekt mit sich.

    Regelmäßiges Trinken von Kaktuswasser revitalisiert also von innen - fühlbar und sichtbar.

    Schön und pflegeleicht ist eine Sache - wie wär's denn aber, wenn man diesen schönen Anblick auch auf den Teller bringen könnte?

    Schöne Salatdeko und gesund: Essbare Pflanzen

    Essbare Blüten eignen sich nicht nur wunderbar, um Speisen zu dekorieren; sie können auch gegessen werden und haben oft einen erlesenen Geschmack. Wenn man essbare Blüten und Pflanzen verwendet, sollten sie aber aus einem biologischen Anbau stammen und beispielsweise nicht mit Kunstdünger behandelt worden sein.

    Oft kann man essbare Blüten auch als Blütenmischung kaufen und säen. Sie eignen sich nicht nur vorzüglich als Dekoration, sondern sie bieten auch teilweise ein ganz besonderes Geschmackserlebnis. Denn nicht nur in den Blättern, sondern auch in den Blüten stecken, wenn auch in geringerem Maße, ätherische Öle, die für die Geschmackintensität verantwortlich sind.

    In Kombination mit der Nektarsüße ergibt dies einen ganz erlesenen Geschmack. Gourmets haben die Blüten längst für sich entdeckt.

    Ein Salat mit essbaren Blüten ist ein Genuß für Gaumen und Auge
    Ein Salat mit essbaren Blüten ist ein Genuß für Gaumen und Auge

    Kapuzinerkresse, Ringelblumen und Rosenknospen

    Am bekanntesten ist wohl die Kapuzinerkresse. Ihr leicht pfeffriger Geschmack steckt in den Blättern und in den Blüten. Mit ihren leuchtenden Farben wird sie zum Blickfang auf jeder damit dekorierten Speise.

    Dass man essbare Blüten verwendet, ist nicht wirklich neu. Schon unsere Großmütter färbten beispielsweise mit Ringelblumen anstelle von dem teuren Safran bestimmte Speisen, und verwendeten auch andere Blüten: zum Beispiel kandierte Rosenknospen für Kuchen und Torten.

    Weitere essbare Pflanzen

    Neben Rosenknospen eignen sich auch

    • Lavendelblüten
    • bestimmte Hibiskusblätter
    • Muskatnussblüten oder
    • Kornblumen.

    Den würzig-aromatischen Geschmack der Borretschblätter kennt man aus Salaten; die schönen blauen Blüten sind essbar und zum Dekorieren bestens geeignet.

    Viele uns bekannte Blumen kann man essen
    Viele uns bekannte Blumen kann man essen

    Gänseblümchen verleihen einem Salat eine nussige Note und sehen noch wunderhübsch aus. Der Ananassalbei verströmt einen feinen Ananasduft und die Blüten verzieren jede Speise. Eine wirkliche Freude für das Auge sind Schnittlauchblüten und sie erfreuen noch den Gaumen.

    Die essbaren Blüten der Japanischen Blütenkresse haben einen sehr feinen Kressegeschmack und sehen schön aus. Kapern sind den meisten Menschen bekannt, das sind die ungeöffneten Blütenknospen des Kapernstrauchs. Geöffnet sind sie eine Augenweide und eine Gaumenfreude.

    Die Eisheiligen und der Anbau essbarer Pflanzen – was ist zu beachten?

    Ausschnitt Beet im Garten
    frühbeet 01 © Lianem - www.fotolia.de

    Bei den Eisheiligen handelt es sich um ein paar Tage im Mai (10. Bis 15.), die bestimmten Heiligen gewidmet sind. Zudem zählen sie zu den meteorologischen Singularitäten (Witterungsregelfälle) und geben an, wie sich das Wetter in der darauffolgenden Zeit entwickeln wird.

    Die Eisheiligen tragen die Namen Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und die Kalte Sophie. Wie der Volksmund sagt, ist das Frühlingswetter erst nach Ablauf der letzten Eisheiligen stabil. Doch kann man sich an diese These halten? Und was bedeutet sie für das Hinausstellen von (essbaren) Pflanzen auf Feld und im Garten?

    Experten raten dazu, typische Zutaten für den Salat wirklich erst nach Ablauf der Eisheiligen hinaus zu stellen, dazu gehören Gurken, Zucchini sowie Bohnen. Weitere Pflanzen, die es lieber konstant warm mögen, sind Begonien und Dahlien. Doch es gibt auch Sorten, denen ein möglicher später Frost nichts anhaben kann, dazu zählen beispielsweise Radieschen, Kohlrabi, Schnittlauch und Blattsalat.

    Wer Pflanzen nach der Winterpause nach draußen stellen möchte, sollte darauf achten, diese langsam an die anderen Lichtverhältnisse zu gewöhnen. So sollte zunächst ein Platz drinnen auf der Fensterbank gewählt werden, anschließend folgt bestenfalls ein halbschattiges, windgeschütztes Plätzchen draußen und nach einigen Tagen kann man die Pflanze dann der Sonne aussetzen.

    Mit den folgenden Gartenpflanzen kann man auch der Nase etwas Gutes tun...

    Beliebte Aromapflanzen

    Aromapflanzen sind eine Zierde für jeden Balkon und Garten. Sie verströmen einen wunderbaren und verlockenden Duft. Bei manchen Pflanzen wird der Geruch erst freigesetzt, wenn Blattorgane, Wurzeln, Zweige oder Rinde zerbrochen oder zerrieben werden. Man nennt sie Kontaktdufter.

    Die meisten Aroma- und Duftpflanzen lassen sich hervorragend mit anderen Blumen kombinieren und meist auch in Blumenkästen, Töpfen oder Kübeln ziehen. Ein so angelegter Garten kann ein wahres Fest für die Sinne bedeuten.

    In der Naturheilkunde kennt man die Aromatherapie und weiß, dass die ätherischen Öle der Pflanzen eine heilende Wirkung haben, sowohl für die Seele als auch für den Körper. Mit Duft- und Aromapflanzen auf dem Balkon oder im Garten hat man seine ganz individuelle Aromakur.

    • Die Erdbeerdeutzie zum Beispiel sieht mit ihren purpurroten Blüten nicht nur sehr originell aus, sie verströmt auch einen leichten Erdbeerduft. Diese Deutzie wächst breit und aufrecht; sie ist dicht und verzweigt und erreicht eine Höhe bis zu eineinhalb Metern. Sie harmoniert mit vielen anderen Pflanzen.

    • Die Vanilleblume (Heliotropium) duftet intensiv nach Vanille und gehört zu den Borretschgewächsen. Vom Frühsommer bis in den späten Herbst trägt sie kleine violette bis lavendelblaue stark duftende Blüten.

    • Die Heiligenblume (Santolina) verströmt einen würzig herben Duft; sie bildet kleine gelbe Blütenknöpfe, die von Juli bis August erscheinen.

    • Auch die Engelstrompete (Brugmansia) gehört zu den beliebten Duftpflanzen. Sie wird meist in Kübeln gepflanzt, ist dann aber sehr durstig und braucht viel Wasser. Ansonsten ist sie pflegeleicht und erfreut mit ihren imposanten Blüten.

    • Der Duftjasmin (Jasminum) erfreut nicht nur mit seinem Wohlgeruch, sondern auch mit kleinen sternenförmigen Blüten, die zartrosa oder weiß sind.

    • Auch mit verschiedenen Minze-Arten (Mentha) lässt sich ein interessanter Duft-Parcours gestalten, denn es gibt sie in vielen unterschiedlichen Geschmacks- und Duftvarianten. Neben dem intensiven Minzeduft können sie beispielsweise auch nach Ananas oder Erdbeere riechen.

    Der Duftjasmin gehört zu den beliebten Aromapflanzen
    Der Duftjasmin gehört zu den beliebten Aromapflanzen

    Passende und beliebte Duftpflanzen für den Balkon sind auch

    • Duftgeranien (Pelargonien)
    • Duftsteinrich (Lobularia) oder
    • Duftnelken (Dianthus).

    Weitere interessante Duftpflanzen sind das Currykraut (Helichrysum), welches intensiv nach Curry riecht oder die Schokoladenkosmee (Cosmos), die nach Schokolade duftet.

    Nicht zu viele duftende Pflanzen auf engem Raum anbauen

    Steinweg durch Garten, am Wegesrand verschiedene bunte Blumen
    Lush blooming summer garden with paved path © Elenathewise - www.fotolia.de

    Wer in seinem Garten stark duftende Pflanzen anbauen möchte, sollte darauf achten, dass es sich dabei nicht um zu viele verschiedene Gattungen handelt, denn dies könnte den Geruchssinn überfordern. Besonders süß riechende Pflanzen wie Jasmin oder Flieder sollte man besser vereinzelt anbauen.

