25. Mai 2006
(dgk) Tauchbegeisterte sollten unbedingt auf den konsequenten Schutz ihrer Ohren achten. Darauf weist die Ärzte Zeitung (3. April 2006) hin. Denn eine Otitis (Ohrenentzündung des äußeren Gehörgangs) ist ein häufiges Problem von Tauchern.
Um die Ohren gesund zu halten, muss der Gehörgang stets sauber und trocken sein. Der ständige Wasserkontakt weicht die Gehörgangshaut auf, wodurch Keime eindringen können, und Meerwasser zerstört den schützenden Fettfilm der Ohrhaut. Der äußere Gehörgang des Erwachsenen ist etwa 2,5 cm lang, in der äußeren Hälfte befinden sich fettproduzierende Zellen. Diese bilden unter anderem das Ohrschmalz, das pilz- und bakterienabtötend wirkt. Beim Tauchen und Schwimmen kann es nun zum Einspülen von Mikroorganismen wie Bakterien, Algen oder Plankton in den äußeren Gehörgang kommen. Folge kann dann eine Entzündung des äußeren Gehörganges sein.
Ausspülen der Gehörgänge mit sauberem Süßwasser nach jedem Tauchgang und die zusätzlich Desinfektion mit alkoholischer Essigsäure (Taucher-Ohrentropfen) seien daher wichtige vorbeugende Maßnahmen, so die Ärztezeitung. Essig wirkt keimtötend und erhöht den physiologischen pH-Wert der Gehörgangshaut. Abschließend kann zur Einfettung etwas Baby- oder Olivenöl in den Gehörgang geträufelt werden. Manipulationen am Gehörgang sollten unbedingt vermieden werden.
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