Im Laufe einer Schullaufbahn werden, je nach angestrebtem Schulabschluss, 9-13 Schuljahre absolviert, in denen Unterrichtsstoff unterschiedlichster Natur gelernt wird. Nach Erlernen der Grundlagen in den ersten vier Schuljahren auf einer Grundschule gilt es eine weiterführende Schule zu wählen und sich bereits Gedanken über den angestrebten Schulabschluss zu machen. Neben der Aneignung von Wissen ist die Schulzeit auch eine besonders wichtige Phase der Entwicklung und Persönlichkeitsbildung.
Die Schule ist eine Bildungsinstitution, in der Kindern Wissen vermittelt wird. Insbesondere in den unteren Jahrgangsstufen übernimmt die Schule oft auch erzieherische Aufgaben. Neben allgemeiner Wissensvermittlung und Erziehung spielen auch die Wertevermittlung und die Vorbereitung auf ein selbständiges und eigenverantwortliches Leben in der Schule eine Rolle.
In den meisten Industrieländern besteht eine Schul- bzw. Bildungspflicht. Kinder müssen demnach eine bestimmte Mindestanzahl von Jahren eine Schule besuchen bzw. zu Hause gelehrt werden. Erst im Anschluss dürfen sie ins Arbeitsleben eintreten und sind von der Pflicht des Schulsbesuchs befreit. In Deutschland gibt es ein gegliedertes Schulsystem, das verschiedene Schultypen umfasst. Jedes Kind beginnt seine Schullaufbahn zunächst in der Grundschule.
Je nach Bundesland muss die Primarstufe vier bis sechs Jahre besucht werden, bevor auf eine weiterführende Schule gewechselt werden kann. Ob das Kind nun eine Haupt-, Real- oder Gesamtschule besuchen kann oder auf ein Gymnasium wechseln darf, hängt zum größten Teil von seinen Leistungen in der Grundschule ab. Aber auch die soziale Herkunft und der Einfluss von Eltern und Lehrern sind bei dieser Entscheidung nicht unbedeutend. Auf die Sekundarstufe I folgt die Sekundarstufe II, die unter anderem die gymnasiale Oberstufe, eine Berufsschule oder auch eine duale Ausbildung umfasst.
Während Auszubildende im Anschluss meist in den erlernten Beruf einsteigen, zieht es die meisten Abiturienten in den Tertiärbereich, also auf eine Hochschule. Die Lernbereiche und -ziele werden in Lehrplänen von den einzelnen Bundesländern selbst festgelegt. Es gibt keinen deutschlandweit einheitlichen Lehrplan, was einen Wechsel von Schülern und auch Lehrern zwischen den einzelnen Bundesländern erschwert.
Ein weiterer Kritikpunkt des deutschen Schulsystems ist die frühe Selektion der Schüler auf die weiterführenden Schulen. Verschiedene Studien haben ergeben, dass das gegliederte deutsche Schulsystem mitverantwortlich für die vergleichsweise schlechten Leistungen deutscher Schüler ist.
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