    Auch bei beliebten Küchenkräutern wie Lorbeer, Thymian oder Rosmarin sowie mediterranen Pflanzen wie Mönchspfeffer und dem Mastixstrauch gilt es, diese einzeln einzupflanzen, um die Nase nicht zu überfordern.

    Ganz egal, für welche Pflanzen man sich entscheidet - beim Kauf sollte man ein paar generelle Punkte beachten...

    Tipps zum Kauf von Gartenpflanzen

    Der Pflanzenkauf ist in erster Linie auch Vertrauenssache; schließlich möchte man gesunde und qualitativ hochwertige Pflanzen in seinem Garten haben. Neben den Angeboten im Gartencenter findet man mittlerweile auch in jedem Supermarkt oder auch in Baumärkten unterschiedliche Pflanzen.

    Wo kaufen?

    Doch für welche Angebote entscheidet man sich am besten? Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten mit Vor- und Nachteilen.

    Gartencenter und Gärtnerei

    Wenn man sicher gehen will und eine gute Qualität erwartet, sollte man im Gartencenter oder in einer Gärtnerei einkaufen. Dort kann man sich fachmännisch beraten lassen und auch in Sachen Pflege ein paar Tipps mitnehmen.

    Die angebotenen Pflanzen sind in der Regel frisch und gesund und man zahlt oftmals auch nicht viel mehr. Auch im Gartencenter und in der Gärtnerei gibt es immer wieder Sonderangebote, die man nutzen sollte. Doch auch, wenn man ein bisschen mehr ausgibt, kann man sich sicher sein, dass man dadurch auch länger Freude an seinen Pflanzen hat.

    Ein Gartencenter ist häufig auch in einem Baumarkt integriert; dort Gartenpflanzen zu kaufen, ist also ebenso gängig. Ebenso lassen sie sich in Baumschulen erwerben; auch hier kann man von dem Fachwissen profitieren.

    Im Gartencenter erhält man auf jeden Fall gute Qualität
    Im Gartencenter erhält man auf jeden Fall gute Qualität
    Discounter und Versandhandel

    Pflanzen beim Discounter haben oft einen langen Transport hinter sich und wurden nicht optimal bewässert. Möglich ist auch, dass sie generell unter dem Transport gelitten haben.

    Ein weiterer Nachteil: auch wenn sie zum Verkauf bereit stehen, sind sie oft nicht richtig versorgt. Natürlich kommt es aber immer darauf an und ist ein Stückweit einfach Glückssache. Positiv hervorzuheben ist der niedrigere Preis - doch sollte die Pflanze bereits angegriffen oder schwach sein, kann man diesen Vorteil nicht lange für sich nutzen.

    Außerdem gibt es den Versandhandel und auch online können Pflanzen bestellt werden. Mit diesen angebotenen Pflanzen kann man Glück haben, oder eben nicht - ein vorheriges Überprüfen ist nicht möglich.

    Besonders, wenn man speziellere Pflanzen sucht, die in keinem Geschäft in der Nähe angeboten werden, bleibt einem nichts anderes übrig, als das Angebot eines Versandhauses oder Online-Shops anzunehmen. Handelt es sich dabei aber um ein Fachgeschäft, eine Gärtnerei beispielsweise, die eben auch ein Online-Angebot für ihre Kunden bereithält, so kann man sich in der Regel darauf verlassen, dass die Pflanzen vor dem Losschicken ausreichend versorgt wurden und zudem so verpackt sind, dass sie die Reise möglichst schadfrei überstehen.

    Gute Qualität erkennen

    Im Fachhandel kann man in der Regel immer von hochwertiger Qualität ausgehen und die Fachkompetenz kommt dem Kunden zugute. Oft gibt es Gartenausstellungen, bei denen man die Pflanzen begutachten kann. Generell sollte man auf folgende Punkte achten:

    • Die Erde darf nicht ausgetrocknet sein
    • Die Pflanze sollte einen kräftigen Wuchs haben
    • Die Pflanzenfarben sollten gesund aussehen
    • Die Pflanzen sollten einen frischen Eindruck machen und nicht schlapp hinunter hängen

    Wenn man einen Blick dafür hat, kann man den Zustand der Pflanze beurteilen. Ansonsten muss man sich auf den Anbieter verlassen. Dabei ist es sehr ärgerlich, wenn man Pflanzen ersteht, diese dann nicht angehen oder verkümmern.

    Beim Versandhandel hält es sich wohl die Waage - manchmal hat man Glück und dann auch wieder Pech. Gerade beim Online-Kauf ist eher Vorsicht geboten; es könnten Pflanzen aus Drittländern angeboten werden, die bei uns unter Pflanzenschutz stehen und nicht einfuhrerlaubt sind.

    Und schließlich spielt die richtige Pflege eine wichtige Rolle - auch wenn diese abhängig von der Pflanzenart ist, gibt es einige generelle Hinweise; auch die richtige Überwinterung ist bedeuten.

    Generelle Tipps zur Pflege und Überwinterung

    Jede Pflanze benötigt die für sie passende Pflege - dabei zählen je nach Art

    zu den Bestandteilen.

    Besonders mehrjährige Pflanzen bringen einen höheren Pflegeaufwand mit sich. Damit sie im nächsten Jahr ebenso gesund und prächtig aussehen wie in der letzten Saison, muss man sie beispielsweise regelmäßig zurückschneiden. Bei einjährigen Pflanzen hingegen muss man hauptsächlich darauf achten, dass sie ausreichend Wasser bekommen.

    Das Gießen der Pflanzen erweist sich dabei nicht immer als so leicht; schnell ist es passiert, dass man sie überwässert oder auch austrocknen lässt. Freilandpflanzen benötigen in diesem Zusammenhang nicht so viel Aufmerksamkeit, nur im Sommer, wenn es besonders heiß ist und nur selten regnet, muss man in Sachen Bewässerung nachhelfen.

    Kübelpflanzen hingegen stehen teils auch unter einem Dach; sie benötigen häufiger zusätzliches Wasser. Dabei mögen die wenigsten von ihnen Staunässe. Mit einem Dünger kann man sowohl Freiland-, als auch Topfpflanzen unterstützen; hierbei gilt es, die Herstellerangaben genau zu befolgen.

    Wichtiges Thema ist auch die Überwinterung. Wer sich in diesem Zusammenhang wenig Arbeit machen möchte, wählt winterharte Pflanzen. Diese überstehen auch kalte und frostige Tage; zudem spart man sich im Frühjahr Zeit, da man diese Pflanzen nicht ersetzen muss.

    Welche Pflanze mit welchen (Minus-)Temperaturen klarkommt, ist unterschiedlich - auch hier gilt es, sich genau zu informieren. Kübelpflanzen hingegen müssen über den Winter meist ins Haus geholt werden. Möglich ist auch, sie mit speziellen Maßnahmen - wie etwa einer Luftpolsterfolie, Zeitungspapier oder Laub - zu schützen.

    Die z.T. kühnen Künste der Pflanzen werden immer noch erforscht

    Elektrosignale lassen Pflanzen reagieren

    Eine durchgeführte Studie der Universitäten Bonn und Florenz brachten neue Erkenntnisse über die Kommunikation von Pflanzen.

    Bislang nahmen die Wissenschaftler an, dass Pflanzen mittels chemischer Signale untereinander Informationen austauschen. Ein Experiment mit Mais allerdings zeigte, dass elektrische Signale an den Pflanzenwurzeln über die Synapsen an die Zellen vermittelt werden.

    Durch diese Fähigkeit können die Pflanzen innerhalb weniger Sekunden auf Veränderungen und Gifte reagieren. Rund 20 Parameter im Erdboden können so analysiert werden und zu entsprechenden Maßnahmen als Gegenreaktion der Pflanzen führen.

    Können Pflanzen Schmerzen empfinden?

    Grashalme mit Wasserperlen, sehr glänzend
    glitzer glitzer 2 © Patrizia Tilly - www.fotolia.de

    Wissenschaftler aus Gießen und Jena sind der Frage nachgegangen, ob Pflanzen Schmerzen empfinden können. Hierzu führten sie durch natürliche Öffnungen der Pflanzen Feinglas-Mikroelektroden ein und legten diese an die Zellwände. Und tatsächlich konnten die Forscher eine bislang unbekannte elektrische Reizleitung entdecken.

    So breitet sich bei einer Verletzung dieser Reiz innerhalb einer Strecke von bis zu zehn Zentimetern in der Minute über die Pflanze aus, der selbst in "gesunden" Teilen messbar wurde. Schmerz im menschlichen Sinne sei es aufgrund des fehlenden Gehirns wohl nicht. Vielmehr fährt die Pflanze bei einer Verletzung ihr Schutzprogramm hoch, das entweder Schädlinge mit einer bestimmten Substanz schadet oder auch deren Fressfeinde gezielt anlockt.

    "Duftvokabeln" als sprachliches Mittel zwischen Bäumen und Co.

    Pflanzen kommunizieren mit "Duftvokabeln" miteinander und besitzen auch ein Erinnerungsvermögen

    Grüne Wiese mit Blick ins Tal, 3 Bäume neigen sich im Wind nach links
    auf dem schauinsland 2 © wdohm - www.fotolia.de

    Die meisten Menschen gehen davon aus, dass Pflanzen zu den niederen Lebewesen zählen, die weder denken noch kommunizieren können. Dass dem nicht so ist, konnten Wissenschaftler bereits in zahlreichen Studien belegen. So auch im Rahmen einer neuen Untersuchung, die sich mit dem Kommunikationsverhalten und Erinnern von Pflanzen beschäftigt.

    Erinnerungvermögen von Pflanzen

    Den Ergebnissen nach benutzen Pflanzen eine Art Duftvokabel, mit der sie ihre "Artgenossen" vor Fressfeinden informieren können, die daraufhin Schutzmaßnahmen ergreifen. Rund 1000 Duftvokabeln, so genannte Volatile Organic Compounds (flüchtige organische Verbindungen), konnten bereits entschlüsselt werden und legen somit auch die Vermutung nahe, dass Pflanzen über ein Erinnerungsvermögen verfügen.

    Vergleich mit Tierwelt

    Diese wird zum Beispiel auch durch die Fähigkeit ersichtlich, dass Bäume sich Bewässerungszeiten merken können oder auch junge Pflanzen bei einer hohen Konzentration von Salz diese später besser "ausgleichen" können. Durch die gewonnenen Erkenntnisse rücken die Pflanzen somit näher an die Tierwelt heran. Ein Umstand, dem die Schweiz bereits Rechnung trägt und Pflanzen wie Tiere im Gentechnikgesetz eine "Würde der Kreatur" zuspricht, die nicht missachtet werden darf.

    Pflanzen verschicken Botenstoffe zur Kommunikation

    Nahaufnahme Grashalme, weißer Hintergrund
    grashalme © makuba - www.fotolia.de

    Der Wüsten-Bleifuß tauscht Botschaften mit anderen Pflanzen aus, indem er ätherische Botenstoffe verschickt. Das haben Forscher der Universitäten in Kyoto und Kalifornien herausgefunden. Sie untersuchen, auf welche Art und Weise Pflanzen miteinander kommunizieren.

    Die Wissenschaftler konnten in Untersuchungen beobachten, dass die Pflanzen ihre Artgenossen vor Krankheiten oder Fressfeinden warnen. In Tests wurden Beschädigungen an Pflanzen imitiert, wie sie normalerweise durch Heuschreckenplagen verursacht werden. In der Folgezeit zeigte sich, dass die umliegenden Pflanzen auch einen verbesserten Schutz vor den Fressfeinden aufwiesen.

    Die Forscher fanden zudem heraus, dass sich der Wüsten-Bleifuß mit Artgenossen über den Besuch von Insekten austauscht, die für die Bestäubung notwendig sind.

    Statt weglaufen begehen Pflanzen einen partiellen Selbstmord

    Braunes Herbstlaub
    herbstlaub © Konstanze Gruber - www.fotolia.de

    Warum bei Pflanzen es zum Vorgang des Absterbens von Blättern und ähnliches kommt, lag im wissenschaftlichen Fokus der Universität Wien. Die Biochemiker des Departments für Biochemie und Zellbiologie konnten anhand verschiedener Untersuchungen herausfinden, dass die Pflanzen aus Mangel an Flucht- und Schutzmöglichkeit eine besondere Taktik anwenden.

    Diese besteht darin bei einer Gefahrenlage mit einem partiellen Selbstmord auf die Bedrohung zu reagieren, was folglich zum Absterben der Blätter führt. Nun interessieren sich die Wissenschaftler für den sich jährlich wiederholenden Vorgang der Entlaubung von Bäumen, über die es im Bezug auf den Verlauf zwar viele Erkenntnisse gibt, jedoch nicht über die Funktion der natürlichen Steuerung.

    Täuschende Orchideen

    Junge Frau riecht mit geschlossenen Augen an Orchidee
    frau girl riechen schönheit blume orchidee © soschoenbistdu - www.fotolia.de

    Ein Drittel aller Orchideen sind Täuschblumen. Das bedeutet, dass sie die Bestäuber wie Fluginsekten nicht mit Nektar oder Futter belohnen, sondern die Bestäuber lediglich ausnutzen. Dazu imitieren die Täuschblumen Blütenpflanzen, die eigentlich mit Futter belohnen, oder Paarungspartner.

    Bei einer Untersuchung wurde sich mit der Orchideenart Dendrobium sinense befasst, die nur auf der Insel Hainan existiert. Dessen Bestäuber sind Hornissen. Diese Orchidee ahmt eine Verbindung nach, die bei Honigbienen ein Alarmpheromon ist.

    Da Hornissen ihre Brut meist mit Honigbienenfleisch ernährt, lockt dies die Hornisse an. Die landen jedoch nicht auf der Blüten, sondern stoßen kurz und heftig mit dem Kopf gegen das rote Zentrum der Blüte.

    Da Hornissen besonders im asiatischen Raum oft Bienenvölker aus Imkereien ausräubern und Menschen stechen, würde es einen großen Fortschritt bedeuten, wenn Duftköder das Hornissenproblem eindämmen könnten.

    Ungünstige Umweltbedingungen und das Blühen der Pflanzen

    Nahaufnahme einer lila blühenden Mariendistel im Sonnenlicht
    Blühende Mariendistel, Silybum marianum © Heike Rau - www.fotolia.de

    Bestimmte Temperaturen oder eine Lichtmenge werden in der Pflanzenwelt als Stimulanzien bezeichnet und bieten somit den Rahmen zum Gedeihen und Wachsen. Doch es gibt mehr als genug Pflanzen, die trotz ungünstiger Umweltbedingungen bestens wachsen und somit auch blühen.

    Weshalb das so ist, wurde nun von den Forschern des Max-Planck-Instituts für Entwicklungsbiologie herausgefunden. So scheint sich auch dann ein Blütenwachstum aufzuzeigen, wenn eine bestimmte Konzentration von RNA-Bausteinen in den Zellen vorhanden ist. Diese nimmt mit dem Alter der jeweiligen Pflanze ab und kann durch eine Abnahme der Konzentration die Pflanze zum Blühen bringen und das eben auch dann, wenn die Bedingungen nicht gerade die optimalsten sind.

    Auch Pflanzen erkennen ihre verwandten Geschwister

    Kleine Pflänzchen in schwarzen Töpfen werden mit grüner Gieskanne gegossen
    Watering Sweatpea Seedlings © Petra Louise - www.fotolia.de

    Amerikanische Wissenschaftler stellten fest, dass es auch bei den Pflanzen ein Erkennen von verwandten Geschwistern gibt. So breitet sich eine Pflanze und die benachbarte, wenn sie von der gleichen "Mutter" stammen, nur so weit aus, dass sie sich nicht gegenseitig behindern. Dieses Erkennen erfolgt über ein Wurzelsekret.

    Bei einer nicht verwandten Pflanze dagegen, versuchen die Pflanzen sich gegenseitig zu behindern. Die Forscher benutzten für ihre Studie wilde Arabidopsis-Pflanzen, auf deutsch die Acker-Schmalwand-Pflanze. Bei ihrer Studie stellten die Forscher auch fest, dass bei nicht verwandten Pflanzen auch eine Berührung oberirdisch möglichst vermieden wird.

    Die neuen Erkenntnisse zeigen, dass dies oftmals ein Grund dafür sein kann, wenn Pflanzen nebeneinander nicht richtig wachsen wollen. Doch wie es sich bei großen Ackerflächen verhält, soll nun weiter untersucht und erforscht werden, wobei die Anfälligkeit für Krankheitserreger im Vordergrund dabei steht.

    Wie sich intelligente Pflanzen gegen Fressfeinde wehren

    Marienkäfer spaziert über ein Blatt, an der Pflanzen haften lauter Läuse
    Biological Pest Control © manfredxy - www.fotolia.de

    Die Pflanzenwelt ist gegenüber Parasiten lange nicht so wehrlos, wie bisher angenommen wurde. Sie hat im Laufe der Zeit Schutzmechanismen entwickelt, die darauf abzielen, sich der Fressfeinde schnell wieder zu entledigen. Rosenkohl ändert zum Beispiel Farbe und Muster seiner Blätter, sobald ein Schmetterling seine Eier auf ihm abgelegt hat. Diese Muster locken bestimmte Wespen an, die ihre eigenen Eier zu denen des Schmetterlings legen. Sind die Wespenlarven geschlüpft, fressen sie die Eier und der Rosenkohl befindet sich nicht länger in Gefahr.

    Auch die Limabohne weiß sich zu verteidigen. Wird sie Opfer diverser Schädlinge, beginnt sie damit, gewisse Duftstoffe auszusenden, die Schlupfwespen anlocken. Diese legen ebenfalls ihre Eier in die des Schädlings. Abgesonderte Nektartröpfchen helfen ihr zusätzlich, Ameisen anzulocken, die die Schädlinge vernichten.

    Pflanzen produzieren Wärme durch Hefe

    Rosa-weiße Blumen mit Hummeln auf den Blüten
    hummelparadies © Patrizia Tilly - www.fotolia.de

    Wie spanische Biologen berichten, verarbeitet eine Pflanze mit dem Namen "Stinkender Nieswurz" aus dem Zucker im Nektar Hefe, wobei automatisch Wärme erzeugt wird, so dass Hummeln sich stärker angezogen fühlen, was sich bei der Bestäubung positiv auswirkt.

    Bei Messungen stellten die Biologen sogar einen Temperaturunterschied bis zu 6 Grad zwischen dem Blüteninneren und draußen fest. Bei dem Nieswurz handelt es sich um ein giftiges und unangenehm riechendes Staudengewächs, was in der bergigen Region Spaniens zu Hause ist. Bei verschiedenen Experimenten stellten dann die Biologen dieses Phänomen fest.

    Man kannte vorher eigentlich nur zwei Arten der Wärmeerzeugung bei Pflanzen, so zum einen durch Zellatmung oder andererseits durch die Absorption von Sonnenlicht. Jetzt gibt es wohl noch eine dritte Variante, die aber noch weiter erforscht werden muss.

    Arsen: Tropische Farnart filtert Gift aus dem Boden

    Arsen ist ein Halbmetall und vor allem für seine toxischen Eigenschaften bekannt. Es kommt in organischen Verbindungen, im Boden und Wasser vor. Arsen-Sauerstoff-Verbindungen sind in geringen Mengen tödlich.

    Mit steigender Arsen-Konzentration steigt auch das Krebsrisiko, weshalb verseuchte Felder und Gewässer dringend dekontaminiert werden müssen.

    US- Wissenschaftler haben nun eine Pflanze entdeckt, welche, mit Arsen angereichert, trotzdem lebensfähig ist. Die Farnart Pteris vittata verfügt über eine Art internes Pumpsystem, welches das Gift aus dem Boden filtert und in sich aufnimmt ohne daran zu sterben. Da diese dekontaminierende Eigenschaft von großem Interesse ist, haben Forscher nun das verantwortliche Gen des Saumfarns identifiziert und isoliert. Im Rahmen einer Versuchsreihe soll es nun andere Pflanzen eingesetzt werden, in der Hoffnung, dass diese ähnliche Filtereigenschaften ausbilden.

    Intelligente Pflanzen

    Um sich und andere Pflanzen zu schützen, passen Pflanzen sich an und kommunizieren miteinander

    Nahaufnahme roher Rosenkohl
    Frischer Rosenkohl im Detail © Teamarbeit - www.fotolia.de

    Sind Pflanzen eigentlich intelligent? Dieser Frage sind Forscher nachgegangen und haben festgestellt, dass tatsächlich die Pflanzen untereinander in Kontakt stehen, so behaupten sie ihre Freiräume oder schließen sich auch mit anderen zusammen. Besonders interessant ist hierbei die berühmte Venusfliegenfalle, die berühmteste fleischfressende Pflanze, die sobald ein Insekt sie berührt auch in Bruchteilen von Sekunden zuschnappt, aber erst nach einem zweimaligen Kontakt.

    Aber auch die Akazien haben so ihre eigenen Tricks. So versuchen sie durch eine Erhöhung des giftigen Bitterstoffes Tannin, der tödlich wirkt, ihre Feinde, besonders die Antilopen, abzuschrecken. Zur gleichen Zeit werden auch benachbarte Bäume gewarnt, die dann auch so reagieren.

    Der Schutz der Antilope

    Die Antilopen kennen dies jedoch und so verhalten sie sich in freier Wildbahn entsprechend, dass sie von einer Akazie, die das giftige Tannin in höherer Konzentration besitzt, auch nicht zu viel fressen und schnell zu einer noch nicht gewarnten Akazie wechseln. Auf einer Zuchtfarm war dies 1990 allerdings nicht möglich, so dass etwa 3.000 Tiere an einer Vergiftung verendeten.

    Schließlich gehört auch unser heimischer Rosenkohl zu den besonders schlauen Pflanzen. So ändert dieser einfach seine Farbe der Blätter, wenn ein Schmetterling seine, für den Rosenkohl schädlichen, Eier ablegt. Dadurch ruft er Wespen zur Hilfe, die ihrerseits ihre Eier, die für den Kohl aber nicht gefährlich sind, ablegen, und danach werden von den Wespenlarven die Schmetterlingseier aufgefressen. Und so gibt es noch viele weitere intelligente Verfahren, die von den Pflanzen genutzt werden.

    Moos-Sporen erreichen bei ihrer Verbreitung Geschwindigkeiten von 130 Km/h

    Bärlauch wächst rund um einen mit Moos bewachsenen Baum
    Bärlauch am Fuß eines moosbewachsenen Baumstammes © juhumbert - www.fotolia.de

    Die Sporen vom Torfmoos erreichen, damit sie sich auch möglichst weit verbreiten können, teilweise Geschwindigkeiten von 130 Stundenkilometern. Wie die Wissenschaftler mit Hilfe einer Hochgeschwindigkeitskamera feststellten, befinden sich in einer speziellen Kapsel bis zu 250.000 Sporen und unter dieser entsteht eine Luftkammer, die einen Druck bis zu fünf Bar hat. Wenn dann diese Kammer explodiert, wird die kleine Kapsel in die Luft geschleudert und platzt auseinander, so dass die Sporen dann in die Luft fliegen und auch mit dem Wind fortgeweht werden.

    Man stellte fest, dass nach der Explosion der Kapsel die Sporen eine Geschwindigkeit von 36 Metern pro Sekunde haben, was umgerechnet etwa 130 Kilometer in der Stunde sind. Etwa ein Prozent der Erdoberfläche wird von Moos bedeckt und das Moos kann wahrscheinlich mehr von dem Klimagas Kohlendioxid speichern als alle Regenwälder zusammen.

    Forscher entdecken ein im Infrarotbereich absorbierendes Chlorophyll

    Umwandlung von langwelligem Licht im Infrarotbereich in Energie durch "Chlorophyll f"

    Internationale Forscher haben in so genannten Stromatolithen (australische Algenmatten) ein neuartiges Chlorophyll-Molekül entdeckt. Dieses "Chlorophyll f" ist in der Lage, sehr langwelliges Licht im Infrarotbereich zu absorbieren und es in Energie um zu wandeln. Eine solche Entdeckung hat es seit 60 Jahren nicht mehr gegeben.

    Professor Hugo Scheer, Biologe an der Ludwig-Maximilians-Universität München war an der Studie beteiligt. Seinen Aussagen nach ist man immer davon ausgegangen, dass die unteren Schichten in Algenmatten kein Sonnenlicht empfangen könnten, da die Organismen in den oberen Schichten alles absorbieren.

    Vielfältige Nutzungsmöglichkeiten

    Scheer sieht in dieser Entdeckung einen großen Nutzen: "Die Entwicklung technischer oder Hybrid-Anlagen, die Licht als Energiequelle nutzen, könnte von diesem Fund profitieren". Doch auch in der Krebstherapie spielen solche Chlorophylle laut Experten eine große Rolle. Die sich im Tumor befindenen sehr lichtempfindlichen Medikamente, welche bei der photodynamischen Krebstherapie eingesetzt werden, können durch Bestrahlen mit Licht aktivieren.

    Die Strahlung im Infrarotbereich kann sehr tief ins Gewebe eindringen, das besagte Chlorophyll könnte hierbei also eine große Hilfe sein.

    Laut australischer Botanikerin Professor Min Chen sei das Chlorophyll f dem am meisten in grünen Pflanzen vorkommende Chlorophyll a in seiner Bauweise sehr ähnlich, unterscheide sich jedoch in seiner Absorptionsfähigkeit im Infrarotbereich, die bei keinen der bekannten Chlorophylle vorhanden sei.

    Amorphophallus - Diese Pflanze lockt ihre Bestäuber mit außergewöhnlichen Duftnoten an

    Die Amorphophallus oder umgangssprachlich auch "Penispflanze" genannt, muss wie eigentlich jede Pflanze bestäubt werden um Blüten und Früchte tragen zu können. Damit auch ausreichend Bestäuber den Weg zu ihr finden, lockt sie diese mit allen möglichen Duftvariationen an.

    Da die Amorphophallus nur eine Blütezeit von etwa einer Woche hat, ist die Zeit um einen Bestäuber zu finden äußerst knapp. Damit der Akt möglichst schnell geht, besitzt jede dieser Pflanzen einen eigenen Lockstoff, der von süßem Bananenduft bis hin zu Leichengeruch reicht, wie Forscher der niederländischen Universität Wageningen jetzt herausfanden.

    Pflanzenwachstum geht zurück

    Forscher analysieren Rückgang der Landpflanzen auf der Südhalbkugel

    Junger Ahornbaum frisch gepflanzt
    junge Pflanze © blacksock - www.fotolia.de

    Forscher haben in den letzten 10 Jahren einen Rückgang des Pflanzenwachstums festgestellt. Zwischen den Jahren 1982 und 1999 hatte das Pflanzenwachstum mit der Klimaerwärmung noch zugenommen und zusätzlich CO2 gespeichert. Seit Anfang des Jahrhunderts geht dieser Trend aber wieder zurück. Im Jahr 2009 wurden so etwa 550 Millionen Tonnen CO2 weniger von den Pflanzen aufgenommen, als noch im Jahr 2000.

    Man könnte dies zwar noch schön reden, da es "nur" 1% von den insgesamt 53,5 Milliarden Tonnen Kohlenstoff jährlich sind, aber die Forscher warnen dies zu unterschätzen und analysieren weiter die Entwicklung. Dabei schließen sie nur die Landpflanzen mit ein.

    Vor allem die Südhalbkugel ist betroffen

    Zudem fiel auch auf, dass der Pflanzenrückgang besonders auf der Südhalbkugel zugenommen hat, während er auf der Nordhalbkugel zurückging. Man schätzt, dass dieser Rückgang zu zwei Drittel allein vom Amazonas stammt. Generell sind die Flächen der Regenwälder in der letzten Zeit extrem zurückgegangen.

    Deswegen ist es auch nicht verwunderlich, dass wir das heißeste Jahrzehnt seit den Aufzeichnungen von 1880 haben und durch die Klimaerwärmung besonders die Südhalbkugel von Dürren geplagt wird. Auch die globale Nahrungsversorgung könnte dadurch leiden; ebenso wird die Aussicht für Biosprit-Nutzer getrübt.

    Klimaerwärmung: reflektierende Pflanzen können helfen

    Reflektierende Nutzpflanzen können für einen Temperaturabstieg sorgen

    Nahaufnahme Aloe Pflanze auf weißem Hintergrund
    aloe © Indigo Fish - www.fotolia.de

    Die Klimaerwärmung soll dazu führen, dass es bis zum Jahr 2100 einen Temperaturanstieg von mehreren Grad geben wird, so die Meinung der Klimatologen. Nun haben sich Forscher der Universität Bristol mit diesem Thema beschäftigt und vor allem mit einer möglichen Lösung des Problems.

    Die Antwort darauf: reflektierende Nutzpflanzen. Durch den Anbau von bestimmten Pflanzenarten ist es möglich, die Temperatur in einigen Regionen zu senken. Für die europäische Temperatur im Sommer sprechen die Forscher dabei von einer Senkung von einem Grad Celsius.

    Welche Pflanzen machen dies möglich?

    Pflanzen wie zum Beispiel die Aloe Vera können durch ihre glänzenden Blätter einen Teil des Sonnenlichts reflektieren und somit Energie zurück werfen. Angeblich sollen auch ein paar Getreidesorten über diese Fähigkeit verfügen, doch bis es so weit kommt, stehen noch viele Studien an.

    In Gebieten, wo viel Landwirtschaft betrieben wird - also in Europa, Südasien und Nordamerika - sollte man also am besten darauf achten, die Arten von Pflanzen und Getreide anzubauen, die am meisten Sonnenlicht reflektieren.

    Neue Erkenntnisse für die Tabakindustrie - Tabakpflanzen kommunizieren mit Duftstoffen

    Jede Tabaksorte hat ihren ganz besonderen Duft. Um herauszufinden welche Pflanzenbausteine genau für die Produktion der Dufstoffe zuständig sind, untersuchten Forscher der Rostocker Universität diesen Vorgang genau.

    Sie fanden heraus, dass Tabakpflanzen durch ihre Duftstoffe untereinander kommunizieren. Ihre Entdeckung könnte in Zukunft von der Tabakindustrie zum Anbau von Tabakpflanzen mit bestimmten Duftrichtungen genutzt werden, so die Forscher.

    Pflanzen stellen ihre Verteidigungstaktik wegen Klimawandel um

    Nahaufnahme Raupen auf Blatt
    Armada de chenille à l'assaut des choux © ChristopheB - www.fotolia.de

    Wegen des Klimawandels und dadurch bedingten höheren Kohlendioxid haben manche Pflanzen ihre Verteidigungstaktik gegen Insekten, wie beispielsweise die Raupen, umstellen müssen, wie eine Studie von der University of Michigan ergab.

    Die Forscher haben bei ihrer Studie die Gewöhnliche Seidenpflanze (Asclepias syriaca) untersucht, die sich bisher durch die Herstellung von giftigen Stoffen gegen ihre Feinde, wie die Raupe des Monarchfalters, geschützt hatte.

    Aber durch die höheren Werte von Kohlendioxid in der Luft wurde die Produktion dieser giften Stoffe stark beeinflusst, so dass die Pflanzen nun dickere widerstandsfähigere Blätter haben als bisher. Auch wachsen jetzt die durch die Insekten geschädigten Blätter schneller nach.

    Pflanzen können Informationen über die Wurzeln austauschen

    Oberer Teil einer Brennesselpflanze hinter Nahaufnahme einer anderen im Wald
    brennende schönheit © DocMcCoy - www.fotolia.de

    Pflanzen können quasi über die Wurzeln miteinander kommunizieren. Bei einem Symposium in Washington fanden Wissenschaftler jedoch noch keine genaue Erklärung für dieses Phänomen.

    Grundlage sind wohl chemische Signale, welche unter- und oberirdisch ausgetauscht werden. Der Direktor des Max-Planck-Institutes für Chemische Ökologie in Jena, Ian Baldwin, sagte der Nachrichtenagentur dpa, man habe zwar schon eine Menge Erfahrung, Pflanzen zum Senden von Signalen zu bringen. Über den Signalempfang aus der Umgebung wisse man aber noch "sehr wenig".

    Demzufolge sei bekannt, dass das gasförmige Hormon Ethylen über Rezeptoren der Pflanzen wahrgenommen wird. Versuche hätten ergeben, dass Gewächse mit blockiertem Ethylen-Rezeptor länger zum Reifen brauchen. Dies macht sich die Logistik zu Nutze beim Transport von Bananen, Tomaten und anderen Südfrüchten. Diese können so einen längeren Transportweg überstehen.

    Orchidee lockt mit Aasgeruch Fliegen zur Bestäubung an

    Mit diesen Tricks locken Orchideen Fliegen zur Bestäubung an

    Junge Frau mit geschlossenen Augen hält rosane Orchidee in Hand
    Beautiful young woman with pink orchid © Andrejs Pidjass - www.fotolia.de

    Der Geruch von verrottendem Fleisch zählt für Menschen ja nicht gerade zu den angenehmsten Dingen. Aasfliegen werden jedoch davon angezogen ,was wiederum eine südafrikanische Orchideenart nutzt. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur dapd haben südafrikanische Wissenschaftler nun herausgefunden, dass die Pflanze deshalb wie ein verendetes Tier riecht, weil sie so Fleischfliegen anlockt, welche wiederum die Pollen der Satyrium pumilum weitertragen.

    Tricks der Orchideen um Fliegen zur Bestäubung anzulocken

    Die Beobachtung machten die Forscher auf einem Acker mit vielen Orchideen. Dann verglichen sie die sich darauf stürzenden Fliegen mit denen, die tote Klippschiefer, meerschweinähnliche Kleintiere, besiedelten. Dabei fanden sie häufig am Körper der Fliegen Satyrium-Pollen. Dies war vor allem bei Insekten der Fall, die kleine Aasstücke fressen. Um größere Insekten anzulocken, ist der Geruch der Orchidee wohl zu schwach, vermuten die Wissenschaftler.

    Ganz ausgeklügelt ist die Leitung der Fliegen direkt zu den Pollen. Das Innere der Orchidee ist so konzipiert, dass die vom Aasgeruch angelockten Fliegen genau zu den Pollen gelotst werden. Die Satyrium gibt sich offenbar gegenüber den Insekten so perfekt als Aas aus, dass Fliegenweibchen nach Angaben eines Forschers dort in der Blüte sogar Eier ablegte, weil sie die Pflanze für einen Tierkadaver hielt.

    Evolution - Blütenpflanzen schon seit 300 Millionen Jahren diploid

    Samen- und Blütenpflanzen haben sich schon viel früher verdoppelt als bisher angenommen

    Forscherin schnibbelt mit einer Schere an einem blauen DNA-Modell
    gen schere 1 © Gernot Krautberger - www.fotolia.de

    Der Genforscher Yannian Jiao von der Pennsylvania State University hat in der Fachzeitschrift "Nature" seine neueste Studie vorgestellt. Sie erklärt, warum sich die Chromosomensätze von Samen- und Blütenpflanzen schon viel früher verdoppelt haben als bisher angenommen.

    Vorgehensweise und Ergebnisse

    Jiao verglich Blütenpflanzen wie Reis und Gurke mit Nichtblütenpflanzen wie zum Beispiel Moos. Auf diese Weise fand er mit seinem Team heraus, dass sich das Erbgut von Samenpflanzen schon vor 320 Millionen Jahren auf einen Schlag verdoppelt hat und das von Blütenpflanzen schon vor 192 bis 210 Millionen Jahren. Bisher hatte man angenommen, dass dieses Phänomen vor 150 Millionen Jahren erstmals aufgetreten sei.

    Diploid - ein evolutionärer Vorteil

    Viele Lebewesen, darunter auch der Mensch, haben doppelte Chromosomensätze. Sie sind diploid. Daraus entsteht ein evolutionärer Vorteil.

    Der ist vor allem bei den Blütenpflanzen sichtbar. Zur Familie der Bedecktsamer, also der Blütenpflanzen, zählen 300.000 Arten. Damit ist sie die erfolgreichste Pflanze überhaupt.

    Manche Arten haben sogar bis zu 12-fache Chromosomensätze. Nur die Geschlechtschromosomen gibt es überall nur in der einfachen Ausführung.

    Pflanzen versuchen sich mit chemischen Stoffen gegen Insekten zu schützen

    Forscher von der Freien Universität Berlin stellten bei einer Studie fest, dass sich Pflanzen gegen Insektenlarven mit chemischen Substanzen versuchen zu schützen.

    So beispielsweise Kiefern, die aber dies schon dann machen, wenn die Insekten ihre Eier auf den Nadeln ablegen. So produzieren sie sogenannte Sesquiterpene, die auch als natürliche Insektizide benutzt werden. Die Wissenschaftler stellten eine höhere Konzentration dieser Stoffe in den Zweigen fest, wo die Eier abgelegt wurden, aber danach verringerte sich die Konzentration wieder.

    Im Endeffekt konnten dann auch weniger Larven überleben und die ausgewachsenen Insekten legten später auch weniger Eier.

    Pflanzen haben eine innere biologische Uhr

    Forscher fanden Gen, des Jahreszyklus der Pflanzen bestimmt

    Nahaufnahme Gersten Pflanze im grünen Feld
    gerste © Uschi Hering - www.fotolia.de

    Ein Forscherteam der US-Universität Yale hat in Pflanzen ein spezielles Gen entdeckt, welches gewährleistet dass sie keine Überstunden absolvieren sondern den Tag und die Nacht optimal für ihr Wachstum nutzen. Der jährliche Wachstumszyklus entspricht den Wissenschaftlern nach exakt der entsprechenden Jahreszeit.

    Die entdeckten Eigenschaften sind den Pflanzen dabei behilflich, die verschiedenen Wetterverhältnisse so effizient wie möglich zu nutzen. Die Landwirte hingegen können auf Grund dieser Eigenschaften nur einmal jährlich ernten. Dies bedeutet wegen der steigenden Nachfrage einen Nachteil.

    Abschaltung des Gens für höhere Erträge

    Es gibt allerdings Pflanzen, die dieses Gen nicht oder nur in abgeschwächter Form besitzen und deshalb eine anders tickende biologische Uhr haben. Nach Vorstellung der Wissenschaftler gilt es daher neue genetische Modifikationen zu entwickeln, womit das Gen abgeschaltet oder geschwächt werden kann.

    Als Folge würden die Pflanzen schneller wachsen und es könnte öfter im Jahr eine Ernte eingefahren werden. Die landwirtschaftliche Produktion soll dadurch gesteigert werden. Wie die UN errechnet hat, wird am 31. Oktober 2011 der sieben millardenste Mensch das Licht der Welt erblicken. Die Landwirtschaft muss in der Zukunft weiter steigen, denn nur so kann eine Lebensmittelversorgung für alle Menschen auf der Erde gewährleistet werden.

    Wie sich die Treibhausgase auf die Pflanzenwelt auswirken

    Feldweg an Feld mit gelben Blumen im Steigerwald
    steigerwald7 © WernerHilpert - www.fotolia.de

    Forscher stellten bei einer Analyse der Klimaveränderungen fest, dass Pflanzen mehr Kohlenstoff aufnehmen und auch schneller wieder freigeben als man bisher angenommen hatte, so dass man diese Erkenntnis mit in die zukünftigen Modellrechnungen des Klimas berücksichtigen sollte. Aber wie Matthias Cuntz vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) in Leipzig berichtet, wirkt sich dies aber auf den Treibhauseffekt nicht aus, weil das in den Pflanzen vorhandene Kohlendioxid nicht ansteigt und sich auch somit nicht in der Atmosphäre verringert.

    Da die beiden Hauptbestandteile des Treibhausgases Kohlenstoff und Sauerstoff sind, verändert sich dieses Verhältnis der beiden in der Luft, je nachdem wie viel Kohlenstoff die Pflanzen aufnehmen. Auch konnten amerikanische Forscher einen Zusammenhang der regelmäßigen Schwankungen mit dem Auftreten von Strömungen im Pazifik feststellen, was meistens zur Weihnachtszeit geschieht und deshalb den Namen El Niño (aus dem spanischen übersetzt "Christuskind") bekam.

    Interaktive Pflanzen: Wenn es im Blumentopf ruckt und zuckt

    Bunte Frühlingsblumen in bunten Blumentöpfen
    Colorful spring flowers in fun ceramic containers © Acik - www.fotolia.de

    Die Pflanzen der Zukunft gibt es an der Keio Universität in Japan zu bewundern. Dort haben Wissenschaftler interaktive Pflanzen entwickelt, die Emotionen zeigen und mit Menschen kommunizieren können. Dies ist möglich, weil die Forscher Topfpflanzen, die immer nur still in der Ecke verharren, mit Aktoren ausgerüstet haben. Aktoren sind Wandler, die elektronische Signale, etwa Befehle eines Steuerungscomputers, in mechanische Bewegungen umsetzen.

    Mit ihrem Projekt wollen die Forscher die Kommunikation zwischen Menschen und Pflanzen verbessern. Die Zimmergewächse sollen so mehr Präsenz erhalten und lebendiger wirken. Ermöglicht werden die Bewegungen durch Schrittmotoren und Zugseile. Ein Bewegungssensor und ein Mikrofon steuern die Aktivitäten der Pflanzen, die abhängig von der Stimmung ihres Besitzers (und Computernutzers) sein sollen.

    Bedenken, ob den Pflanzen das Rucken und Zucken überhaupt bekommt, haben die Forscher nicht. Sie gaben an, dass bei ihren Test innerhalb eines Jahres noch keine einzige eingegangen sei.

    Künstliche Substanz lässt Pflanzen im Dunkeln wachsen

    Pflanzen brauchen Sonnenlicht, um wachsen zu können. Verantwortlich dafür sind sogenannte Photorezeptoren, welche die verschiedenen Entwicklungsschritte in Gang bringen. Die lichtempfindliche Proteine vermitteln der Pflanze Informationen über die Lichtqualität und -quantität ihrer Umwelt.

    Forschern ist es nun geglückt, diese Photorezeptoren durch eine chemisch ähnliche, allerdings synthetische Substanz zu ersetzen. Dadurch entwickeln sich Pflanzen bei Dunkelheit fast genauso gut wie bei direktem Sonnenlicht. Die künstlich hergestellte Substanz trägt den Namen "15Ea-Phycocyanobilin" (15Ea-PCB) und ersetzt den natürlichen Baustein Phytochromobilin.

    Durch 15Ea-PCB verhält sich die Pflanze so, als wäre sie im Licht. Sie keimt und wächst wie am hellichten Tag.

    Riesige Mengen an Stickstoff und Kohlendioxid werden von Moosen, Algen und Flechten gespeichert

    Seetang auf einem grünen Algenteppich
    Seetang © Christian Müller - www.fotolia.de

    Deutsche Wissenschaftler haben errechnet, dass weltweit von den Moosen, Algen, Flechten sowie den Pilzen an den Bäumen jährlich etwa 50 Millionen Tonnen Stickstoff sowie 14 Milliarden Tonnen Kohlendioxid gespeichert werden. Dabei gelangt der Stickstoff in den Boden und fördert dadurch das Wachstum anderer Pflanzen und Bäume.

    Die Moose, Algen und Flechten sowie die Pilze werden auch als Kryptogame bezeichnet, also Arten die sich ohne Blüte vermehren. Somit werden von den an Land gespeicherten Stickstoffen von diesen Pflanzen ungefähr die Hälfte des in der Luft vorkommenden Stickstoffs gebunden. Bei den Kohlendioxiden handelt es sich um die Menge, die jährlich durch Waldbrände und verbrannte Biomassen entsteht, doch kann leider der Klimawandel dadurch nicht aufgehalten werden. Aber trotzdem besteht ein Einfluss auf das Klima, denn durch den Stickstoff im Boden wird ja das Wachstum der Bäume gefördert, die somit das Kohlendioxid langfristig speichern können.

    Pflanzen besitzen komplexe Abwehrmechanismen

    Ein Team von Wissenschaftlern des Scottish Agricultural College in Edinburgh hat jetzt festgestellt, dass neben einigen zweikeimblättrigen auch die einkeimblättrige Gerste namens Hordeum vulgare erworbene Resistenzen weitergeben kann. Nachdem die Pflanzen entweder mit Saccharin oder ASM behandelt wurden, entwickelten sie innerhalb kürzester Zeit chemische Abwehrreaktionen, welche die Landwirtschaft beispielsweise gegen Krankheitserreger nutzt.

    Nach der Ernte und Neupflanzung stellten die Forscher fest, dass die Resistenz von der Pflanze an die nächste Generation weitergegeben wurde, sodass künftig nur die Elterngeneration chemisch behandelt werden müsse. Bei einem Befall von Pilzsporen opfert die Pflanze beispielsweise bestimmte Zellen, was an den Nekrosen erkennbar ist, um das ganze System zu schützen. Sobald eine Pflanze bereits von einem Pilz oder ähnlichem befallen wurde, kann sie beim zweiten Angriff wesentlich schneller reagieren, sodass der Abwehrmechanismus automatisch beschleunigt wird.

    Pflanzen passen sich dem Klimawandel an: Blätter werden schmaler

    Auch Pflanzen reagieren deutlich auf den Klimawandel: Ein australischer Hopfenbusch hat in den letzten Jahrzehnten wesentlich schmalere Blätter entwickelt als noch Ende des 19.Jahrhundertes. Diese Feststellung machten australische Biologen aus Adelaide, die die Blätter des heutigen Hopfenbusches mit Blättern aus dem Jahr 1880 verglichen, die seinerzeit vom State Herbarium of South Australia gesammelt und getrocknet worden waren.

    Die alten Blätter waren im Durchschnitt 3,2 Millimeter breit, die neuen Blätter jedoch nur noch 1,9 Millimeter. Die Biologen führen die Veränderung auf den Klimawandel in der Region South Australia zurück, in der die Durchschnittstemperatur seit 1950 um 1,2 Grad Celsius stieg, während die Niederschlagsmenge gleich blieb: Um sich gegen die stärkere Verdunstung des Wassers durch die höhere Temperatur zu schützen, entwickelte der Hopfenbusch schmalere Blätter.

    Es ist nicht die erste Feststellung, dass Pflanzen sensibel auf den Klimawandel reagieren: So wurde bereits vor längerer Zeit festgestellt, dass sich der Rhythmus der Jahreszeiten verschiebt und neue Pflanzen in höheren Lagen wachsen, in denen es für sie bislang zu kalt war.

    Biologie - Bei der Befruchtung von Blühpflanzen spielt die Eizelle den aktiven Part

    Wissenschaftler aus Regensburg, München und der Schweiz haben mit einem Artikel im Fachjournal "Science" Aufsehen in der Biologengemeinde erregt. Ihnen ist eine grundlegende Erkenntnis gelungen, mit der wahrscheinlich die sogenannte Kreuzungsbarriere überwunden werden kann.

    Bis jetzt gibt es immer noch Pflanzen, die man nicht miteinander kreuzen kann. Warum das so ist, weiß man jetzt. Bei der Kreuzung von Blühpflanzen spielt die Eizelle den aktiven Part und nicht das Spermium. Wenn Spermien in der weiblichen Pflanze ankommen, schüttet die Eizelle bestimmte Signalmoleküle aus, sogenannte EC1-Proteine. Diese Proteine wirken auf die Zelloberfläche der Spermien ein. Sie bereiten die Spermien auf den richtigen Zeitpunkt der Vereinigung vor.

    Nachgewiesen wurde dieser Mechanismus an der weiß blühenden Acker-Schmalwand, einer sehr gut erforschten Modell-Pflanze.

    Kommunizieren Pflanzen auf der Basis von Zellvibrationen miteinander?

    Naturaufnahme Felder mit grünem Tee vor Berg
    green tea fields iv © Craig Hanson - www.fotolia.de

    Dass Pflanzen miteinander kommunizieren ist in der Wissenschaft nichts Neues - allerdings will ein Team von australischen Biologen der University of Western Australia nun herausgefunden haben, auf welchem Wege dies geschieht.

    Obwohl die Forscher bei Experimenten mit Chilisamen neben den chemischen Botenstoffen auch die Signalwege wie Licht komplett ausschlossen, reagierten die Samen auf die nahestehenden Basilikumpflanzen, indem mehr Chilisamen keimten und die Pflanzen schneller wuchsen.

    Hinter diesem Phänomen steckt laut den Biologen eine akustische Kommunikation über die sehr feinen Zellvibrationen, womit das Wachstum der Samen auf bislang unbekannte Weise positiv beeinflusst wird. Auf die gleiche Art und Weise können "schlechte Nachbarn" das Auskeimen von diesen Chilisamen hindern.

    Die Vibrationen werden demnach durch nanomechanische Oszillationen unterschiedlicher Komponenten des Zytoskeletts erzeugt.

    Orchideen sind die perfekten Blender in der Botanik

    Frau hält Orchidee ans Gesicht und riecht daran
    Woman holding white orchid flowers up to face. © iofoto - www.fotolia.de

    Orchideen zählen zu den beliebtesten Blumen überhaupt. Doch was in den heimischen Wohnzimmer so anmutend aussieht, muss in der freien Wildbahn immer wieder um sein Fortbestehen kämpfen. Um die Art zu erhalten, müssen unter anderen Blumen bestäubt werden. Bienen suchen sich allerdings die Blüten aus, die auch nahrhaften Nektar liefern.

    In den Tropen, in denen die Orchideen heimisch sind, sind es auch die Kolibris, die Blüten bestäuben. Nur leider verfügen die zahlreichen Orchideenarten nicht über belohnenden Nektar.

    So mussten sich die Pflanzen einen Trick ausdenken, um dennoch Bienen und andere Bestäuber anzulocken. Sie kopierten täuschend echt das Aussehen von Blüten, welche auf Bäumen zu finden sind, die den wohlschmeckenden Nektar tragen. Eine brillante Illusion.

    Bienen können visuell keinen Unterschied erkennen, so dass sie auch auf die Blüten der Orchideen anspringen und sie bestäuben. Nur leider werden sei für ihre Dienste nicht mit Nektar entlohnt, sondern müssen so weiter fliegen.

    Diese beeindruckende Beobachtung konnten britische Wissenschaftler machen und zeigten damit, dass es auch in der Pflanzenwelt wahre Meister der Illusionen gibt.

    Pflanzen - Sie kommunizieren und können sich hervorragend gegen Feinde wehren!

    Roter Marienkäfer klettert auf einem Halm mit Blattläusen
    Ladybug and aphids © Henrik Larsson - www.fotolia.de

    Sie wirken stumm und wehrlos und doch können Pflanzen sich hervorragend gegen Feinde verteidigen. Immer wieder versetzt das Verhalten der grünen Lebewesen Wissenschaftler ins Staunen. Bei Tabakpflanzen beispielsweise konnte beobachtet werden, dass diese einen ganz besonderen Duft absondern, wenn sie von den Raupen des Tabakschwärmers befallen werden.

    Dieser Duft wiederum lockt einen natürlichen Fressfeind der Raupen an und schon entledigt sich die Pflanze diesen Übels. Forscher haben zudem feststellen können, dass die Tabakpflanzen nicht reagieren, wenn sie von einem Messer geschnitten werden. So als würden diese wissen, dass sie dagegen machtlos sind.

    Doch die Tabakpflanzen sind nicht allein mit diesem Talent. Es wurde sogar nachgewiesen, dass Pflanzen gleicher Art sich gegenseitig helfen. Wird ein Ahornbaum von einem Schädling befallen, so "alarmiert" er seine Nachbarn über einen bestimmten Botenstoff. Diese produzieren umgehend einen ungenießbaren Saft, welcher in Rinde und Blättern eingelagert wird. Schon nach den ersten Bissen wenden sich die gefräßigen Besucher ab.

    Akazien sind da noch etwas gerissener. Sie alarmieren zwar auch ihre Nachbarn, aber sie produzieren parallel jedoch das Gift Tannin. Instinktiv knabbern Antilopen nur sehr kurz an Akazien. Gehen sie dann allerdings zu einer nächsten Pflanze, so bedeutet das den sicheren Tod für das Tier. Denn die Nachbarpflanze hat bereits sehr viel vom Gift produziert.

    Pflanzen die genetisch behandelt wurden, verfügen im übrigen nicht mehr über diesen natürlichen Weg der Kommunikation.

    Deutsche Forscher finden heraus, wie die Venusfliegenfalle ihrer Beute Stickstoff entzieht

    Insekt auf Blatt
    here I am © komandos - www.fotolia.de

    Es gibt auf der ganzen Welt rund 600 Pflanzenarten aus 18 verschiedenen Gattungen, die ihre Nährstoffe nicht ausschließlich aus dem Boden, sondern auch aus tierischer Nahrung beziehen. Die wahrscheinlich bekannteste fleischfressende Pflanze ist die Venusfliegenfalle oder wissenschaftlich auch Dionaea muscipula genannt.

    Die Venusfliegenfalle ist im Gegensatz zu den meisten anderen fleischfressenden Pflanzen ein aktiver Jäger und kann mit ihren Fängen relativ schnell zuschnappen, sobald ein Insekt deren empfindliche Sinneshaare berührt. Ist die Beute im Inneren der Fänge eingeschlossen, wird sie mit Hilfe von aggressiven Verdauungssäften, die von zahlreichen Drüsen ausgeschieden werden, in ihre Eiweißbestandteile, die so genannten Aminosäuren, zerlegt.

    Enzym im Magensaft

    Auf diese Weise gewinnt die Venusfliegenfalle aus ihrer Beute Stickstoff, den sie in den nährstoffarmen Mooren ihrer Heimat Nordamerika nicht aus dem Boden beziehen kann. Wie genau dieser Mechanismus funktioniert, war der Wissenschaft bislang jedoch ein Rätsel.

    Forscher der Universität Würzburg haben sich mit dieser Frage eingehender beschäftigt und herausgefunden, dass die Venusfliegenfalle ein bestimmtes Enzym in ihrem Magensaft hat, das die Aminosäure Glutamin zunächst zu Glutamat und anschließend in das stickstoffhaltige Salz Ammonium spaltet, welches dann von den gleichen Drüsen wieder aufgenommen wird, die zuvor den Verdauungssaft abgesondert haben.

    Wie wärmeliebende Pflanzen im Verlauf der Evolution lernten, selbst Frost schadfrei zu überstehen

    Schnee und Eis auf Holzästen, darunter gelbe Blätter
    Snow and Winter Landscape © Chad McDermott - www.fotolia.de

    Blütenpflanzen, die gemeinhin auch als Bedecktsamer bezeichnet werden, waren ursprünglich in wärmeren Regionen heimisch. Folglich benötigten sie zu Beginn noch keine Mechanismen, um große Kälte überdauern zu können.

    Wie Forscher der George Washington University im Fachmagazin "Nature" nach einer Studie, bei der sie Daten von knapp 50000 Bedecktsamern mit einem Stammbaum, der über 30.000 Arten umfasst, abglichen, berichten, hätten sich viele Pflanzen im Verlauf der Evolution mit zunehmender Verbreitung aber dahin gehend angepasst, selbst strengstem Frost trotzen zu können.

    Anpassung an Evolution

    Zu besagter Anpassung habe zunächst gehört, dass Stämme respektive Sprossachsen kürzer wurden und wichtige Pflanzenteile nicht mehr wie früher oberirdisch, sondern ähnlich wie bei Kräutern verstärkt unterirdisch wuchsen, wodurch sie besser vor Kälte geschützt waren.

    Im weiteren Evolutionsverlauf seien zudem die Adern in den Stämmen, Stielen und Zweigen dünner geworden, sodass sich in ihnen bei fallenden und wieder steigenden Temperaturen nicht mehr wie zuvor Luftblasen, die die Transportwege blockieren könnten, bilden können.

    Ferner wären viele Bedecktsamer dazu übergegangen, ihre Blätter im Herbst abzuwerfen.

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      Sauerdorn bekämpft Parasiten mit vorausschauendem Handeln

      Gibt es pflanzliche Intelligenz? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon seit langem. Nun ist es Göttinger Biologen gelungen, einer Pflanze vorausschauendes Handeln nachzuweisen. Der Sauerdorn, auch bekannt als Gewöhnliche Berberitze, wehrt sich gegen Parasiten, indem er befallene Samen selbst abtötet. So versucht er, die Ausbreitung der Parasiten zu unterbinden. Für ihre Studie untersuchten die Forscher 2000 Beeren des Sauerdorns.

      Die Sauerdorn-Bohrfliege sticht die Früchte an und nistet ihre Larven in den Beeren, die zwei Samen enthalten, ein. Dadurch sterben diese gewöhnlich ab. Wird nun einer der Samen infiziert, stoppt der Sauerdorn in der Regel die Entwicklung des einen befallenen Samens, was auch den Parasiten tötet. So kann der Sauerdorn zumindest einen seiner Samen retten und fortpflanzungsfähig bleiben.

      Wie die Wissenschaftler beobachten konnten, trifft die Pflanze ihre Entscheidung abhängig von der Situation. Besteht eine Beere lediglich aus einem Samen und wird dieser befallen, so tötet ihn die Berberitze nur in fünf Prozent der Fälle ab. Der Sauerdorn hofft, dass der Parasit stirbt und der Samen gerettet ist. Würde sie den Samen bei einem Befall grundsätzlich abtöten, wäre die Beere verloren.

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      Quellenangaben

      • Bildnachweis: jasminblüten © awfoto - www.fotolia.de
      • Bildnachweis: Zwiebel stecken 08 © Lianem - www.fotolia.de
      • Bildnachweis: designer garden © Jyothi Joshi - www.fotolia.de
      • Bildnachweis: Crocuses and Trowel © Petra Louise - www.fotolia.de
      • Bildnachweis: Ivy leaves © Claudio Divizia - www.fotolia.de
      • Bildnachweis: Hibiskus © Ansgar - www.fotolia.de
      • Bildnachweis: junge frau genießt den duft von flieder © contrastwerkstatt - www.fotolia.de
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      • Bildnachweis: Salat aus Frühlingskräutern © Johanna Mühlbauer - www.fotolia.de
      • Bildnachweis: kreative küche 1 © emmi - www.fotolia.de
      • Bildnachweis: Blühender Jasmin vor blauem Himmel und grüner Käfer © schweitzer-degen - www.fotolia.de
      • Bildnachweis: plantation © zigrit - www.fotolia.de

      Autor:

      Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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